„Black Lions – Roman Wolves“ ist mehr als nur ein Film; es ist eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, ein Mahnmal gegen das Vergessen und ein Denkmal für den Widerstand. Haile Gerimas Werk, das auf der Berlinale 2026 seine Premiere feierte, setzt äthiopische Stimmen gegen koloniale Lebenslügen und die Aufzeichnungen des Widerstands gegen die Reproduktion kolonialer Bilder. Dieser Black Lions Film ist ein Appell, die historische Bildhoheit der Kolonisatoren zu hinterfragen.

| Titel | Black Lions – Roman Wolves |
|---|---|
| Originaltitel | Black Lions – Roman Wolves |
| Regie | Haile Gerima |
| Genre | Dokumentarfilm |
| Produktion | Negod Gwad Productions |
| Berlinale | 2026 |
Unser Eindruck: Ein kraftvolles, mahnendes Werk, das den Zuschauer mit unbequemen Wahrheiten konfrontiert und lange nachwirkt.
Ein monumentales Werk über Kolonialismus und Widerstand
Haile Gerima, eine Schlüsselfigur der L.A. Rebellion und des New Black Cinema, widmete 30 Jahre seines Lebens diesem Filmprojekt. „Black Lions – Roman Wolves“ ist eine monumentale Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Mythen des italienischen Kolonialismus. Der Film würdigt den äthiopischen Widerstand gegen die italienische Invasion im Jahr 1935, einem Krieg, der von brutaler Gewalt und dem Einsatz von Giftgas geprägt war. Ein Verbrechen, das in Italien bis heute paradoxerweise präsent und vergessen zugleich ist.
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Gerima verwebt Archivmaterial, Zeitzeugengespräche und Theaterstücke seines Vaters zu einem vielschichtigen Panorama. Er zeigt nicht nur die koloniale Gewalt, sondern auch die Selbstbehauptung des äthiopischen Volkes, die europäische Komplizenschaft und die Schwarze Solidarität. Der Film ist ein wichtiger Beitrag zur Dekonstruktion kolonialer Narrative und zur Stärkung marginalisierter Stimmen.
Kultur-Kompakt
- Der Film setzt äthiopische Stimmen gegen koloniale Lebenslügen.
- Er nutzt Archivmaterial, Zeitzeugen und Theaterstücke, um ein vielschichtiges Bild zu zeichnen.
- Haile Gerima arbeitete 30 Jahre an diesem Projekt.
- Der Film ist eine Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Mythen des italienischen Kolonialismus.
Welche Bedeutung hat der Black Lions Film für die Gegenwart?
Der Film ist nicht nur eine historische Aufarbeitung, sondern auch ein Kommentar zur Gegenwart. Er erinnert daran, dass koloniale Strukturen und Denkmuster bis heute fortwirken und dass es notwendig ist, diese kritisch zu hinterfragen. Indem er äthiopische Perspektiven in den Vordergrund rückt, leistet der Film einen wichtigen Beitrag zur Dekolonialisierung des Geschichtsdiskurses. Er zeigt, dass Geschichte immer aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden kann und dass es wichtig ist, auch die Stimmen derjenigen zu hören, die lange Zeit marginalisiert wurden.
Die Verwendung von Archivmaterial verleiht dem Film eine besondere Authentizität. Die Zuschauer werden direkt mit den historischen Ereignissen konfrontiert und können sich ein eigenes Bild von den Gräueltaten des Kolonialismus machen. Die Zeitzeugengespräche geben den Opfern des Kolonialismus eine Stimme und ermöglichen es ihnen, ihre Erfahrungen zu teilen. Die Theaterstücke des Vaters von Haile Gerima tragen dazu bei, die Geschichte auf eine künstlerische Weise zu verarbeiten und dem Publikum auf einer emotionalen Ebene zugänglich zu machen.
Die filmischen Mittel: Eine Collage der Erinnerung
Gerimas filmische Handschrift ist geprägt von einem collageartigen Stil, der verschiedene Elemente miteinander verbindet. Archivmaterial, Spielszenen, Interviews und Theateraufführungen verschmelzen zu einem vielschichtigen Gesamtbild. Die Kameraarbeit ist oft dokumentarisch, aber auch von poetischen Momenten durchzogen. Der Schnitt ist dynamisch und trägt dazu bei, die verschiedenen Zeitebenen miteinander zu verbinden. Die Musik unterstreicht die emotionale Wirkung des Films und verstärkt die Botschaft des Widerstands. (Lesen Sie auch: Transgender Film: Einblicke in das Leben Personen)
Ein besonders eindrucksvolles Element des Films ist die Verwendung von Archivmaterial, das die Gräueltaten des italienischen Kolonialismus dokumentiert. Diese Bilder sind oft schockierend und verstörend, aber sie sind notwendig, um die Realität des Krieges zu verdeutlichen. Die Zeitzeugengespräche geben den Opfern des Kolonialismus ein Gesicht und ermöglichen es den Zuschauern, sich mit ihren Erfahrungen zu identifizieren. Die Theaterstücke des Vaters von Haile Gerima tragen dazu bei, die Geschichte auf eine künstlerische Weise zu verarbeiten und dem Publikum auf einer emotionalen Ebene zugänglich zu machen.
Der Film entstand über einen Zeitraum von 30 Jahren und ist ein Herzensprojekt von Haile Gerima. Er nutzte Archivmaterial, das er über viele Jahre gesammelt hatte, sowie Interviews mit Zeitzeugen und Aufzeichnungen von Theaterstücken seines Vaters.
Für wen lohnt sich „Black Lions – Roman Wolves“?
Dieser Film ist ein Muss für alle, die sich für Geschichte, Kolonialismus, Widerstand und die afrikanische Diaspora interessieren. Wer Filme wie „Lumumba“ von Raoul Peck oder Dokumentationen über den Vietnamkrieg schätzt, wird hier eine ähnlich tiefgründige und bewegende Auseinandersetzung mit historischen Ereignissen finden. „Black Lions – Roman Wolves“ ist kein Film für einen leichten Kinoabend, sondern ein Werk, das zum Nachdenken anregt und den Zuschauer mit unbequemen Fragen konfrontiert.
Der Film richtet sich an ein Publikum, das bereit ist, sich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen und sich auf eine ungewöhnliche filmische Erfahrung einzulassen. Wer eine lineare Erzählweise und konventionelle Dokumentarfilme erwartet, wird möglicherweise enttäuscht sein. Wer jedoch offen ist für neue Perspektiven und eine vielschichtige Auseinandersetzung mit der Geschichte, wird in „Black Lions – Roman Wolves“ ein beeindruckendes und wichtiges Werk entdecken. (Lesen Sie auch: Film über Epilepsie: *D Is For Distance*…)
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet den Black Lions Film von anderen Dokumentationen über Kolonialismus?
Im Gegensatz zu vielen westlichen Produktionen, die sich auf die Perspektive der Kolonisatoren konzentrieren, rückt «Black Lions – Roman Wolves» die äthiopischen Stimmen und Erfahrungen in den Mittelpunkt. Dies ermöglicht eine neue und wichtige Sichtweise auf die Geschichte des Kolonialismus.
Welche Rolle spielt das Archivmaterial in «Black Lions – Roman Wolves»?
Das Archivmaterial dient als wichtiges Beweismittel für die Gräueltaten des italienischen Kolonialismus. Es konfrontiert den Zuschauer direkt mit der Realität des Krieges und trägt dazu bei, die koloniale Propaganda zu entlarven. (Lesen Sie auch: Carrie Serie Amazon: Start bei schon zu…)
Wie beeinflusst Haile Gerimas persönliche Geschichte den Film?
Als Mitglied der L.A. Rebellion und des New Black Cinema bringt Gerima seine Erfahrungen als afroamerikanischer Filmemacher in den Film ein. Sein Engagement für soziale Gerechtigkeit und seine Auseinandersetzung mit Rassismus und Diskriminierung prägen das Werk.
Warum hat Haile Gerima 30 Jahre an dem Film gearbeitet?
Die lange Produktionszeit spiegelt die Komplexität des Themas und die Schwierigkeit wider, die notwendigen Archivmaterialien und Zeitzeugengespräche zu sammeln. Gerima wollte sicherstellen, dass der Film eine umfassende und authentische Darstellung der Geschichte bietet.
Wo kann man den Film «Black Lions – Roman Wolves» sehen?
Nach seiner Premiere auf der Berlinale 2026 wird der Film voraussichtlich in ausgewählten Kinos und auf Streaming-Plattformen zu sehen sein. Genaue Termine und Verfügbarkeiten werden noch bekannt gegeben.
„Black Lions – Roman Wolves“ ist ein wichtiger Film, der dazu beiträgt, die Geschichte des Kolonialismus aus einer neuen Perspektive zu erzählen. Haile Gerima hat mit diesem Werk ein Denkmal für den äthiopischen Widerstand geschaffen und gleichzeitig einen Beitrag zur Dekonstruktion kolonialer Narrative geleistet. Der Black Lions Film ist ein Mahnmal gegen das Vergessen und ein Appell, die historische Bildhoheit der Kolonisatoren zu hinterfragen.





