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Startseite » Blog » Cohn-Bendit: Ikone von ’68, Realo-Grüner & Provokateur
Allgemein

Cohn-Bendit: Ikone von ’68, Realo-Grüner & Provokateur

admin
Last updated: 14. Februar 2026 22:14
By admin
12 Min Read
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Cohn-Bendit
Cohn-Bendit – Cohn-Bendit: Ikone von '68, Realo-Grüner & Provokateur
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Daniel Cohn-Bendit ist auch im Jahr 2026 eine der prägendsten und umstrittensten Figuren der deutschen und europäischen Politikgeschichte. Seit seiner Rolle als Anführer der Studentenproteste im Pariser Mai 1968 hat der deutsch-französische Publizist und Politiker eine bemerkenswerte Wandlung vom linken Revolutionär zum pragmatischen „Realo“-Flügel der Grünen vollzogen und bleibt ein gefragter Kommentator des politischen Geschehens.

Daniel Cohn-Bendit, geboren am 4. April 1945 in Montauban, Frankreich, ist eine Schlüsselfigur der 68er-Bewegung und ein langjähriger Europa-Politiker für Bündnis 90/Die Grünen. Seine politische Laufbahn reicht von der Frankfurter Sponti-Szene über das Amt für multikulturelle Angelegenheiten bis hin zu 20 Jahren im Europäischen Parlament, wo er als Co-Vorsitzender der Grünen-Fraktion agierte. Seine Karriere ist von scharfen Debatten und Kontroversen, insbesondere um seine früheren Äußerungen zur kindlichen Sexualität, begleitet.

Inhaltsverzeichnis
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wer ist Daniel Cohn-Bendit?
  3. Die Rolle im Pariser Mai 1968
  4. Politische Karriere bei den Grünen: Vom Sponti zum Realo
  5. Kontroversen und Kritik: Die Pädophilie-Vorwürfe
  6. Was macht Cohn-Bendit heute?
  7. Daniel Cohn-Bendit im Überblick
  8. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
  9. Fazit: Ein Leben zwischen Revolte und Realpolitik

Das Wichtigste in Kürze

  • Ikone der 68er: Daniel Cohn-Bendit wurde als Sprecher der Studentenproteste im Pariser Mai 1968 international bekannt.
  • Doppelte Staatsbürgerschaft: Er besitzt sowohl die deutsche als auch die französische Staatsbürgerschaft und war für die Grünen beider Länder politisch aktiv.
  • Lange EU-Karriere: Von 1994 bis 2014 war er Mitglied des Europäischen Parlaments, ab 2002 als Co-Vorsitzender der Fraktion Grüne/EFA.
  • „Realo“-Flügel: Gemeinsam mit Joschka Fischer gehörte er zum pragmatischen Flügel von Bündnis 90/Die Grünen und prägte deren realpolitische Ausrichtung.
  • Umstrittene Vergangenheit: Frühere Äußerungen und Schriften aus den 1970er-Jahren zum Thema Pädophilie führten wiederholt zu heftigen öffentlichen Debatten.
  • Multikulti-Pionier: Von 1989 bis 1997 war er Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten in Frankfurt am Main und damit ein Wegbereiter kommunaler Integrationspolitik.
  • Aktiver Publizist: Auch nach seinem Rückzug aus der aktiven Politik 2014 ist Cohn-Bendit als Publizist und Kommentator zu europäischen Themen präsent.

Wer ist Daniel Cohn-Bendit?

Marc Daniel Cohn-Bendit wurde am 4. April 1945 in Montauban, Frankreich, als Sohn deutsch-jüdischer Eltern geboren, die vor den Nationalsozialisten geflohen waren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er zwischen Frankreich und Deutschland, was seine binationale Identität prägte. Nachdem er zunächst staatenlos war, erhielt er 1959 die deutsche Staatsangehörigkeit und 2015 zusätzlich die französische. Er besuchte die reformpädagogische Odenwaldschule in Hessen, bevor er zum Studium nach Frankreich ging. Diese transnationale Erfahrung legte den Grundstein für sein späteres Engagement als überzeugter Europäer.

Die Rolle im Pariser Mai 1968

Weltweite Bekanntheit erlangte Cohn-Bendit als einer der prominentesten Sprecher der Studentenrevolte im Mai 1968 in Paris. Als Student an der Universität Nanterre wurde er zur Leitfigur der „Bewegung 22. März“. Mit seinem provokanten Auftreten und seiner antiautoritären Rhetorik wurde er als „Dany le Rouge“ (Dany der Rote) zum Gesicht des Aufstands. Die französische Regierung wies ihn daraufhin aus Frankreich aus, was die Proteste weiter anheizte. Nach seiner Ausweisung engagierte er sich in Frankfurt am Main im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) und der Außerparlamentarischen Opposition (APO). Diese Zeit machte ihn zu einer Ikone der 68er-Generation, ein Image, das ihn bis heute begleitet.

Politische Karriere bei den Grünen: Vom Sponti zum Realo

In den 1970er Jahren war Cohn-Bendit eine zentrale Figur der Frankfurter „Sponti-Szene“ und gab das Stadtmagazin „Pflasterstrand“ heraus. 1984 trat er den Grünen bei, wo er zusammen mit Joschka Fischer den realpolitischen Flügel stärkte. Ihr Ziel war es, die Partei regierungsfähig zu machen und ökologische mit liberalen Positionen zu verbinden.

Sein erstes politisches Amt trat er 1989 an, als er in Frankfurt am Main der erste Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten wurde. 1994 wechselte er ins Europäische Parlament, dem er 20 Jahre lang angehörte. Dort setzte er sich vehement für die europäische Integration ein, unterstützte die EU-Osterweiterung und warb für eine europäische Verfassung. Sein politischer Werdegang spiegelt die Entwicklung eines großen Teils der 68er-Bewegung wider: von der fundamentalen Systemkritik hin zur Gestaltung von Politik innerhalb der Institutionen. Wie wichtig ihm die europäische Idee ist, zeigt sich auch in seinen aktuellen Kommentaren, in denen er oft vor den Gefahren des Nationalismus warnt, ähnlich wie wir es im Kontext des Bergdoktor Staffelfinales sehen, wo gesellschaftlicher Zusammenhalt eine Rolle spielt.

Video-Empfehlung: Cohn-Bendit zur Zukunft Europas

Für einen direkten Eindruck seiner politischen Rhetorik und seiner aktuellen Ansichten zur Europäischen Union empfiehlt sich die Suche nach Interviews mit Daniel Cohn-Bendit auf YouTube. Besonders seine Reden im Europäischen Parlament zeigen seine Leidenschaft für das europäische Projekt.

Kontroversen und Kritik: Die Pädophilie-Vorwürfe

Die politische Laufbahn von Cohn-Bendit ist untrennbar mit schweren Vorwürfen verbunden, die auf seine Schriften und Äußerungen in den 1970er und frühen 1980er Jahren zurückgehen. In seinem Buch „Der große Basar“ (1975) und in einer französischen Talkshow beschrieb er Szenen mit Kindern in einem antiautoritären Kindergarten, die als pädophil interpretiert wurden und erotische Aspekte thematisierten. Diese Passagen lösten wiederholt, insbesondere in den Jahren 2001 und 2013, heftige öffentliche Debatten aus. Kritiker werfen ihm vor, Pädophilie verharmlost zu haben. Cohn-Bendit selbst hat sich mehrfach von seinen damaligen Aussagen distanziert und sie als „schlechte Literatur“ und Provokation im Zeitgeist der sexuellen Revolution bezeichnet. Er betonte, dass es nie zu Übergriffen oder Anzeigen gekommen sei. Dennoch haben diese Kontroversen sein öffentliches Bild nachhaltig beschädigt und werfen einen dunklen Schatten auf seine Biografie.

Was macht Cohn-Bendit heute?

Nach seinem Abschied aus dem Europäischen Parlament im Jahr 2014 hat sich Daniel Cohn-Bendit nicht aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Er ist weiterhin ein gefragter Publizist, Talkshow-Gast und Kommentator, der sich vor allem zur Zukunft Europas, zur französischen und deutschen Politik sowie zu gesellschaftlichen Debatten wie Rassismus und Antisemitismus äußert. Seine Analysen sind oft pointiert und scheuen keine Kontroverse. Er bleibt eine wichtige Stimme des liberalen, pro-europäischen Lagers und nutzt seine Erfahrung, um aktuelle politische Entwicklungen einzuordnen. Sein Engagement zeigt, dass politische Teilhabe viele Formen annehmen kann, ein Thema, das auch im Artikel Valentinstag Selbstliebe aus einer anderen Perspektive beleuchtet wird: die Wichtigkeit der eigenen Position im gesellschaftlichen Gefüge.

Daniel Cohn-Bendit im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Stationen und Fakten zu Daniel Cohn-Bendit zusammen.

Kategorie Information
Geboren 4. April 1945 in Montauban, Frankreich
Staatsangehörigkeit Deutsch (seit 1959), Französisch (seit 2015)
Bekannt als Anführer der 68er-Bewegung in Paris („Dany le Rouge“)
Partei Bündnis 90/Die Grünen, Europe Écologie-Les Verts
Wichtige Ämter Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten Frankfurt (1989–1997)
Mitglied des Europäischen Parlaments (1994–2014)
Politische Strömung „Realo“-Flügel der Grünen, Pro-Europäer
Größte Kontroverse Verharmlosende Äußerungen zu Pädophilie in den 1970er/80er Jahren
Heutige Tätigkeit Publizist und politischer Kommentator

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum ist Daniel Cohn-Bendit so berühmt?

Daniel Cohn-Bendit wurde als einer der Anführer der Studentenproteste im Mai 1968 in Paris international bekannt. Seine Rolle als „Dany le Rouge“ machte ihn zu einer Ikone dieser Bewegung. Später prägte er als langjähriger Europa-Abgeordneter die Politik der Grünen.

Welche Staatsangehörigkeit hat Cohn-Bendit?

Er besitzt sowohl die deutsche als auch die französische Staatsbürgerschaft. Geboren wurde er als Kind deutscher Eltern in Frankreich und war zeitweise staatenlos.

Was waren die Pädophilie-Vorwürfe gegen Cohn-Bendit?

Die Vorwürfe beziehen sich auf Passagen in seinem Buch „Der große Basar“ (1975) und TV-Auftritte, in denen er seine Erfahrungen in einem Kindergarten mit erotisch aufgeladenen Beschreibungen schilderte. Er hat sich später davon distanziert, die Aussagen belasten aber sein Ansehen bis heute.

Für welche Partei war Cohn-Bendit aktiv?

Er war für die Grünen in Deutschland (Bündnis 90/Die Grünen) und in Frankreich (Les Verts / Europe Écologie-Les Verts) aktiv.

Ist Daniel Cohn-Bendit heute noch politisch aktiv?

Obwohl er 2014 aus der aktiven Parteipolitik ausgeschieden ist, ist er als Publizist und Kommentator weiterhin sehr präsent. Er meldet sich regelmäßig zu Wort, insbesondere zu europäischen und gesellschaftspolitischen Themen.

Fazit: Ein Leben zwischen Revolte und Realpolitik

Die Biografie von Daniel Cohn-Bendit ist eine Reise durch die jüngere europäische Geschichte. Vom Revolutionär auf den Pariser Barrikaden zum pragmatischen Parlamentarier in Brüssel verkörpert er die Widersprüche und Entwicklungen seiner Generation. Seine Verdienste für die europäische Einigung und die multikulturelle Gesellschaft sind unbestritten. Gleichzeitig bleiben die dunklen Kapitel seiner Vergangenheit, insbesondere seine inakzeptablen Äußerungen zur kindlichen Sexualität, ein fester Bestandteil der Bewertung seiner Person. So bleibt Cohn-Bendit auch 2026 eine komplexe, provokante und wichtige Figur, deren Lebensweg weiterhin Anlass für Debatten über Politik, Moral und gesellschaftlichen Wandel bietet. Für weitere Informationen zur Person empfiehlt sich die Lektüre seiner Biografie auf Wikipedia sowie die Auseinandersetzung mit den Analysen der Heinrich-Böll-Stiftung, die sich oft mit seinem politischen Wirken befasst.

Informationen zum Autor

Über den Autor: Klaus Richter ist erfahrener Online-Redakteur und Experte für deutsche Politik und Zeitgeschichte. Seit über 15 Jahren analysiert er die Karrieren prägender politischer Persönlichkeiten und ordnet historische Ereignisse in den aktuellen Kontext ein.

Social Media Snippets

Twitter/X: Daniel Cohn-Bendit: Von der 68er-Ikone zum EU-Politiker. Was bleibt von „Dany le Rouge“ im Jahr 2026? Wir blicken auf eine Karriere voller Brüche und Kontroversen. #CohnBendit #68er #Grüne #Europolitik

Facebook: Daniel Cohn-Bendit polarisiert bis heute. Als Anführer der 68er-Bewegung wurde er berühmt, als Grünen-Politiker gestaltete er Europa mit. Doch schwere Vorwürfe aus seiner Vergangenheit werfen einen langen Schatten. Unser Porträt beleuchtet alle Facetten dieser komplexen Persönlichkeit. #DanielCohnBendit #Geschichte #Politik #Grüne #Europa

LinkedIn: Die politische Transformation des Daniel Cohn-Bendit: Vom antiautoritären Revolutionär zum pragmatischen Realpolitiker im Europäischen Parlament. Eine Analyse seiner Karriere, seiner politischen Strategien und der Kontroversen, die seine Laufbahn begleiteten. Ein Lehrstück über Wandel und Beständigkeit in der Politik. #Politik #Leadership #Europa #Grüne #CohnBendit

TAGGED:68er-BewegungBiografieDaniel Cohn-BenditEuropapolitikGrüneJoschka FischerKontroverseMai 1968PolitikerZeitgeschichte

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