Ein gefälschtes EM 2024 Maskottchen und eine selbstgebastelte Akkreditierung könnten für den YouTuber Marvin Wildhage teuer werden. Für seine Aktion beim Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft in München soll er nun eine Strafe von fast 24.000 Euro zahlen. Dem YouTuber wird unter anderem Urkundenfälschung und Erschleichen von Leistungen vorgeworfen.

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| Event | Ergebnis | Datum | Ort | Schlüsselmomente |
|---|---|---|---|---|
| EM 2024 Eröffnungsspiel Deutschland – Schottland | Geldstrafe für Fake-Maskottchen-Aktion | Juni 2024 | München | Youtuber verschaffte sich mit Fake-Maskottchen und gefälschter Akkreditierung Zugang zum Stadion. |
Wie kam es zu der Strafe für das EM 2024 Maskottchen Fake?
Die Strafe resultiert aus einer Aktion, die Marvin Wildhage während des Eröffnungsspiels der EM 2024 zwischen Deutschland und Schottland im Juni 2024 durchführte. Wie Stern berichtet, verschaffte er sich mit einer gefälschten Akkreditierung und einem selbstgebastelten Kostüm des EM-Maskottchens «Albärt» unbefugten Zutritt zum Stadion. Anschließend veröffentlichte er ein Video seiner Aktion auf YouTube, das ihn sogar bis an den Spielfeldrand zeigte. Die UEFA reagierte empört und versuchte erfolglos, die Veröffentlichung des Videos zu verhindern.
Ergebnis & Fakten
- Marvin Wildhage erhielt einen Strafbefehl über 17.500 Euro.
- Zusätzlich soll er 5400 Euro an Einnahmen aus der Aktion abgeben.
- Die Gesamtsumme der Strafe beläuft sich auf 23.900 Euro.
- Wildhage legte Einspruch gegen den Strafbefehl ein.
Welche Konsequenzen hat die EM 2024 Maskottchen Fake Aktion?
Die Aktion hat für Wildhage strafrechtliche Konsequenzen. Er erhielt einen Strafbefehl, den er öffentlich machte. Dieser sieht eine Geldstrafe von 17.500 Euro vor, die sich aus 70 Tagessätzen zu je 250 Euro zusammensetzt. Hinzu kommt die Einziehung der Einnahmen, die er mit der Aktion erzielt haben soll, in Höhe von 5400 Euro. Damit beläuft sich die Gesamtsumme auf 23.900 Euro. Die Vorwürfe gegen Wildhage umfassen Urkundenfälschung und Erschleichen von Leistungen. Gegen den Strafbefehl hat er Einspruch eingelegt, weshalb es nun zu einer Hauptverhandlung kommen wird. (Lesen Sie auch: Weiberfastnacht 2024: Was Erwartet Narren trotz Schlechtem…)
Warum ist der Vorwurf des Erschleichens von Leistungen fragwürdig?
Das Rechtsportal «Legal Tribune Online» äußert Zweifel am Vorwurf des Erschleichens von Leistungen. Wildhage selbst argumentiert, dass es ihm nicht darum ging, den Ticketpreis zu sparen, sondern vielmehr auf Sicherheitslücken aufmerksam zu machen. Ob dies vor Gericht Bestand hat, bleibt abzuwarten. Die Staatsanwaltschaft sieht in der Aktion jedoch einen klaren Fall von strafbarem Verhalten.
Marvin Wildhage ist bekannt für seine provokanten Aktionen und das Aufdecken von Schwachstellen in Systemen. In der Vergangenheit sorgte er bereits mit anderen Aktionen für Aufsehen.
Welche anderen Aktionen hat Marvin Wildhage durchgeführt?
Wildhage ist bekannt für seine kontroversen Aktionen. So erlangte er beispielsweise Aufmerksamkeit, als er angab, mit einer erfundenen Geschichte um den verstorbenen Peter Lustig ein echtes Bundesverdienstkreuz beim Hersteller gekauft zu haben. Seine Aktionen zielen oft darauf ab, Schwachstellen aufzudecken oder auf Missstände aufmerksam zu machen. Allerdings bewegen sich seine Aktionen häufig im rechtlichen Graubereich oder überschreiten diesen sogar. (Lesen Sie auch: Hochhausbrand Berlin: Kind Tot, Schwerverletzte nach Feuer)
Wie geht es jetzt weiter?
Da Marvin Wildhage Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt hat, wird es zu einer Hauptverhandlung kommen. In dieser wird das Gericht die Beweise prüfen und entscheiden, ob die Vorwürfe gegen Wildhage haltbar sind. Sollte er verurteilt werden, droht ihm eine Geldstrafe oder im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe. Der Ausgang des Verfahrens ist derzeit noch offen. Die UEFA hat sich zu dem laufenden Verfahren bisher nicht geäußert. Es bleibt abzuwarten, ob die Sicherheitsmaßnahmen bei zukünftigen Veranstaltungen verstärkt werden, um ähnliche Vorfälle zu verhindern. Die UEFA steht unter Zugzwang, die Sicherheit der kommenden Spiele zu gewährleisten.
Die Aktion von Marvin Wildhage hat gezeigt, dass Sicherheitslücken bei Großveranstaltungen wie der EM 2024 existieren können. Auch wenn seine Motive möglicherweise nicht rein eigennützig waren, muss er sich nun für sein Handeln verantworten. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Frage, wie weit Aktivismus gehen darf und wo die Grenzen des Gesetzes überschritten werden.

Die kommende Hauptverhandlung wird zeigen, wie das Gericht die Aktion von Marvin Wildhage bewertet und welche Konsequenzen er dafür tragen muss. Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens bleibt der Vorfall ein Mahnmal für die Notwendigkeit von effektiven Sicherheitsmaßnahmen bei Großveranstaltungen und den verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Sicherheit in der Öffentlichkeit. Die Sportschau wird über den weiteren Verlauf des Prozesses berichten.
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