Am Rande der Olympischen Spiele in Mailand erhebt die ARD schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) und deren Präsidenten Matthias Große. Der Vorwurf: Sportlerinnen und Sportler müssen sich finanziell an Trainingslagern, Wettkampfreisen und Ausrüstung beteiligen und warten teils jahrelang auf ihnen zustehende Prämien. Die Vorwürfe der Intransparenz und finanziellen Belastung der Athleten wiegen schwer.

Hintergrund: Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG)
Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) ist der Dachverband für Eisschnelllauf und Shorttrack in Deutschland. Sie organisiert den Leistungssport, fördert den Nachwuchs und ist verantwortlich für die Entsendung der deutschen Athleten zu internationalen Wettkämpfen wie Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Die DESG steht somit im Zentrum der sportlichen Entwicklung und Repräsentation Deutschlands in diesen Disziplinen. Umso schwerwiegender sind die aktuellen Vorwürfe, die nun öffentlich geworden sind.
ARD-Recherche enthüllt finanzielle Belastung der Athleten
Eine ARD-Recherche, veröffentlicht am 9. Februar 2026, wirft dem Verband vor, von den Athleten sogenannte «Teilnahmegebühren» für Wettkampfreisen zu verlangen. So sollen für den Weltcup 2024 in Salt Lake City bis zu 2000 Euro pro Person fällig geworden sein. Die Athleten erhielten laut ARD lediglich eine Rechnung, ohne dass die Zusammensetzung der Kosten transparent gemacht wurde. Auch in der aktuellen Olympiasaison sollen die Sportler zur Kasse gebeten worden sein, etwa für die Reise zur EM ins polnische Tomaszow und für die Eigenbeteiligung an der Teamkleidung. Entsprechende Rechnungen liegen dem Sender vor. (Lesen Sie auch: Christian Kern verzichtet auf Kandidatur gegen Babler)
Jahrelanges Warten auf Prämienzahlungen
Ein weiterer Kritikpunkt der ARD-Recherche: Die Auszahlung von Prämien an die Athleten stockt. Teilweise würden die Sportler jahrelang auf die Gelder warten, die sie sich durch ihre sportlichen Leistungen verdient haben. Dies belastet die finanzielle Situation der Athleten zusätzlich, insbesondere da viele von ihnen ohnehin nur geringe Einkünfte haben und auf die Prämien angewiesen sind.
Reaktionen und Einordnung der Vorwürfe
Die Vorwürfe gegen die DESG und ihren Präsidenten Matthias Große haben in der deutschen Sportwelt für Aufsehen gesorgt. Athleten, Trainer und andere Verbandsfunktionäre haben sich bestürzt über die Enthüllungen geäußert. Einige fordern eine umfassende Aufklärung der Vorwürfe und Konsequenzen für die Verantwortlichen. Andere äußern sich zurückhaltender und mahnen, die Ergebnisse der laufenden Untersuchungen abzuwarten. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat sich bislang noch nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert.
DESG-Präsident Matthias Große in der Kritik
Im Zentrum der Kritik steht DESG-Präsident Matthias Große. Ihm wird Intransparenz und eine autoritäre Führung des Verbandes vorgeworfen. Kritiker bemängeln, dass Große wichtige Entscheidungen ohne Einbeziehung der Athleten und anderer Verbandsgremien trifft. Zudem wird ihm vorgeworfen, die finanzielle Situation des Verbandes nicht offen zu kommunizieren. Große selbst hat sich bislang noch nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Laut Bild.de war Finn Sonnekalb (18) die einzige Medaillen-Hoffnung der deutschen Eisschnellläufer in Mailand. (Lesen Sie auch: West Indies Cricket Team VS England Standings)
Konsequenzen für die DESG und den deutschen Eisschnelllauf
Die Vorwürfe gegen die DESG könnten weitreichende Konsequenzen für den Verband und den deutschen Eisschnelllauf haben. Im schlimmsten Fall drohen dem Verband finanzielle Sanktionen und der Verlust von Fördergeldern. Auch der Ruf des deutschen Eisschnelllaufs könnte nachhaltig beschädigt werden. Für die Athleten bedeuten die Vorwürfe eine zusätzliche Belastung in der ohnehin schon schwierigen Vorbereitungsphase auf die kommenden Wettkämpfe. Es bleibt zu hoffen, dass die Vorwürfe schnell und umfassend aufgeklärt werden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
Die Rolle der ARD-Recherche
Die ARD-Recherche hat die Missstände innerhalb der DESG ans Licht gebracht und damit eine wichtige Debatte über die finanzielle Situation und die Rahmenbedingungen für deutsche Eisschnellläufer angestoßen. Die Veröffentlichung der Vorwürfe hat den Druck auf den Verband und seinen Präsidenten erhöht, sich zu den Vorwürfen zu äußern und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Es bleibt zu hoffen, dass die ARD-Recherche dazu beiträgt, die Situation der Athleten zu verbessern und den deutschen Eisschnelllauf wieder auf eine solide Basis zu stellen.
Was bedeutet das für die Zukunft des deutschen Eisschnelllaufs?
Die Zukunft des deutschen Eisschnelllaufs hängt nun maßgeblich davon ab, wie die DESG und ihre Verantwortlichen mit den Vorwürfen umgehen. Eine transparente Aufklärung der Vorwürfe, eine Verbesserung der finanziellen Situation der Athleten und eine Stärkung der Mitbestimmung der Athleten sind unerlässlich, um das Vertrauen in den Verband wiederherzustellen und den deutschen Eisschnelllauf wieder konkurrenzfähig zu machen. Zudem muss die Nachwuchsförderung intensiviert werden, um langfristig wieder an die Erfolge vergangener Zeiten anknüpfen zu können. (Lesen Sie auch: Toni Eggert bei Olympia 2026: Thüringer Rodelstar)

Die Deutsche Sportausweis bietet eine Plattform für Sportler und Vereine, die möglicherweise in solchen Situationen Unterstützung suchen.
Aktuelle Entwicklungen
Die ARD hat angekündigt, weitere Details ihrer Recherche in den kommenden Tagen zu veröffentlichen. Auch andere Medien haben angekündigt, sich mit den Vorwürfen gegen die DESG zu beschäftigen. Es ist daher davon auszugehen, dass die Debatte über die finanzielle Situation des deutschen Eisschnelllaufs in den kommenden Wochen weiter anhalten wird.
| Vorwurf | Details |
|---|---|
| Teilnahmegebühren | Athleten müssen bis zu 2000 Euro für Wettkampfreisen zahlen. |
| Ausstehende Prämien | Athleten warten jahrelang auf Prämienzahlungen. |
| Intransparenz | Mangelnde Transparenz bei der Verwendung von Verbandsgeldern. |
Häufig gestellte Fragen zu desg
Welche Vorwürfe werden gegen die DESG erhoben?
Gegen die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) werden Vorwürfe erhoben, Athleten finanziell zu belasten. Konkret geht es um «Teilnahmegebühren» für Wettkampfreisen von bis zu 2000 Euro und ausstehende Prämienzahlungen, die sich über Jahre hinziehen können. Die ARD hat diese Vorwürfe im Rahmen einer Recherche öffentlich gemacht. (Lesen Sie auch: Masern-Alarm in Washington D.C.: Virus breitet sich)
Wer ist von den Vorwürfen betroffen?
Von den Vorwürfen betroffen sind in erster Linie die Athletinnen und Athleten der DESG, die sich finanziell an Trainingslagern, Wettkampfreisen und der Ausrüstung beteiligen müssen. Zudem warten einige Sportler jahrelang auf ihnen zustehende Prämien, was ihre finanzielle Situation zusätzlich belastet.
Was sagt die DESG zu den Vorwürfen?
Bislang hat sich die DESG und ihr Präsident Matthias Große noch nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.
Welche Konsequenzen drohen der DESG?
Im Falle einer Bestätigung der Vorwürfe drohen der DESG finanzielle Sanktionen und der Verlust von Fördergeldern. Zudem könnte der Ruf des deutschen Eisschnelllaufs nachhaltig beschädigt werden. Es ist auch denkbar, dass personelle Konsequenzen gezogen werden, insbesondere im Hinblick auf die Position des Präsidenten.
Wie geht es nun weiter?
Es ist zu erwarten, dass die Vorwürfe gegen die DESG in den kommenden Wochen weiter diskutiert werden. Die ARD hat angekündigt, weitere Details ihrer Recherche zu veröffentlichen. Zudem werden sich andere Medien mit dem Thema beschäftigen. Es bleibt zu hoffen, dass die Vorwürfe schnell und umfassend aufgeklärt werden.
Weitere Informationen zum Thema Sport und Verbandsstrukturen finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums des Innern und für Heimat.
