Am 20. Februar 2026 kam es zu einem Zwischenfall nahe Alaska, bei dem russische Militärflugzeuge in die Luftverteidigungs-Identifikationszone (ADIZ) einflogen. Als Reaktion darauf stiegen US-amerikanische Kampfjets auf, um die russischen Maschinen abzufangen und zu begleiten. Dieser Vorfall wirft Fragen nach der Bedeutung der ADIZ, den beteiligten Flugzeugtypen und den Hintergründen solcher Konfrontationen auf.

Hintergrund: Die Luftverteidigungszone vor Alaska
Die Luftverteidigungszone (ADIZ) ist ein Gebiet, das sich über den Hoheitsbereich eines Staates hinaus erstreckt. Ihr Zweck ist es, frühzeitig Luftfahrzeuge zu identifizieren, die möglicherweise eine Bedrohung darstellen könnten. Das North American Aerospace Defense Command (NORAD), das die Luftraumüberwachung für die USA und Kanada gemeinsam betreibt, überwacht die ADIZ vor Alaska. Solche Zonen sind nicht Teil des Hoheitsgebiets, sondern dienen als Pufferzone, wie der Tagesspiegel berichtet.
Der Vorfall am 20. Februar 2026 im Detail
Am Donnerstag, dem 20. Februar 2026, flogen zwei russische Bomber vom Typ Tu-95, zwei Kampfjets Su-35 und ein Frühwarnflugzeug A-50 in die ADIZ von Alaska ein. Das US-Luftverteidigungskommando NORAD reagierte umgehend und ließ neun Flugzeuge aufsteigen. Zu den eingesetzten US-Flugzeugen gehörten zwei F-16, zwei hochmoderne F-35, ein Überwachungsflugzeug E-3 und vier Tankflugzeuge KC-135, wie die BILD berichtet. Die Aufgabe der US-Jets war es, die russischen Maschinen abzufangen, zu identifizieren und zu begleiten, bis sie die Zone wieder verließen. (Lesen Sie auch: Pokemon Feuerrot Nintendo Switch: Pokémon Edition)
Laut NORAD blieben die russischen Militärflugzeuge während ihres gesamten Fluges im internationalen Luftraum und drangen weder in den souveränen Luftraum der USA noch in den von Kanada ein. NORAD betonte zudem, dass solche Aktivitäten regelmäßig vorkommen und nicht als Bedrohung angesehen werden.
Russische Militärflugzeuge vor Alaska: Strategische Bedeutung
Die russischen Flugzeuge, die sich der alaskischen Luftverteidigungszone näherten, sind unterschiedlichen Typs und haben jeweils spezifische Aufgaben:
- Tu-95 (Bear): Ein strategischer Bomber, der in der Lage ist, Marschflugkörper zu tragen. Er dient als Plattform für Langstreckenmissionen und zur Abschreckung.
- Su-35: Ein Mehrzweck-Kampfflugzeug, das für Luftüberlegenheit und Angriffe auf Bodenziele eingesetzt werden kann. Es ist hochmanövrierfähig und mit moderner Avionik ausgestattet.
- A-50: Ein Flugzeug zur Luftraumaufklärung und -überwachung (Airborne Early Warning and Control, AEW&C). Es dient zur frühzeitigen Erkennung von Flugzeugen und zur Koordinierung von Luftverteidigungsmaßnahmen.
Das gleichzeitige Auftreten dieser Flugzeugtypen deutet auf eine komplexe Mission hin, die sowohl Aufklärung als auch die Demonstration militärischer Fähigkeiten umfassen könnte. Solche Flüge dienen oft dazu, die Reaktionsfähigkeit und Verteidigungsbereitschaft der USA und Kanadas zu testen. (Lesen Sie auch: Lawine in Graubünden: Felix zu Knyphausen tödlich)
Reaktionen und Einordnung
Das US-Luftverteidigungskommando NORAD reagierte routinemäßig auf den Vorfall. Die eingesetzten Flugzeuge wurden gestartet, um die russischen Maschinen abzufangen und zu identifizieren. NORAD nutzt ein gestaffeltes Verteidigungsnetz aus Satelliten, boden- und luftgestützten Radarsystemen sowie Kampfjets, um Luftfahrzeuge zu erkennen und zu verfolgen. Die Tatsache, dass solche Zwischenfälle regelmäßig vorkommen und nicht als Bedrohung angesehen werden, deutet darauf hin, dass etablierte Protokolle und Kommunikationskanäle existieren, um Eskalationen zu vermeiden.
Militärexperten weisen darauf hin, dass solche Vorstöße oft dazu dienen, die Verteidigung des betroffenen Landes zu testen. Es ist eine Form des «Kräftemessens», bei dem Staaten ihre Fähigkeiten demonstrieren und gleichzeitig Informationen über die Reaktionsfähigkeit des Gegners sammeln. Die Flüge finden jedoch im internationalen Luftraum statt, was bedeutet, dass sie völkerrechtlich zulässig sind, solange keine Verletzung des nationalen Luftraums erfolgt.
Alaska im Fokus: Was bedeutet dieser Vorfall?
Der Vorfall unterstreicht die strategische Bedeutung Alaskas im Kontext der globalen Sicherheitspolitik. Die Nähe zu Russland macht den US-Bundesstaat zu einem wichtigen Schauplatz für militärische Aktivitäten und zur Überwachung des Luftraums. Die regelmäßigen russischen Flüge in der ADIZ sind ein Zeichen für das anhaltende Interesse Russlands an der Region und die Notwendigkeit einer ständigen US-amerikanischen und kanadischen Präsenz. (Lesen Sie auch: Hofer ruft Marienkäfer-Kostüm zurück: Erstickungsgefahr)

Für die Zukunft ist davon auszugehen, dass solche Zwischenfälle weiterhin stattfinden werden. Sie sind Teil eines komplexen Zusammenspiels aus Machtdemonstration, Aufklärung und дипломатия. Es ist daher wichtig, dass die Kommunikationskanäle zwischen den beteiligten Parteien offen bleiben und dass etablierte Protokolle eingehalten werden, um das Risiko von Missverständnissen oder Eskalationen zu minimieren. Die strategische Bedeutung Alaskas als Vorposten der US-amerikanischen Verteidigung wird dabei weiterhin im Fokus stehen.
Die Arctic Council spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der Zusammenarbeit und des Dialogs in der Arktisregion, um Konflikte zu vermeiden und eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten.
Häufig gestellte Fragen zu alaska
Häufig gestellte Fragen zu alaska
Warum steigen US-amerikanische Kampfjets vor Alaska auf?
US-amerikanische Kampfjets steigen auf, um russische Militärflugzeuge abzufangen, die in die Luftverteidigungs-Identifikationszone (ADIZ) vor Alaska einfliegen. Dies dient der Identifizierung und Begleitung der Flugzeuge, um die Sicherheit des Luftraums zu gewährleisten und mögliche Bedrohungen frühzeitig zu erkennen. (Lesen Sie auch: Ö3: Überraschender Abgang: Ex–Moderator Eppinger verlässt)
Was ist die Luftverteidigungs-Identifikationszone (ADIZ)?
Die ADIZ ist eine Pufferzone, die sich über den nationalen Luftraum hinaus erstreckt. Sie dient dazu, einfliegende Flugzeuge frühzeitig zu identifizieren und zu überwachen, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten. Sie ist nicht Teil des Hoheitsgebiets, sondern dient als vorgelagerte Verteidigungslinie.
Stellen die russischen Flüge eine Bedrohung für die USA dar?
Laut NORAD werden solche russischen Flüge in der ADIZ nicht als Bedrohung angesehen. Sie finden regelmäßig statt und dienen oft dazu, die Reaktionsfähigkeit und Verteidigungsbereitschaft der USA und Kanadas zu testen. Solange die Flugzeuge nicht in den nationalen Luftraum eindringen, sind sie völkerrechtlich zulässig.
Welche Flugzeugtypen waren an dem Vorfall beteiligt?
Auf russischer Seite waren zwei Bomber vom Typ Tu-95, zwei Kampfjets Su-35 und ein Frühwarnflugzeug A-50 beteiligt. Die USA setzten zwei F-16, zwei F-35, ein Überwachungsflugzeug E-3 und vier Tankflugzeuge KC-135 ein, um die russischen Flugzeuge abzufangen und zu begleiten.
Welche strategische Bedeutung hat Alaska für die USA?
Alaska hat aufgrund seiner geografischen Lage eine hohe strategische Bedeutung für die USA. Die Nähe zu Russland macht den Bundesstaat zu einem wichtigen Standort für die militärische Überwachung und Luftraumverteidigung. Es dient als Vorposten zur Sicherung des nordamerikanischen Kontinents.
