Der CDU-Politiker Hagel Manuel ist, Stand 27.02.2026, eine der zentralen Figuren in der deutschen Politik, insbesondere in Baden-Württemberg. Als Landesvorsitzender und Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl 2026 steht er im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Seine bisherige Karriere ist von einem schnellen Aufstieg geprägt, doch jüngste Debatten werfen auch kritische Fragen auf.
Manuel Hagel ist ein deutscher Politiker der Christlich Demokratischen Union (CDU) und seit 2021 Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg. Seit November 2023 ist er zudem Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg und deren Spitzenkandidat für die kommende Landtagswahl. Seine politische Laufbahn begann bereits in jungen Jahren in der Kommunalpolitik.
Inhaltsverzeichnis
Wer ist Manuel Hagel? Ein politisches Porträt
Manuel Hagel wurde am 1. Mai 1988 in Ehingen an der Donau geboren. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann und Weiterbildungen zum Bankfach- und Bankbetriebswirt erwarb er den akademischen Grad des diplomierten Bankbetriebswirts an der Frankfurt School of Finance & Management. Bevor er hauptberuflich in die Politik wechselte, war er als Filialdirektor bei der Sparkasse Ulm in seiner Heimatstadt Ehingen tätig. Hagel ist römisch-katholisch, verheiratet und Vater von drei Söhnen.
Hagels politischer Werdegang: Von der Kommunalpolitik an die Spitze
Der politische Aufstieg von Hagel Manuel begann früh. Bereits 2006 trat er in die CDU ein. Sein erstes politisches Mandat übernahm er 2009 als 21-Jähriger im Gemeinderat seiner Heimatstadt Ehingen. Es folgten verschiedene Positionen in der Jungen Union, bevor er 2016 in den Landtag von Baden-Württemberg einzog. Dort machte er schnell Karriere: Von 2016 bis 2021 war er Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg.
Im Mai 2021 wurde er zum Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion gewählt. Eine weitere wichtige Stufe seiner Karriere erreichte er im Juni 2023, als er den Vorsitz der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz übernahm. Schließlich wurde Manuel Hagel im November 2023 zum Landesvorsitzenden der CDU Baden-Württemberg und im Mai 2025 zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2026 gekürt. Dieser Werdegang zeigt einen strategisch denkenden Politiker, der es verstand, sich innerhalb seiner Partei zu positionieren. Ein Thema, das in seiner politischen Arbeit immer wieder eine Rolle spielt, ist die Digitalisierung, auch wenn er hier bisher nicht als ausgewiesener Experte galt. Beispielsweise leitete er die Verhandlungsgruppe zum Thema Digitalisierung bei den Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene 2025.
Kontroverse um Aussagen über eine Schülerin
Kurz vor der Landtagswahl 2026 geriet Hagel Manuel durch ein acht Jahre altes Video in die Kritik. In einem Interview aus dem Jahr 2018 beim Lokalsender Regio TV Schwaben berichtete der damals 29-jährige Hagel von einem Schulbesuch. Er schilderte, dass die Klasse zu 80 Prozent aus Mädchen bestanden habe und fügte hinzu: „Da gibt’s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen.“ Besonders für Aufsehen sorgte seine Beschreibung einer Schülerin: „Ich werd’s nie vergessen, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“
Diese Äußerungen wurden von der Grünen-Bundestagsabgeordneten Zoe Mayer kurz vor der Wahl erneut öffentlich gemacht und lösten eine Welle der Kritik aus. Der Vorwurf des Sexismus wurde laut, da Hagel eine minderjährige Schülerin auf ihr Äußeres reduziert und die Situation sexualisiert habe. Hagel selbst bezeichnete den Einstieg in das damalige Interview als „Mist“ und gab an, dass seine Frau ihm schon damals „den Kopf gewaschen“ habe.
Kritik und Verteidigung im politischen Streit
Die Veröffentlichung des Videos kurz vor der Wahl wurde von einigen als gezielte politische Kampagne bewertet. Die Debatte zeigt, wie in Zeiten von Social Media alte Äußerungen schnell eine neue, brisante Dynamik entwickeln können. Kritiker werfen Hagel Manuel ein problematisches Frauenbild und mangelndes Urteilsvermögen vor.
Allerdings gab es auch Stimmen, die Hagel verteidigten. Sein schärfster politischer Konkurrent, der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir, nahm ihn in einer TV-Debatte in Schutz und äußerte die Überzeugung, Hagel würde sich heute nicht mehr so äußern. Auch der ehemalige Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) verteidigte Hagel und kritisierte die „Sittenpolizei“ in der öffentlichen Debatte. Die Kontroverse könnte den Ausgang der Landtagswahl beeinflussen, da der Vorsprung der CDU vor den Grünen in Umfragen zuletzt geschmolzen war. Für eine mögliche Koalition, wie etwa eine schwarz-grüne oder grün-schwarze Regierung, könnte der Umgang der beiden Spitzenkandidaten miteinander entscheidend sein. Der Vorfall führte auch zu einer breiteren Diskussion über Sexismus in der Politik und den Umgang mit Fehlern von Politikern.
Politische Positionen von Manuel Hagel
Inhaltlich vertritt Hagel Manuel klassische Positionen der CDU. Er betont die Bedeutung von Werten und den Dialog mit den Bürgern. Sein politisches Handeln sei vom christdemokratischen Menschenbild geleitet. Er setzt sich für ein „starkes Deutschland“ durch „starke Länder“ ein und hat eine „Agenda der Zuversicht“ für Baden-Württemberg vorgestellt. Außenpolitisch fordert er konkrete Taten zur Unterstützung Israels und positioniert die CDU als „Heimat für echte Patrioten“. In gesellschaftspolitischen Debatten, wie der um eine längere Lebensarbeitszeit, bezieht er klar Position. Passend dazu ist einer seiner Leitsätze ein Zitat von Viktor Frankl: „Werte kann man nicht lehren, sondern nur vorleben.“
Im Bereich der inneren Sicherheit und Migration vertritt er die Linie seiner Partei, die einen Fokus auf Ordnung und Steuerung legt. Als Mitglied im Ausschuss für Inneres, Digitalisierung und Migration hat er diese Themen im Landtag mitgestaltet. Ein klares Bekenntnis legte er auch in einer vielbeachteten Rede gegen Antisemitismus im Landtag ab. Die Aufklärung von Straftaten ist ihm dabei ein wichtiges Anliegen.
Manuel Hagel privat: Zwischen Familie und Ehrenamt
Abseits der Politik lebt Manuel Hagel mit seiner Frau Franziska und den drei gemeinsamen Söhnen in seiner Heimatstadt Ehingen an der Donau. In seiner Freizeit interessiert er sich für Literatur, treibt Sport und ist als Jäger aktiv. Sein Engagement in der Heimat ist vielfältig. Er ist Mitglied in zahlreichen lokalen Vereinen, wie der Narrenzunft Spritzenmuck und der historischen Bürgerwache. Zudem engagiert er sich ehrenamtlich in den Stiftungsräten der Bürgerstiftung Ehingen und der Ernst-und-Anna-Rumler-Stiftung. Diese lokale Verankerung ist ein wichtiger Teil seines politischen Profils und seiner persönlichen Identität. Seine politische Karriere begann mit einem lokalen Streit um einen Kunstrasenplatz, was seine Verbundenheit zur Kommunalpolitik unterstreicht. Im Gegensatz zu manchen Stars und Sternchen sucht er die Nähe zur Basis.
Tabelle: Politischer Werdegang von Manuel Hagel (Auszug)
| Jahr | Position / Ereignis | Quelle |
|---|---|---|
| 2006 | Eintritt in die CDU | Wikipedia |
| 2009 | Mitglied des Gemeinderats Ehingen | Munzinger |
| 2016 | Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg | Wikipedia |
| 2016 – 2021 | Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg | Wikipedia |
| 2021 | Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion | Wikipedia |
| 2023 | Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz | Wikipedia |
| 2023 | Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg | Wikipedia |
| 2025 | Wahl zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2026 | Wikipedia |
FAQ zu Manuel Hagel
Wer ist Manuel Hagel?
Manuel Hagel, geboren 1988, ist ein deutscher CDU-Politiker. Er ist seit 2021 Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Baden-Württemberg, seit 2023 Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg und Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2026.
Warum steht Manuel Hagel in der Kritik?
Hagel steht wegen eines acht Jahre alten Videos in der Kritik, in dem er als 29-Jähriger abfällige und als sexistisch empfundene Bemerkungen über eine minderjährige Schülerin machte. Er beschrieb ihr Aussehen und kommentierte den hohen Mädchenanteil in der Klasse.
Was war Manuel Hagels Beruf vor der Politik?
Vor seiner Vollzeitkarriere in der Politik absolvierte Manuel Hagel eine Ausbildung zum Bankkaufmann und war zuletzt als Filialdirektor der Sparkasse Ulm in Ehingen tätig.
Welche politischen Ämter hat Manuel Hagel?
Manuel Hagel ist CDU-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg, Fraktionsvorsitzender im Landtag, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz, Mitglied des Landtags, Kreisrat und Stadtrat in Ehingen.
Ist Manuel Hagel verheiratet?
Ja, Manuel Hagel ist verheiratet. Er und seine Frau Franziska haben drei Söhne und leben in Ehingen an der Donau.
Fazit
Die politische Laufbahn von Hagel Manuel ist beeindruckend und zeugt von großem Ehrgeiz und strategischem Geschick. Er hat es geschafft, sich an die Spitze der CDU in Baden-Württemberg zu kämpfen und gilt als Hoffnungsträger seiner Partei. Die jüngste Kontroverse um seine früheren Aussagen zeigt jedoch auch eine verletzliche Flanke und wirft Fragen zu seinem Frauenbild und seiner Professionalität auf. Der Ausgang der Landtagswahl 2026 wird zeigen, wie die Wählerinnen und Wähler seine politische Arbeit und seine Person bewerten und ob der Vorfall seine Chancen auf das Amt des Ministerpräsidenten nachhaltig beeinträchtigt.
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