Der Kampf um das Leben des gestrandeten Buckelwals vor der Ostsee-Insel Poel geht in die entscheidende Phase. Mit Sandsäcken und einer künstlich angelegten Rinne versuchen Helfer, den Wal vor dem Flachwasser zu bewahren und ihm den Weg zurück in die Freiheit zu ermöglichen. Ob diese Maßnahmen greifen, ist noch ungewiss, doch die Zeit drängt.

| Event | Ergebnis | Datum | Ort | Schlüsselmomente |
|---|---|---|---|---|
| Rettungsaktion Buckelwal | Ungewiss | Laufend | Kirchsee-Bucht, Poel | Ausbringung von Sandsäcken, Fertigstellung einer Rinne |
Warum wurde die ursprüngliche Rettungsaktion abgebrochen?
Die ursprünglich geplante Bergung des Buckelwals mit einer Plane und Pontons musste aufgegeben werden. Die genauen Gründe dafür wurden nicht offiziell genannt, es wird aber vermutet, dass die Wetterbedingungen und der Zustand des Wals eine sichere Durchführung unmöglich machten.
Die wichtigsten Fakten
- Buckelwal liegt seit Tagen in einer künstlichen Mulde vor Poel.
- Rund 40 mit Sand gefüllte Big Bags sollen als Barriere dienen.
- Eine 110 Meter lange Rinne soll den Wal in tieferes Wasser führen.
- Der Einsatz einer Barge ist geplant, aber noch nicht bestätigt.
Der neue Plan: Sandsäcke und eine Rinne
Die private Hilfsinitiative für den gestrandeten Buckelwal hat einen neuen Plan entwickelt, um das Tier zu retten. Wie Stern berichtet, wurden rund 40 sogenannte Big Bags, riesige mit Sand gefüllte Säcke, mit einem Schwimmponton in die Kirchsee-Bucht gebracht. Dort, in einer künstlich ausgehobenen Mulde nahe der Insel Poel, liegt der Wal seit Tagen. Die Sandsäcke sollen als Barriere dienen und verhindern, dass sich der rund zwölf Meter lange Meeressäuger bei steigendem Wasserstand noch weiter in die Flachwasserzone verirrt.
Parallel dazu wurde fieberhaft an einer rund 110 Meter langen Rinne gearbeitet. Diese Rinne, etwa zwei Meter tief, soll von der Mulde des Wals in tieferes Wasser führen. Die Idee ist, dass der Buckelwal Poel durch diese Rinne selbstständig in tiefere Gewässer schwimmen oder gegebenenfalls gezogen werden kann. Die Helfer hoffen, dass der Wal instinktiv dem tieferen Wasser folgt und so den Weg zurück in die Ostsee findet.
Die Barge als letzte Option
Für den Fall, dass der Wal die Rinne nicht selbstständig nutzt, ist der Einsatz einer sogenannten Barge geplant. Eine Barge ist eine Art nicht selbstfahrender Lastkahn, der abgesenkt werden kann. Der Plan sieht vor, den Wal auf diese Barge zu verladen und ihn dann in tieferes Wasser zu transportieren. Allerdings ist diese Barge noch nicht vor Ort und der Einsatz noch nicht endgültig genehmigt. (Lesen Sie auch: Buckelwal Poel: Gestrandeter: Backhaus: Go)
Die Arbeiten werden durch den starken Wind und den damit verbundenen Wellengang erheblich erschwert. Die Helfer müssen unter schwierigen Bedingungen arbeiten, um die Sandsäcke zu platzieren und die Rinne fertigzustellen. Jeder Handgriff muss sitzen, denn die Zeit drängt.
Buckelwale sind faszinierende Meeressäuger, die normalerweise in den Weltmeeren zu Hause sind. Es ist äußerst selten, dass sich ein Buckelwal in die Ostsee verirrt und dort strandet. Die Gründe für dieses Verhalten sind vielfältig und oft nicht vollständig geklärt. Es können Orientierungsprobleme, Krankheiten oder auch die Suche nach Nahrung eine Rolle spielen.
Das Ministerium muss zustimmen
Obwohl die Hilfsinitiative mit Hochdruck an der Rettung des Buckelwals arbeitet, fehlt noch das endgültige «Go» des zuständigen Ministeriums. Der neue Transportplan muss von den Behörden genehmigt werden, bevor er umgesetzt werden kann. Es ist zu hoffen, dass die Entscheidung schnell fällt, denn jeder verlorene Tag erhöht das Risiko für den Wal.
Die zunächst vorgesehene Transportmethode mit Plane und Pontons erwies sich als nicht praktikabel. Die Gründe dafür wurden nicht detailliert erläutert, aber es ist anzunehmen, dass die Größe und das Gewicht des Wals sowie die schwierigen Bedingungen vor Ort eine sichere Durchführung verhinderten.
Was bedeutet das für den Buckelwal?
Die Situation des Buckelwals vor Poel ist kritisch. Je länger er im Flachwasser liegt, desto größer ist das Risiko von gesundheitlichen Problemen. Die mangelnde Bewegungsfreiheit, der Stress und die ungewohnte Umgebung können zu einer Schwächung des Tieres führen. Auch die Gefahr von Verletzungen durch den Kontakt mit dem Meeresboden oder durch Kollisionen mit Booten steigt mit der Zeit. (Lesen Sie auch: Buckelwal Poel: Vor: Entscheidung über neuen)
Die Rettungsaktion ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Helfer setzen alles daran, den Wal so schnell wie möglich in tieferes Wasser zu bringen und ihm so die Chance auf ein Überleben zu ermöglichen. Ob ihre Bemühungen von Erfolg gekrönt sein werden, ist jedoch noch ungewiss.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz spielt eine entscheidende Rolle bei der Genehmigung und Unterstützung solcher Rettungsaktionen.
Es ist wichtig, den gestrandeten Wal nicht zu stören und ausreichend Abstand zu halten. Unnötiger Lärm und Annäherungsversuche können das Tier zusätzlich stressen und die Rettungsbemühungen behindern.
Die Taktik der Helfer unter der Lupe
Die Entscheidung, auf Sandsäcke und eine Rinne zu setzen, ist ein pragmatischer Ansatz, der auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnitten ist. Die Sandsäcke sollen verhindern, dass der Wal bei steigendem Wasserstand noch weiter in die Flachwasserzone gerät. Die Rinne soll ihm einen Weg in tieferes Wasser bahnen. Ob diese Taktik aufgeht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem vom Verhalten des Wals und den Wetterbedingungen.
Der Einsatz einer Barge ist eine Option für den Notfall, falls der Wal die Rinne nicht nutzt. Allerdings ist der Transport eines so großen und schweren Tieres mit erheblichen Risiken verbunden. Es ist daher wichtig, alle Eventualitäten zu berücksichtigen und den Transport sorgfältig zu planen.

Die Helfer vor Ort arbeiten mit großem Engagement und Kreativität an der Rettung des Buckelwals. Sie passen ihre Taktik ständig an die Gegebenheiten an und lassen nichts unversucht, um dem Tier zu helfen. Ihr Einsatz ist bewundernswert und verdient höchste Anerkennung. (Lesen Sie auch: Gestrandeter Buckelwal: Viel Wal-Drama in Deutschland -…)
Die Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM) setzt sich für den Schutz der Meere und ihrer Bewohner ein und leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über die Bedrohung von Meeressäugern.
Wie geht es weiter?
Die nächsten Stunden und Tage werden entscheidend sein für das Schicksal des Buckelwals vor Poel. Die Helfer werden weiterhin alles daransetzen, den Wal in tieferes Wasser zu bringen und ihm so die Chance auf ein Überleben zu ermöglichen. Es bleibt zu hoffen, dass ihre Bemühungen von Erfolg gekrönt sein werden und der Wal bald wieder in seinem natürlichen Lebensraum schwimmen kann.
Die Rettungsaktion für den Buckelwal Poel ist ein Beispiel für den Einsatz und die Hilfsbereitschaft von Menschen, die sich für den Schutz der Meere und ihrer Bewohner engagieren. Sie zeigt, dass auch in schwierigen Situationen Hoffnung besteht und dass mit Kreativität und Engagement viel erreicht werden kann.
Die WWF setzt sich weltweit für den Schutz von Walen und anderen Meeressäugern ein und unterstützt Projekte zur Rettung gestrandeter Tiere.
Es bleibt zu hoffen, dass die aktuelle Rettungsaktion erfolgreich ist und der Buckelwal Poel bald wieder in seinem natürlichen Lebensraum, der Ostsee, schwimmen kann. Der unermüdliche Einsatz der Helfer vor Ort verdient höchste Anerkennung und zeigt, wie wichtig es ist, sich für den Schutz der Meere und ihrer Bewohner einzusetzen. (Lesen Sie auch: Wal Insel Poel: Rettung des Gestrandeten Wals…)



