Juventus Turin, auch bekannt als die „Alte Dame“, ist am 25.02.2026 eines der zentralen Themen im europäischen Fußball. Der italienische Rekordmeister aus Turin steht unter der Leitung des erfahrenen Trainers Luciano Spalletti vor entscheidenden Wochen in der Serie A und den europäischen Wettbewerben. Der Verein, der für seine reiche Geschichte, seine leidenschaftlichen Fans und seine zahlreichen Erfolge bekannt ist, bleibt ein Gigant des Weltfußballs.
Juventus ist der erfolgreichste Fußballverein Italiens und hat eine beeindruckende Sammlung nationaler und internationaler Titel. Mit 36 Meisterschaften („Scudetti“) ist der Klub unangefochtener Rekordmeister. Diese Dominanz prägt das Selbstverständnis des Vereins und die Erwartungshaltung der Tifosi, der leidenschaftlichen Anhänger.
Die Ära Spalletti bei Juventus
Ende Oktober 2025 übernahm Luciano Spalletti das Traineramt bei Juventus Turin und trat die Nachfolge von Igor Tudor an. Der 66-jährige erfahrene Coach, der zuvor die italienische Nationalmannschaft trainiert hatte, unterschrieb zunächst einen Vertrag bis zum Ende der Saison. Seine Ernennung erfolgte nach einer schwierigen Phase mit acht sieglosen Pflichtspielen, die Juventus in der Tabelle der Serie A auf den siebten Platz hatte abrutschen lassen.
Spallettis Aufgabe war es, das Team zu stabilisieren und wieder auf Kurs zu bringen. Italienischen Medienberichten zufolge könnte sich sein Vertrag automatisch um zwei Jahre verlängern, sollte er den Klub unter die Top Vier der Liga und damit zurück in die Champions League führen. Trotz gemischter Ergebnisse gibt es Berichte, dass die Vereinsführung von Spallettis Arbeit überzeugt ist und ihm langfristig das Vertrauen schenken will, um einen neuen Erfolgszyklus aufzubauen. Allerdings stehen nach einer jüngsten Krisenphase sowohl Spalletti als auch CEO Damien Comolli unter genauer Beobachtung.
Der aktuelle Kader von Juventus 2025/2026
Der Kader von Juventus für die Saison 2025/2026 ist eine Mischung aus erfahrenen Stars und aufstrebenden Talenten. Im Sturm ruhen die Hoffnungen weiterhin auf Dušan Vlahović, der trotz schwankender Leistungen als einer der teuersten Wintertransfers in der Geschichte der Serie A gilt. An seiner Seite hat sich der junge Deutsch-Türke Kenan Yildiz zu einem Schlüsselspieler entwickelt.
Das Mittelfeld wird von Spielern wie Manuel Locatelli, der auch als Kapitän fungiert, und Neuzugängen wie Teun Koopmeiners und Khéphren Thuram organisiert. In der Abwehr bilden gestandene Verteidiger wie Bremer und Federico Gatti das Rückgrat des Teams. Der Verein war auch auf dem Transfermarkt aktiv, um die Mannschaft gezielt zu verstärken und sich auf die Herausforderungen in drei Wettbewerben vorzubereiten. Die Transferstrategie zielt darauf ab, sowohl kurzfristige Erfolge zu sichern als auch eine nachhaltige Zukunft aufzubauen.
Die Saison 2025/2026: Höhen und Tiefen für Juventus
Die laufende Saison ist für Juventus eine Achterbahnfahrt. Nach einem schwierigen Start, der zur Entlassung von Igor Tudor führte, konnte sich die Mannschaft unter Luciano Spalletti zunächst stabilisieren. Es gab wichtige Siege, wie das 5:0 gegen Cremonese im Januar 2026. Allerdings musste das Team auch Rückschläge hinnehmen, wie die jüngste 0:2-Niederlage gegen Como 1907 am 21. Februar 2026 oder die 2:3-Niederlage im Derby d’Italia gegen Inter Mailand.
Insbesondere in den europäischen Wettbewerben steht Juventus vor großen Herausforderungen. Nach einer deutlichen 2:5-Niederlage im Hinspiel der Champions-League-Playoffs gegen Galatasaray steht die Mannschaft im Rückspiel vor einer Herkulesaufgabe. Der weitere Saisonverlauf wird entscheidend dafür sein, ob die gesetzten Ziele, insbesondere die Qualifikation für die Champions League, erreicht werden können.
Geschichte und Erfolge: Was Juventus ausmacht
Juventus Turin ist der Inbegriff des Erfolgs im italienischen Fußball. Gegründet im Jahr 1897, hat der Verein eine unvergleichliche Trophäensammlung angehäuft. Juventus ist nicht nur Rekordmeister mit 36 Scudetti, sondern auch Rekord-Pokalsieger. Die „Alte Dame“ war der erste Verein, der alle europäischen Hauptwettbewerbe gewinnen konnte. Zu den größten internationalen Erfolgen zählen die Triumphe im Europapokal der Landesmeister bzw. der UEFA Champions League in den Jahren 1985 und 1996.
Die Geschichte des Vereins ist reich an legendären Spielern wie Alessandro Del Piero, Gianluigi Buffon und Pavel Nedved, die dem Klub auch in schweren Zeiten die Treue hielten. Diese Tradition und die nationale Überlegenheit machen Juventus zu einem der prestigeträchtigsten Vereine der Welt. Eine Übersicht der wichtigsten Titel finden Sie in der folgenden Tabelle.
| Wettbewerb | Anzahl der Titel | Zuletzt gewonnen |
|---|---|---|
| Serie A (Italienischer Meister) | 36 | 2020 |
| Coppa Italia (Italienischer Pokal) | 14 | 2021 |
| Supercoppa Italiana | 9 | 2020 |
| UEFA Champions League | 2 | 1996 |
| UEFA-Pokal (Europa League) | 3 | 1993 |
| Europapokal der Pokalsieger | 1 | 1984 |
| Weltpokal | 2 | 1996 |
Das Allianz Stadium: Die Festung von Juventus
Die sportliche Heimat von Juventus ist das Allianz Stadium in Turin, das im September 2011 eröffnet wurde. Es wurde auf dem Gelände des ungeliebten Stadio delle Alpi erbaut und war das erste moderne Stadion Italiens, das sich im Besitz eines Klubs befindet. Mit einer Kapazität von über 41.000 Zuschauern und Tribünen, die nur 7,5 Meter vom Spielfeld entfernt sind, ist es für seine intensive Atmosphäre bekannt.
Das Stadion ist als UEFA-Kategorie-4-Stadion klassifiziert, was bedeutet, dass es Endspiele der Champions League oder Weltmeisterschaftsspiele ausrichten darf. Neben dem Spielfeld beherbergt der Komplex auch das J-Museum, das die glorreiche Geschichte des Vereins dokumentiert, sowie ein großes Einkaufszentrum.
Kontroversen und Skandale
Die Geschichte von Juventus ist nicht nur von Erfolgen, sondern auch von tiefgreifenden Skandalen geprägt. Der größte war der „Calciopoli“-Skandal im Jahr 2006, als ein Netzwerk aus Spielmanipulationen und Korruption aufgedeckt wurde, in dessen Zentrum der damalige Manager Luciano Moggi stand. Die Folge war der Zwangsabstieg in die Serie B und die Aberkennung von zwei Meistertiteln (2005 und 2006).
Auch in jüngerer Vergangenheit gab es juristische Probleme. Ermittlungen wegen möglicher Bilanzfälschungen und Unregelmäßigkeiten bei Spielertransfers, der sogenannte „Fall der unrechtmäßigen Bereicherung“, führten in der Saison 2022/23 zu einem Punktabzug von 15 Punkten. Diese Vorfälle haben das Image des Klubs nachhaltig beeinflusst und stellen den Verein immer wieder vor große Herausforderungen, wie auch der Fall um den Florida Kuba Vorfall zeigt, wie schnell sich negative Nachrichten verbreiten können.
Fazit: Ein Gigant im Wandel
Juventus Turin bleibt auch im Jahr 2026 ein faszinierender und polarisierender Verein. Unter Luciano Spalletti versucht der Klub, sportlich wieder zu alter Stärke zu finden und die turbulenten Jahre hinter sich zu lassen. Die Mischung aus Tradition, Erfolgsdruck und der ständigen Notwendigkeit, sich neu zu erfinden, macht die „Alte Dame“ zu einem der spannendsten Projekte im europäischen Fußball. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der eingeschlagene Weg zurück an die nationale und internationale Spitze führt.