Die weltweite Anwendung der Todesstrafe hat laut Amnesty International einen erschreckenden Höchststand erreicht. Im Jahr 2025 wurden weltweit 2707 Menschen hingerichtet, was einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese alarmierende Entwicklung ist vor allem auf einige wenige Staaten zurückzuführen, die die Todesstrafe als Mittel zur politischen Repression und Einschüchterung einsetzen.

Warum steigt die Zahl der Hinrichtungen weltweit?
Der drastische Anstieg der Hinrichtungen ist hauptsächlich auf eine Zunahme in einigen wenigen Ländern zurückzuführen, insbesondere im Iran, Saudi-Arabien und China. Im Iran beispielsweise hat sich die Zahl der Hinrichtungen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Amnesty International vermutet, dass die Todesstrafe dort als Instrument zur Unterdrückung politischer Opposition eingesetzt wird.
Die wichtigsten Fakten
- Weltweit wurden 2025 mindestens 2707 Menschen hingerichtet.
- Das ist der höchste Stand seit 1981.
- Der Iran, Saudi-Arabien und China sind für den grössten Teil des Anstiegs verantwortlich.
- Amnesty International kritisiert die Todesstrafe als unmenschlich und grausam.
Amnesty International Todesstrafe: Eine globale Analyse
Amnesty International Todesstrafe ist seit Jahrzehnten ein zentrales Anliegen. Die Organisation setzt sich weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe ein und dokumentiert deren Anwendung in verschiedenen Ländern. Der aktuelle Bericht von Amnesty International zeigt einen besorgniserregenden Trend: Trotz weltweiter Bemühungen zur Abschaffung der Todesstrafe ist die Zahl der Hinrichtungen im Jahr 2025 drastisch gestiegen. Wie Stern berichtet, ist dies der höchste Stand seit über 40 Jahren. Stern (Lesen Sie auch: Amnesty International: Zahl der weltweiten Hinrichtungen auf…)
Die Dunkelziffer dürfte sogar noch höher liegen, da insbesondere aus China keine verlässlichen Daten vorliegen. Dort werden Hinrichtungszahlen als Staatsgeheimnis behandelt. Schätzungen zufolge werden in China jährlich mehrere tausend Menschen hingerichtet, was das Land zum traurigen Spitzenreiter in dieser Statistik macht.
Die Schweiz hat die Todesstrafe bereits 1874 abgeschafft. Auch in Österreich ist die Todesstrafe seit 1968 abgeschafft. Beide Länder setzen sich international für die Abschaffung der Todesstrafe ein.
Der Iran: Ein Zentrum der Hinrichtungen
Besonders besorgniserregend ist die Situation im Iran. Im Jahr 2025 wurden dort mindestens 2159 Menschen hingerichtet, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Laut Amnesty International werden im Iran häufig Menschen wegen Drogendelikten oder «staatsfeindlicher» Aktivitäten hingerichtet. Die Prozesse sind oft unfair und entsprechen nicht internationalen Standards. Amnesty International prangert an, dass die Todesstrafe im Iran systematisch eingesetzt wird, um politische Gegner zum Schweigen zu bringen und Angst in der Bevölkerung zu verbreiten. (Lesen Sie auch: FIFA Wandgemälde Dallas: Künstler droht Wegen Übermalung)
Die Menschenrechtsorganisation kritisiert auch die Anwendung der Todesstrafe gegen Minderheiten im Iran. Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten, wie beispielsweise Kurden und Belutschen, sind überproportional häufig von Hinrichtungen betroffen. Dies deutet auf eine Diskriminierung und Verfolgung dieser Gruppen hin.
Die Rolle anderer Staaten
Neben dem Iran tragen auch Saudi-Arabien, der Jemen und die USA zu den hohen Hinrichtungszahlen bei. In Saudi-Arabien werden häufig Menschen wegen Mordes, Drogenhandels oder Terrorismus hingerichtet. Die Prozesse sind oft intransparent und es gibt Berichte über Folter und andere Misshandlungen von Gefangenen. Auch im Jemen ist die Situation aufgrund des Bürgerkriegs und der instabilen politischen Lage sehr schwierig. Die USA sind das einzige Land in Nord- und Südamerika, in dem die Todesstrafe noch angewendet wird. Allerdings ist die Zahl der Hinrichtungen in den USA in den letzten Jahren gesunken.
Es ist wichtig zu beachten, dass viele Länder die Todesstrafe bereits abgeschafft haben. Laut Amnesty International haben im Jahr 2025 mehr als zwei Drittel aller Staaten die Todesstrafe per Gesetz oder in der Praxis abgeschafft. Dieser Trend zeigt, dass die Todesstrafe weltweit zunehmend als unmenschlich und ineffektiv abgelehnt wird. (Lesen Sie auch: Peta Tigerhaltung: Rufe nach Verbot Privater Haltung…)
Amnesty International ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die sich für die Menschenrechte einsetzt. Die Organisation wurde 1961 gegründet und hat ihren Hauptsitz in London. Amnesty International hat weltweit über 10 Millionen Mitglieder und Unterstützer.

Die Position der Schweiz
Die Schweiz hat die Todesstrafe bereits 1874 abgeschafft und setzt sich international aktiv für deren Abschaffung ein. Der Bundesrat hat sich mehrfach gegen die Todesstrafe ausgesprochen und unterstützt Initiativen zur Förderung der Menschenrechte weltweit. Die Schweiz engagiert sich auch in internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen und dem Europarat, um die Abschaffung der Todesstrafe voranzutreiben. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) setzt sich aktiv für die Einhaltung der Menschenrechte ein. EDA
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) setzt sich ebenfalls für Menschen ein, die von der Todesstrafe bedroht sind. Die SFH bietet juristische Beratung und Unterstützung für Asylsuchende, die in ihrem Heimatland von der Todesstrafe bedroht sind. Zudem engagiert sich die SFH für eine humane Asylpolitik und den Schutz von Flüchtlingen weltweit. Die NZZ berichtete kürzlich über die Bemühungen der Schweiz, sich international gegen die Todesstrafe einzusetzen. NZZ (Lesen Sie auch: Peta Tigerhaltung: Forderung nach Schärferen Regeln nach…)
Fazit
Der alarmierende Anstieg der Hinrichtungen weltweit ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die internationale Gemeinschaft ihre Bemühungen zur Abschaffung der Todesstrafe verstärken muss. Amnesty International Todesstrafe ist ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft. Es ist wichtig, dass wir uns weiterhin für die Menschenrechte einsetzen und gegen die Anwendung der Todesstrafe protestieren. Nur so können wir dazu beitragen, dass die Todesstrafe eines Tages weltweit abgeschafft wird. Die Schweiz spielt hierbei eine wichtige Rolle, indem sie sich international für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzt und Menschen unterstützt, die von dieser grausamen Strafe bedroht sind.



