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Christian Ehring ist einer der bekanntesten Satiriker Deutschlands und prägt mit seiner Arbeit bei „extra 3“ und der „heute-show“ die politische Debatte. Am 26.02.2026 ist der Kabarettist nicht nur im Fernsehen präsent, sondern auch mit seinen Soloprogrammen auf den Bühnen des Landes unterwegs. Seine scharfsinnigen Analysen und sein pointierter Humor machen ihn zu einer festen Größe der deutschen Kabarettszene.
Das Wichtigste in Kürze
- Bekannt aus TV: Christian Ehring ist seit 2011 Moderator des Satiremagazins „extra 3“ (NDR) und gehört seit 2009 zum Team der ZDF „heute-show“.
- Aktuelle Tour 2026: Ehring tourt 2026 mit seinen Soloprogrammen „Versöhnung“ und „Stand jetzt!“ sowie einem neuen, noch unbenannten Programm durch Deutschland.
- Frühe Karriere: Geboren am 18. September 1972 in Rheinhausen, gründete er 1989 das Kabarett „Die Scheinheiligen“ und war später künstlerischer Leiter am Düsseldorfer Kom(m)ödchen.
- Ausgezeichnet: Anfang 2026 wurde Christian Ehring mit dem renommierten Deutschen Kabarettpreis 2025 ausgezeichnet, der vom Nürnberger Burgtheater vergeben wird.
- Privatleben: Er lebt in Düsseldorf und ist Vater von zwei Töchtern. Details über seine Ehefrau hält er weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
- Bekannte Kontroversen: Für Aufsehen sorgten unter anderem der Song „Erdowie, Erdowo, Erdogan“ (2016), der zu diplomatischen Spannungen mit der Türkei führte, und eine Auseinandersetzung mit der AfD-Politikerin Alice Weidel (2017).
Wer ist Christian Ehring?
Christian Ehring, geboren am 18. September 1972 in Rheinhausen, ist ein deutscher Kabarettist, Autor, Musiker und Fernsehmoderator. Aufgewachsen in Krefeld als Sohn eines Arztes, zeigte sich sein Talent für die Bühne bereits früh. Nach dem Abitur und abgebrochenen Studiengängen in Jura und Germanistik widmete er sich vollständig dem Kabarett. Bereits 1989 gründete er mit Freunden die Gruppe „Die Scheinheiligen“, mit der er erste Erfolge und Kleinkunstpreise gewann. 1998 wechselte er zum renommierten Düsseldorfer Kom(m)ödchen, wo er nicht nur als Darsteller, sondern auch als Autor, Komponist und später als künstlerischer Leiter tätig war.
Christian Ehring auf Tour 2026: Programme und Termine
Auch im Jahr 2026 ist Christian Ehring wieder auf den Bühnen in ganz Deutschland präsent. Seine Live-Auftritte sind für viele Fans ein Muss, da er hier noch persönlicher und direkter agiert als im Fernsehen. Seine Soloprogramme sind bekannt für eine Mischung aus hintergründiger politischer Analyse, schwarzhumorigen Pointen und musikalischen Einlagen.
Aktuell tourt er mit den Programmen „Stand jetzt!“ und „Versöhnung“. Insbesondere „Versöhnung“ greift die zunehmende Spaltung der Gesellschaft auf. Ehring versucht hier, wie der Titel andeutet, Gräben zu überwinden und das Verbindende zu suchen, ohne dabei seine satirische Schärfe zu verlieren. Zudem ist für 2026 ein weiteres, neues Programm angekündigt. Die Termine sind über das ganze Jahr verteilt und führen ihn in Städte wie Berlin, Hamburg, Frankfurt und Köln.
Das Programm „Versöhnung“ von Christian Ehring
In „Versöhnung“ setzt sich Christian Ehring mit der Verhärtung der gesellschaftlichen Fronten auseinander. Er beobachtet eine Debattenkultur, in der Beleidigungen und Wut oft den zivilisierten Austausch ersetzen. Anstatt jedoch nur zu kritisieren, schlägt er einen anderen Weg ein: Zuhören und das Gemeinsame betonen. Dabei scheut er auch die Selbstkritik nicht und gibt zu, sich selbst im „Stellungskrieg der Meinungen“ nicht immer zurückgehalten zu haben. Das Programm ist somit eine hochaktuelle und persönliche Auseinandersetzung mit der Lage der Nation.
| Datum | Stadt | Veranstaltungsort | Programm |
|---|---|---|---|
| 28.02.2026 | Berlin | Die Wühlmäuse | Versöhnung |
| 07.03.2026 | Frankfurt | Saalbau Bornheim | Versöhnung |
| 12.03.2026 | Hamburg | Alma Hoppes Lustspielhaus | Versöhnung |
| 20.03.2026 | Hagen | Theater Hagen | Versöhnung |
| 18.04.2026 | Limburg | Josef-Kohlmaier-Halle | Versöhnung |
| 21.11.2026 | Berlin | Die Wühlmäuse | Versöhnung |
Quelle: Offizielle Ticket-Websites, Stand Februar 2026.
Die Stimme von „extra 3“: Ehrings Rolle im TV
Einem breiten Publikum wurde Christian Ehring durch seine Fernsehpräsenz bekannt. Seit Mai 2009 ist er Teil des Ensembles der preisgekrönten ZDF „heute-show“ an der Seite von Oliver Welke. Seine größte Bekanntheit erlangte er jedoch als Moderator des NDR-Satiremagazins „extra 3“, das er im Juli 2011 übernahm. Mit seiner bissigen und zugleich charmanten Art präsentiert er wöchentlich den „Irrsinn der Woche“. Die Sendung ist für ihre unkonventionelle und respektlose Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Themen bekannt. Unter seiner Moderation wurde das Format zu einer der wichtigsten Satire-Sendungen im deutschen Fernsehen. Die Sendung ist ein gutes Beispiel dafür, wie politisches Kabarett auch ein jüngeres Publikum erreichen kann, ähnlich wie es bei Formaten wie der Sendung von Markus Lanz diskutiert wird.
Kontroversen und Kritik: Wenn Satire aneckt
Wo scharf geschossen wird, gibt es auch Gegenwind. Christian Ehring und die Redaktion von „extra 3“ haben mehrfach für Kontroversen gesorgt. Einer der bekanntesten Fälle war das Lied „Erdowie, Erdowo, Erdogan“ aus dem Jahr 2016. Der satirische Song über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan führte zu diplomatischen Verstimmungen; der deutsche Botschafter wurde in Ankara einbestellt. Die Bundesregierung verteidigte damals die Presse- und Meinungsfreiheit.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich 2017, als Ehring die damalige AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel in einer Sendung als „Nazischlampe“ bezeichnete, nachdem diese gefordert hatte, die politische Korrektheit gehöre auf den „Müllhaufen der Geschichte“. Weidel erstattete Strafanzeige, die jedoch von der Staatsanwaltschaft abgewiesen wurde, da die Äußerung im Kontext der Satire als zulässig bewertet wurde. Solche Fälle zeigen, wie schmal der Grat sein kann, auf dem sich politische Satire bewegt. Diese Auseinandersetzungen sind Teil des öffentlichen Diskurses, ähnlich wie sie auch bei anderen Prominenten wie Shia Labeouf nach bestimmten Urteilen entstehen.
Christian Ehring privat: Zwischen Bühne und Familie
Über das Privatleben von Christian Ehring ist verhältnismäßig wenig bekannt. Er schützt seine Familie konsequent vor der Öffentlichkeit. Bekannt ist, dass er in Düsseldorf lebt und Vater von zwei Töchtern ist. In seinen Bühnenprogrammen thematisiert er gelegentlich humorvoll fiktive oder überspitzte Szenen aus einem bürgerlichen Familienleben, um gesellschaftliche Phänomene zu spiegeln. Diese Geschichten dienen jedoch als satirisches Mittel und geben kaum konkrete Einblicke in sein reales Privatleben. Diese Zurückhaltung teilt er mit vielen Künstlern, die eine klare Trennlinie zwischen ihrer öffentlichen Rolle und ihrem privaten Umfeld ziehen. Weitere Informationen zur Person finden sich auch auf seiner Wikipedia-Seite.
Auszeichnungen und Erfolge
Die Qualität von Ehrings Arbeit spiegelt sich in zahlreichen Preisen wider. Bereits mit „Die Scheinheiligen“ gewann er diverse Kleinkunstpreise. Als Teil der „heute-show“ erhielt er unter anderem den Adolf-Grimme-Preis und den Deutschen Comedypreis. Ein besonderer persönlicher Erfolg war die Verleihung des Deutschen Kabarettpreises 2025, der ihm Anfang Januar 2026 in Nürnberg überreicht wurde. Diese renommierte Auszeichnung, die als eine der wichtigsten der Branche gilt, würdigt seine Fähigkeit, in seinen Programmen die Hoffnung durchscheinen zu lassen, „die Welt durch das eigene Handeln zu einem besseren Ort zu machen“, so die Jury. Eine Liste seiner Auszeichnungen wird auch vom Munzinger-Archiv geführt.
FAQ zu Christian Ehring
Ist Christian Ehring noch bei extra 3?
Ja, Christian Ehring ist auch 2026 der Moderator des Satiremagazins „extra 3“ im NDR. Er hat die Sendung im Juli 2011 übernommen und moderiert sie seitdem.
Hat Christian Ehring eine Frau und Kinder?
Christian Ehring lebt in Düsseldorf und hat zwei Töchter. Über seine Frau oder eine mögliche Partnerin ist in der Öffentlichkeit nichts bekannt, da er sein Privatleben schützt.
Wo kann man Christian Ehring 2026 live sehen?
Christian Ehring ist 2026 mit seinen Soloprogrammen „Versöhnung“ und „Stand jetzt!“ in vielen deutschen Städten auf Tour. Genaue Termine und Orte finden sich auf den Webseiten der Veranstalter und Ticketportalen.
Was war der Erdogan-Skandal bei extra 3?
Im März 2016 strahlte „extra 3“ ein satirisches Lied mit dem Titel „Erdowie, Erdowo, Erdogan“ aus. Der Beitrag kritisierte den türkischen Präsidenten und führte zu diplomatischen Protesten der Türkei, die den deutschen Botschafter einbestellte.
Welche Preise hat Christian Ehring gewonnen?
Christian Ehring hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Deutschen Kabarettpreis 2025, den Deutschen Kleinkunstpreis sowie, als Teil des Teams der „heute-show“, den Adolf-Grimme-Preis und den Deutschen Fernsehpreis.
Fazit
Christian Ehring bleibt auch im Jahr 2026 eine der prägendsten Figuren der deutschen Satirelandschaft. Ob als scharfzüngiger Moderator bei „extra 3“ oder als nachdenklicher Kabarettist auf der Bühne – er schafft es, komplexe politische Themen einem breiten Publikum zugänglich zu machen und dabei stets Haltung zu zeigen. Seine Fähigkeit, den Finger in die Wunden der Gesellschaft zu legen, ohne dabei den Glauben an das Gute zu verlieren, macht seine Arbeit besonders wertvoll. Mit seinen aktuellen Programmen und seiner ungebrochenen Präsenz im Fernsehen wird er die öffentliche Debatte auch in Zukunft maßgeblich mitgestalten.
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Facebook/Instagram: Christian Ehring ist auch 2026 nicht zu stoppen! 🎤 Zwischen seiner „extra 3“-Moderation und der neuen Tour „Versöhnung“ bleibt der Satiriker eine der wichtigsten Stimmen des Landes. Wir haben alle Infos zu seinen aktuellen Programmen, den TV-Auftritten und was ihn abseits der Kameras bewegt. #ChristianEhring #extra3 #Satire #Kabarett #Tour2026
Twitter/X: Was macht Christian Ehring 2026? Der #extra3-Moderator ist mit seinem neuen Programm „Versöhnung“ auf Tour und wurde gerade erst mit dem Deutschen Kabarettpreis geehrt. Alle Fakten zum Satiriker, seinen kontroversen Auftritten und seinem Leben. #ChristianEhring #Satire