Franz Von Assisi, einer der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche, dessen sterbliche Überreste nun erstmals öffentlich ausgestellt werden. Anlässlich des 800. Todestages des Heiligen öffnete Assisi die Krypta, um Gläubigen ein «unmittelbares, sinnliches Erlebnis» zu ermöglichen. Mehr als 350.000 Menschen haben sich bereits angemeldet, um die Reliquien in der päpstlichen Basilika San Francesco zu sehen.

Warum werden die Überreste des Franz von Assisi jetzt ausgestellt?
Die Ausstellung der sterblichen Überreste des Franz von Assisi erfolgt anlässlich des 800. Todestages des Heiligen. Die Kirche begründet dies damit, Gläubigen ein «unmittelbares, sinnliches Erlebnis» zu ermöglichen. Die Ausstellung in der päpstlichen Basilika San Francesco dauert bis zum 22. März.
Assisi zeigt erstmals Überreste des Heiligen Franziskus
Fast 800 Jahre nach seinem Tod werden die sterblichen Überreste des Heiligen Franz von Assisi erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Seine Heimatstadt Assisi, eine Gemeinde mit rund 27.500 Einwohnern in Mittelitalien, rechnet mit Hunderttausenden von Besuchern. Die Ausstellung in der päpstlichen Basilika San Francesco begann am Wochenende und dauert bis zum 22. März. Mehr als 350.000 Menschen haben sich bereits angemeldet, um die Reliquien zu sehen, wie der Franziskanerorden mitteilte.
Franz Von Assisi (1181/82-1226) gehört zu den bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche und war Namensgeber für den verstorbenen Papst Franziskus. Der Sohn eines reichen Tuchhändlers aus Assisi wandte sich Anfang des 13. Jahrhunderts von seiner Familie ab, verschrieb sich dem Glauben und lebte in Armut. Bereits zwei Jahre nach seinem Tod im Alter von Mitte 40 wurde er heiliggesprochen. (Lesen Sie auch: Liebesbogen Italien Eingestürzt: Wahrzeichen am Valentinstag Zerstört)
Das ist passiert
- Erstmals werden die sterblichen Überreste des Heiligen Franz von Assisi öffentlich ausgestellt.
- Mehr als 350.000 Menschen haben sich bereits für die Ausstellung angemeldet.
- Die Ausstellung findet in der päpstlichen Basilika San Francesco in Assisi statt.
- Italien begeht den Todestag des Heiligen Franziskus am 4. Oktober als Feiertag.
Wie wurden die Gebeine des Heiligen entdeckt?
Der Sarg mit dem Leichnam des Heiligen Franz von Assisi wurde an einem versteckten Ort tief in der Erde eingelassen. Dort ruhte er fast sechs Jahrhunderte lang. Erst 1818 erteilte Papst Pius VII. den Franziskanern die Erlaubnis, das Grab freizulegen. Für den Sarkophag wurde eigens eine neue Krypta in der Unterkirche der Basilika errichtet. Seitdem wurden die Knochen mehrmals wissenschaftlich untersucht und auf Echtheit geprüft, zuletzt im Jahr 2015.
Die Geschichte der Wiederentdeckung der Gebeine ist eng mit den politischen und religiösen Umwälzungen des frühen 19. Jahrhunderts verbunden. Die napoleonische Zeit brachte auch für den Kirchenstaat Veränderungen mit sich, und die Suche nach den Reliquien des Heiligen war auch ein Akt der Restauration und der Besinnung auf die eigenen Wurzeln. Die Krypta, in der die Gebeine heute ruhen, ist ein Ort der Stille und des Gebets, der jährlich von unzähligen Pilgern besucht wird. Der Vatikan spielt eine zentrale Rolle bei der Bewahrung des Erbes des Heiligen.
Franz Von Assisi: Schutzpatron Italiens
In Italien, dessen Schutzpatron Franz von Assisi ist, werden die Feierlichkeiten zum 800. Todestag auch nach dem Ende der Ausstellung weitergehen. Auch Papst Leo hat seinen Besuch in Assisi angekündigt. Der 4. Oktober, der mutmaßliche Todestag des Heiligen, wurde sogar zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Wie Stern berichtet, ist das Interesse an der Ausstellung enorm.
Die Verehrung des Heiligen Franziskus als Schutzpatron Italiens ist tief in der nationalen Identität verwurzelt. Seine Botschaft des Friedens, der Nächstenliebe und der Bewahrung der Schöpfung hat über die Jahrhunderte nichts von ihrer Aktualität verloren. Dies spiegelt sich auch in der Bedeutung wider, die seinem Todestag als nationalem Feiertag beigemessen wird. Der Heilige inspiriert Menschen über Konfessionsgrenzen hinweg und wird oft als Vorbild für einen einfachen und demütigen Lebensstil gesehen. (Lesen Sie auch: Fasten Gesundheit: Was Steckt Hinter dem Trend…)
Franz Von Assisi gründete den Franziskanerorden, der sich der Armut und dem Dienst an den Armen verschrieben hat. Sein Leben und seine Lehren haben einen tiefgreifenden Einfluss auf die katholische Kirche und die Welt gehabt.
Das Leben des Heiligen Franziskus: Von Reichtum zur Armut
Franz Von Assisi, geboren als Giovanni di Pietro di Bernardone, stammte aus einer wohlhabenden Familie. Sein Vater war ein reicher Tuchhändler. Doch Franziskus entschied sich, seinem weltlichen Besitz zu entsagen und ein Leben in Armut und Demut zu führen. Dieser radikale Wandel vollzog sich Anfang des 13. Jahrhunderts, als er sich von seiner Familie lossagte und sich dem Glauben verschrieb.
Seine Hinwendung zum Glauben und sein Engagement für die Armen machten ihn zu einer zentralen Figur der religiösen Erneuerung seiner Zeit. Er predigte Nächstenliebe, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Seine Botschaft fand großen Anklang, und bald schlossen sich ihm zahlreiche Anhänger an, die gemeinsam den Franziskanerorden gründeten. Katholisch.de bietet weitere Informationen zum Leben des Heiligen.

Die Entscheidung, ein Leben in Armut zu führen, war für Franziskus nicht nur ein persönlicher Akt der Entsagung, sondern auch ein Aufruf zur Umkehr an die Kirche seiner Zeit. Er kritisierte den Reichtum und die Machtgier vieler Kirchenvertreter und forderte eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen Werte des Christentums. Seine Botschaft war revolutionär und trug maßgeblich zur Erneuerung des religiösen Lebens im Mittelalter bei. (Lesen Sie auch: DLRG Mitglieder: Über 200.000 Kinder Retten Leben)
| Fakt | Details |
|---|---|
| Geburtsjahr | 1181/82 |
| Todesjahr | 1226 |
| Heiligsprechung | Zwei Jahre nach seinem Tod |
| Beruf | Heiliger, Ordensgründer |
Die Ausstellung der sterblichen Überreste des Heiligen Franz von Assisi bietet Gläubigen und Interessierten die Möglichkeit, sich mit dem Leben und Wirken dieses bedeutenden Heiligen auseinanderzusetzen. Sie ist ein Zeichen der Verehrung und des Gedenkens an einen Mann, der die Welt durch seinen Glauben und seine Nächstenliebe verändert hat.
Die Feierlichkeiten zum 800. Todestag des Heiligen Franziskus sind ein wichtiges Ereignis für die katholische Kirche und für Italien. Sie bieten die Gelegenheit, sich an die Botschaft des Heiligen zu erinnern und sich von seinem Beispiel inspirieren zu lassen. Sein Wirken hallt bis heute nach und erinnert uns daran, dass ein Leben in Demut, Nächstenliebe und Frieden möglich ist.
Die sterblichen Überreste des Franz von Assisi werden bis zum 22. März in der päpstlichen Basilika San Francesco ausgestellt. Diese erstmalige öffentliche Zurschaustellung bietet Gläubigen die Möglichkeit, eine tiefere Verbindung zu dem Heiligen herzustellen und sein Vermächtnis zu würdigen.




