Der F-22 Raptor ist auch am 28.02.2026 noch das Synonym für Luftüberlegenheit und technologische Dominanz. Entwickelt von Lockheed Martin, stellt dieser Kampfjet der fünften Generation die Speerspitze der US Air Force dar. Seine einzigartige Kombination aus Tarnkappentechnologie, Supercruise-Fähigkeit und extremer Manövrierfähigkeit macht ihn zu einem der gefürchtetsten Kampfflugzeuge der Welt.
Trotz der Einstellung der Produktion im Jahr 2011 bleibt der F-22 ein entscheidender Faktor in der globalen Militärstrategie. Seine fortlaufenden Modernisierungen und die Diskussionen um einen potenziellen Nachfolger halten das Interesse an diesem außergewöhnlichen Flugzeug ungebrochen hoch. Dieser Artikel beleuchtet alle Facetten des legendären Greifvogels – von seiner Entstehungsgeschichte über die technischen Meisterleistungen bis hin zu den enormen Kosten und seiner strategischen Bedeutung.
Die Lockheed Martin F-22 Raptor ist ein Luftüberlegenheitsjäger der fünften Generation, der für die United States Air Force (USAF) entwickelt wurde. Besondere Merkmale sind seine fortschrittlichen Tarnkappeneigenschaften, die Fähigkeit zum Überschallflug ohne Nachbrenner (Supercruise) und eine hochintegrierte Avionik. Produziert wurden insgesamt 195 Maschinen, bevor die Fertigung 2011 eingestellt wurde.
Geschichte und Entwicklung des F-22 Raptor
Die Entwicklung des F-22 Raptor begann bereits in den frühen 1980er Jahren unter dem Namen „Advanced Tactical Fighter“ (ATF)-Programm. Ziel der US Air Force war es, einen Nachfolger für die alternde F-15 Eagle zu schaffen, der den aufkommenden Bedrohungen durch fortschrittliche sowjetische Kampfjets gewachsen war. Die Hauptanforderungen waren dabei klar definiert: Tarnkappeneigenschaften (Stealth), Supercruise-Fähigkeit und eine überlegene Manövrierfähigkeit.
Im Jahr 1986 erhielten zwei Konsortien den Auftrag, Prototypen zu entwickeln: eines unter der Führung von Lockheed (YF-22) und eines unter Northrop (YF-23). Nach intensiven Testphasen fiel die Wahl der Air Force 1991 auf die YF-22 von Lockheed, die als manövrierfähiger und in der Entwicklung weiter fortgeschritten galt. Der offizielle Erstflug der Serienversion F-22A fand am 7. September 1997 statt. Die Indienststellung erfolgte schließlich im Dezember 2005, womit der Raptor offiziell zum ersten einsatzbereiten Kampfjet der fünften Generation wurde.
Technische Meisterleistung: Die Fähigkeiten des F-22 Raptor
Der F-22 Raptor vereint mehrere Schlüsseltechnologien, die ihn von anderen Kampfflugzeugen abheben. Seine Konstruktion ist ein Paradebeispiel für Ingenieurskunst, die auf maximale Effektivität im Luftkampf ausgelegt ist.
Tarnkappe (Stealth)
Die wohl herausragendste Eigenschaft des F-22 Raptor ist seine hochentwickelte Tarnkappentechnologie. Durch eine spezielle Formgebung ohne rechte Winkel, nach innen geneigte Leitwerke und die Verwendung radarabsorbierender Materialien wird der Radarquerschnitt des Jets drastisch reduziert. Quellen beschreiben seine Radarsignatur als vergleichbar mit der einer Hummel. Zudem sind Waffen und Zusatztanks intern untergebracht, um die Radarsignatur nicht zu erhöhen. Die Triebwerke liegen tief im Rumpf, um sie vor feindlichem Radar zu schützen und die Wärmeabstrahlung zu minimieren.
Supercruise und Manövrierfähigkeit
Angetrieben wird der Raptor von zwei Pratt & Whitney F119-PW-100-Triebwerken, die ihm nicht nur eine Höchstgeschwindigkeit von über Mach 2,2 (ca. 2.410 km/h) ermöglichen, sondern auch die Fähigkeit zum „Supercruise“. Das bedeutet, der F-22 kann dauerhaft Überschallgeschwindigkeit von etwa Mach 1,8 erreichen, ohne den extrem treibstoffintensiven Nachbrenner zu nutzen. Diese Fähigkeit verschafft ihm einen enormen taktischen Vorteil in Bezug auf Reichweite und Überraschungsmomente. Zusätzlich verleiht die 2D-Schubvektorsteuerung der Triebwerke dem Jet eine außergewöhnliche Wendigkeit, insbesondere bei niedrigen Geschwindigkeiten und hohen Anstellwinkeln.
Bewaffnung des Greifvogels
Um die Tarnkappeneigenschaften zu wahren, trägt der F-22 Raptor seine Hauptbewaffnung in drei internen Waffenschächten. Diese Konfiguration minimiert den Luftwiderstand und die Radarsignatur. Für den Luft-Luft-Kampf ist der Jet typischerweise mit sechs AIM-120 AMRAAM- und zwei AIM-9 Sidewinder-Raketen bestückt. Für Angriffe auf Bodenziele können präzisionsgelenkte Bomben wie die GBU-32 JDAM mitgeführt werden. Zusätzlich verfügt der Raptor über eine interne 20-mm-M61A2-Vulcan-Kanone mit 480 Schuss Munition für den Nahkampf. Für eine erweiterte Reichweite können unter den Flügeln abwerfbare Zusatztanks montiert werden, was jedoch die Tarneigenschaften beeinträchtigt. Aktuelle Modernisierungen zielen darauf ab, auch diese externen Lasten tarnfähig zu machen.
Kosten und Kritik am F-22 Raptor-Programm
Das F-22 Raptor-Programm ist eines der teuersten Rüstungsprojekte in der Geschichte. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 67 Milliarden US-Dollar. Der Stückpreis für ein Flugzeug wird auf mindestens 143 Millionen US-Dollar geschätzt, wobei einige Berechnungen inklusive Entwicklungskosten auf bis zu 350 Millionen US-Dollar kommen. Hinzu kommen die extrem hohen Betriebskosten, die je nach Quelle zwischen 68.000 und 85.000 US-Dollar pro Flugstunde liegen. Diese hohen Kosten sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen:
- Aufwendige Wartung: Die Tarnkappenbeschichtung ist sehr empfindlich und erfordert nach jedem Flug intensive Wartungsarbeiten.
- Geringe Stückzahl: Ursprünglich plante die US Air Force die Anschaffung von 750 Jets, doch die Produktion wurde nach nur 195 Einheiten (davon 187 operationelle Flugzeuge) gestoppt. Dies verhinderte Skaleneffekte in der Produktion und Ersatzteilversorgung.
- Komplexe Technologie: Die fortschrittliche Avionik und die einzigartigen Materialien treiben die Kosten zusätzlich in die Höhe.
Kritiker bemängelten, dass der Jet für die asymmetrischen Konflikte nach dem Ende des Kalten Krieges überdimensioniert und zu teuer sei. Ein Export des Flugzeugs wurde vom US-Kongress verboten, um die sensible Technologie zu schützen. Die Entscheidung, die Produktion einzustellen, führte dazu, dass die Air Force weiterhin auf modernisierte Versionen der älteren F-15 Eagle setzen muss.
| Merkmal | Spezifikation | Quelle |
|---|---|---|
| Typ | Luftüberlegenheitsjäger | Wikipedia |
| Besatzung | 1 | Flug Revue |
| Länge | 18,92 m | Flug Revue |
| Spannweite | 13,56 m | Flug Revue |
| Höhe | 5,08 m | Flug Revue |
| Leermasse | 19.700 kg | Wikipedia |
| Max. Startgewicht | 38.000 kg | Wikipedia |
| Triebwerke | 2 x Pratt & Whitney F119-PW-100 | Flug Revue |
| Schub (mit Nachbrenner) | 2 x 156 kN | Flugzeuglexikon |
| Höchstgeschwindigkeit | Mach 2,25 (ca. 2.410 km/h) | Airshow.ca |
| Supercruise | ca. Mach 1,8 | Flugzeuglexikon |
| Dienstgipfelhöhe | über 19.800 m | Wikipedia |
| Überführungsreichweite | ca. 2.960 km (mit 2 Zusatztanks) | Wikipedia |
Die Zukunft des F-22 Raptor und sein Nachfolger
Obwohl die Produktion beendet ist, bleibt der F-22 Raptor ein zentraler Bestandteil der US-Luftverteidigung und wird voraussichtlich bis in die 2030er Jahre im Dienst bleiben. Um seine Überlegenheit zu sichern, durchläuft die Flotte kontinuierliche Modernisierungsprogramme. Aktuelle Upgrades, die unter dem Namen „Raptor 2.0“ diskutiert werden, umfassen neue Infrarotsensoren, verbesserte Beschichtungen und die bereits erwähnten Stealth-Zusatztanks.
Parallel dazu läuft die Entwicklung eines Nachfolgers im Rahmen des „Next Generation Air Dominance“ (NGAD)-Programms. Im März 2025 wurde bekannt gegeben, dass Boeing den Auftrag für die Entwicklung des neuen Jets mit der Bezeichnung F-47 erhalten hat. Dieses Kampfflugzeug der sechsten Generation soll die Fähigkeiten des F-22 übertreffen und neue Maßstäbe in Bezug auf Reichweite, Tarnkappe und vernetzte Kriegsführung setzen. Bis zur Indienststellung der F-47, die für die frühen 2030er Jahre erwartet wird, wird der F-22 Raptor jedoch weiterhin als Amerikas Speerspitze am Himmel dienen. Für Fans von packenden Luftduellen sind auch Berichte über das Bundesliga-Topspiel Dortmund gegen Bayern interessant.
Als vertrauenswürdige externe Quellen für weitere Informationen empfehlen sich die offizielle Seite des Herstellers Lockheed Martin sowie die Webseite der U.S. Air Force.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum F-22 Raptor
Fazit: Eine unangefochtene Legende
Der F-22 Raptor hat die moderne Luftkriegsführung neu definiert und bleibt auch mehr als 20 Jahre nach seiner Indienststellung der Maßstab für Luftüberlegenheitsjäger. Seine Kombination aus Stealth, Geschwindigkeit und Agilität ist nach wie vor unübertroffen. Obwohl die extremen Kosten und die geringe Stückzahl seine strategische Rolle limitierten, ist seine Fähigkeit, die Luftherrschaft in jedem denkbaren Konfliktszenario zu erringen, unbestritten. Während die Entwicklung seines Nachfolgers voranschreitet, wird der F-22 Raptor durch gezielte Upgrades relevant gehalten und sichert so auch in Zukunft den technologischen Vorsprung der US Air Force.