Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) steht vor einer wichtigen Entscheidung: In Würzburg wird am heutigen Dienstag, dem 24. Februar 2026, ein neuer Vorsitzender gewählt. Der bisherige Amtsinhaber, Georg Bätzing, tritt nach sechs Jahren nicht erneut an. Die Wahl gilt als offen, wobei mehrere Kandidaten im Gespräch sind, darunter auch Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim.

Heiner Wilmer: Ein möglicher Kandidat im Überblick
Heiner Wilmer, geboren 1961, ist seit 2018 Bischof von Hildesheim. Zuvor war er unter anderem Schulleiter des Jesuitenkollegs St. Blasien. Wilmer gehört dem Orden der Herz-Jesu-Priester an. In seiner Amtszeit als Bischof von Hildesheim hat er sich unter anderem für die Belange von Flüchtlingen und Migranten eingesetzt. Er gilt als konservativer Kritiker des Synodalen Wegs wie katholisch.de berichtet.
Neben Heiner Wilmer werden auch andere Bischöfe als mögliche Nachfolger von Georg Bätzing gehandelt. Dazu gehören Udo Bentz, Erzbischof von Paderborn, Peter Kohlgraf, Bischof von Mainz, Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen, und Michael Gerber, Bischof von Fulda. Udo Bentz gilt laut tagesschau.de als Mann der Mitte und einer, der die Nähe zu den Menschen sucht. (Lesen Sie auch: BVG Streik 2026: – 2026: Berlin steht…)
Aktuelle Entwicklung: Die Wahl in Würzburg
Die Wahl des neuen Vorsitzenden findet im Rahmen der Frühjahrs-Vollversammlung der DBK in Würzburg statt. Die 57 stimmberechtigten Bischöfe wählen in geheimer Wahl einen Nachfolger für Georg Bätzing. Bätzing selbst hatte sich entschieden, nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. Er gehörte dem Reformerflügel unter den Bischöfen an, sah sich zuletzt aber vermehrt mit Widerstand konfrontiert, berichtet die WELT.
Die Aufgaben des Vorsitzenden der DBK sind vielfältig. Er repräsentiert die katholischen Bischöfe in Deutschland, moderiert die Vollversammlungen und führt die Geschäfte der Konferenz. Zudem ist er Ansprechpartner für Politik und Gesellschaft. Der Vorsitzende der DBK ist eine wichtige Stimme der katholischen Kirche in Deutschland.
Reaktionen und Einordnung
Die Wahl des neuen Vorsitzenden der DBK findet in einer Zeit großer Herausforderungen für die katholische Kirche statt. Der Synodale Weg, der Reformen in der Kirche anstoßen soll, hat zu Kontroversen und Spaltungen geführt. Zudem kämpft die Kirche mit sinkenden Mitgliederzahlen und einem Vertrauensverlust aufgrund von Missbrauchsskandalen. Der neue Vorsitzende wird die Aufgabe haben, die Kirche zu einen und das Vertrauen der Gläubigen zurückzugewinnen. (Lesen Sie auch: Charles Kushner Botschafter: Frankreich will US- Kontakte)
Michael Gerber, der stellvertretende Vorsitzende der DBK, würdigte Georg Bätzing als erfolgreichen Krisenmanager. Er habe die Kirche durch die Corona-Krise geführt und den Synodalen Weg gegen Widerstände verteidigt. Bätzing selbst betonte, dass es unter den Bischöfen anders als in der Politik keinen Wahlkampf gebe. Die Wahl erfolge geheim, bis ein Vorsitzender gefunden sei.
Heiner Wilmer: Was bedeutet seine mögliche Wahl?
Sollte Heiner Wilmer zum neuen Vorsitzenden der DBK gewählt werden, könnte dies ein Zeichen für einen konservativeren Kurs der Kirche sein. Wilmer gilt als Kritiker des Synodalen Wegs und könnte versuchen, Reformen zu bremsen oder zurückzunehmen. Dies könnte zu weiteren Spannungen innerhalb der Kirche führen. Andererseits könnte Wilmer auch versuchen, die verschiedenen Strömungen innerhalb der Kirche zu einen und einen Konsens zu finden.
Die Wahl des neuen Vorsitzenden wird zeigen, welchen Weg die katholische Kirche in Deutschland in Zukunft einschlagen wird.Die Entscheidung der Bischöfe wird Auswirkungen auf die gesamte Kirche und die Gesellschaft haben. (Lesen Sie auch: BVG Streik droht: Was Fahrgäste und Arbeitnehmer…)

Unabhängig davon, wer gewählt wird, steht die katholische Kirche in Deutschland vor großen Herausforderungen. Der neue Vorsitzende wird die Aufgabe haben, die Kirche zu einen, das Vertrauen der Gläubigen zurückzugewinnen und Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit zu finden. Dies erfordert Mut, Dialogbereitschaft und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.
Weitere Informationen zur Deutschen Bischofskonferenz und ihren Aufgaben finden Sie auf der offiziellen Webseite der DBK.
Häufig gestellte Fragen zu heiner wilmer
Häufig gestellte Fragen zu heiner wilmer
Seit wann ist Heiner Wilmer Bischof von Hildesheim?
Heiner Wilmer ist seit dem Jahr 2018 Bischof von Hildesheim. Zuvor war er unter anderem als Schulleiter des Jesuitenkollegs St. Blasien tätig. Er gehört dem Orden der Herz-Jesu-Priester an und hat sich in seiner Amtszeit verschiedenen sozialen Themen gewidmet. (Lesen Sie auch: Verdi Streik: ruft bundesweiten Nahverkehrs- aus: Was)
Welche Position vertritt Heiner Wilmer zum Synodalen Weg?
Heiner Wilmer gilt als konservativer Kritiker des Synodalen Wegs. Der Synodale Weg ist ein umstrittenes Reformprojekt der katholischen Kirche in Deutschland, das auf mehr innerkirchliche Gewaltenteilung, die Beteiligung von Frauen und eine veränderte Sexualmoral abzielt.
Wer sind die weiteren Kandidaten für den Vorsitz der Bischofskonferenz?
Neben Heiner Wilmer werden auch Udo Bentz, Erzbischof von Paderborn, Peter Kohlgraf, Bischof von Mainz, Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen, und Michael Gerber, Bischof von Fulda, als mögliche Nachfolger von Georg Bätzing gehandelt. Die Wahl gilt als offen.
Warum tritt Georg Bätzing nicht erneut als Vorsitzender an?
Georg Bätzing hatte sich entschieden, nach sechs Jahren im Amt nicht für eine zweite Amtszeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz zu kandidieren. Er gehörte dem Reformerflügel unter den Bischöfen an, sah sich zuletzt aber vermehrt mit Widerstand konfrontiert.
Welche Aufgaben hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz?
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz repräsentiert die katholischen Bischöfe in Deutschland, moderiert die Vollversammlungen und führt die Geschäfte der Konferenz. Zudem ist er Ansprechpartner für Politik und Gesellschaft und somit eine wichtige Stimme der katholischen Kirche.
