Die Erleichterung ist spürbar: Nach Wochen der reduzierten Besatzung hat die Internationale Raumstation (ISS) in diesen Tagen Zuwachs bekommen. Die vier Astronauten der «Crew 12» sind mit ihrer Crew Dragon ISS-Kapsel sicher angedockt. Damit ist die Forschungsarbeit auf der Raumstation wieder in vollem Umfang möglich.

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Was bedeutet die Ankunft der «Crew 12» für die ISS?
Die Ankunft der «Crew 12» bedeutet, dass die wissenschaftliche Arbeit auf der ISS nach einer Phase reduzierter Kapazität wieder voll aufgenommen werden kann. Die vier Astronauten werden rund acht Monate an Bord der Station leben und forschen. Dies ermöglicht es, langfristige Experimente durchzuführen und wichtige Daten zu sammeln, die auf der Erde nicht möglich wären.
Die wichtigsten Fakten
- Die «Crew 12» besteht aus vier Astronauten: Jessica Meir, Jack Hathaway, Andrej Fedjajew und Sophie Adenot.
- Die Crew Dragon ISS-Kapsel dockte erfolgreich an der ISS an.
- Die Astronauten werden rund acht Monate auf der ISS leben und forschen.
- Die «Crew 11» musste die ISS vorzeitig aufgrund eines medizinischen Problems verlassen.
Eine internationale Crew für die Forschung im All
Die «Crew 12» ist ein internationales Team, bestehend aus der NASA-Astronautin Jessica Meir, ihrem Kollegen Jack Hathaway, dem russischen Kosmonauten Andrej Fedjajew und der französischen ESA-Astronautin Sophie Adenot. Für Hathaway und Adenot ist es der erste Flug zur ISS, während Meir und Fedjajew bereits Erfahrung mit Raumfahrtmissionen haben. Diese Vielfalt an Erfahrung und Expertise ist entscheidend für den Erfolg der Forschungsarbeiten auf der ISS. (Lesen Sie auch: Wäsche Richtig Waschen: So Vermeiden Sie Typische…)
Wie Stern berichtet, startete die Crew am Freitag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. Die Reise zur ISS verlief reibungslos, und die Ankunft der Astronauten wurde von der NASA live übertragen.
Medizinischer Notfall führte zu vorzeitigem Abflug
Mitte Jänner musste die «Crew 11» – bestehend aus den US-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke, dem japanischen Raumfahrer Kimiya Yui und dem russischen Kosmonauten Oleg Platonow – die ISS vorzeitig verlassen. Grund dafür war ein medizinisches Problem, dessen genaue Details von der NASA nicht öffentlich gemacht wurden. Dies war der erste derartige Vorfall in der rund 25-jährigen Geschichte der ISS, was die aussergewöhnliche Situation unterstreicht.
Ursprünglich war eine Übergabephase von «Crew 11» an «Crew 12» geplant, wie es üblich ist. Stattdessen waren in den vergangenen Wochen lediglich der NASA-Astronaut Christopher Williams und die beiden russischen Kosmonauten Sergej Mikaew und Sergej Kud-Swertschkow an Bord der ISS, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Ankunft der neuen Crew ist daher umso wichtiger, um die Forschungsarbeiten ohne weitere Verzögerungen fortsetzen zu können. (Lesen Sie auch: Volksbank Diepholz Einbruch: Täter Versprühen Unbekannte Substanz)
Die Internationale Raumstation (ISS) ist ein Gemeinschaftsprojekt von fünf Raumfahrtagenturen: NASA (USA), Roskosmos (Russland), JAXA (Japan), ESA (Europa) und CSA (Kanada). Sie ist ein bewohnbares Raumschiff, das die Erde in einer Höhe von etwa 400 Kilometern umkreist und als Forschungslabor im Weltraum dient.
Forschung unter extremen Bedingungen
An Bord der ISS werden seit rund 25 Jahren kontinuierlich Experimente in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem Materialwissenschaft, Biologie, Medizin und Astronomie. Die Bedingungen im Weltraum, wie Schwerelosigkeit und hohe Strahlung, ermöglichen einzigartige Forschungsansätze, die auf der Erde nicht möglich sind. Die Ergebnisse tragen dazu bei, unser Verständnis des Universums zu erweitern und neue Technologien für den Einsatz auf der Erde zu entwickeln. Die Europäische Weltraumorganisation ESA bietet auf ihrer Webseite detaillierte Informationen zu den Forschungsprojekten auf der ISS.
Die «Crew 12» wird sich in den kommenden Monaten vor allem auf Experimente konzentrieren, die sich mit den Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper befassen. Diese Forschungen sind entscheidend, um die Risiken von Langzeitraumflügen besser zu verstehen und Massnahmen zu entwickeln, um die Gesundheit der Astronauten zu schützen. Darüber hinaus sind auch Experimente im Bereich der Materialwissenschaft geplant, bei denen neue Werkstoffe unter den besonderen Bedingungen des Weltraums getestet werden sollen. (Lesen Sie auch: Tötungsdelikt Ennepetal: Ehemann nach Tod der Frau…)
Österreichische Beteiligung an der Raumfahrt
Obwohl Österreich keine eigene Raumfahrtagentur besitzt, ist das Land durch die Mitgliedschaft in der ESA indirekt an der internationalen Raumfahrt beteiligt. Zahlreiche österreichische Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind in ESA-Projekte involviert und tragen so zur Entwicklung neuer Technologien und wissenschaftlicher Erkenntnisse bei. Die Beteiligung an der ISS ermöglicht es österreichischen Forschern, Experimente im Weltraum durchzuführen und von den einzigartigen Bedingungen zu profitieren. So wurde beispielsweise ein Projekt der Universität Innsbruck zur Erforschung von Quantenphänomenen im Weltraum auf der ISS durchgeführt. Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) unterstützt die österreichische Raumfahrtindustrie und Forschungseinrichtungen bei der Teilnahme an ESA-Programmen. Weiterführende Informationen dazu sind auf der Webseite des BMK zu finden.

Die Ankunft der «Crew 12» auf der ISS ist nicht nur ein wichtiger Schritt für die internationale Raumfahrt, sondern auch für die österreichische Forschung. Die kommenden Monate werden zeigen, welche neuen Erkenntnisse die Astronauten gewinnen und welche technologischen Fortschritte durch ihre Arbeit ermöglicht werden. Die kontinuierliche Forschung auf der ISS trägt dazu bei, die Grenzen unseres Wissens zu erweitern und neue Möglichkeiten für die Zukunft zu eröffnen.
Österreichische Forscher und Unternehmen sind aktiv an ESA-Projekten beteiligt, die auch die ISS betreffen. Die Mitgliedschaft in der ESA ermöglicht es Österreich, von den technologischen und wissenschaftlichen Fortschritten der Raumfahrt zu profitieren. (Lesen Sie auch: Sport Zuhause Anfangen: 5 Übungen für Deinen…)
Die erfolgreiche Ankunft der «Crew 12» auf der ISS markiert einen wichtigen Meilenstein für die bemannte Raumfahrt und die internationale Zusammenarbeit im All. Trotz der Herausforderungen, die durch den vorzeitigen Abflug der «Crew 11» entstanden sind, ist die Forschungsarbeit auf der ISS nun wieder in vollem Gange. Die kommenden Monate werden zeigen, welche neuen Erkenntnisse die Astronauten gewinnen und wie diese unser Verständnis des Universums und unserer eigenen Existenz erweitern werden.



