Der neue EVN Stromtarif, der seit dem 1. April 2026 verfügbar ist, sorgt für Aufsehen in Niederösterreich. Einerseits lockt der Tarif mit günstigeren Konditionen, andererseits gibt es Kritik an den damit verbundenen Änderungen. Kunden der EVN, dem größten Energieversorger des Bundeslandes, sollten die Details genau prüfen, um zu entscheiden, ob ein Wechsel sinnvoll ist.

Hintergrund zum neuen EVN Stromtarif
Die Energiepreise sind seit einiger Zeit ein viel diskutiertes Thema. Viele Haushalte suchen nach Möglichkeiten, ihre Energiekosten zu senken. Die EVN reagiert darauf mit der Einführung eines neuen Tarifs, der niedrigere Preise pro Kilowattstunde verspricht. Dieser Schritt erfolgt in einer Zeit, in der viele Energieversorger ihre Preise aufgrund der Marktentwicklungen anpassen. Die E-Control bietet einen Überblick über die aktuelle Situation am Energiemarkt.
Aktuelle Entwicklung: Details zum neuen Tarif
Der neue Tarif der EVN bietet einen durchschnittlichen Preis von 10 Cent pro Kilowattstunde. Laut noe.ORF.at gibt es zusätzlich ein «Sonnenfenster» von April bis September, in dem der Preis zwischen 10 und 16 Uhr auf 6,9 Cent sinkt. Dieses Angebot gilt sowohl für Bestands- als auch für Neukunden, selbst solche mit bestehenden Verträgen bis 2026. EVN-Sprecher Stefan Zach betont gegenüber den NÖN, dass der Wechsel ab dem 1. April im EVN-Kundenportal möglich ist. (Lesen Sie auch: Evn senkt Strompreise: Was der neue Tarif…)
Es gibt jedoch auch eine Kehrseite: Wie die SPÖ Niederösterreich kritisiert, steigt gleichzeitig die Grundgebühr von 72 auf 86,40 Euro. EVN-Sprecher Stefan Zach entgegnet, dass sich ein Durchschnittshaushalt durch den günstigeren Tarif dennoch etwa 190 Euro pro Jahr sparen könne. Dieses Sparpotenzial berücksichtigt bereits die erhöhte Grundgebühr.
Reaktionen und Kritik am neuen EVN Stromtarif
Die Einführung des neuen Tarifs hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Während viele Kunden die Möglichkeit zur Kostensenkung begrüßen, äußert die SPÖ Niederösterreich Bedenken. SPÖ-Niederösterreich-Chef Sven Hergovich bezeichnet den neuen Tarif als «Aprilscherz», da gleichzeitig die Grundgebühr erhöht wurde und die Laufzeit auf ein Jahr begrenzt ist. Er fordert von der Landesregierung eine «echte Entlastung der Bevölkerung».
Die EVN verteidigt den neuen Tarif und betont das Sparpotenzial für die Kunden. Geschäftsführer Herwig Hauenschild erklärt gegenüber der Oe24, dass Kunden, die ihren Verbrauch in das «Sonnenfenster» verlagern, zusätzlich sparen können. (Lesen Sie auch: Trump News: Eskalation im Iran? Was die…)
Was bedeutet der neue EVN Stromtarif für Kunden?
Der neue EVN Stromtarif bietet sowohl Chancen als auch Herausforderungen für die Kunden. Einerseits können Haushalte, die ihren Stromverbrauch bewusst steuern und in das «Sonnenfenster» verlagern, ihre Kosten deutlich senken. Andererseits sollten Kunden die erhöhte Grundgebühr und die begrenzte Laufzeit von einem Jahr berücksichtigen. Es ist ratsam, den eigenen Stromverbrauch zu analysieren und zu prüfen, ob der neue Tarif tatsächlich die günstigste Option darstellt. Die EVN-Website bietet Informationen und Beratung zum Tarifwechsel.
Die Tabelle zeigt eine Beispielrechnung für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh:

| Tarif | Preis pro kWh (Hauptzeit) | Preis pro kWh («Sonnenfenster») | Grundgebühr pro Jahr | Geschätzte jährliche Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Alter Tarif (angenommen) | 12 Cent | – | 72 Euro | 492 Euro |
| Neuer Tarif | 10,5 Cent | 6,9 Cent | 86,40 Euro | Ca.Die Reaktion der Kunden und die weitere Entwicklung der Energiepreise werden entscheidend sein. Die EVN hat angekündigt, ihren Kunden nach Ablauf des ersten Jahres ein neues Angebot zu unterbreiten. Es ist daher wichtig, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und die eigenen Optionen regelmäßig zu prüfen. (Lesen Sie auch: Trump News: Rede zur Iran-Strategie sorgt für…)
Häufig gestellte Fragen zu neuer evn stromtarifWelche Vorteile bietet der neue EVN Stromtarif genau?Der neue EVN Stromtarif bietet im Durchschnitt einen günstigeren Preis pro Kilowattstunde. Besonders attraktiv ist das «Sonnenfenster» von April bis September, in dem der Preis zwischen 10 und 16 Uhr deutlich sinkt. Dies ermöglicht es Kunden, durch Verlagerung des Verbrauchs zusätzlich zu sparen. Gibt es auch Nachteile beim neuen EVN Stromtarif?Ja, ein Nachteil ist die Erhöhung der Grundgebühr von 72 auf 86,40 Euro pro Jahr. Zudem ist die Laufzeit des Tarifs auf ein Jahr begrenzt. Kunden sollten daher ihren individuellen Verbrauch prüfen, um festzustellen, ob sich der Wechsel lohnt. Wie kann ich zum neuen EVN Stromtarif wechseln?Der Wechsel zum neuen EVN Stromtarif ist ab dem 1. April im EVN-Kundenportal online möglich. EVN-Kundendienstzentren und die EVN-Bustour (ab 7. April) bieten ebenfalls Unterstützung beim Tarifwechsel an. Es ist ratsam, sich vorab über die Bedingungen zu informieren. (Lesen Sie auch: Twitch-Streamer in Baltimore ausgeraubt: Live-Übertragung) Für wen lohnt sich der neue EVN Stromtarif besonders?Der neue Tarif lohnt sich besonders für Haushalte, die ihren Stromverbrauch flexibel gestalten und in das «Sonnenfenster» verlagern können. Wer beispielsweise Waschmaschine oder Geschirrspüler vorwiegend zwischen 10 und 16 Uhr nutzt, kann von den günstigeren Preisen profitieren. Was passiert nach Ablauf des ersten Jahres beim neuen EVN Stromtarif?Nach Ablauf des ersten Jahres wird die EVN ihren Kunden ein neues Angebot unterbreiten. Es ist daher wichtig, die Entwicklungen am Energiemarkt aufmerksam zu verfolgen und die eigenen Optionen regelmäßig zu prüfen, um sicherzustellen, dass man weiterhin den günstigsten Tarif nutzt. Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben. ![]() |
