Der ehemalige NBA-Spieler Jason Collins, der 2013 als erster aktiver Profi einer großen US-Sportliga seine Homosexualität öffentlich machte, ist am 12. Mai 2026 im Alter von 47 Jahren verstorben. Diese Nachricht löste weltweit Bestürzung aus. Collins erlag einem aggressiven Hirntumor, gegen den er seit 2025 gekämpft hatte. Sein Tod markiert das Ende eines Lebens, das den Profisport nachhaltig verändert hat.
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Jason Collins war ein amerikanischer Basketballprofi, der 13 Saisons in der NBA spielte und als erster aktiver männlicher Athlet in einer der vier großen nordamerikanischen Profiligen seine Homosexualität öffentlich machte. Er starb am 12. Mai 2026 an den Folgen eines Hirntumors. Sein mutiger Schritt im Jahr 2013 gilt als Meilenstein für die LGBTQ+-Community im Sport.
Das Wichtigste in Kürze
- Todestag: Jason Collins verstarb am 12. Mai 2026 im Alter von 47 Jahren.
- Todesursache: Er erlag einem im Jahr 2025 diagnostizierten Glioblastom, einem aggressiven Hirntumor.
- Historisches Coming-out: Am 29. April 2013 bekannte sich Collins in einem Artikel der „Sports Illustrated“ als erster aktiver Profi einer großen US-Sportliga zu seiner Homosexualität.
- NBA-Karriere: Der Center spielte von 2001 bis 2014 für sechs verschiedene Teams, darunter die New Jersey/Brooklyn Nets und die Atlanta Hawks.
- Vermächtnis: Nach seiner Karriere wurde er zu einem wichtigen Botschafter für die NBA und einem engagierten Aktivisten für LGBTQ+-Rechte im Sport.
- Trikotnummer 98: Collins trug die Nummer 98 in Gedenken an Matthew Shepard, der 1998 Opfer eines homophoben Hassverbrechens wurde.
- Familie: Er hinterlässt seinen Ehemann Brunson Green und seinen Zwillingsbruder Jarron Collins, der ebenfalls in der NBA spielte.
Wer war Jason Collins? Ein Überblick über seine Karriere
Jason Collins, geboren am 2. Dezember 1978 in Northridge, Kalifornien, begann seine beeindruckende Basketballkarriere an der Stanford University, wo er an der Seite seines Zwillingsbruders Jarron spielte. Im NBA-Draft 2001 wurde er an 18. Stelle von den Houston Rockets ausgewählt, jedoch umgehend zu den New Jersey Nets transferiert. Dort verbrachte er die ersten sieben Jahre seiner 13-jährigen Profikarriere.
Collins war bekannt als ein physisch starker Center, dessen Wert sich weniger in Offensivstatistiken als vielmehr in seiner soliden Verteidigungsarbeit und seiner Fähigkeit, harte Screens zu stellen, zeigte. Während seiner Laufbahn spielte er für die New Jersey Nets, Memphis Grizzlies, Minnesota Timberwolves, Atlanta Hawks, Boston Celtics, Washington Wizards und schließlich die Brooklyn Nets. Mit den Nets erreichte er 2002 und 2003 zweimal die NBA Finals.
Das historische Coming-out von Jason Collins
Der wohl prägendste Moment im Leben von Jason Collins fand abseits des Basketballfeldes statt. Am 29. April 2013 schrieb er Sportgeschichte, als er in einem selbst verfassten Artikel für die Titelseite der Zeitschrift „Sports Illustrated“ seine Homosexualität öffentlich machte. Mit den Worten „I’m a 34-year-old NBA center. I’m black. And I’m gay.“ (Ich bin ein 34-jähriger NBA-Center. Ich bin schwarz. Und ich bin schwul.) durchbrach er eine Mauer des Schweigens im Männersport.
Er war zu diesem Zeitpunkt der erste aktive Athlet in einer der vier großen nordamerikanischen Profiligen (NBA, NFL, MLB, NHL), der diesen Schritt wagte. Collins erklärte, er habe sich zu diesem Schritt entschlossen, weil er nicht länger ein Leben in der Lüge führen wollte und hoffte, anderen Mut zu machen. Sein Mut wurde zu einem Wendepunkt und löste eine weltweite Debatte über Homophobie im Sport aus. Intern verlinke ich hier auf einen thematisch passenden Artikel über Falschmeldungen im Sport, da auch über Collins‘ Privatleben viel spekuliert wurde.
Reaktionen und Bedeutung für den Sport
Die Reaktionen auf Collins‘ Coming-out waren überwiegend positiv und unterstützend. Zahlreiche Sportler, Politiker – darunter der damalige US-Präsident Barack Obama – und Prominente zollten ihm Respekt für seinen Mut. Die NBA und Commissioner Adam Silver stellten sich ebenfalls hinter ihn. Am 23. Februar 2014, fast zehn Monate nach seinem Coming-out, unterschrieb er einen Vertrag bei den Brooklyn Nets und wurde damit der erste offen schwule Spieler, der in einem NBA-Spiel auf dem Feld stand.
Sein Schritt ebnete den Weg für andere Athleten und trug maßgeblich dazu bei, das Bewusstsein für LGBTQ+-Themen im Profisport zu schärfen. Collins nutzte seine Plattform nach dem Ende seiner aktiven Karriere im November 2014 konsequent weiter. Als Botschafter für NBA Cares und als Aktivist setzte er sich unermüdlich für Inklusion und Gleichberechtigung ein. Sein Engagement wurde weithin anerkannt und machte ihn zu einer wichtigen Stimme im Kampf gegen Diskriminierung.
Kampf gegen den Krebs: Die letzten Monate im Leben von Jason Collins
Im September 2025 teilte die Familie von Jason Collins mit, dass bei ihm ein Hirntumor diagnostiziert worden war. Im Dezember 2025 machte Collins selbst öffentlich, dass er an einem Glioblastom im vierten Stadium litt, einer besonders aggressiven und unheilbaren Form von Hirnkrebs. In einem Interview mit ESPN beschrieb er den Tumor als „Monster mit Tentakeln“. Trotz der niederschmetternden Prognose kämpfte er mit bewundernswerter Stärke und unterzog sich sogar experimentellen Behandlungen in Singapur.
Sein Kampf endete am 12. Mai 2026, als er im Kreise seiner Familie in seinem Zuhause verstarb. In einer Erklärung der Familie hieß es: „Wir sind untröstlich, mitteilen zu müssen, dass Jason Collins, unser geliebter Ehemann, Sohn, Bruder und Onkel, nach einem tapferen Kampf gegen das Glioblastom gestorben ist.“ Die Sportwelt trauert um einen Mann, der nicht nur für seine Leistungen auf dem Platz, sondern vor allem für seinen Mut und seine Integrität in Erinnerung bleiben wird. Die Anteilnahme erinnert an die Trauer um andere Sportler, wie im Artikel über den tragischen Tod eines GSG-9-Beamten beschrieben.
Das Vermächtnis eines Pioniers
Jason Collins hinterlässt ein Vermächtnis, das weit über den Basketball hinausreicht. Er hat gezeigt, dass Authentizität und sportliche Höchstleistungen Hand in Hand gehen können. Seine Geschichte ist eine Inspiration für unzählige Menschen, die sich in ihrem Umfeld nicht akzeptiert fühlen. Wie die Menschenrechtsorganisation HRC erklärte, hat er die „Konversation nachhaltig verändert“ und wird „immer eine Legende für die LGBTQ+-Community sein“. Sein Mut hat Türen geöffnet und bewiesen, dass ein einzelner Mensch die Welt verändern kann.
Karrierestationen und Statistiken von Jason Collins
| Zeitraum | Team | Spiele | Punkte pro Spiel | Rebounds pro Spiel |
|---|---|---|---|---|
| 2001–2008 | New Jersey Nets | 467 | 4.4 | 4.6 |
| 2008 | Memphis Grizzlies | 31 | 2.6 | 2.9 |
| 2008–2009 | Minnesota Timberwolves | 31 | 1.8 | 2.3 |
| 2009–2012 | Atlanta Hawks | 103 | 1.6 | 1.8 |
| 2012–2013 | Boston Celtics | 32 | 1.2 | 1.6 |
| 2013 | Washington Wizards | 6 | 0.7 | 1.3 |
| 2014 | Brooklyn Nets | 22 | 1.1 | 0.9 |
| Karriere gesamt | 7 Teams | 735 | 3.6 | 3.7 |
Quelle: Basketball-Reference.com
FAQ zu Jason Collins
Woran ist Jason Collins gestorben?
Jason Collins starb am 12. Mai 2026 an den Folgen eines Glioblastoms, eines sehr aggressiven Hirntumors, der im September 2025 bei ihm diagnostiziert wurde.
Warum war Jason Collins eine so wichtige Figur?
Jason Collins war der erste aktive männliche Athlet in einer der vier großen US-Profiligen (NBA, NFL, MLB, NHL), der sich 2013 öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte. Sein Mut machte ihn zu einem Pionier und einer wichtigen Symbolfigur für die LGBTQ+-Bewegung im Sport.
Für welche Teams hat Jason Collins in der NBA gespielt?
Während seiner 13-jährigen NBA-Karriere spielte Jason Collins für die New Jersey Nets, Memphis Grizzlies, Minnesota Timberwolves, Atlanta Hawks, Boston Celtics, Washington Wizards und die Brooklyn Nets.
Wann hat sich Jason Collins geoutet?
Jason Collins machte seine Homosexualität am 29. April 2013 in einem persönlichen Essay auf der Titelseite des Magazins „Sports Illustrated“ öffentlich.
Hatte Jason Collins einen Zwillingsbruder?
Ja, Jason Collins hatte einen Zwillingsbruder, Jarron Collins, der ebenfalls ein professioneller Basketballspieler in der NBA war. Die beiden spielten zusammen am College in Stanford.
Fazit
Der Tod von Jason Collins ist ein großer Verlust für die Sportwelt und die LGBTQ+-Community. Er wird nicht nur als solider NBA-Spieler in Erinnerung bleiben, sondern vor allem als ein mutiger Pionier, der mit seinem Coming-out Barrieren einriss und den Weg für mehr Akzeptanz und Inklusion im Profisport ebnete. Sein Vermächtnis ist ein Aufruf zu Mut, Authentizität und dem unermüdlichen Kampf für Gleichberechtigung. Weitere Informationen zu seinem Lebensweg finden sich auf der offiziellen Seite der NBA.
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Facebook/Instagram: Die Sportwelt trauert um Jason Collins. Der ehemalige NBA-Center, der 2013 als erster aktiver Profi seine Homosexualität öffentlich machte, ist mit 47 Jahren an einem Hirntumor gestorben. Ein Pionier, der den Sport für immer verändert hat. #JasonCollins #NBA #RIP #LGBTQ #Pionier
Twitter/X: Ein trauriger Tag für den Sport. NBA-Pionier Jason Collins ist im Alter von 47 Jahren verstorben. Sein mutiges Coming-out 2013 bleibt ein Meilenstein für die LGBTQ+-Community. Ruhe in Frieden, Jason. 🙏 #JasonCollins #RestInPeace #NBA