„Smile“ ist im All! Die europäische Raumfahrtagentur ESA hat gemeinsam mit China die „Smile“-Mission gestartet, um unser Verständnis des Weltraumwetters zu verbessern. Auch für Österreich ist diese Mission von Bedeutung, da heimische Forschungseinrichtungen an der Entwicklung der Instrumente beteiligt waren.

Was ist die esa smile mission und was soll sie bewirken?
Die esa smile mission ist eine gemeinsame Unternehmung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und Chinas, die darauf abzielt, die Wechselwirkungen zwischen dem Sonnenwind und der Erdmagnetosphäre besser zu verstehen. Konkret soll der Satellit sowohl Sonnenwinde als auch die Reaktion des dynamischen Schutzschildes der Erde abbilden und so neue Erkenntnisse zu Sonnenstürmen und Polarlichtern liefern.
International
- Die Mission soll das Verständnis des Schutzschildes verbessern.
- Erstmals soll Position, Form und Ausdehnung der Magnetosphäre als Ganzes dargestellt werden.
- Forscher erhoffen sich ein umfassendes Bild darüber, wie Sonnenwinde Polarlichter und Stürme auslösen.
- Deutschland, Österreich, die Schweiz und China sind an dem Projekt beteiligt.
Wie funktioniert die «Smile»-Mission im Detail?
Die esa smile mission setzt auf einen Satelliten, der mit vier hochmodernen Instrumenten ausgestattet ist. Eine Röntgenkamera soll die Magnetosphäre abbilden, die sonst unsichtbar ist. Eine Ultraviolettkamera ist in der Lage, Polarlichter über mehr als drei Tage am Stück zu erfassen. Ein Magnetometer zeichnet das Magnetfeld auf, während ein Ionenspektrometer die Energie und Einfallsrichtung von Sonnenwind-Partikeln misst. Diese Instrumente arbeiten zusammen, um ein umfassendes Bild der Wechselwirkungen zwischen Sonne und Erde zu liefern. (Lesen Sie auch: Raumfahrt: «Smile»: Esa-Mission zu Sonnenwind und Magnetosphäre…)
Der Satellit wurde an Bord einer Vega-C-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, ins All gebracht. Wie Stern berichtet, wird der Flugkörper zunächst in eine erdnahe Umlaufbahn in einer Höhe von etwa 700 Kilometern gebracht. Durch mehrere Schübe soll der Satellit dann schließlich in seinen Zielorbit gelangen: eine elliptische Umlaufbahn, die zwischen 5.000 und 121.000 Kilometer von der Erde entfernt ist.
Welche Rolle spielt Österreich bei der ESA-Mission «Smile»?
Österreichische Forschungseinrichtungen, darunter die Universität Graz, sind maßgeblich an der esa smile mission beteiligt. Sie haben Instrumente mitentwickelt und tragen zur Auswertung der gewonnenen Daten bei. Dies unterstreicht die Bedeutung der heimischen Weltraumforschung und -technologie. Das Projekt wird von der Agentur für Luft- und Raumfahrt (ALR) der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG unterstützt. Die Beteiligung an solchen internationalen Projekten stärkt den Forschungsstandort Österreich und ermöglicht es heimischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, an vorderster Front der Weltraumforschung mitzuwirken.
Die Beteiligung Österreichs an der ESA-Mission «Smile» zeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit in der Weltraumforschung ist. Durch die Bündelung von Ressourcen und Know-how können komplexe wissenschaftliche Fragestellungen effizienter bearbeitet werden. (Lesen Sie auch: Hauseinsturz Görlitz: Drei Vermisste – Suche nach…)
Warum ist die Erforschung des Weltraumwetters so wichtig?
Das Weltraumwetter, das durch Sonnenwinde und energiereiche Ausbrüche der Sonne verursacht wird, kann erhebliche Auswirkungen auf die Erde haben. Sonnenstürme können Satelliten beschädigen, Stromnetze lahmlegen und die Kommunikation stören. Ein besseres Verständnis des Weltraumwetters ermöglicht es, Vorhersagen zu verbessern und Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Dies ist besonders wichtig für Länder wie Österreich, die stark auf moderne Technologien und Infrastruktur angewiesen sind. Die ESA betont, dass die «Smile»-Mission dazu beitragen wird, die Widerstandsfähigkeit unserer Infrastruktur gegenüber Weltraumwetter-Ereignissen zu erhöhen.
Zudem liefert die Forschung wichtige Erkenntnisse über das faszinierende Phänomen der Polarlichter. Diese entstehen, wenn geladene Teilchen des Sonnenwinds auf die Erdatmosphäre treffen und diese zum Leuchten anregen. Die «Smile»-Mission soll dazu beitragen, die Entstehung und Dynamik von Polarlichtern besser zu verstehen.
Wann werden erste Ergebnisse der «Smile»-Mission erwartet?
Es wird voraussichtlich mehrere Monate dauern, bis erste wissenschaftliche Daten der dreijährigen esa smile mission verfügbar sind. Nach dem Erreichen des Zielorbits müssen die Instrumente kalibriert und getestet werden. Anschließend können die ersten Messungen durchgeführt und ausgewertet werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Graz sind bereits gespannt auf die ersten Ergebnisse und deren Beitrag zum Verständnis des Weltraumwetters. (Lesen Sie auch: Haus Einsturz Vermisste in Görlitz: Suche nach…)

Die gewonnenen Daten werden nicht nur für wissenschaftliche Zwecke genutzt, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dies ermöglicht es, das Interesse an der Weltraumforschung zu fördern und das Bewusstsein für die Bedeutung des Weltraumwetters zu schärfen. Die Universität Graz plant, die Ergebnisse der «Smile»-Mission im Rahmen von Vorträgen und Ausstellungen zu präsentieren.
Die esa smile mission ist ein wichtiger Schritt, um die Geheimnisse des Weltraumwetters zu entschlüsseln und unsere technologische Infrastruktur besser zu schützen. Die Beteiligung Österreichs an diesem Projekt unterstreicht die Kompetenz des Landes in der Weltraumforschung und -technologie. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nicht nur unser Verständnis des Weltraums erweitern, sondern auch dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit unserer Gesellschaft gegenüber den Herausforderungen des Weltraumwetters zu stärken. Die FFG unterstützt als nationale Förderagentur die österreichische Beteiligung an solchen internationalen Projekten.




