Die Suche nach Identität, die erste Liebe, das Gefühl, von der Familie nicht verstanden zu werden – Coming of Age Filme fangen diese prägenden Erfahrungen auf einzigartige Weise ein. Frederike Migoms «Heute heißen alle Sorry» (2026) ist ein feinfühliger Beitrag zu diesem Genre, der die Zuschauer in die Gedankenwelt einer 13-Jährigen entführt, die sich an einem einzigen, turbulenten Sommertag selbst neu entdeckt.

Unser Eindruck: Ein poetischer Coming-of-Age Film, der mit seiner fantasievollen Bildsprache und der authentischen Darstellung jugendlicher Gefühlswelten überzeugt.
Was macht «Heute heißen alle Sorry» zu einem besonderen Coming of Age Film?
Im Gegensatz zu breit angelegten Entwicklungsromanen, wie Johann Wolfgang von Goethes «Wilhelm Meisters Lehrjahre» (1795/96) oder Richard Linklaters «Boyhood» (2014), konzentriert sich Frederike Migom in ihrem Film «Heute heißen alle Sorry» auf einen einzigen Sommertag im Leben der 13-jährigen Bianca. Diese zeitliche Beschränkung ermöglicht eine intensive und detailreiche Darstellung ihrer inneren Zerrissenheit und ihrer Suche nach Akzeptanz. (Lesen Sie auch: TV Marathon Heute: Dinos und Mumien Erobern…)
Der Film basiert auf dem gleichnamigen, preisgekrönten Jugendroman des belgischen Autors Bart Moeyaert. Die Regisseurin Frederike Migom adaptierte die Geschichte für die große Leinwand und legte dabei besonderen Wert auf die visuelle Umsetzung von Biancas Fantasiewelt.
Eine flüchtige Begegnung mit einer Schauspielerin
Bianca, ein temperamentvolles Mädchen, fühlt sich in ihrer Familie isoliert. Ihre Mutter ist voll und ganz auf die Gesundheit ihres jüngeren Bruders fixiert, während ihr Vater und dessen neue Freundin Cruz sie für «durchgeknallt» halten. Die unverhoffte Begegnung mit ihrer Lieblingsschauspielerin Billie King im heimischen Wohnzimmer stellt für Bianca einen Wendepunkt dar. Wie Die Zeit berichtet, fängt Migom die Coming-of-Age-Erfahrungen ihrer Heldin an einem heißen Sommertag zu Hause ein.
Die Kraft der Fantasie
Im Laufe des Tages vermischen sich in Biancas Wahrnehmung Realität und Fantasie. Die Filmemacherin Frederike Migom setzt dabei auf eine expressive Bildsprache, um Biancas innere Welt nach außen zu tragen. So werden ihre Ängste, Wünsche und Träume für den Zuschauer unmittelbar erlebbar. Die Kameraarbeit fängt die sommerliche Hitze und die flirrende Atmosphäre des Tages ein, während der Schnitt zwischen realen Ereignissen und Biancas Tagträumen einen dynamischen Erzählfluss erzeugt. (Lesen Sie auch: Berlinale Film: Max Riemelt Begeistert mit neuem…)
Film-Fakten
- Der Film spielt an einem einzigen, heißen Sommertag.
- Bianca ist 13 Jahre alt und fühlt sich von ihrer Familie nicht verstanden.
- Ihre Lieblingsschauspielerin Billie King taucht plötzlich in ihrem Wohnzimmer auf.
- Die Regisseurin Frederike Migom setzt auf eine expressive Bildsprache.
- Der Film basiert auf einem preisgekrönten Jugendroman.
Die Suche nach Zugehörigkeit
Biancas Coming-of-Age-Erfahrung ist eng mit ihrer Suche nach einem Ort der Zugehörigkeit verbunden. Sie sehnt sich nach der Aufmerksamkeit ihrer Mutter und nach Akzeptanz durch ihren Vater und dessen Freundin. Die Begegnung mit Billie King eröffnet ihr eine neue Perspektive und hilft ihr, sich selbst besser zu verstehen. Laut Berlinale, erzählt der Film eine zarte, fantasievolle Geschichte über Entdeckungen, Träume und die Suche nach einem Ort, an dem man sich zugehörig fühlt.
Für wen lohnt sich «Heute heißen alle Sorry»?
«Heute heißen alle Sorry» ist ein Coming of Age Film für ein Publikum, das sich für sensible und poetische Erzählweisen begeistern kann. Wer Filme wie «The Perks of Being a Wallflower» oder «Moonlight» mochte, wird hier eine ähnliche Auseinandersetzung mit jugendlicher Identität und den Herausforderungen des Erwachsenwerdens finden. Der Film ist jedoch weniger auf ein Teenager-Publikum zugeschnitten, sondern richtet sich eher an ein erwachsenes Publikum, das sich für die psychologischen Feinheiten der Geschichte interessiert.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem Coming of Age Film «Heute heißen alle Sorry»?
Der Film erzählt die Geschichte der 13-jährigen Bianca, die sich an einem einzigen Sommertag mit ihren familiären Beziehungen und ihrer eigenen Identität auseinandersetzt. Eine unerwartete Begegnung mit ihrer Lieblingsschauspielerin wirbelt ihr Leben durcheinander.
Auf welcher Vorlage basiert der Film «Heute heißen alle Sorry»?
Der Film basiert auf dem gleichnamigen, preisgekrönten Jugendroman des belgischen Autors Bart Moeyaert. Die Regisseurin Frederike Migom adaptierte die Geschichte für die große Leinwand und inszenierte sie mit viel Fingerspitzengefühl. (Lesen Sie auch: Licorice Pizza Stream: Philip Seymour Hoffmans Sohn…)
Welche filmischen Mittel setzt Frederike Migom in «Heute heißen alle Sorry» ein?
Welche Themen werden in dem Film behandelt?
Der Film behandelt Themen wie Identitätssuche, familiäre Beziehungen, die Kraft der Fantasie und die Suche nach Zugehörigkeit. Bianca sehnt sich nach Akzeptanz und versucht, ihren Platz in der Welt zu finden.
Wo kann man den Film «Heute heißen alle Sorry» sehen?
Der Film feierte seine Premiere auf der Berlinale 2026. Informationen über einen Kinostart oder eine Veröffentlichung auf Streaming-Plattformen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.





