Wolfgang Grupp Suizidversuch: Wer, was, wann, wo und warum? Der ehemalige Trigema-Chef Wolfgang Grupp sprach offen über seinen Suizidversuch im Sommer 2025. Kurz vor seinem 84. Geburtstag im April 2026 betonte er, dass dies ein schwerwiegender Fehler war, den er niemals wiederholen würde. Er reflektierte über das Gefühl, nach der Übergabe der Firma an Bedeutung verloren zu haben.
Zusammenfassung
- Wolfgang Grupp sprach über seinen Suizidversuch im Sommer 2025.
- Er bezeichnete die Tat als einen gravierenden Fehler.
- Grupp litt unter Altersdepressionen nach der Firmenübergabe.
- Er plant nun seine eigene Beerdigung und genießt die Zeit mit seinem Enkelkind.
Wolfgang Grupp über seinen Suizidversuch
Wolfgang Grupp, der ehemalige Chef des Textilunternehmens Trigema, hat sich im Sommer 2025 das Leben nehmen wollen. Nun, kurz vor seinem 84. Geburtstag, äußerte er sich gegenüber Gala zu diesem Vorfall. Es sei ein Fehler gewesen, den er nicht wiederholen würde. Er habe daraus gelernt und die Sache für sich abgeschlossen.

Im Gespräch mit der Bild-Zeitung sagte Grupp: «Mir geht es soweit gut. Ich habe einen gravierenden Fehler gemacht. Das würde ich nie wiederholen. Aber man macht Fehler, daraus lernt man – und für mich ist das abgehakt.» Er sprach von einer «Kurzschlusshandlung».
Der Unternehmer hatte nach 55 Jahren die Firma an seine Kinder und seine Frau übergeben. Plötzlich habe er das Gefühl gehabt, nicht mehr gebraucht zu werden. «Ich habe immer gesagt: Das Schönste im Leben ist nicht, sein Geld zu zählen, sondern das Gefühl zu haben, gebraucht zu werden. Und plötzlich hatte ich dieses Gefühl nicht mehr. Natürlich haben wir ein sehr gutes Verhältnis in der Familie. Aber wenn man ehrlich ist, läuft es auch ohne mich. Das muss man erst einmal verkraften.»
Wolfgang Grupp führte Trigema über Jahrzehnte und war bekannt für seinen konservativen Führungsstil und sein Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland. Er übergab das Unternehmen im Jahr 2024 an seine Kinder.
Die Altersdepressionen und die Reaktion der Öffentlichkeit
Einige Wochen nach seinem Suizidversuch veröffentlichte Wolfgang Grupp einen offenen Brief, in dem er seine «Altersdepressionen» thematisierte. Dieses Thema bewegte viele Menschen. Er erhielt über 2000 Zuschriften, in denen ihm Menschen von ähnlichen Erfahrungen berichteten. «Ich habe über 2000 Zuschriften bekommen, und ich war ganz überrascht. 80, 90 Prozent haben mir mitgeteilt, dass sie in einer ähnlichen Situation waren. Ich kriege heute noch fast jeden Tag ein, zwei Briefe. Also es ist weiter verbreitet, als ich gedacht habe», so Grupp. (Lesen Sie auch: Christian Ulmen: Christian Ulmens Anwälte reagieren –…)
Die Offenheit, mit der Wolfgang Grupp über seine psychische Gesundheit sprach, trug dazu bei, das Thema Altersdepressionen in die öffentliche Diskussion zu bringen. Viele Betroffene fühlten sich verstanden und ermutigt, über ihre eigenen Probleme zu sprechen. Die Deutsche Depressionshilfe bietet Informationen und Unterstützung für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige.
Wie geht es Wolfgang Grupp heute?
Nachdem Wolfgang Grupp in diesem Jahr zum ersten Mal Großvater geworden ist, widmet er sich nun seinem nächsten großen Projekt: seiner eigenen Beerdigung. Er plane jedes Detail selbst, von der Musik bis zur Gästeliste. Dies sei für ihn eine Möglichkeit, die Kontrolle zu behalten und seinen Abschied nach seinen eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Zudem genießt er die Zeit mit seinem Enkelkind. Die neue Rolle als Großvater habe ihm neue Perspektiven und Freude am Leben gegeben. Er verbringe viel Zeit mit seiner Familie und engagiere sich weiterhin in verschiedenen Projekten.
Trotz der schwierigen Phase, die er durchlebt hat, blickt Wolfgang Grupp nun optimistisch in die Zukunft. Er habe aus seinen Fehlern gelernt und schätze die positiven Aspekte seines Lebens mehr denn je.
Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, unter Depressionen oder Suizidgedanken leidet, suchen Sie sich professionelle Hilfe. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 erreichbar. (Lesen Sie auch: Kathrin Menzinger verlobt: Liebesglück nach Trennung)
Welche Lehren zieht Wolfgang Grupp aus seinem Suizidversuch?
Wolfgang Grupp hat aus seinem Suizidversuch gelernt, dass es wichtig ist, sich auch nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben eine Aufgabe und einen Sinn im Leben zu suchen. Das Gefühl, gebraucht zu werden, sei essentiell für das Wohlbefinden. Er rät anderen Menschen in ähnlichen Situationen, offen über ihre Gefühle zu sprechen und sich professionelle Hilfe zu suchen, wenn nötig. Die Erkenntnis, dass er mit seinen Problemen nicht allein ist, habe ihm sehr geholfen.
Er betont, wie wichtig es ist, ein gutes Verhältnis zur Familie zu pflegen und sich neuen Hobbys und Interessen zu widmen. Auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit, wie er sie durch die Planung seiner Beerdigung betreibt, könne helfen, das Leben bewusster wahrzunehmen und zu schätzen.
Die Rolle der Familie im Leben von Wolfgang Grupp
Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten nach der Firmenübergabe betont Wolfgang Grupp das gute Verhältnis zu seiner Familie. Er schätzt die Unterstützung seiner Frau und Kinder und genießt die Zeit mit seinem Enkelkind. Die Familie sei für ihn ein wichtiger Anker und Halt in schwierigen Zeiten. Er habe gelernt, dass es wichtig ist, offen über seine Gefühle zu sprechen und sich Hilfe zu suchen, wenn nötig.
Die Übergabe der Firma an die nächste Generation sei ein wichtiger Schritt gewesen, auch wenn er anfangs Schwierigkeiten hatte, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Er sei stolz auf seine Kinder und deren Engagement für das Unternehmen.
Wie geht es weiter?
Wolfgang Grupp plant, sich weiterhin für soziale Projekte zu engagieren und seine Erfahrungen an andere Menschen weiterzugeben. Er möchte dazu beitragen, das Thema Altersdepressionen zu enttabuisieren und Betroffenen Mut zu machen, sich Hilfe zu suchen. Auch die Planung seiner eigenen Beerdigung beschäftigt ihn weiterhin. Er möchte sicherstellen, dass sein Abschied seinen Vorstellungen entspricht und ein würdevoller Abschluss seines Lebens ist. (Lesen Sie auch: Olaf Heine: Prominente feiern Starfotografen in Rostocker)

Sein Fokus liegt nun auf der Familie und der Freude am Leben. Er genießt die Zeit mit seinem Enkelkind und schätzt die kleinen Dinge im Alltag mehr denn je.
Häufig gestellte Fragen
Warum sprach Wolfgang Grupp öffentlich über seinen Suizidversuch?
Wolfgang Grupp sprach offen über seinen Suizidversuch, um das Thema Altersdepressionen zu enttabuisieren und andere Betroffene zu ermutigen, sich Hilfe zu suchen. Er wollte zeigen, dass auch erfolgreiche Menschen von psychischen Problemen betroffen sein können.
Welche Rolle spielte die Übergabe der Firma bei seinem Suizidversuch?
Nach der Übergabe des Unternehmens an seine Kinder fühlte sich Wolfgang Grupp nicht mehr gebraucht. Er hatte das Gefühl, seinen Lebensinhalt verloren zu haben, was zu Altersdepressionen und schließlich zu seinem Suizidversuch führte. (Lesen Sie auch: Heino Ferch zurück im Rampenlicht: «Spuren des…)
Wie hat die Öffentlichkeit auf Wolfgang Grupps Offenbarung reagiert?
Die Öffentlichkeit reagierte mit großem Mitgefühl und Verständnis. Wolfgang Grupp erhielt über 2000 Zuschriften von Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten. Seine Offenheit trug dazu bei, das Thema Altersdepressionen in die öffentliche Diskussion zu bringen.
Was plant Wolfgang Grupp für seine Zukunft?
Wolfgang Grupp genießt die Zeit mit seiner Familie, insbesondere mit seinem Enkelkind. Er plant seine eigene Beerdigung und engagiert sich weiterhin für soziale Projekte. Sein Ziel ist es, anderen Menschen Mut zu machen und das Thema Altersdepressionen zu enttabuisieren.
Wo können Betroffene Hilfe bei Altersdepressionen finden?
Betroffene können sich an die Telefonseelsorge (0800-1110111) oder die Deutsche Depressionshilfe wenden. Es gibt auch zahlreiche Beratungsstellen und Therapieangebote für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige.
Wolfgang Grupp’s offener Umgang mit seinem Suizidversuch und seinen Altersdepressionen hat eine wichtige Debatte angestoßen. Er zeigt, dass psychische Gesundheit jeden betrifft und dass es wichtig ist, darüber zu sprechen und sich Hilfe zu suchen.




