Der Name El Mala ist, Stand 17.04.2026, untrennbar mit einem der spektakulärsten Kunstdiebstähle der deutschen Nachkriegsgeschichte verbunden. Hinter dem Spitznamen verbirgt sich Mohamed Remmo, ein Mitglied des berüchtigten Remmo-Clans. Er wurde für seine Beteiligung am Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe in Dresden zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.
El Mala ist der Spitzname von Mohamed Remmo, einem Mitglied einer arabischstämmigen Großfamilie, die in Deutschland für schwere Straftaten bekannt ist. Gemeinsam mit Komplizen stahl er 2019 aus dem Grünen Gewölbe in Dresden Juwelen im Wert von über 113 Millionen Euro. Im Mai 2023 wurde er dafür zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und vier Monaten verurteilt.
Das Wichtigste in Kürze
- Tat: El Mala (Mohamed Remmo) war am Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden am 25. November 2019 beteiligt.
- Beute: 21 Schmuckstücke mit 4.300 Diamanten und Brillanten im Versicherungswert von mindestens 113,8 Millionen Euro wurden gestohlen.
- Clan-Zugehörigkeit: Mohamed Remmo gehört zum Remmo-Clan, einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie, die mit organisierter Kriminalität in Verbindung gebracht wird.
- Urteil: Im Mai 2023 wurde El Mala vom Landgericht Dresden zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und vier Monaten verurteilt. Fünf Mitglieder wurden insgesamt schuldig gesprochen.
- Rückgabe: Nach einer Absprache zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft wurde im Dezember 2022 ein Großteil der Beute zurückgegeben, teils jedoch beschädigt.
- Haftantritt: Mehrere Verurteilte, die nach dem Urteil zunächst auf freiem Fuß waren, mussten im August 2024 ihre Reststrafen antreten.
Der spektakuläre Einbruch ins Grüne Gewölbe
In den frühen Morgenstunden des 25. November 2019 drangen mehrere Täter gewaltsam in das Historische Grüne Gewölbe im Dresdner Residenzschloss ein. Zuvor hatten sie einen Stromverteilerkasten in der Nähe in Brand gesetzt, um die Straßenbeleuchtung auszuschalten und die Alarmanlagen zu beeinträchtigen. Im Inneren des Museums zertrümmerten sie mit einer Axt eine Vitrine und entwendeten innerhalb weniger Minuten 21 historische Schmuckstücke von unschätzbarem Wert. Der materielle Schaden belief sich auf über 113 Millionen Euro, der kulturhistorische Verlust war immens. Die Täter flohen anschließend mit einem Fahrzeug, das sie später in einer Tiefgarage in Brand setzten, um Spuren zu verwischen.
Wer ist El Mala und der Remmo-Clan?
Die Ermittlungen führten die Sonderkommission «Epaulette» schnell in das Milieu der organisierten Kriminalität nach Berlin. Im Fokus stand der Remmo-Clan, eine aus der Türkei stammende und im Libanon ansässige Großfamilie, deren Mitglieder in Deutschland immer wieder durch schwere Straftaten auffallen. Der Clan ist patriarchalisch-hierarchisch organisiert und agiert oft nach eigenen Regeln, die den deutschen Rechtsstaat missachten. Zu den aufsehenerregendsten Taten, die Mitgliedern des Clans zugerechnet werden, gehören neben dem Dresdner Juwelendiebstahl auch der Diebstahl der 100-Kilo-Goldmünze «Big Maple Leaf» aus dem Berliner Bode-Museum 2017 und ein Sparkasseneinbruch 2014.
Einer der Tatverdächtigen des Dresdner Coups war Mohamed Remmo, bekannt unter dem Spitznamen El Mala. Er und sein Zwillingsbruder Abdul Majed Remmo wurden nach einer Großrazzia im November 2020 zur Fahndung ausgeschrieben. Mohamed Remmo konnte schließlich im Dezember 2020 in Berlin-Neukölln von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) gefasst werden.
Die Ermittlungen, Prozess und Urteil gegen El Mala
Der Prozess gegen sechs Mitglieder des Remmo-Clans begann im Januar 2022 vor dem Landgericht Dresden unter hohen Sicherheitsvorkehrungen. Die Anklage lautete auf schweren Bandendiebstahl, Brandstiftung und besonders schwere Brandstiftung. Die Ermittler hatten umfangreiches Beweismaterial zusammengetragen, das die Tatverdächtigen überführte. Der Fall zeigt auch die Herausforderungen im Kampf gegen Clankriminalität, wie sie beispielsweise die Polizei in Hessen und anderen Bundesländern kennt.
Im Mai 2023 fällte das Gericht die Urteile. Fünf der sechs Angeklagten wurden schuldig gesprochen. El Mala (Mohamed Remmo) erhielt eine Jugendstrafe von vier Jahren und vier Monaten. Sein Zwillingsbruder wurde zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren verurteilt, unter Einbeziehung einer früheren Verurteilung. Die weiteren drei Täter erhielten Freiheitsstrafen zwischen fünf Jahren und zehn Monaten und sechs Jahren und drei Monaten. Ein Angeklagter wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen.
Der Deal mit dem Clan und die Rückkehr der Beute
Eine überraschende Wende nahm der Prozess im Januar 2023, als die Verteidiger der Angeklagten eine Verständigung mit der Staatsanwaltschaft vorschlugen. Dieser sogenannte «Deal» sah vor, dass ein Großteil der Beute zurückgegeben wird im Austausch für mildere Strafen und Geständnisse. Tatsächlich wurden daraufhin im Dezember 2022 in Berlin 31 Einzelteile der gestohlenen Juwelen sichergestellt und nach Dresden zurückgebracht. Darunter befanden sich auch stark beschädigte Stücke, wie der Bruststern des Polnischen Weißen Adler-Ordens. Einige der wertvollsten Stücke, wie die Epaulette mit dem «Sächsischen Weißen», fehlen jedoch bis heute.
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) zeigten sich erleichtert über die Rückkehr eines Teils des Schatzes, beklagten aber zugleich den Zustand der Objekte. Die Absprache wurde in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert, da sie als ein Entgegenkommen des Rechtsstaates gegenüber der organisierten Kriminalität gewertet wurde. Die Justiz argumentierte jedoch, dass ohne den Deal die Kunstschätze für immer verloren gewesen wären.
Verwechslungsgefahr: Der Fußballer Saïd El Mala
Es ist wichtig zu beachten, dass der Name El Mala auch in einem völlig anderen Kontext Bekanntheit erlangt hat. Saïd El Mala ist ein junger, aufstrebender deutscher Fußballprofi, der aktuell für den 1. FC Köln spielt und Ende 2025 erstmals in den Kader der deutschen Nationalmannschaft berufen wurde. Der 2006 geborene Flügelspieler gilt als großes Talent und hat keinerlei Verbindung zur Clankriminalität. Die Namensgleichheit ist rein zufällig. Ähnlich wie bei anderen Prominenten, etwa bei Jennie Garth, ist es wichtig, Personen nicht aufgrund von Namensähnlichkeiten zu verwechseln.
| Merkmal | El Mala (Mohamed Remmo) | Saïd El Mala |
|---|---|---|
| Bekannt für | Juwelendiebstahl Grünes Gewölbe | Fußballprofi (1. FC Köln, Nationalmannschaft) |
| Kontext | Organisierte Kriminalität (Remmo-Clan) | Sport, Bundesliga |
| Status | Rechtskräftig verurteilt | Aktiver Profisportler |
| Geburtsjahr | ca. 1999 (verurteilt nach Jugendstrafrecht) | 2006 |
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu El Mala
Wer ist El Mala?
El Mala ist der Spitzname von Mohamed Remmo, einem Mitglied des kriminellen Remmo-Clans. Er wurde als einer der Täter des Juwelendiebstahls aus dem Grünen Gewölbe in Dresden im Jahr 2019 identifiziert und verurteilt.
Welche Strafe hat El Mala bekommen?
Mohamed Remmo, alias El Mala, wurde im Mai 2023 vom Landgericht Dresden zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und vier Monaten verurteilt.
Was ist der Remmo-Clan?
Der Remmo-Clan ist eine arabischstämmige Großfamilie, die hauptsächlich in Berlin ansässig ist. Teile der Familie werden der organisierten Kriminalität zugerechnet und mit schweren Straftaten wie Diebstahl, Drogenhandel und Geldwäsche in Verbindung gebracht.
Wurde die Beute aus dem Grünen Gewölbe gefunden?
Ja, ein erheblicher Teil der Beute wurde im Dezember 2022 nach einer Absprache mit den Angeklagten an die Ermittler zurückgegeben. Allerdings waren einige der 21 Schmuckstücke beschädigt, und einige besonders wertvolle Teile fehlen weiterhin.
Gibt es einen Fußballer namens El Mala?
Ja, es gibt den deutschen Fußballprofi Saïd El Mala. Er spielt für den 1. FC Köln und wurde für die deutsche Nationalmannschaft nominiert. Er hat keinerlei Verbindung zu dem verurteilten Straftäter Mohamed Remmo.
Fazit zum Fall El Mala
Der Fall El Mala und der Einbruch ins Grüne Gewölbe sind ein Lehrstück über die Vorgehensweise und die Dreistigkeit organisierter Clan-Kriminalität in Deutschland. Er verdeutlicht die langen und komplexen Ermittlungen, die notwendig sind, um solche Strukturen zur Rechenschaft zu ziehen. Auch wenn ein Teil der Beute zurück ist und die Täter verurteilt wurden, bleibt ein erheblicher materieller und kultureller Schaden. Der Name El Mala wird somit auf absehbare Zeit mit diesem Verbrechen assoziiert bleiben, während der namensgleiche Fußballer hofft, durch sportliche Erfolge eigene, positive Schlagzeilen zu schreiben.
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Facebook: El Mala und der Remmo-Clan: Wie gelang der Jahrhundert-Diebstahl aus dem Grünen Gewölbe? Wir haben alle Fakten zum Urteil, der Beute und den Hintergründen der organisierten Kriminalität. #ElMala #RemmoClan #GrünesGewölbe #Dresden #Clankriminalität
Twitter/X: Wer ist El Mala? Vom spektakulären Juwelenraub in Dresden bis zum umstrittenen Deal mit dem Remmo-Clan. Alle Details zum Fall, der Deutschland erschütterte. Und warum man ihn nicht mit dem gleichnamigen Fußball-Talent verwechseln sollte. #ElMala #Remmo