Easyjet-Passagiere berichten von einem «Albtraum» an den EU-Grenzen, nachdem das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) zu langen Wartezeiten und verpassten Flügen geführt hat. Am Mailänder Flughafen Linate strandeten über 100 Reisende, da sie aufgrund von Verzögerungen bei den Passkontrollen ihren Flug nach Manchester verpassten. Die Fluggesellschaft bezeichnete die Situation als «inakzeptabel».

Hintergrund: Das neue EU-Ein- und Ausreisesystem (EES)
Das Europäische Ein- und Ausreisesystem (EES) ist ein automatisiertes IT-System, das die Ein- und Ausreise von Drittstaatsangehörigen, die für einen Kurzaufenthalt (maximal 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen) in den Schengen-Raum reisen, registriert und speichert. Es erfasst Name, Reisedokument, biometrische Daten (Fingerabdrücke und Gesichtsbild) sowie Datum und Ort der Ein- und Ausreise. Das EES soll die Grenzkontrollen beschleunigen und die Sicherheit erhöhen. Weitere Informationen zum EES finden sich auf der Webseite der Europäischen Kommission. (Lesen Sie auch: BSG Chemie Leipzig: besiegt Lok im Derby:…)
Aktuelle Entwicklung: Chaos in Mailand Linate
Am Sonntag, den 12. April 2026, kam es am Mailänder Flughafen Linate zu erheblichen Problemen bei der Abfertigung von Easyjet-Flügen. Passagiere berichteten von stundenlangen Warteschlangen an der Passkontrolle, die durch die Einführung des neuen EES verursacht wurden. Einige Reisende klagten über Übelkeit und Kreislaufprobleme aufgrund der langen Wartezeiten und der Enge im Kontrollbereich. Wie die BBC berichtet, mussten einige Passagiere Tausende von Pfund ausgeben, um alternative Flüge nach Großbritannien zu buchen.
Die Familie Hume aus Leeds beispielsweise verbrachte über 1600 Pfund für einen Flug über Luxemburg, um nach Hause zu gelangen, nachdem sie ihren Easyjet-Flug verpasst hatte, wie The Independent berichtet. Von den 156 gebuchten Passagieren des Easyjet-Flugs 5420 nach Manchester konnten nur 34 den Flug antreten. Auch eine Familie aus Wirral strandete in Mailand, nachdem ihr Flug ohne sie abgeflogen war, wie der Liverpool Echo berichtet. (Lesen Sie auch: BSG Chemie Leipzig: Derby-Sieg gegen Lok sorgt…)
Reaktionen und Stimmen
Easyjet entschuldigte sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten, wies aber darauf hin, dass die Verzögerungen außerhalb ihrer Kontrolle lägen. Die Fluggesellschaft erklärte, dass der Flug 59 Minuten auf die Passagiere gewartet habe, aber schließlich aufgrund der Arbeitszeitbeschränkungen der Besatzung starten musste. Europäische Flughäfen und Fluggesellschaften haben auf die erheblichen Störungen hingewiesen, die das neue EU-System verursacht hat. Die Fluggesellschaften fordern nun eine rasche Lösung, um weitere Beeinträchtigungen des Reiseverkehrs zu vermeiden.
Was bedeutet das für Reisende?
Die Einführung des EES scheint anfänglich zu erheblichen Problemen an den EU-Grenzen geführt zu haben. Reisende sollten sich auf längere Wartezeiten bei der Passkontrolle einstellen und ausreichend Zeit für die Abfertigung einplanen. Es ist ratsam, sich vor Reiseantritt über die aktuellen Bestimmungen und Verfahren zu informieren. (Lesen Sie auch: Eurovision Song Contest: Wien bereitet sich)
Ausblick
Die Europäische Union muss nun sicherstellen, dass das EES reibungslos funktioniert und die Grenzkontrollen nicht unnötig verzögert. Andernfalls drohen weitere Flugausfälle und gestrandete Passagiere. Für Easyjet und andere Fluggesellschaften bedeutet dies, dass sie ihre Abläufe anpassen und ihre Kunden frühzeitig über mögliche Verzögerungen informieren müssen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die EU und die Fluggesellschaften die Herausforderungen meistern und das Vertrauen der Reisenden zurückgewinnen können.
Die Situation verdeutlicht die komplexen Herausforderungen, die mit der Digitalisierung und Automatisierung von Grenzkontrollen verbunden sind. Es ist wichtig, dass solche Systeme sorgfältig geplant und implementiert werden, um negative Auswirkungen auf den Reiseverkehr zu vermeiden. (Lesen Sie auch: Juri Gagarin: Der erste Mensch im All…)

Häufig gestellte Fragen zu easyjet
Warum kam es zu den Problemen bei Easyjet in Mailand?
Die Probleme entstanden durch die Einführung des neuen EU-Ein- und Ausreisesystems (EES), das zu längeren Wartezeiten bei den Passkontrollen führte. Viele Passagiere verpassten dadurch ihren Easyjet-Flug nach Manchester, da die biometrischen Kontrollen mehr Zeit in Anspruch nahmen als erwartet.
Was ist das EU-Ein- und Ausreisesystem (EES)?
Das EES ist ein automatisiertes IT-System, das die Ein- und Ausreise von Drittstaatsangehörigen in den Schengen-Raum erfasst. Es speichert Daten wie Name, Reisedokument und biometrische Informationen, um die Grenzkontrollen zu beschleunigen und die Sicherheit zu erhöhen. Es betrifft Reisende, die maximal 90 Tage innerhalb von 180 Tagen bleiben.
Wie viele Passagiere waren von den Easyjet-Flugausfällen betroffen?
Allein auf dem Easyjet-Flug 5420 von Mailand nach Manchester strandeten über 100 Passagiere, da sie aufgrund der langen Wartezeiten bei der Passkontrolle ihren Flug verpassten. Insgesamt waren zahlreiche Flüge anderer Fluggesellschaften von den Verzögerungen betroffen.
Was können Reisende tun, um sich vor solchen Problemen zu schützen?
Reisende sollten ausreichend Zeit für die Passkontrolle einplanen und sich vorab über die aktuellen Bestimmungen informieren. Es ist ratsam, frühzeitig am Flughafen zu sein und die Reisepläne flexibel zu gestalten, um auf mögliche Verzögerungen reagieren zu können. Auch eine Reiseversicherung kann hilfreich sein.
Wie hat Easyjet auf die Situation reagiert?
Easyjet entschuldigte sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten, betonte aber, dass die Verzögerungen außerhalb ihrer Kontrolle lägen. Die Fluggesellschaft wies darauf hin, dass der Flug verspätet abgeflogen sei, aber aufgrund der Arbeitszeitbeschränkungen der Besatzung schließlich starten musste.
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