Die Jugendfeuerwehr erfreut sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Noch nie zuvor waren so viele Kinder und Jugendliche aktiv dabei. Dieser Trend spiegelt sich in steigenden Mitgliederzahlen wider, die den Organisationen neuen Schwung verleihen. Der Boom bei den Jugendfeuerwehr mitgliedern zeigt, dass das Interesse an ehrenamtlichem Engagement und technischer Ausbildung bei jungen Menschen weiterhin stark ausgeprägt ist.

| Datum/Uhrzeit | Fortlaufend |
|---|---|
| Ort (genau) | Deutschlandweit |
| Art des Einsatzes | Nachwuchsförderung, Brandschutzerziehung |
| Beteiligte Kräfte | Deutsche Jugendfeuerwehr, Landesjugendfeuerwehren, Kommunale Feuerwehren |
| Verletzte/Tote (wenn bekannt) | Nicht zutreffend |
| Sachschaden | Nicht zutreffend |
| Ermittlungsstand | Nicht zutreffend |
| Zeugenaufruf | Nein |
Chronologie der Entwicklung
Die Jugendfeuerwehren starten eine bundesweite Kampagne zur Nachwuchsgewinnung.
Die Deutsche Jugendfeuerwehr zählt über 380.000 Mitglieder.
Die Jugendfeuerwehren arbeiten weiter an der Attraktivität ihrer Angebote.
Was ist bisher bekannt?
Die Jugendfeuerwehren in Deutschland erleben einen bemerkenswerten Aufwärtstrend. Laut der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF) engagierten sich im Jahr 2025 bundesweit 380.441 Kinder und Jugendliche in den Jugendabteilungen der Feuerwehren. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 42 Prozent innerhalb von nur fünf Jahren. Dieser Anstieg ist vor allem auf die verstärkte Öffnung der Jugendfeuerwehren für jüngere Kinder zurückzuführen. (Lesen Sie auch: Tödliches Unglück: Fünf italienische Taucher kommen auf…)
Frühe Förderung: Wie Kindergruppen den Zulauf steigern
Ein wesentlicher Faktor für den Mitgliederboom ist die Etablierung von Kindergruppen innerhalb der Jugendfeuerwehren. Diese Gruppen nehmen bereits Kinder ab einem Alter von sechs Jahren auf und bereiten sie spielerisch auf die spätere aktive Teilnahme in der Jugendfeuerwehr vor. Wibke Riekmann von der Hochschule Hannover, die zu Jugendverbänden forscht, betont, dass viele Jugendfeuerwehren erkannt haben, dass ein früher Einstieg notwendig ist, um Kinder und Jugendliche langfristig für die Feuerwehr zu begeistern.
Die Zahlen sprechen für sich: Laut dem Bundesverband der Jugendfeuerwehren hat sich die Zahl der Kinder in den Kindergruppen innerhalb von fünf Jahren fast vervierfacht und liegt nun bei über 105.000. Dieser Trend zeigt, dass das Konzept der frühen Förderung aufgeht und die Jugendfeuerwehren erfolgreich Nachwuchs rekrutieren können. Der Stern berichtete ebenfalls über diesen Trend.
Das ist passiert
- Die Jugendfeuerwehren in Deutschland verzeichnen einen Rekordzulauf an Mitgliedern.
- Im Jahr 2025 engagierten sich über 380.000 Kinder und Jugendliche in den Jugendfeuerwehren.
- Der Zuwachs beträgt rund 42 Prozent innerhalb von fünf Jahren.
- Ein wesentlicher Faktor ist die Etablierung von Kindergruppen, die bereits Kinder ab sechs Jahren aufnehmen.
- Die Zahl der Kinder in den Kindergruppen hat sich innerhalb von fünf Jahren fast vervierfacht.
«Feuerlöschen ist das absolut Coolste»: Die Faszination der Jugendfeuerwehr
Für viele Kinder und Jugendliche ist die Jugendfeuerwehr mehr als nur ein Hobby – es ist eine Leidenschaft. Ilias Jakypbek, ein 14-jähriger Jugendfeuerwehrmann aus Mannheim, beschreibt seine Begeisterung so: «Feuerlöschen ist absolut das Coolste. So einen Schlauch in der Hand zu halten, da kommt super viel Wasser raus. Das ist schon mega.» Diese Begeisterung ist ansteckend und trägt dazu bei, dass sich immer mehr junge Menschen für die Jugendfeuerwehr interessieren.
Die Jugendfeuerwehr bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, sich in einem Team zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen und technische Fähigkeiten zu erlernen. Sie lernen den Umgang mit Geräten, üben das Löschen von Bränden und die Rettung von Menschen. Diese Erfahrungen sind nicht nur spannend und aufregend, sondern auch wertvoll für die persönliche Entwicklung der Jugendlichen. Die Deutsche Jugendfeuerwehr bietet umfangreiche Informationen zu den Aktivitäten und Zielen der Organisation.
Welche Rolle spielt die Brandschutzerziehung in den Schulen?
Die Brandschutzerziehung in den Schulen spielt eine wichtige Rolle bei der Nachwuchsgewinnung für die Jugendfeuerwehren. Durch die Brandschutzerziehung werden Kinder und Jugendliche frühzeitig für die Gefahren des Feuers sensibilisiert und lernen, wie man sich im Brandfall richtig verhält. Dies weckt oft das Interesse an der Feuerwehr und motiviert sie, sich in der Jugendfeuerwehr zu engagieren. Viele Feuerwehren bieten in Zusammenarbeit mit Schulen spezielle Brandschutzerziehungsprogramme an. (Lesen Sie auch: Tauchunfall Malediven: Fünf Tote bei Höhlen-Expedition)
Die Brandschutzerziehung umfasst in der Regel theoretische und praktische Übungen. Die Kinder lernen, wie man einen Notruf absetzt, wie man einen Brandherd erkennt und wie man sich selbst und andere in Sicherheit bringt. Sie lernen auch den Umgang mit Feuerlöschern und anderen Geräten. Diese Kenntnisse sind nicht nur im Brandfall nützlich, sondern fördern auch das Verantwortungsbewusstsein und die Teamfähigkeit der Kinder und Jugendlichen.
Die Jugendfeuerwehr ist die Jugendorganisation der Freiwilligen Feuerwehr. Sie wurde gegründet, um Kinder und Jugendliche für den Feuerwehrdienst zu begeistern und sie auf ihre spätere aktive Teilnahme vorzubereiten. Die Jugendfeuerwehr ist in Deutschland in den einzelnen Bundesländern organisiert und bietet ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten und Veranstaltungen.
Herausforderungen und Perspektiven der Jugendfeuerwehren
Trotz des erfreulichen Mitgliederbooms stehen die Jugendfeuerwehren auch vor Herausforderungen. Eine Herausforderung ist die Sicherstellung einer ausreichenden Anzahl an qualifizierten Betreuern. Die Betreuer sind ehrenamtliche Feuerwehrleute, die ihre Freizeit opfern, um die Jugendlichen zu betreuen und auszubilden. Es ist wichtig, dass genügend Betreuer zur Verfügung stehen, um eine qualitativ hochwertige Ausbildung und Betreuung zu gewährleisten. Die Landesfeuerwehrverbände bieten Aus- und Weiterbildungen für Jugendfeuerwehrbetreuer an.

Eine weitere Herausforderung ist die Finanzierung der Jugendfeuerwehren. Die Jugendfeuerwehren sind in der Regel auf Spenden und Zuschüsse angewiesen, um ihre Aktivitäten zu finanzieren. Es ist wichtig, dass die Kommunen und Länder die Jugendfeuerwehren ausreichend finanziell unterstützen, damit sie ihre wichtige Arbeit fortsetzen können. Laut einer Studie des Deutschen Jugendinstituts benötigen die Jugendfeuerwehren durchschnittlich 100 Euro pro Mitglied und Jahr für ihre Aktivitäten. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat unterstützt die Feuerwehren ebenfalls.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Jugendfeuerwehr Mitglieder gibt es in Deutschland?
Im Jahr 2025 engagierten sich 380.441 Kinder und Jugendliche in den Jugendfeuerwehren Deutschlands. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren dar und zeigt das wachsende Interesse an der Feuerwehrarbeit.
Ab welchem Alter kann man in die Jugendfeuerwehr eintreten?
Viele Jugendfeuerwehren bieten mittlerweile Kindergruppen an, in denen bereits Kinder ab sechs Jahren aufgenommen werden. Die Jugendfeuerwehr selbst beginnt in der Regel ab einem Alter von zehn bis zwölf Jahren.
Welche Aufgaben haben die Jugendfeuerwehr Mitglieder?
Die Jugendfeuerwehr Mitglieder lernen spielerisch die Grundlagen der Feuerwehrarbeit. Dazu gehören unter anderem das Löschen von Bränden, die Rettung von Menschen und der Umgang mit technischen Geräten. Auch Teamarbeit und Verantwortung werden gefördert.
Wie kann man sich bei der Jugendfeuerwehr anmelden?
Interessierte Kinder und Jugendliche können sich direkt bei der örtlichen Feuerwehr über die Jugendfeuerwehr informieren und sich dort anmelden. Oft gibt es auch Schnupperangebote, um die Jugendfeuerwehr kennenzulernen. (Lesen Sie auch: Hawaii Mönchsrobbe Angriff: Mann droht Haftstrafe)
Welche Vorteile bietet die Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr?
Die Jugendfeuerwehr bietet viele Vorteile, darunter die Möglichkeit, sich in einem Team zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen, technische Fähigkeiten zu erlernen und neue Freundschaften zu schließen. Zudem wird die persönliche Entwicklung gefördert.


