Der Fastenmonat Ramadan ist für viele Muslime eine Zeit der Besinnung und des Verzichts. Während dieser Zeit, die sich nach dem Mondkalender richtet, verzichten gläubige Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und andere weltliche Genüsse. Der Fastenmonat Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islam und hat eine tiefe spirituelle Bedeutung.

Was ist der Fastenmonat Ramadan und warum ist er so wichtig?
Der Fastenmonat Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Kalender und gilt als der heiligste Monat. Muslime glauben, dass in diesem Monat der Koran, die heilige Schrift des Islam, dem Propheten Mohammed offenbart wurde. Das Fasten während des Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islam und eine Pflicht für alle gesunden, erwachsenen Muslime. Es dient der spirituellen Reinigung, der Solidarität mit den Armen und dem Gedenken an die Offenbarung des Korans.
Zusammenfassung
- Der Fastenmonat Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Kalenders und von großer Bedeutung für Muslime weltweit.
- Während des Ramadan verzichten Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und andere weltliche Genüsse.
- Das Fasten ist eine der fünf Säulen des Islam und dient der spirituellen Reinigung und Besinnung.
- Der Ramadan endet mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr.
Wann beginnt und endet der Ramadan 2026?
Der Beginn des Fastenmonats Ramadan richtet sich nach dem islamischen Mondkalender, der kürzer ist als der gregorianische Kalender. Daher verschiebt sich der Ramadan jedes Jahr um etwa elf Tage nach vorne. Laut Stern, wird der Ramadan im Jahr 2026 voraussichtlich am 18. Februar beginnen und am 19. März enden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die tatsächliche Bestimmung des Beginns von der Sichtung der Mondsichel abhängt und von religiösen Autoritäten in den jeweiligen Ländern festgelegt wird. (Lesen Sie auch: Fastenmonat Ramadan 2026: Beginn, Regeln und Bedeutung)
Welche Regeln gelten während des Ramadan?
Während des Fastenmonats Ramadan gelten strenge Regeln für gläubige Muslime. Von der Morgendämmerung (Sahur) bis zum Sonnenuntergang (Iftar) ist es Muslimen untersagt, zu essen, zu trinken, zu rauchen oder sexuelle Beziehungen einzugehen. Diese Enthaltsamkeit soll die Gläubigen in ihrer spirituellen Entwicklung unterstützen und sie daran erinnern, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es gibt jedoch Ausnahmen von der Fastenpflicht. Kinder, Kranke, Reisende, Schwangere und stillende Mütter sind vom Fasten befreit. Sie können das Fasten zu einem späteren Zeitpunkt nachholen oder eine Spende an Bedürftige leisten (Fidya).
Wie feiern Muslime das Ende des Ramadan?
Der Ramadan endet mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens, auch bekannt als Eid al-Fitr oder Zuckerfest. Dieses Fest ist ein wichtiger religiöser Feiertag im Islam und wird von Muslimen auf der ganzen Welt gefeiert. Es beginnt mit einem besonderen Morgengebet (Eid-Gebet) in der Moschee. Anschließend besuchen sich Familien und Freunde, tauschen Geschenke aus und genießen festliche Mahlzeiten. Es ist üblich, dass während des Eid al-Fitr Spenden an Bedürftige gegeben werden (Zakat al-Fitr), um sicherzustellen, dass auch sie an den Feierlichkeiten teilnehmen können. Die festliche Stimmung und die gemeinsamen Mahlzeiten stärken das Gemeinschaftsgefühl und die Verbundenheit der Muslime.
Wie begehen Muslime in Deutschland den Fastenmonat Ramadan?
In Deutschland leben schätzungsweise über fünf Millionen Muslime, die den Fastenmonat Ramadan auf unterschiedliche Weise begehen. Viele Muslime besuchen regelmäßig die Moschee, um an den täglichen Gebeten und den besonderen Ramadan-Veranstaltungen teilzunehmen. Der Ramadan ist auch eine Zeit der Nächstenliebe und des sozialen Engagements. Viele Muslime engagieren sich in Hilfsorganisationen oder spenden an Bedürftige. Nach Angaben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat, leisten muslimische Organisationen in Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Integration und zum sozialen Zusammenhalt. Das abendliche Fastenbrechen (Iftar) wird oft im Kreis der Familie oder mit Freunden und Nachbarn gefeiert. In vielen Städten gibt es auch öffentliche Iftar-Veranstaltungen, bei denen Muslime und Nicht-Muslime gemeinsam das Fasten brechen und sich austauschen können. (Lesen Sie auch: Mörder Hirnforschung: Kann Sie Gewaltverbrecher Vorhersagen?)
Der Ramadan ist nicht nur eine Zeit des Verzichts, sondern auch eine Zeit der spirituellen Reflexion und des persönlichen Wachstums. Viele Muslime nutzen den Ramadan, um sich intensiv mit dem Koran auseinanderzusetzen, ihre Gebete zu vertiefen und ihre Beziehungen zu Familie und Freunden zu stärken.
Welche Bedeutung hat der Ramadan für die muslimische Gemeinschaft?
Der Fastenmonat Ramadan stärkt das Gemeinschaftsgefühl unter Muslimen weltweit. Durch das gemeinsame Fasten und Beten erleben sie eine besondere Verbundenheit und Solidarität. Der Ramadan erinnert die Muslime daran, sich ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst zu werden und sich für das Wohl anderer einzusetzen. Viele Muslime nutzen den Ramadan, um sich ehrenamtlich zu engagieren oder Spenden zu sammeln. Laut einer Studie der Zentralrats der Muslime in Deutschland, engagieren sich Muslime in Deutschland überdurchschnittlich häufig in sozialen Projekten. Der Ramadan ist somit nicht nur eine religiöse Pflicht, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die genaue Ausgestaltung des Ramadan, wie er heute praktiziert wird, entwickelte sich im Laufe der islamischen Geschichte. (Lesen Sie auch: Glatteiswarnung Deutschland: Gefahr durch Schnee und Glatteis…)

Der Ramadan wird von Muslimen weltweit, einschließlich der großen muslimischen Gemeinschaften in Europa und Nordamerika, praktiziert.
Fazit
Der Fastenmonat Ramadan ist eine zentrale Säule des Islam und eine Zeit der spirituellen Besinnung, des Verzichts und der Nächstenliebe. Er bietet Muslimen weltweit die Möglichkeit, ihren Glauben zu vertiefen, ihre Gemeinschaft zu stärken und sich für das Wohl anderer einzusetzen. Der Ramadan ist somit ein wichtiger Bestandteil der muslimischen Identität und ein Beitrag zum interkulturellen Dialog und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es bleibt zu hoffen, dass der Geist des Ramadan, der von Toleranz, Respekt und Solidarität geprägt ist, auch über diesen Monat hinaus in der Gesellschaft wirksam bleibt.




