Kaum haben neubauer-hochzeit-140526/» title=»Christine Neubauer: Das Liebesinterview kurz nach der Hochzeit»>Christine Neubauer & José Campos geheiratet, trifft GALA das Paar auf Mallorca zum Liebesinterview.
Tränen der Rührung treten Christine Neubauer, 63, immer wieder in die Augen, als sie über das Jawort mit José Campos, 60, spricht. Schon vor 18 Jahren lernte sie den chilenischen Fotografen kennen, seit zehn Jahren sind sie ein Paar. Und doch habe nun die romantische Zeremonie auf Mallorca alles noch mal verändert. In ihrem Lieblingscafé, der «Bar Santa Eulalia» in Palma, erzählt die Schauspielerin GALA, wie ihr Sohn Lambert, 33, auf die Hochzeitnews reagiert hat – und welchen aufregenden Lebenstraum sie sich in diesem Jahr noch erfüllen wird.
GALA: Wie fühlen Sie sich als frisch Vermählte?
Christine Neubauer: Im Herzen waren wir ja schon verheiratet. Aber wir hätten beide nicht gedacht, dass etwas, was so gleich ist, doch so anders sein kann. Auch José spürt eine ganz, ganz tiefe Verantwortung, mich zu beschützen. Die Verbundenheit ist noch inniger und fester geworden. Unfassbar.
Ist es diesmal für immer?
Christine: Absolut.
José Campos: Das ist für immer. Unsere Liebe hat uns vom ersten Moment an durch Stürme und Sonnenschein getragen. Das Jawort bedeutet für mich, dass ich immer für meine Frau da bin, auch wenn ich sterbe.
Christine: José hat vor der Hochzeit lange mit meinem Sohn telefoniert und mit ihm besprochen, dass der für mich da ist, wenn José vor mir geht.
Was hat das mit Ihnen gemacht?
Christine: Gänsehaut! Und auch, wenn ich die Situation natürlich nicht möchte, ein unfassbares Glücksgefühl. Was für eine große Geste von José.
Und Ihr Sohn war irritiert, oder?
Christine: Nein. Er ist unendlich glücklich.
Christine Neubauer hat ihr Glück auf Mallorca gefunden
Dann fügt sich jetzt alles? Sie hatten lange keinen Kontakt zu ihm.
Christine: Es fügt sich alles. «Sie ist angekommen» ist in meinem Fall keine Floskel. Mein Mann, mein Sohn, Mallorca – alles zusammen hat mich ankommen lassen. Deshalb war es auch der richtige Zeitpunkt für die Hochzeit. Es war alles bereit.
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Bei Ihrer ersten Hochzeit waren Sie 27. Fühlt es sich mit 63 anders an?
Christine: Das ist eine Angelegenheit des Herzens. Die hat mit Alter nichts zu tun.
Die Liebe ihres Lebens
Was lieben Sie aneinander?
José: Dass sie eine starke Frau ist, die über Berge springt und an meiner Seite ist.
Christine: Er legt mir die Welt zu Füßen. Er ist mein Seelenverwandter und hat mir gezeigt, Emotionen nicht nur zu zeigen, sondern auch zu formulieren. «Ich liebe dich» zu sagen, auch dem Kind oder der Mutter, fällt uns oft schwer. Wie schade! Diese Gabe habe ich von ihm, dem Familienmenschen, bekommen, und sie hat sich tief in mir verwurzelt. Dass ich zum Beispiel meinem Vater am Sterbebett noch sagen konnte, dass ich ihn liebe, verdanke ich José. Gott sei Dank war er da schon in meinem Leben.
Sie vergleichen sich in Ihrem Buch mit der Filmfigur Bella aus «Bella und der Feigenbaum», die Sie mal gespielt haben. Eine unsichere Frau.
Christine: Das ist natürlich zugespitzt. Aber wenn wir von meinen Anfängen als Schauspielerin sprechen, war ich doch lange die dralle Bayerin aus München, wurde in Schubladen gesteckt. Das, was man von mir wahrnehmen wollte, war immer dieses Bild.
Konnten Sie auf Mallorca neu anfangen?
Christine: Ja, wir standen hier in Palma und haben beide gesagt: Hier wollen wir leben.
Und auch alt werden?
Christine: Auf alle Fälle. José hat die spanische Staatsbürgerschaft. Aber wir pendeln nach Santiago de Chile, besonders gerne im Winter. Mein Herzens-Mittelpunkt ist aber Palma.
Wie leben Sie hier?
Christine: Wir sind immer zusammen, privat und beruflich. Auch beim Buch haben wir ein Jahr lang zusammengearbeitet. Er ist ein Latino, ich bin eine bayerische Latina, da explodiert es. Aber wenn er im Eifer des Gefechts mal etwas zu mir sagt, was ihm später leidtut, schmerzt es ihn mehr als mich. «Oma» sagt er dann zum Beispiel.
Aber das ist doch kein Schimpfwort!
Christine: Nein, überhaupt nicht, ich bin so gerne Großmutter. Und stellen Sie sich vor: Wir sind vergangenes Jahr fast zeitgleich Oma und Opa geworden. José hat einen Enkelsohn, ich eine Enkeltochter. Es ist für uns beide ein magisches Geschenk. Wir hätten nicht gedacht, dass wir doch noch Großeltern werden. Die Verbundenheit, dass die Linie weitergeht, ist so besonders. Wenn ich meine Enkelin sehe, ist das ein pures Glücksgefühl, die pure Dankbarkeit, die pure Demut an das Leben. Ich bin so unendlich stolz. Und gespannt, wie sie mich nennen wird, sie wächst dreisprachig auf. Im Arabischen sagen sie Nana, das würde mir auch gefallen.
Haben Sie und José Rituale?
Christine: José gibt mir jeden Morgen einen Kuss, und abends auch: Buenas Noches mi Vida, gute Nacht mein Leben. Ich bereite ihm morgens seinen Tee. Und wir lieben die Spaziergänge mit unserem Hund Gismo im Parc de la Mar. Wenn da die Sonne über der Kathedrale untergeht, sitzen wir auf einer Bank, schauen aufs Wasser und lassen uns treiben, gehen in ein Café oder in eine Bar. Ohne Termindruck.
Nach der Hochzeit wartet das nächste Abenteuer
Trotzdem haben Sie ja immer neue Projekte.
Christine: Ja, und es kommt was ganz Großes. Und das ist der Grund, warum wir nur standesamtlich im kleinen Kreis geheiratet und gefeiert haben. Unsere Hochzeitsreise geht nach Chile. Und dort schließt sich der Kreis, weil sich nicht nur unser privater Lebenstraum erfüllt, sondern auch der berufliche. Wir drehen mit unserer gemeinsamen Produktionsfirma Santiago Film einen Road Movie in der Atacama-Wüste, dort, wo wir uns kennengelernt haben.
Werden Sie dort auch Josés Familie sehen?
Christine: Ja, natürlich, wir werden nachfeiern.
Und soll es auch ein großes Fest mit der ganzen Familie geben?
Christine: Das ist geplant, aber aus drei Erdteilen vier Generationen zusammenzubringen, wird nicht einfach. (lacht)
Quelle: Gala






