Die französisch-italienische Eiskunstläuferin Charlene Guignard hat am 10. Februar 2026 mit ihrem Partner Marco Fabbri Geschichte geschrieben. Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina sicherten sich die beiden Eistanz-Stars die Bronzemedaille im Team-Event – ein emotionaler Höhepunkt in ihrer 15-jährigen gemeinsamen Karriere. Für das Heimspiel in Italien gaben Guignard und Fabbri alles und begeisterten das Publikum mit ihrer Kür zur Musik von Giorgias «Diamanti».
Das Wichtigste in Kürze
- Charlene Guignard gewann am 8. Februar 2026 Bronze im Team-Event bei Olympia Milano-Cortina
- Die 36-jährige französisch-italienische Eiskunstläuferin tritt gemeinsam mit Marco Fabbri in ihrer vierten und letzten Olympiade an
- Das Paar ist seit über 15 Jahren sportlich und privat ein Team und wird von Barbara Fusar Poli trainiert
- Sie haben drei Europameistertitel in Folge gewonnen (2023-2025) und zwei Weltmeisterschaftsmedaillen erkämpft
- Geboren in Brest, Frankreich (12. August 1989), tritt Guignard seit 2009 für Italien an
Olympia-Bronze: Der Traum wird wahr
Am 8. Februar 2026 war es endlich soweit: Charlene Guignard gewann eine Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen 2026 im Team-Event im Forum di Milano. Nach drei Olympia-Teilnahmen ohne Medaille (Sotschi 2014, Pyeongchang 2018, Peking 2022) krönte das Paar ihre Karriere mit dem olympischen Edelmetall. Die Azzurri eroberten den dritten Platz dank der zweiten Punktzahl von Charlene Guignard und Marco Fabbri in der Free Dance, nur hinter den Weltklasse-Athleten Madison Chock und Evan Bates.
Die Emotionen im heimischen Mailand waren überwältigend. Charlene Guignard und Marco Fabbri bewegten zu den Klängen von «Diamanti» und erhielten Standing Ovations im Forum di Assago. Das Publikum feierte seine Eiskunstlauf-Helden ausgelassen – ein Moment, der dem Paar nach Jahren harter Arbeit endlich vergönnt war.
Wer ist Charlene Guignard? Steckbrief der Eistanz-Legende
| Name | Charlène Guignard |
|---|---|
| Geburtsdatum | 12. August 1989 |
| Geburtsort | Brest, Frankreich |
| Größe / Gewicht | 1,57 m / 50 kg |
| Disziplin | Eistanz |
| Partner | Marco Fabbri (seit 2010) |
| Verein | Fiamme Azzurre |
| Trainerin | Barbara Fusar Poli, Roberto Pelizzola |
| Olympische Teilnahmen | 4 (2014, 2018, 2022, 2026) |
| Größte Erfolge | 3x Europameister (2023-2025), 2x WM-Medaillen, Olympia-Bronze 2026 |
Sie begann mit dreieinhalb Jahren mit dem Eislaufen und war bereits mit sechs Jahren mit ihrem Bruder im Paarlauf aktiv. Geboren in Brest, Bretagne, studierte sie Chemie in Frankreich, bevor sie 2009 nach Italien zog und beschloss, unter der Trikolore anzutreten.
Die Partnerschaft mit Marco Fabbri: 15 Jahre Erfolg auf und neben dem Eis
Die Geschichte von Charlene Guignard und Marco Fabbri ist eine der romantischsten im Eiskunstlauf. Die italienischen Eistänzer Charlene Guignard und Marco Fabbri sind seit über 15 Jahren ein Paar und traten erstmals in der Saison 2010-11 als Duo an. Die beiden fanden sich über eine spezialisierte Website, die Eisläufer auf Partnersuche zusammenbringt.
«Da wir im Leben ein Paar sind, ist es eine Möglichkeit, buchstäblich alles zu teilen», erklärt Fabbri. Die Kombination aus sportlicher und privater Partnerschaft schweißt die beiden besonders zusammen. Charlene beschreibt Marco als sehr präzise und organisiert: «Manchmal wiederholen wir Dinge dreißig Mal, aber über die Jahre hat uns das geholfen, uns zu verbessern. Ich bin sehr geduldig, so dass wir uns gegenseitig ausgleichen».
Erfolge und Karriere-Highlights
Die Erfolgsgeschichte von Guignard/Fabbri ist beeindruckend. Das Paar gewann drei aufeinanderfolgende Europameistertitel von 2023 bis 2025 und erkämpfte sich Silber und Bronze bei Weltmeisterschaften. Im folgenden Monat gewannen Guignard und Fabbri die Silbermedaille bei den Europameisterschaften 2026. Nach einem Goldsieg beim CS Golden Spin of Zagreb 2025 gewannen Guignard und Fabbri bei den italienischen Meisterschaften 2026 ihren achten aufeinanderfolgenden nationalen Titel.
Ihre Olympia-Reise begann 2014 in Sotschi. Bei den Spielen 2022 in Peking erreichten sie den fünften Platz – ihre bis dahin beste olympische Platzierung. Die Motivation für Milano-Cortina 2026 war klar: «Die Entscheidung, bei Milano Cortina 2026 anzutreten, liegt teilweise daran – das olympische Podium ist der Traum jedes Athleten. Wir haben fast alles gewonnen, aber das fehlt noch», sagte Marco Fabbri in einem Interview.
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Die vierte und letzte Olympia-Teilnahme
«Es wird unsere vierte und letzte sein», bestätigt Charlene. Die Olympischen Spiele 2026 in ihrer Wahlheimat Mailand sind der emotionale Höhepunkt und gleichzeitig der Abschluss einer außergewöhnlichen Karriere. Nach den Spielen planen Guignard und Fabbri noch die Weltmeisterschaften zu bestreiten, bevor sie ihre Wettkampfkarriere beenden.
Die Vorbereitung auf diese letzte Olympiade war besonders. Nach einer enttäuschenden Saison 2024/25 mit einem vierten Platz bei den Weltmeisterschaften nahmen sich die beiden eine längere Auszeit. «Wir haben das Leben ein wenig mehr genossen und manchmal ist das sehr wichtig, denn wenn man Sport auf einem so hohen Niveau betreibt, ist man 365 Tage im Jahr voll dabei. Manchmal wird es toxisch», erklärte Fabbri.
Die Olympia-Performance 2026: «Diamanti» verzaubert Mailand
Bei den Olympischen Spielen 2026 lieferten Guignard und Fabbri mehrere bemerkenswerte Auftritte. Charlene Guignard und Marco Fabbri führten einen schnellen und unterhaltsamen Rhythmustanz zu einem Backstreet Boys Medley im Team-Event auf und erzielten 83,54 Punkte sowie 6 Punkte für Team Italien.
In der Free Dance zeigten sie ihre emotionale Kür zu Giorgias «Diamanti» – einem Programm, das perfekt zu ihrer Geschichte passt. Bei ihrer vierten Olympia-Teilnahme wie Chock/Bates kamen Guignard und Fabbri ihrer ersten olympischen Medaille mit einer glänzenden Performance zur «Diamanti»-Musik einen Schritt näher. Sie erhielten Höchstnoten für ihre Twizzles und Hebungen.
Die heimischen Fans im Forum di Milano feierten ihre Idole mit frenetischem Applaus. Marco Fabbri beschrieb die Emotionen: «Wir versuchten, uns auf unsere Performance zu konzentrieren und nicht auf die Menge. Wir wollten wirklich fokussiert bleiben auf das, was wir zu tun hatten. Dann, in der Mitte des Programms, begannen wir auch die Menge zu genießen, die uns unterstützte. Und dann am Ende des Programms war es wirklich erstaunlich. Wir wussten nicht, was wir bei diesen Olympischen Spielen in Bezug auf Emotionen erwarten sollten».
Ähnlich bewegende Momente erleben auch andere Athleten bei den Winterspielen 2026, wie etwa Jutta Leerdam, die Gold im Eisschnelllauf gewann.
Training mit Olympia-Bronze-Medaillengewinnerin Barbara Fusar Poli
Ein wichtiger Faktor für den Erfolg von Guignard und Fabbri ist ihre Trainerin Barbara Fusar Poli, selbst olympische Bronze-Medaillengewinnerin im Eistanz. «Barbara ist jetzt unsere Trainerin. Sie gibt uns Durchhaltevermögen und den Antrieb, nicht aufzugeben. Das hat uns von Anfang an sehr geholfen, weil wir immer kämpfen mussten, mehr tun mussten als andere, um dorthin zu kommen, wo wir sind. Wenn wir entmutigt sind, zeigt sie uns immer, dass wir durchhalten müssen. Barbara bringt immer Energie und Entschlossenheit in jede Situation», erklärt Charlene dankbar.
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Pläne nach der Karriere
Was kommt nach dem Wettkampfsport? Charlene sagt: «Ich möchte den Wettkampf mit Seelenfrieden verlassen. Und dann möchte ich anfangen zu reisen, endlich die Orte genießen, die ich besucht habe, und meinen Liebsten die richtige Zeit widmen». Nach Jahren der intensiven Vorbereitung, ständiger Reisen und dem Druck des Spitzensports sehnt sich die 36-Jährige nach mehr Zeit für Familie, Freunde und persönliche Interessen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Charlene Guignard
Wie alt ist Charlene Guignard?
Charlene Guignard wurde am 12. August 1989 geboren und ist zum Zeitpunkt der Olympischen Winterspiele 2026 36 Jahre alt.
Für welches Land startet Charlene Guignard?
Obwohl in Frankreich geboren, startet Charlene Guignard seit 2009 für Italien. Sie lebt seit dieser Zeit in Mailand und hat die italienische Staatsbürgerschaft angenommen.
Sind Charlene Guignard und Marco Fabbri ein Paar?
Ja, Charlene Guignard und Marco Fabbri sind nicht nur sportlich, sondern auch privat seit über 15 Jahren ein Paar. Sie leben zusammen in Mailand.
Wie viele Olympia-Medaillen hat Charlene Guignard gewonnen?
Charlene Guignard gewann am 8. Februar 2026 ihre erste olympische Medaille – Bronze im Team-Event bei den Olympischen Winterspielen in Milano-Cortina. Dies war ihre vierte Olympia-Teilnahme.
Was bedeutet «Diamanti» für Guignard und Fabbri?
«Diamanti» ist der Titel ihrer Free Dance Kür bei Olympia 2026, choreographiert zur Musik von Giorgia. Das Programm symbolisiert ihre Beziehung und ihre gemeinsame Reise – hart, wertvoll und glänzend wie Diamanten.
Wann beendet Charlene Guignard ihre Karriere?
Charlene Guignard hat angekündigt, dass die Olympischen Spiele 2026 in Mailand ihre letzten sind. Nach den Spielen plant sie noch die Weltmeisterschaften zu bestreiten, bevor sie ihre Wettkampfkarriere beendet.
Welche Erfolge hat Charlene Guignard außer der Olympia-Medaille?
Charlene Guignard gewann mit Marco Fabbri drei aufeinanderfolgende Europameistertitel (2023-2025), zwei Weltmeisterschafts-Medaillen (Silber und Bronze), acht italienische Meistertitel in Folge und zahlreiche Grand Prix Medaillen.
Fazit: Eine Karriere wie ein Diamant
Charlene Guignard hat mit ihrer Bronze-Medaille bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand den perfekten Abschluss ihrer außergewöhnlichen Karriere gefunden. Die 36-jährige Französin, die seit 2009 für Italien antritt, schrieb gemeinsam mit ihrem Partner Marco Fabbri Eistanz-Geschichte. Nach 15 Jahren gemeinsamer sportlicher und privater Partnerschaft krönte das Paar seine Erfolge mit olympischem Edelmetall – im eigenen Land, vor heimischem Publikum.
Die Reise von Guignard und Fabbri ist eine Geschichte von Ausdauer, Perfektionismus und tiefer Verbundenheit. Von den Anfängen über eine Website für Partnersuchende im Eiskunstlauf bis zum olympischen Podium zeigt ihre Geschichte, dass Träume wahr werden können, wenn man an sie glaubt und bereit ist, jeden Tag dafür zu kämpfen. Mit drei Europameistertiteln, Weltmeisterschafts-Medaillen und nun olympischem Bronze verlassen sie die große Bühne als echte Legenden ihres Sports.
Die emotionalen Auftritte zu «Diamanti» und den Backstreet Boys werden den italienischen Fans noch lange in Erinnerung bleiben. Charlene Guignard und Marco Fabbri haben bewiesen, dass wahre Champions nicht nur durch Medaillen definiert werden, sondern durch die Leidenschaft, mit der sie ihren Sport leben – und durch die Liebe, die sie dafür empfinden.