Wegen des Verdachts der Verabredung zum Mord hat die Polizei in Esslingen am Neckar vier Jugendliche festgenommen. Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren sollen eine schwere Gewalttat geplant haben. Durch das schnelle Eingreifen der Beamten konnte die mutmaßliche Tat verhindert werden.

Einsatz-Übersicht
- Datum/Uhrzeit: Vergangener Freitag (genaue Uhrzeit unbekannt)
- Ort: Esslingen, Stadtteil Oberesslingen, in der Nähe einer Schule
- Art des Einsatzes: Festnahme von vier Jugendlichen wegen des Verdachts der Verabredung zum Mord
- Beteiligte Kräfte: Polizei Esslingen, Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe, Landeskriminalamt Baden-Württemberg, Cybercrime-Zentrum
- Verletzte/Tote: Keine
- Sachschaden: Nicht bekannt
- Ermittlungsstand: Ein Jugendlicher in Untersuchungshaft wegen Verabredung zum Mord, ein weiterer wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, zwei Jugendliche freigelassen. Auswertung sichergestellter Beweismittel.
- Zeugenaufruf: Nein (derzeit)
Chronologie des Einsatzes
Was ist bisher bekannt?
Vier Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren wurden in Esslingen am Neckar festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, eine Verabredung zum Mord getroffen zu haben. Die Festnahmen erfolgten in der Nähe einer Schule im Stadtteil Oberesslingen. Einer der Jugendlichen befindet sich in Untersuchungshaft wegen des Verdachts der Verabredung zum Mord, ein weiterer wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern.
Wie kam es zu den Festnahmen wegen der Verabredung zum Mord?
Die Beamten des Cybercrime-Zentrums stießen im Zuge anderer Ermittlungen im Bereich des Kindesmissbrauchs auf Hinweise bezüglich der geplanten Gewalttat. Daraufhin wurden die Ermittlungen intensiviert, was schließlich zur Festnahme der vier Jugendlichen führte. Die Polizei konnte dies bislang nicht bestätigen, betont aber die Bedeutung der Zusammenarbeit verschiedener Ermittlungsbereiche. (Lesen Sie auch: Kriminalität: Verabredung zum Mord? Polizei nimmt mehrere…)
Welche Beweismittel wurden sichergestellt?
Bei der Festnahme wurde bei einem der Jugendlichen ein Schlagring gefunden. Zudem wurden bei anschließenden Durchsuchungen mehrere Handys und Datenträger sichergestellt. Diese werden nun von den Ermittlungsbehörden ausgewertet, um weitere Details über die geplante Tat und die Motive der Jugendlichen zu ermitteln. Wie Stern berichtet, sollen die Datenträger wichtige Informationen enthalten.
Was bedeutet die Freilassung der zwei Jugendlichen?
Zwei der festgenommenen Jugendlichen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, da ein Richter keinen dringenden Tatverdacht sah, der einen Haftbefehl gerechtfertigt hätte. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Ermittlungen gegen sie eingestellt wurden. Die Polizei wird weiterhin prüfen, inwieweit sie in die Verabredung zum Mord involviert waren.
Die Polizei bittet darum, von Spekulationen über die Hintergründe der Tat abzusehen und die laufenden Ermittlungen nicht zu behindern. (Lesen Sie auch: Auftragsmörder Influencerin Plante Mord an Ex –…)
Welche Konsequenzen drohen den Beschuldigten?
Dem Jugendlichen, gegen den ein Haftbefehl wegen Verabredung zum Mord erlassen wurde, droht im Falle einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe. Auch dem zweiten Jugendlichen, der wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Untersuchungshaft sitzt, drohen erhebliche Konsequenzen. Die beiden freigelassenen Jugendlichen müssen ebenfalls mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, sollten sich die Vorwürfe gegen sie erhärten.
Wie geht es jetzt weiter?
Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und des Landeskriminalamts Baden-Württemberg dauern an. Die sichergestellten Handys und Datenträger werden ausgewertet, um weitere Details über die geplante Tat und die Hintergründe aufzudecken. Die Polizei wird sich zu gegebener Zeit erneut äußern, sobald neue Erkenntnisse vorliegen. Die Landespolizei Baden-Württemberg betonte die Wichtigkeit von Präventionsmaßnahmen, um solche Taten in Zukunft zu verhindern. Informationen zu Präventionsprogrammen sind auf der Webseite der Polizei Baden-Württemberg verfügbar.
Häufig gestellte Fragen
Was genau bedeutet der juristische Begriff «Verabredung zum Mord»?
Die Verabredung zum Mord bezeichnet im deutschen Strafrecht die Vereinbarung zwischen zwei oder mehreren Personen, einen Mord zu begehen. Bereits die bloße Übereinkunft, einen solchen Plan umzusetzen, ist strafbar, auch wenn die Tat selbst nicht ausgeführt wird.
Welche Strafe droht bei einer Verurteilung wegen Verabredung zum Mord?
Die Strafe für eine Verabredung zum Mord kann je nach den Umständen des Einzelfalls variieren. Das Strafgesetzbuch sieht in § 30 Abs. 2 StGB vor, dass die Strafe für die Verabredung milder sein kann als für den vollendeten Mord. Die konkrete Strafhöhe wird vom Gericht festgelegt. (Lesen Sie auch: Drohne Verfolgt Storch: Spektakuläre Flucht in der…)
Warum wurden zwei der Jugendlichen wieder freigelassen?
Zwei der Jugendlichen wurden freigelassen, weil der zuständige Richter keinen dringenden Tatverdacht sah, der eine Untersuchungshaft rechtfertigen würde. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie unschuldig sind oder dass die Ermittlungen gegen sie eingestellt wurden.
Wie geht die Polizei mit dem Persönlichkeitsrecht der minderjährigen Beschuldigten um?
Die Polizei und die Justizbehörden sind verpflichtet, das Persönlichkeitsrecht der minderjährigen Beschuldigten zu wahren. Aus diesem Grund werden in der Regel keine detaillierten Informationen über die Identität der Jugendlichen veröffentlicht. Auch die Art der geplanten Tat wird aus Gründen des Schutzes der Jugendlichen und des Opfers nicht näher erläutert.
Wo können sich Eltern und Jugendliche Hilfe suchen, wenn sie von Gewalt betroffen sind?
Es gibt zahlreiche Beratungsstellen und Hilfsangebote für Eltern und Jugendliche, die von Gewalt betroffen sind. Eine erste Anlaufstelle kann das Jugendamt der jeweiligen Stadt oder Gemeinde sein. Auch das Deutsche Kinderschutzbund bietet Unterstützung und Beratung an.




