Eteri Tutberidze, die russische Eiskunstlauf-Trainerin, steht erneut im Zentrum der Aufmerksamkeit, da sie bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand den georgischen Eiskunstläufer Nika Egadze betreut. Ihre Anwesenheit ist von Kontroversen überschattet, insbesondere im Kontext des Dopingskandals um ihre ehemalige Schülerin Kamila Valieva bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking.

Hintergrund: Der Doping-Skandal um Kamila Valieva
Die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking wurden von einem Dopingfall überschattet, der die damals 15-jährige Kamila Valieva betraf. Valieva, die als eine derTop-Favoritinnen im Eiskunstlauf galt, wurde positiv auf das verbotene Mittel Trimetazidin getestet. Dieser Vorfall führte zu einer weltweiten Debatte über Doping im Sport und die Verantwortung von Trainern und Betreuern. Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) setzt sich für sauberen Sport ein. (Lesen Sie auch: Eingriffe in Erneuerbare Energien geplant: Was bedeutet)
Valieva war Teil des russischen Teams, das im Teamwettbewerb die Goldmedaille gewann. Nach Bekanntwerden des Dopingfalls wurde die Medaillenvergabe jedoch ausgesetzt. Im Einzelwettbewerb stand Valieva trotz des Skandals am Start, zeigte aber eine nervöse Leistung und verpasste eine Medaille. Der Fall Valieva warf ein Schlaglicht auf die Trainingsmethoden von Eteri Tutberidze, die für ihre harten und fordernden Trainingsmethoden bekannt ist.
Eteri Tutberidzes Rückkehr bei Olympia 2026
Trotz der Kontroversen um den Dopingfall Valieva ist Eteri Tutberidze nun bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand als Trainerin des georgischen Eiskunstläufers Nika Egadze akkreditiert. Wie Bild berichtet, soll sie inoffiziell noch weitere Athleten betreuen. Egadze, der am Sonntag mit dem georgischen Team den vierten Platz belegte, wich Fragen zu seiner Trainerin aus. Auf die Frage, wie sich der Wirbel um Tutberidze auf ihn ausgewirkt habe, antwortete er: „Ich glaube, ich bin Eisläufer und muss diese Frage nicht beantworten. Tut mir leid“ (zitiert nach SZ.de). (Lesen Sie auch: Mathilde Gremaud: Schweizer Ski-Star im Rampenlicht)
Die Rolle der WADA
Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat sich zu Tutberidzes Anwesenheit in Mailand geäußert. Laut Bild sagte Wada-Präsident Witold Banka: „Die Wada hat die Trainerin nicht akkreditiert. Das ist nicht unsere Entscheidung." Dies unterstreicht, dass die Entscheidung über die Akkreditierung von Trainern bei den Olympischen Spielen nicht von der WADA, sondern von den jeweiligen nationalen Verbänden und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) getroffen wird.
Reaktionen und Einordnung
Die Rückkehr von Eteri Tutberidze zu den Olympischen Spielen hat gemischte Reaktionen hervorgerufen. Während einige ihre Erfolge als Trainerin anerkennen, kritisieren andere ihre Rolle im Dopingskandal um Kamila Valieva und fordern strengere Konsequenzen für Trainer, die in Dopingfälle verwickelt sind. Es gibt keine Beweise dafür, dass Tutberidze direkt in den Dopingfall verwickelt war, jedoch werfen ihre Trainingsmethoden und ihr Umgang mit jungen Athletinnen Fragen auf. (Lesen Sie auch: RTL De:.de im Fokus: Kindsmorde und die…)
Der Fall Valieva hat die Debatte über das Alter von Athleten im Eiskunstlauf neu entfacht. Viele fordern eine Anhebung des Mindestalters, um junge Athletinnen vor zu großem Druck und potenziellen gesundheitlichen Risiken zu schützen. Zudem wird diskutiert, wie Trainer und Betreuer stärker in die Verantwortung gezogen werden können, um Doping im Sport zu verhindern.
Was bedeutet Eteri Tutberidzes Rückkehr für die Zukunft des Eiskunstlaufs?
Die Anwesenheit von Eteri Tutberidze bei den Olympischen Spielen 2026 zeigt, dass die Kontroversen um ihre Person und ihre Trainingsmethoden noch lange nicht beigelegt sind.Die Diskussionen über die Rolle von Trainern und Betreuern werden sicherlich weitergehen und könnten zu neuen Regeln und Richtlinien führen. (Lesen Sie auch: Olympia Live: Österreichische Erfolge und ein schwerer…)

Es ist unwahrscheinlich, dass Tutberidze in Zukunft von großen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen wird, solange ihr keine direkte Beteiligung an Doping nachgewiesen werden kann. Ihre Erfolge als Trainerin sprechen für sich, und viele Athleten sind weiterhin bereit, unter ihrer Leitung zu trainieren. Dennoch wird sie weiterhin kritisch beobachtet werden, und ihr Umgang mit ihren Athletinnen wird genau unter die Lupe genommen werden müssen.
Tabelle: Erfolge von Eteri Tutberidzes Schülerinnen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften
| Athletin | Disziplin | Olympische Spiele | Weltmeisterschaften |
|---|---|---|---|
| Julia Lipnitskaya | Einzellauf | Gold (Team, 2014) | Silber (2014) |
| Evgenia Medvedeva | Einzellauf | Silber (2018) | Gold (2016, 2017) |
| Alina Zagitova | Einzellauf | Gold (2018) | Gold (2019) |
| Anna Shcherbakova | Einzellauf | Gold (2022) | Gold (2021) |
| Alexandra Trusova | Einzellauf | Silber (2022) | Bronze (2018) |
Häufig gestellte Fragen zu eteri tutberidze
Wer ist Eteri Tutberidze?
Eteri Tutberidze ist eine russische Eiskunstlauf-Trainerin, die für ihre erfolgreichen, aber auch umstrittenen Trainingsmethoden bekannt ist. Sie hat zahlreiche Olympiasieger und Weltmeister hervorgebracht, steht aber auch wegen Dopingvorwürfen und ihres Umgangs mit jungen Athletinnen in der Kritik.
Welche Rolle spielte Eteri Tutberidze im Dopingfall Kamila Valieva?
Eteri Tutberidze war die Trainerin von Kamila Valieva, als diese bei den Olympischen Winterspielen 2022 positiv auf Doping getestet wurde. Obwohl ihr keine direkte Beteiligung nachgewiesen wurde, wurden ihre Trainingsmethoden und ihre Verantwortung als Trainerin stark kritisiert.
Warum ist Eteri Tutberidzes Anwesenheit bei Olympia 2026 umstritten?
Ihre Anwesenheit ist umstritten, weil sie trotz des Dopingskandals um Kamila Valieva weiterhin als Trainerin tätig ist und nun den georgischen Eiskunstläufer Nika Egadze bei den Olympischen Winterspielen 2026 betreut. Kritiker sehen dies als Zeichen mangelnder Konsequenzen für Trainer in Dopingfällen.
Hat die WADA Eteri Tutberidze für Olympia 2026 akkreditiert?
Nein, die WADA hat Eteri Tutberidze nicht akkreditiert. Die Entscheidung über ihre Akkreditierung wurde von den nationalen Verbänden und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) getroffen, nicht von der Welt-Anti-Doping-Agentur.
Welche Konsequenzen könnte der Fall Valieva für die Zukunft des Eiskunstlaufs haben?
Der Fall Valieva könnte zu einer Anhebung des Mindestalters für Eiskunstläufer führen, um junge Athletinnen vor zu großem Druck und gesundheitlichen Risiken zu schützen. Zudem wird über strengere Regeln und Kontrollen im Bereich Dopingprävention diskutiert.
