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Glättewarnung aktuell: DWD-Warnstufen, Tipps & Regionen

📖 Lesezeit: 6 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 3. Januar 2026

Eine Glättewarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) warnt aktuell vor gefährlichen Straßenverhältnissen in weiten Teilen Deutschlands. Am 3. Januar 2026 gilt in zahlreichen Regionen erhöhte Rutschgefahr durch überfrierende Nässe und Schneeglätte. Der DWD meldet winterliches Wetter mit Schneeschauern, Frost und gebietsweise stürmischen Böen. Hier erfährst du alles zu den aktuellen Warnungen, den verschiedenen Warnstufen und wie du sicher durch den Winter kommst.

Was bedeutet eine Glättewarnung?

Eine Glättewarnung ist eine offizielle Mitteilung des Deutschen Wetterdienstes, die vor rutschigen Straßen durch Eis, Schnee oder überfrierende Nässe warnt. Sie wird herausgegeben, wenn verbreitet mit Glätte gerechnet werden muss. Aktuell (3. Januar 2026) warnt der DWD in vielen Regionen vor Glättegefahr mit der Empfehlung, das Fahrverhalten anzupassen. Der Bremsweg kann sich bei Glätte um das Fünf- bis Zehnfache verlängern.

Glättewarnung aktuell: So ist die Lage am 3. Januar 2026

Der Deutsche Wetterdienst meldet für den 3. Januar 2026 winterliche Verhältnisse in weiten Teilen Deutschlands. Laut DWD sorgt ein umfangreiches Sturmtief mit polarer Meeresluft für unbeständiges und windiges Winterwetter. Im Nordweststau der Mittelgebirge fallen regional 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee, teils binnen weniger Stunden und mit Verwehungen.

Die Glättewarnungen gelten in verschiedenen Regionen mit unterschiedlichen Warnstufen. Besonders betroffen sind die Mittelgebirge und der Süden Deutschlands. Autofahrer sollten sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Wetterlage informieren – zum Beispiel über die WarnWetter-App des DWD oder die aktuelle Wetterentwicklung zum Jahreswechsel 2026.

Die Warnstufen des DWD bei Glätte erklärt

Der Deutsche Wetterdienst verwendet ein vierstufiges Warnsystem für Glättewarnungen. Je nach Gefährdungslage werden unterschiedliche Farben und Stufen verwendet:

Warnstufe Farbe Bedeutung Empfehlung
Stufe 1 Gelb Wetterwarnung vor Glätte Vorsicht im Straßenverkehr
Stufe 2 Orange Markante Glättegefahr Fahrverhalten deutlich anpassen
Stufe 3 Rot Unwetterwarnung Glatteis Aufenthalt im Freien vermeiden
Stufe 4 Violett Extremes Unwetter Gefahr für Leib und Leben

Bei Alarmstufe Orange (Stufe 2) spricht der DWD von „erhöhter Glättegefahr» durch gefrierenden Regen. Bei Alarmstufe Rot besteht laut Wetterdienst „Gefahr für Leib und Leben» – hier wird empfohlen, den Aufenthalt im Freien möglichst zu vermeiden.

Arten von Glätte: Diese Unterschiede solltest du kennen

Nicht jede Glätte ist gleich. Der DWD unterscheidet verschiedene Formen, die unterschiedlich gefährlich sein können:

Glätteform Entstehung Gefährlichkeit
Blitzeis / Glatteis Gefrierender Regen auf kaltem Boden ⚠️ Sehr hoch
Überfrierende Nässe Feuchtigkeit gefriert auf Fahrbahn ⚠️ Hoch
Schneeglätte Schnee bleibt auf Straßen liegen ⚠️ Mittel bis hoch
Reifglätte Gefrorener Tau bei klaren Nächten ⚠️ Mittel
Festgefahrener Schnee Verdichteter Schnee durch Verkehr ⚠️ Mittel

Besonders tückisch ist Blitzeis: Es entsteht, wenn unterkühlter Regen auf gefrorene Fahrbahnen trifft und sofort eine harte, glasige Eisschicht bildet. Diese ist oft kaum zu erkennen und tritt plötzlich auf – daher der Name.

Glättewarnung: Tipps für sicheres Autofahren

Bei einer Glättewarnung solltest du dein Fahrverhalten unbedingt anpassen. Der ADAC empfiehlt folgende Maßnahmen:

Vor der Fahrt

  • Auto komplett von Eis und Schnee befreien – alle Scheiben, Spiegel und Scheinwerfer
  • Winterreifen prüfen – mindestens 4 mm Profiltiefe empfohlen
  • Wettervorhersage checken – DWD-WarnWetter-App nutzen
  • Mehr Zeit einplanen – Fahrzeit bei Glätte verdoppeln

Während der Fahrt

  • Geschwindigkeit reduzieren – angepasst an Straßenverhältnisse
  • Abstand vergrößern – mindestens doppelter Sicherheitsabstand
  • Niedertourig fahren – höhere Gänge für besseren Grip
  • Keine ruckartigen Bewegungen – sanft lenken, bremsen und Gas geben
  • Bremsproben machen – auf freier Strecke Bremsverhalten testen

💡 Wichtig: Bei Glatteis kann sich der Bremsweg um das Zehnfache verlängern! Wer bei Tempo 50 auf trockener Straße nach etwa 23 Metern steht, benötigt auf Eis mindestens 230 Meter. Bei extremer Glätte hilft nur eins: Auto stehen lassen und Winterdienst abwarten.

Unfälle durch Glätte: Die Statistik

Glätteunfälle fordern jedes Jahr zahlreiche Opfer in Deutschland. Laut Statistischem Bundesamt gab es 2023 insgesamt 4.535 Straßenverkehrsunfälle mit Personenschaden, die durch Schnee und Glatteis verursacht wurden.

Besonders gefährlich wird es bei schwankenden Temperaturen um den Gefrierpunkt. Ende Dezember 2025 kam es bundesweit zu hunderten Glätteunfällen mit mehreren Todesopfern. Allein in Berlin wurden am Jahreswechsel über 2.200 Rettungseinsätze gezählt – fast 1.000 mehr als an normalen Tagen.

Region Unfälle (Dezember 2025) Besonderheit
Bayern Mehrere hundert Alarmstufe Rot in 10 Landkreisen
Niedersachsen Über 150 Massenkarambolage A1
Brandenburg Rund 120 19 Verletzte in einer Nacht
Berlin Dutzende Notaufnahmen überlastet

Wo gilt aktuell eine Glättewarnung?

Glättewarnungen werden für einzelne Landkreise und Gemeinden herausgegeben. Die aktuellen Warnungen findest du auf folgenden Seiten:

  • DWD Warnkarte: dwd.de/warnungen
  • DWD WarnWetter-App: Kostenlos für iOS und Android
  • NINA Warn-App: Offizielle App des Bundesamts für Bevölkerungsschutz
  • Unwetterzentrale: unwetterzentrale.de

Die Warnungen werden sehr kurzfristig vor den Warnereignissen herausgegeben, um möglichst genau zu sein. Prüfe daher regelmäßig die aktuellen Meldungen, besonders vor längeren Fahrten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was bedeutet eine Glättewarnung des DWD?

Eine Glättewarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bedeutet, dass in bestimmten Regionen mit rutschigen Straßen durch Eis, Schnee oder überfrierende Nässe zu rechnen ist. Sie enthält Hinweise auf Rutschgefahr und die Empfehlung, das Verhalten im Straßenverkehr anzupassen. Je nach Schwere gibt es vier Warnstufen von Gelb bis Violett.

Wie lange gilt eine Glättewarnung?

Die Gültigkeit einer Glättewarnung variiert je nach Wetterlage. Der DWD gibt in jeder Warnung den genauen Zeitraum an – typischerweise einige Stunden bis zu einem Tag. Glättewarnungen können verlängert oder aufgehoben werden, sobald sich die Wetterlage ändert. Prüfe regelmäßig die aktuellen Meldungen.

Was ist der Unterschied zwischen Glätte und Glatteis?

Glätte ist der Oberbegriff für alle rutschigen Straßenzustände – etwa durch Schnee, Reif oder gefrorene Nässe. Glatteis bezeichnet speziell eine geschlossene Eisschicht, die durch gefrierenden Regen (Blitzeis) entsteht. Glatteis ist besonders gefährlich, da es kaum sichtbar ist und die Haftung zwischen Reifen und Straße nahezu auf null sinkt.

Wie schnell darf ich bei Glättewarnung fahren?

Es gibt kein festes Tempolimit bei Glätte. Laut StVO musst du die Geschwindigkeit immer den Straßen-, Sicht- und Wetterverhältnissen anpassen. Das kann bei extremer Glätte auch Schrittgeschwindigkeit bedeuten. Bei Sichtweiten unter 50 Metern gilt generell maximal 50 km/h. Im Zweifelsfall: Lieber langsamer fahren oder das Auto stehen lassen.

Wo ist die Glättegefahr am größten?

Besonders glättegefährdet sind Brücken und Überführungen (dort kühlt der Boden schneller aus), Waldstrecken (Schatten), Kuppen und Senken sowie Bereiche in der Nähe von Gewässern. Auch in den frühen Morgen- und späten Abendstunden ist die Gefahr erhöht, wenn die Temperaturen um den Gefrierpunkt schwanken.

Was tun, wenn das Auto bei Glätte ins Schleudern gerät?

Ruhe bewahren und keine hektischen Lenkbewegungen machen. Lenke in die Richtung, in die das Heck ausbricht (Gegenlenken). Kupplung treten, um den Schub zu vermindern. Bei Autos mit ABS das Bremspedal fest durchtreten und halten – das System regelt die Bremskraft automatisch. Ohne ABS pulsierend bremsen.

Fazit: Bei Glättewarnung lieber vorsichtig sein

Eine Glättewarnung des DWD sollte ernst genommen werden. Die aktuellen Warnungen im Januar 2026 zeigen, wie gefährlich winterliche Straßenverhältnisse sein können. Mit angepasstem Fahrverhalten, guten Winterreifen und der richtigen Vorbereitung lässt sich das Unfallrisiko deutlich reduzieren. Informiere dich vor jeder Fahrt über die aktuelle Wetterlage und plane mehr Zeit ein. Bei extremer Glätte gilt: Auto stehen lassen und auf den Winterdienst warten. Sicherheit geht vor! ❄️

WdL

Redaktion Welt der Legenden

Dieser Artikel basiert auf aktuellen Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Informationen des ADAC, des Statistischen Bundesamtes sowie Berichten regionaler Medien. Stand: 3. Januar 2026

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