Was macht einen wirklich guten Film aus? Für Meryl Streep ist die Antwort klar: Die Vielschichtigkeit der Charaktere. Die legendäre Schauspielerin, die demnächst in „Der Teufel trägt Prada 2“ zurückkehrt, hat sich kritisch über den Trend geäußert, Filmfiguren zu vermarveln. Sie wünscht sich mehr Nuancen und Komplexität in den Charakteren, statt reiner Helden und Bösewichte. Streep findet, dass das wahre Leben in der Grauzone liegt, wo selbst Helden Fehler haben und Bösewichte menschliche Züge zeigen. Filmfiguren Vermarveln steht dabei im Mittelpunkt.

| Steckbrief: Meryl Streep | |
|---|---|
| Vollständiger Name | Mary Louise Streep |
| Geburtsdatum | 22. Juni 1949 |
| Geburtsort | Summit, New Jersey, USA |
| Alter | 74 Jahre |
| Beruf | Schauspielerin |
| Bekannt durch | «Sophies Wahl», «Die Brücken am Fluss», «Der Teufel trägt Prada» |
| Aktuelle Projekte | «Der Teufel trägt Prada 2» (angekündigt) |
| Wohnort | Salisbury, Connecticut, USA |
| Partner/Beziehung | Don Gummer (verheiratet, seit 1978; in Trennung) |
| Kinder | 4 |
| Social Media | Nicht öffentlich bekannt |
Meryl Streep kritisiert das Vermarveln von Filmfiguren
In der «Hits Radio Breakfast Show» äußerte sich Meryl Streep laut Viply.de wie folgt: «Wenn wir Filme heute ‚vermarveln‘, gibt es nur noch die Bösewichte und die Guten, und das ist so langweilig. Was am Leben wirklich interessant ist, ist, dass manche Helden Fehler haben und manche Bösewichte menschlich und interessant sind und ihre eigenen Stärken haben. Genau das mag ich an diesem Film, er ist chaotischer.» Diese Aussage spiegelt Streeps Wunsch nach authentischeren und vielschichtigeren Charakterdarstellungen im Film wider.
Der Begriff «Vermarveln» bezieht sich auf den Trend in Hollywood, Charaktere in Filmen stark zu vereinfachen und in klare Kategorien von «Gut» und «Böse» einzuteilen, ähnlich wie es oft in Comicverfilmungen von Marvel der Fall ist. Kritiker bemängeln, dass dadurch die Komplexität und Tiefe der Charaktere verloren gehen.
«Der Teufel trägt Prada 2»: Eine Rückkehr zu komplexen Charakteren?
Die Rückkehr von Meryl Streep als Miranda Priestly in «Der Teufel trägt Prada 2» verspricht, genau diese Art von Charakterzeichnung zu bieten. Im ersten Film von 2006 wurde Priestly als gefürchtete und unnahbare Chefin dargestellt. Doch Streep deutete an, dass die Fortsetzung auch eine weichere Seite ihrer Figur zeigen wird. Dies könnte bedeuten, dass der Film sich von der eindimensionalen Darstellung von Charakteren entfernt und stattdessen die menschlichen Facetten und Motivationen hinter Priestlys Handlungen beleuchtet. (Lesen Sie auch: Spice Girls Hologramm: Kommt die Abba-Show auch…)
Was macht «Der Teufel trägt Prada» so besonders?
Der Erfolg von «Der Teufel trägt Prada» beruht nicht nur auf der brillanten Darstellung der Charaktere, sondern auch auf der authentischen Darstellung der Modeindustrie und der zwischenmenschlichen Beziehungen. Anne Hathaway, die in dem Film Andy Sachs spielte, beschrieb die Dreharbeiten als «eine der lustigsten Erfahrungen überhaupt». Sie lobte die Zusammenarbeit mit ihren Co-Stars, insbesondere mit Meryl Streep, Emily Blunt und Stanley Tucci. Hathaway gestand, dass sie Meryl Streep nicht oft genug sage, wie sehr sie sie verehrt. Die Dynamik zwischen den Schauspielern trug maßgeblich zum Erfolg des Films bei und wird auch in der Fortsetzung eine wichtige Rolle spielen.
Wie beeinflusst das «Vermarveln» die Filmindustrie?
Das «Vermarveln» von Filmfiguren hat weitreichende Auswirkungen auf die Filmindustrie. Es führt zu einer Standardisierung von Charakteren und Handlungen, wodurch die Vielfalt und Originalität von Filmen reduziert werden können. Kritiker argumentieren, dass dies zu einer Abnahme der künstlerischen Qualität und zu einer zunehmenden Vorhersehbarkeit von Filmen führt. Meryl Streeps Kritik ist daher ein Appell an Filmemacher, sich auf die Entwicklung von komplexen und glaubwürdigen Charakteren zu konzentrieren, die das Publikum emotional berühren und zum Nachdenken anregen.
Fakten zum Film «Der Teufel trägt Prada»
- Erscheinungsjahr: 2006
- Regie: David Frankel
- Hauptdarsteller: Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt, Stanley Tucci
- Einspielergebnis: Über 326 Millionen US-Dollar weltweit
- Auszeichnungen: Oscar-Nominierung für Meryl Streep als beste Hauptdarstellerin
Die Karriere von Meryl Streep: Ein Leben für die vielschichtige Rolle
Meryl Streep, geboren am 22. Juni 1949 in Summit, New Jersey, gilt als eine der größten Schauspielerinnen aller Zeiten. Ihre Karriere umfasst eine beeindruckende Bandbreite an Rollen, von dramatischen Charakteren in Filmen wie «Sophies Wahl» bis hin zu komödiantischen Darbietungen in Filmen wie «Mamma Mia!». Streep hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter drei Oscars und zahlreiche Golden Globes. Ihr Talent, sich in unterschiedlichste Charaktere hineinzuversetzen und ihnen Tiefe und Glaubwürdigkeit zu verleihen, hat sie zu einer Ikone der Filmindustrie gemacht.
Ein Wendepunkt in ihrer Karriere war zweifellos ihre Rolle in «Sophies Wahl» (1982), für die sie ihren zweiten Oscar gewann. Streep spielte Sophie Zawistowski, eine polnische Immigrantin in New York, die von den Traumata des Holocaust geplagt wird. Ihre Darstellung war so eindringlich und emotional, dass sie Kritiker und Publikum gleichermaßen begeisterte und ihren Ruf als eine der größten Schauspielerinnen ihrer Generation festigte. Die Fähigkeit, solch komplexe und tragische Figuren authentisch darzustellen, zeichnet Streep bis heute aus. (Lesen Sie auch: Kacey Musgraves neues Album: Undercover im Gürteltierkostüm?)
Ihre Filmografie umfasst ein breites Spektrum an Genres und Charakteren, was ihre Vielseitigkeit und ihr Engagement für die Schauspielkunst unterstreicht.
Meryl Streep privat: Was ist aktuell über sie bekannt?
Meryl Streep ist seit 1978 mit dem Bildhauer Don Gummer verheiratet, allerdings gab das Paar im Oktober 2023 bekannt, dass sie seit über sechs Jahren getrennt leben. Zusammen haben sie vier Kinder: Henry Wolfe Gummer, Mamie Gummer, Grace Gummer und Louisa Jacobson Gummer. Die Familie hält sich weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus, und Streep selbst ist nicht für ihre aktive Präsenz in den sozialen Medien bekannt.
Streep lebt in Salisbury, Connecticut, abseits des Rampenlichts von Hollywood. Sie legt großen Wert auf ihre Privatsphäre und versucht, ein normales Leben zu führen, trotz ihres immensen Erfolgs als Schauspielerin. Ihre Kinder sind ebenfalls in kreativen Berufen tätig, was zeigt, dass das künstlerische Talent in der Familie liegt.
Ein aktuelles Highlight in Meryl Streeps Leben ist zweifellos ihre Rückkehr in «Der Teufel trägt Prada 2». Fans auf der ganzen Welt sind gespannt darauf, wie sie die Rolle der Miranda Priestly erneut interpretieren wird und welche neuen Facetten sie der Figur verleihen wird. Die Fortsetzung des Kultfilms verspricht, ein weiteres Kapitel in Streeps beeindruckender Karriere zu werden.
Häufig gestellte Fragen
Wie alt ist Meryl Streep?
Meryl Streep wurde am 22. Juni 1949 geboren und ist somit aktuell 74 Jahre alt. Sie gehört zu den erfahrensten und renommiertesten Schauspielerinnen Hollywoods und hat eine beeindruckende Karriere hinter sich.
Hat Meryl Streep einen Partner/ist verheiratet?
Meryl Streep war seit 1978 mit dem Bildhauer Don Gummer verheiratet. Im Oktober 2023 wurde jedoch bekannt, dass das Paar seit über sechs Jahren getrennt lebt. Eine offizielle Scheidung wurde bisher nicht bekannt gegeben.
Hat Meryl Streep Kinder?
Ja, Meryl Streep hat vier Kinder: Henry Wolfe Gummer, Mamie Gummer, Grace Gummer und Louisa Jacobson Gummer. Alle ihre Kinder sind ebenfalls in kreativen Berufen tätig, was die künstlerische Ader der Familie unterstreicht. (Lesen Sie auch: Boy George Irischer Pass: Hommage an Mutter…)
Was bedeutet Meryl Streeps Kritik am «Vermarveln» von Filmfiguren?
Streep kritisiert damit den Trend, Charaktere in Filmen zu stark zu vereinfachen und in reine Gut-Böse-Kategorien einzuteilen. Sie plädiert für mehr Vielschichtigkeit und Komplexität in den Charakterdarstellungen, um die Realität des Lebens besser widerzuspiegeln.
Wann kommt «Der Teufel trägt Prada 2» in die Kinos?
Ein konkreter Kinostarttermin für «Der Teufel trägt Prada 2» ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht bekannt. Die Ankündigung der Fortsetzung hat jedoch bereits große Vorfreude bei den Fans des ersten Films ausgelöst.
Meryl Streeps Kritik am Vermarveln von Filmfiguren ist ein wichtiger Impuls für die Filmindustrie. Sie erinnert daran, dass das Kino mehr sein kann als nur Unterhaltung. Es kann auch ein Spiegel der Gesellschaft sein, der die Komplexität und Vielschichtigkeit des menschlichen Lebens widerspiegelt. Ihre Rückkehr in «Der Teufel trägt Prada 2» ist eine Chance, diese Vision in die Tat umzusetzen und einen Film zu schaffen, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Die Erwartungen sind hoch, und die Fans sind gespannt darauf, zu sehen, wie Meryl Streep die Rolle der Miranda Priestly erneut zum Leben erweckt.





