Die BILD-Gruppe unter bild.de behauptet ihre Position als Deutschlands reichweitenstärkstes und meistzitiertes Medium auch im Jahr 2026. Trotz anhaltender Diskussionen um Printauflagen und journalistische Standards bleibt die Marke ein dominierender Akteur in der deutschen Medienlandschaft. Mit 5,66 Millionen Daily Unique Usern und 25,30 Millionen Monthly Unique Usern digital sowie einer Print-Reichweite von 6,4 Millionen Lesern pro Ausgabe (Stand 2024) setzt BILD weiterhin Standards im Boulevard-Journalismus.
Lesezeit: 6 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- BILD bleibt 2026 Deutschlands meistzitiertes Medium mit deutlichem Vorsprung vor Spiegel und Süddeutscher Zeitung
- Die digitale Reichweite von bild.de liegt bei 25,30 Millionen Monthly Unique Usern
- Print-Reichweite 2024: 6,4 Millionen Leser pro Ausgabe, höchste Reichweite bei über 60-Jährigen
- Umfragen-Berichterstattung (Horse-Race) mit INSA treibt Zitierhäufigkeit signifikant
- Digitale Umsätze glichen 2023 erstmals Rückgang der Print-Erlöse aus
BILD als meistzitiertes Medium Deutschlands
Die aktuelle Media-Tenor-Analyse für 2025 bestätigt eindrucksvoll: Die BILD-Gruppe baut ihre Dominanz als meistzitierte Medienmarke weiter aus. Zwischen Januar und Dezember 2025 wurden insgesamt 24.293 Zitate ausgewertet. Während Konkurrenten wie Spiegel, Handelsblatt und Süddeutsche Zeitung teils deutlich an Zitaten verloren, wurden die Redaktionen rund um BILD und BILD am Sonntag noch häufiger zitiert als 2024.
Besonders bemerkenswert: Ein erheblicher Teil dieser Zitate entfällt auf die sogenannte Horse-Race-Berichterstattung, insbesondere auf Meinungsumfragen von BILD in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut INSA. Diese Umfragen zum politischen Stimmungsbild sind das zweithäufigste Zitate-Thema nach der Asylpolitik. Interviews aus der BILD am Sonntag werden häufig bereits am Samstagabend in den großen Fernsehnachrichten aufgegriffen – eine Taktgeberfunktion, die dem Spiegel 2025 deutlich seltener gelingt.
Politikteil: BILD führt das Ranking an
Im Politikteil anderer meinungsführender Medien ist BILD erneut das meistzitierte Medium und konnte diese Position 2025 weiter ausbauen. Der Tagesspiegel wird inzwischen häufiger im Politikteil zitiert als die Süddeutsche Zeitung. Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) hingegen schafft es im Unterschied zum Vorjahr nicht mehr unter die Top 15 der meistzitierten Medien. Wie auch politische Kontroversen in den USA zeigen, bleibt der Einfluss großer Medienmarken auf die öffentliche Meinungsbildung enorm.
Reichweite von bild.de: Digital und Print im Überblick
Die Reichweitenzahlen von bild.de und der BILD-Zeitung verdeutlichen die crossmediale Stärke der Marke. BILD ist Deutschlands reichweitenstärkste Medienmarke mit beeindruckenden digitalen Nutzerzahlen: 5,66 Millionen Daily Unique User und 25,30 Millionen Monthly Unique User machen bild.de zur führenden Nachrichten-Website Deutschlands.
Im Print-Bereich erzielte die BILD-Zeitung 2024 eine Reichweite von rund 6,4 Millionen Lesern pro Ausgabe. Die höchste Reichweite liegt in der Altersgruppe der über 60-Jährigen. Trotz rückläufiger Print-Auflagen – die verkaufte Auflage sank kontinuierlich – bleibt BILD die auflagenstärkste Tageszeitung Deutschlands und Europas. Die E-Paper-Auflage konnte deutlich gesteigert werden, allerdings nicht ausreichend, um die Auflagenverluste vollständig auszugleichen.
| Kennzahl | Wert 2024/2025 | Entwicklung |
|---|---|---|
| Daily Unique User (bild.de) | 5,66 Millionen | Stabil |
| Monthly Unique User (bild.de) | 25,30 Millionen | Wachsend |
| Print-Reichweite | 6,4 Millionen | Rückläufig |
| Digital-Abonnenten (2022) | 603.000 | Europaweit Rang 1 |
| Zitate-Ranking | Platz 1 | Ausgebaut |
Digitale Transformation gelingt
Ein Meilenstein wurde 2023 erreicht: Die digitalen Umsätze glichen erstmals den Rückgang der Print-Erlöse aus. Dies zeigt, dass die digitale Transformation der BILD-Gruppe erfolgreich voranschreitet. Mit rund 603.000 zahlenden Digital-Abonnenten lag BILD laut IVW im April 2022 europaweit auf Rang 1. Das Nachrichtenportal bild.de liegt auf dem dritten Platz der Nachrichtenportale mit der größten Reichweite in Deutschland.
BILD-Zeitung: Geschichte und Entwicklung
Die erste Ausgabe der BILD-Zeitung erschien am 24. Juni 1952 mit einer Gesamtauflage von 455.000 Exemplaren. Herausgeber Axel Springer orientierte sich an der britischen Boulevardpresse, die er während der Besatzungszeit in Hamburg kennengelernt hatte. Springer sah in der BILD-Zeitung die «gedruckte Antwort auf das Fernsehen».
Inhalt und Form der frühen BILD-Zeitung waren noch weit entfernt von der heutigen Ausgabe. Oft bestanden die Artikel nur aus einem Foto mit Bildunterschrift. Das Konzept war, eine schnell lesbare Zeitung zu schaffen, die gleichzeitig Leser an sich binden konnte. Die Zeitung hieß zunächst 10-Pfennig-BILD-Zeitung und wurde aus dem Bauchladen von Straßenhändlern verkauft.
Vom Printmedium zur Medienmarke
Der kommerzielle Erfolg der Zeitung begründete die Medienmarke BILD, unter welcher der Axel-Springer-Verlag heute zahlreiche Print-Ableger und das Nachrichtenportal bild.de veröffentlicht. Der Einstieg ins Bewegtbildgeschäft mit dem Sender BILD TV musste 2023 nach nur zwei Jahren beendet werden. Dennoch bleibt die Marke BILD crossmedial präsent – von der Tageszeitung über Sport BILD, Computer BILD und Auto BILD bis hin zur digitalen Präsenz.
Medientrends 2026: Liquid Content und KI-Kuratoren
Die deutsche Medienlandschaft durchläuft 2026 fundamentale Veränderungen. Laut Trendforschern des MedienNetzwerk Bayern gehören KI-getriebene Inhalte und plattformbezogene Formate längst zum Alltag. Klassische, analoge Formate haben sich digitalisiert; jetzt beobachten Experten eine «Verflüssigung» mit neuen Herausforderungen und Möglichkeiten.
Die «Generation Swipe» verlangt ständig nach neuem Futter. Content kann gar nicht schnell, kurz und mitreißend genug sein. KI-Kuratoren bieten einen schnelleren Überblick als das Informationsdickicht in Social Media. Experten sehen die Zukunft des Journalismus vielmehr in der Bereitstellung von strukturierten Datenquellen und abrufbaren Wissensspeichern. Das CMS wird abgelöst vom KOS – dem Knowledge Operating System.
BILD im Kontext der Medientrends
BILD profitiert von dieser Entwicklung durch seine crossmediale Aufstellung. Die Kombination aus schneller Nachrichtenproduktion, pointierter Berichterstattung und digitaler Reichweite entspricht den Anforderungen der «Generation Swipe». Gleichzeitig bedient die Print-Ausgabe weiterhin die ältere Zielgruppe, die traditionelle Medienformate bevorzugt. Ähnlich wie bei aktuellen Klimathemen setzt BILD auf emotionale, zugespitzte Berichterstattung, die Aufmerksamkeit generiert.
Kritik und Kontroversen um BILD
Die Berichterstattung der BILD ist seit Jahrzehnten Gegenstand zahlreicher öffentlicher Diskussionen und Kritik. Unter allen Zeitungen Deutschlands erhielt die BILD in den letzten Jahrzehnten mit Abstand die meisten Rügen aufgrund von Verstößen gegen den Pressekodex. Dem Blatt werden außerdem gezielte Kampagnen gegen Einzelpersonen und im Sinne politisch-ideologischer Interessen vorgeworfen.
Das BILDblog dokumentiert seit Jahren kritisch die journalistische Arbeit der BILD-Redaktion und weist auf Fehler, Übertreibungen und fragwürdige Berichterstattung hin. Trotz dieser anhaltenden Kritik bleibt die Reichweite und der Einfluss von BILD ungebrochen – ein Paradox, das die deutsche Medienlandschaft prägt.
Wer liest BILD? Zielgruppen-Analyse
Die Leserschaft der BILD-Zeitung ist heterogener als oft angenommen. Der größte Anteil der BILD-Leser ist männlich: Aktuell machen 7,64 Millionen Männer die Leserschaft aus, während die BILD nur rund 4,5 Millionen Leserinnen hat. Alterstechnisch ist die BILD-Zeitung in der Kategorie von 40 bis 49 Jahren mit mehr als 2,5 Millionen Lesern am beliebtesten, dicht gefolgt von der Gruppe der 50 bis 59-Jährigen.
Bei den jüngeren Lesergruppen erfreut sich die BILD-Zeitung geringerer Beliebtheit. Insgesamt lesen nur ca. 3,5 Millionen Leser im Alter zwischen 20 und 39 Jahren die BILD. Bildungstechnisch dominieren Absolventen von Haupt- und Volksschulen mit Lehre (5,59 Millionen Leser) sowie Personen mit mittlerer Reife (3,52 Millionen). Abiturienten und Studenten machen nur rund 1,49 Millionen Leser aus.
Berufliche und soziale Zusammensetzung
Beruflich werden die BILD-Leser von «sonstigen Angestellten und Beamten» und «Facharbeitern» dominiert, mit jeweils ca. 4 Millionen Lesern. Die Gruppen der leitenden Angestellten und Freiberufler bzw. Selbstständige kommen jeweils nicht einmal auf eine Million Leser. Mit einem Anteil von mehr als 2,5 Millionen wird die BILD-Zeitung von Personen mit einem Netto-Einkommen zwischen 1.500 bis unter 2.000 Euro gelesen.
bild.de und die Fußball-WM 2026
Ein Highlight für bild.de im Jahr 2026 ist die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. BILD, SPORT BILD und WELT zeigen offizielle Highlight Clips der FIFA WM 2026. Mit 48 Teams, 16 Austragungsorten und Millionen Fans weltweit bietet das Turnier eine einzigartige Reichweiten-Chance. BILD ist ab der Auslosung und den Playoff-Spielen bis zum Finale live dabei – crossmedial auf allen Kanälen.
Die Kombination aus Fußballbegeisterung und der enormen Reichweite von BILD schafft ideale Voraussetzungen für Werbetreibende und Marken. Der Axel-Springer-Vermarkter Media Impact übernimmt zudem ab dem 1. Januar 2026 die Direktvermarktung sowie das PMP-Geschäft der beliebten Fußball-App TorAlarm vom bisherigen Vermarkter Ströer.
Video-Empfehlung
Für ein tieferes Verständnis der Medienlandschaft empfehlen wir das YouTube-Video «Der langsame Niedergang von ProSieben» (20:34 Minuten), das die Veränderungen in der deutschen TV-Landschaft beleuchtet und Parallelen zu den Herausforderungen im Printbereich aufzeigt.
Häufig gestellte Fragen zu bild.de 2026
Wie hoch ist die Reichweite von bild.de im Jahr 2026?
bild.de erreicht 5,66 Millionen Daily Unique User und 25,30 Millionen Monthly Unique User. Die Print-Ausgabe der BILD-Zeitung hat eine Reichweite von 6,4 Millionen Lesern pro Ausgabe (Stand 2024).
Warum ist BILD das meistzitierte Medium Deutschlands?
BILD profitiert von seiner Taktgeberfunktion durch exklusive Interviews und Meinungsumfragen. Die Horse-Race-Berichterstattung mit INSA-Umfragen wird häufig von anderen Medien aufgegriffen. Zudem erreichen Interviews aus der BILD am Sonntag oft schon samstags die großen Fernsehnachrichten.
Wer liest die BILD-Zeitung hauptsächlich?
Die Hauptzielgruppe sind Männer (7,64 Millionen) im Alter von 40 bis 59 Jahren mit mittlerem Bildungsabschluss. Die höchste Reichweite liegt bei über 60-Jährigen. Beruflich dominieren Angestellte, Beamte und Facharbeiter mit mittlerem Einkommen.
Wie entwickelt sich bild.de digital?
Die digitale Transformation gelingt: 2023 glichen die digitalen Umsätze erstmals den Rückgang der Print-Erlöse aus. Mit 603.000 zahlenden Digital-Abonnenten (Stand 2022) liegt BILD europaweit auf Rang 1. Die Website gehört zu den drei reichweitenstärksten Nachrichtenportalen Deutschlands.
Welche Rolle spielt BILD bei der Fußball-WM 2026?
BILD, SPORT BILD und WELT zeigen offizielle Highlight Clips der FIFA WM 2026 und sind von der Auslosung bis zum Finale live dabei. Dies bietet eine enorme Reichweiten-Chance und unterstreicht die crossmediale Stärke der BILD-Gruppe.
Fazit: bild.de bleibt Taktgeber der deutschen Medienlandschaft
Die BILD-Gruppe unter bild.de behauptet 2026 ihre dominante Stellung in der deutschen Medienlandschaft. Mit der höchsten Zitierhäufigkeit, enormer digitaler Reichweite und erfolgreicher digitaler Transformation bleibt BILD Taktgeber für politische und gesellschaftliche Diskussionen. Trotz anhaltender Kritik an journalistischen Standards und rückläufiger Print-Auflagen zeigt die Marke ihre Relevanz durch crossmediale Präsenz und schnelle, emotionale Berichterstattung.
Die Kombination aus traditioneller Print-Stärke bei älteren Zielgruppen und digitaler Innovation für jüngere Nutzer sichert BILD seine Marktposition. Mit Großereignissen wie der Fußball-WM 2026 und der Integration von KI-gestützten Content-Formaten bleibt bild.de auch in Zukunft ein zentraler Akteur im deutschen Medienmarkt.
Autor: Redaktionsteam Welt der Legenden – Experten für aktuelle Medientrends und digitale Transformation
Social Media Snippets
Twitter/X: bild.de dominiert 2026 weiter: 25 Mio. Monthly Users, meistzitiertes Medium & digitale Umsätze gleichen Print-Verluste aus. Die Zahlen überraschen! #BildZeitung #Medien2026
LinkedIn: BILD bleibt Deutschlands Medien-Taktgeber: Neue Analyse zeigt, wie die BILD-Gruppe ihre Dominanz ausbaut, während Konkurrenten Zitate verlieren. Mit 5,66 Mio. Daily Users digital und erfolgreicher Transformation ist bild.de 2026 relevanter denn je.
Facebook: Überraschende Zahlen zu bild.de 2026: Trotz aller Kritik bleibt BILD Deutschlands meistzitiertes und reichweitenstärkstes Medium. Erfahre, wer BILD wirklich liest und wie die digitale Transformation gelingt.