Ein Schrei hallt durch den Lumphini-Park, Bangkoks grüne Lunge. Ein Tourist entdeckt eine Kreatur, die direkt aus der Urzeit stammen könnte: einen Bindenwaran. Diese Begegnungen sind in Bangkok keine Seltenheit, denn die Population der Warane ist hier ungewöhnlich hoch. Doch was steckt hinter dieser urbanen Koexistenz von Mensch und Echse? Bindenwaran Bangkok steht dabei im Mittelpunkt.

| Titel | Bangkoks Bindenwarane: Großstadt-Godzillas im Lumphini-Park |
| Genre | Naturdokumentation |
| Plattform | Eigene Beobachtung vor Ort / Berichte |
Unser Eindruck: Eine faszinierende Momentaufnahme des Lebens in Bangkok, die den Blick auf die Natur in der Stadt schärft.
Was macht die Bindenwarane in Bangkok so besonders?
Die Bindenwarane in Bangkok haben sich an das Leben in der Großstadt angepasst. Besonders im Lumphini-Park finden sie ideale Bedingungen vor: regelmäßige Fütterungen der Fische durch Besucher sorgen für ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Diese ungewöhnliche Bestandsdichte in urbanem Raum macht die Begegnungen mit den Echsen zu einem besonderen Erlebnis für Touristen und Einheimische.
Serien-Fakten
- Die Bindenwarane (Varanus salvator) sind die zweitgrößten Warane der Welt.
- Sie können bis zu drei Meter lang werden.
- Die Tiere sind sowohl im Wasser als auch an Land aktiv.
- Ihre Nahrung besteht aus Fischen, Vögeln, Nagetieren und Aas.
Warum ist die Population der Bindenwarane in Bangkok so hoch?
Die hohe Population der Bindenwarane in Bangkok ist ein Ergebnis verschiedener Faktoren. Reptilienexperte Michael Cota vom Thailands National Science Museum erklärt, dass das reichhaltige Nahrungsangebot, insbesondere im Lumphini-Park, eine entscheidende Rolle spielt. Die regelmäßige Fütterung der Fische durch Parkbesucher führt zu einer Überpopulation der Fische, was wiederum den Waranen zugutekommt. Hinzu kommt, dass die Warane als Allesfresser auch von Zivilisationsmüll profitieren und in den Khlongs, den Kanälen Bangkoks, ideale Lebensbedingungen vorfinden. (Lesen Sie auch: morgenstern: Eindringling von Mar-a-Lago soll aus Familie…)
Wie leben die Bindenwarane im Lumphini-Park?
Die Bindenwarane im Lumphini-Park haben sich perfekt an ihre Umgebung angepasst. Sie sind sowohl im Wasser als auch an Land anzutreffen und nutzen den Park als ihren Lebensraum. Beobachtungen zeigen, dass die Tiere unbeeindruckt vom Trubel der Stadt ihren Gewohnheiten nachgehen. Sie sonnen sich auf den Wegen, schwimmen in den Seen und suchen nach Nahrung. Dabei scheinen sie sich auch zwischen Plastikflaschen und anderen Abfällen wohlzufühlen, was jedoch auch ein Problem darstellt, da die Tiere dadurch mitunter ungesunde Nahrung aufnehmen.
Bindenwarane können ausgezeichnet schwimmen und tauchen. Ihr seitlich abgeflachter Schwanz dient ihnen dabei als Ruder. Sie können bis zu 30 Minuten unter Wasser bleiben.
Welche Probleme entstehen durch die hohe Waran-Population?
Obwohl die Bindenwarane im Lumphini-Park eine Attraktion darstellen, birgt ihre hohe Population auch Probleme. Zum einen kann es zu Konflikten mit Menschen kommen, insbesondere wenn sich die Tiere bedroht fühlen. Zum anderen stellt die Ernährung der Warane, die sich auch von Zivilisationsmüll ernähren, ein Problem dar. Zudem kann die Überpopulation der Warane Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht im Park haben, indem sie beispielsweise andere Tierarten verdrängen. Wie Stern berichtet, versuchten die Behörden bereits vor zehn Jahren, einen Teil der Warane umzusiedeln, was jedoch nicht erfolgreich war.
Wie gehen die Behörden mit der Situation um?
Die Behörden in Bangkok stehen vor der Herausforderung, die Waran-Population zu kontrollieren und gleichzeitig die Sicherheit der Parkbesucher zu gewährleisten. Nach dem gescheiterten Umsiedlungsversuch im Jahr 2016 suchen sie nach neuen Lösungen, um die Population in den Griff zu bekommen. Dazu gehören Maßnahmen zur Reduzierung des Nahrungsangebots, wie beispielsweise das Verbot der Fischfütterung, sowie Aufklärungskampagnen, um die Bevölkerung über den Umgang mit den Tieren zu informieren. Laut einem Bericht der Bangkok Post werden auch Überlegungen angestellt, die Warane in andere Gebiete umzusiedeln, wo sie weniger Schaden anrichten können. Eine weitere Strategie ist die Sterilisation von Waranen, um die Fortpflanzung einzudämmen, wie National Geographic berichtet. (Lesen Sie auch: Wetterfühligkeit: Was Steckt Wirklich Hinter den Beschwerden?)
Obwohl Bindenwarane in der Regel nicht aggressiv sind, können sie bei Bedrohung zubeißen oder mit ihrem Schwanz schlagen. Es ist daher ratsam, Abstand zu halten und die Tiere nicht zu füttern oder zu reizen.
Für wen lohnt sich ein Besuch im Lumphini-Park, um die Warane zu sehen?
Ein Besuch im Lumphini-Park lohnt sich für alle Naturinteressierten und Tierliebhaber, die eine ungewöhnliche Begegnung mit Wildtieren in einer urbanen Umgebung erleben möchten. Wer Dokumentationen über exotische Tiere mag, wird von der Beobachtung der Bindenwarane in Bangkok begeistert sein. Ähnlich wie bei Naturfilmen über Krokodile oder andere Reptilien, bietet die Begegnung mit den Waranen im Lumphini-Park einen faszinierenden Einblick in das Leben dieser Tiere. Wer «Planet Erde» mag, wird hier eine urbane Variante davon finden.
Häufig gestellte Fragen
Wie gefährlich sind die Bindenwarane in Bangkok für Menschen?
Bindenwarane sind in der Regel scheue Tiere und greifen Menschen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Ein Biss kann schmerzhaft sein und sollte ärztlich behandelt werden, da die Tiere Bakterien im Maul tragen können.
Was fressen die Bindenwarane im Lumphini-Park hauptsächlich?
Die Bindenwarane sind Allesfresser und ernähren sich von Fischen, Vögeln, Nagetieren, Aas und auch von Zivilisationsmüll. Die Fütterung der Fische durch Parkbesucher trägt maßgeblich zu ihrem Nahrungsangebot bei.
Wie groß können die Bindenwarane in Bangkok werden?
Bindenwarane können eine Länge von bis zu drei Metern erreichen, wobei die meisten Exemplare im Lumphini-Park etwas kleiner sind. Ihre Größe und ihr urtümliches Aussehen machen sie zu einer beeindruckenden Erscheinung.
Gibt es Pläne, die Bindenwarane aus dem Lumphini-Park zu entfernen?
Die Behörden haben bereits versucht, die Warane umzusiedeln, was jedoch nicht erfolgreich war. Derzeit werden verschiedene Maßnahmen zur Populationskontrolle geprüft, darunter das Verbot der Fischfütterung und die Sterilisation der Tiere. (Lesen Sie auch: Militäreinsatz gegen Kartell: Mexikos Präsidentin nach Tod…)
Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einem Bindenwaran begegne?
Es ist wichtig, Abstand zu halten und die Tiere nicht zu füttern oder zu reizen. Wenn sich ein Waran bedroht fühlt, kann er angreifen. Im Falle eines Bisses sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Die Bindenwarane in Bangkok sind ein faszinierendes Beispiel für die Koexistenz von Mensch und Tier in einer urbanen Umgebung. Ihre Anpassungsfähigkeit und ihr urtümliches Aussehen machen sie zu einer besonderen Attraktion. Gleichzeitig stellen sie die Behörden vor Herausforderungen bei der Populationskontrolle und der Gewährleistung der Sicherheit der Bevölkerung. Die Beobachtung dieser «Großstadt-Godzillas» im Lumphini-Park bietet einen einzigartigen Einblick in die Natur inmitten des Großstadtdschungels.





