Die Deutsche Bahn (DB) hat die Reißleine gezogen und wird die Webserie «Boah Bahn» mit Anke Engelke nicht fortsetzen. Diese Entscheidung folgt auf Kritik an den Kosten der Imagekampagne, die nach Informationen der WELT ein Nachspiel im Bundestag haben wird.

Hintergrund der «Boah Bahn»-Kampagne
Im Jahr 2025 präsentierten die Deutsche Bahn und Anke Engelke die Webserie «Boah Bahn! Wir sitzen alle im selben Zug». In den kurzen Clips spielte Engelke die Zugchefin Tina, die mit den typischen Problemen des Bahnalltags konfrontiert wird: Verspätungen, defekte Kaffeemaschinen und gestresste Reisende. Die Serie wurde auf Social-Media-Kanälen wie Instagram und YouTube ausgespielt und sollte das Image der Deutschen Bahn aufpolieren. Ziel war es, die Herausforderungen des Bahnverkehrs humorvoll darzustellen und so eine positive Verbindung zu den Fahrgästen aufzubauen. (Lesen Sie auch: Damen Abfahrt Olympia: bei 2026: Vorarlbergerinnen)
Das Aus für «Boah Bahn»: Kritik an den Kosten
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, kostete die Kampagne den Staatskonzern mehr als sieben Millionen Euro. Diese Summe beinhaltet sieben Kurzfilme sowie einen eigens produzierten Bahnsong. Obwohl die Bahn betont, dass sich das Budget im Rahmen vergleichbarer Werbekampagnen in der Branche bewegt, stieß die Höhe der Ausgaben in der Politik auf Kritik. Insbesondere angesichts der anhaltenden Debatte über Sicherheitsmängel und Verspätungen im Bahnverkehr wurden die Kosten als unangemessen empfunden.
Politische Reaktionen und Konsequenzen
Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Sebastian Fiedler, äußerte sich in der «Bild am Sonntag» kritisch über die Werbekampagne. Er bezeichnete es als Skandal, dass der Bahn-Vorstand «so viele Millionen Euro für lustige Werbeclips» ausgebe. Fiedler argumentierte, dass mit diesem Geld mindestens 100 zusätzliche Sicherheitskräfte für ein Jahr hätten bezahlt werden können. Die Kritik an der Kampagne wird nun im Innen- und Verkehrsausschuss des Bundestags behandelt. Es wird geprüft, ob die Ausgaben für die Imagekampagne in einem angemessenen Verhältnis zu den tatsächlichen Verbesserungen im Bahnverkehr stehen. (Lesen Sie auch: Orf Beitrag zurückfordern: Wer doppelt zahlt, bekommt…)
Die Entscheidung der Deutschen Bahn
Die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla und der Kommunikationschef Jens-Oliver Voß entschieden, die ursprünglich geplante zweite Staffel von «Boah Bahn» nicht mehr zu produzieren. «Es wird 2026 keine Fortsetzung der Serie ‚Boah, Bahn‘ geben. Eine Fortsetzung der Kampagne passt nicht in die Zeit», teilte die Bahn mit. Diese Entscheidung spiegelt ein Umdenken in der Kommunikationsstrategie der Deutschen Bahn wider. Statt auf humorvolle Imagekampagnen setzt das Unternehmen nun verstärkt auf Transparenz und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Servicequalität.
«Boah Bahn»: Was bedeutet das Aus für die Zukunft der Bahn-Kommunikation?
Das Ende von «Boah Bahn» markiert einen Wendepunkt in der Kommunikationsstrategie der Deutschen Bahn. Es zeigt, dass humorvolle Imagekampagnen in Zeiten von Kritik und Herausforderungen nicht immer die gewünschte Wirkung erzielen. Stattdessen rücken nun Transparenz, konkrete Verbesserungen und der Fokus auf die Bedürfnisse der Fahrgäste in den Vordergrund. Die Deutsche Bahn steht vor der Aufgabe, das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen und durch glaubwürdige Maßnahmen zu zeigen, dass sie die Probleme im Bahnverkehr ernst nimmt. Dies könnte beispielsweise durch verstärkte Investitionen in die Infrastruktur, den Ausbau des Angebots und die Verbesserung der Kundenkommunikation geschehen. Langfristig wird es entscheidend sein, dass die Deutsche Bahn nicht nur ihr Image aufpoliert, sondern auch tatsächlich die Qualität ihrer Leistungen verbessert. (Lesen Sie auch: Olympische Winterspiele 2026 – Snowboard: -Wettbewerbe)
Die Deutsche Bahn steht vor der Herausforderung, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Informationen zur aktuellen Situation und zu geplanten Verbesserungen bietet die offizielle Webseite der Deutschen Bahn.

Häufig gestellte Fragen zu boah bahn
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Warum wurde die Webserie «Boah Bahn» eingestellt?
Die Deutsche Bahn hat die Webserie «Boah Bahn» aufgrund von Kritik an den hohen Kosten der Kampagne eingestellt. Insbesondere in Anbetracht von Sicherheitsmängeln und Verspätungen im Bahnverkehr wurden die Ausgaben als unangemessen empfunden, was zu politischen Diskussionen führte. (Lesen Sie auch: Abfahrt Damen Olympia: Lindsey Vonn bei 2026:…)
Wie viel kostete die «Boah Bahn»-Kampagne die Deutsche Bahn?
Die «Boah Bahn»-Kampagne kostete die Deutsche Bahn mehr als sieben Millionen Euro. Diese Summe umfasste die Produktion von sieben Kurzfilmen sowie einem Bahnsong, die auf verschiedenen Social-Media-Kanälen veröffentlicht wurden, um das Image der Bahn aufzubessern.
Wer spielte die Hauptrolle in der Webserie «Boah Bahn»?
Die Hauptrolle in der Webserie «Boah Bahn» spielte die bekannte deutsche Komikerin Anke Engelke. Sie verkörperte die Rolle der Zugchefin Tina, die mit den alltäglichen Herausforderungen und Problemen des Bahnverkehrs konfrontiert ist und diese humorvoll meistert.
Welche Kritik wurde an der «Boah Bahn»-Kampagne geäußert?
Kritisiert wurde vor allem die Höhe der Ausgaben für die Kampagne in Anbetracht der bestehenden Probleme im Bahnverkehr, wie Sicherheitsmängel und Verspätungen. Politiker bemängelten, dass das Geld sinnvoller für Verbesserungen im Bahnbetrieb hätte eingesetzt werden können.
Welche Konsequenzen hat das Ende von «Boah Bahn» für die Deutsche Bahn?
Das Ende von «Boah Bahn» führt zu einem Umdenken in der Kommunikationsstrategie der Deutschen Bahn. Es wird nun verstärkt auf Transparenz und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Servicequalität gesetzt, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen und die Glaubwürdigkeit zu stärken.
Die Deutsche Bahn steht vor der Aufgabe, ihre Kommunikationsstrategie neu auszurichten und das Vertrauen der Fahrgäste zurückzugewinnen.Die Entscheidung, die Webserie «Boah Bahn» einzustellen, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Deutsche Bahn die Kritik ernst nimmt und bereit ist, neue Wege zu gehen.
