Die Aktivrente, die zum 1. Januar 2026 in Kraft getreten ist, sollte Ruheständlern einen steuerfreien Hinzuverdienst von bis zu 2.000 Euro ermöglichen. Doch viele Rentner erlebten bei ihrer ersten Lohnabrechnung eine böse Überraschung: Statt des erwarteten Steuerfreibetrags wurde ihr Arbeitslohn zunächst ganz normal besteuert. Grund dafür war ein Software-Problem, wie das Portal das investment berichtet.

Hintergrund: Was ist die Aktivrente?
Die Aktivrente ist keine neue Rentenart, sondern ein Steuerfreibetrag, der Menschen zugutekommt, die trotz Erreichen des regulären Rentenalters weiterhin erwerbstätig sein möchten. Ziel des Gesetzes ist es, Fachkräfte länger im Berufsleben zu halten und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Der Deutsche Bundestag hatte die rentenpolitischen Beschlüsse, die die Aktivrente regeln, bereits im Dezember 2025 verabschiedet, wie der Bund Verlag berichtet. (Lesen Sie auch: Betrug mit gefälschten Rechnungen: Wie Firmen sich…)
Software-Problem sorgt für falsche Steuerberechnung
Der neue Steuerfreibetrag nach Paragraph 3 Nummer 21 Einkommensteuergesetz (EstG) gilt für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Wie Focus Online berichtet, müssen Betroffene die zu viel gezahlten Steuern über ihre Einkommensteuererklärung zurückfordern. Das Problem lag offenbar in der Umsetzung des neuen Gesetzes in den Lohnabrechnungsprogrammen.
Reaktionen und Einordnung
Die fehlerhafte Steuerberechnung hat für Verunsicherung bei den betroffenen Rentnern gesorgt. Viele fragten sich, ob sie nun tatsächlich weniger Geld zur Verfügung haben würden als erwartet. Experten raten dazu, die Lohnabrechnungen genau zu prüfen und gegebenenfalls Einspruch einzulegen. Es wird erwartet, dass die Softwareanbieter die Fehler in ihren Programmen schnell beheben werden, sodass ab Februar eine korrekte Steuerberechnung erfolgen sollte. (Lesen Sie auch: Eklat bei Berlinale: Kritik an Regisseur Abdallah…)
Aktivrente: Was bedeutet das für die Zukunft?
Trotz des holprigen Starts bleibt die Aktivrente ein wichtiger Baustein, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und ältere Arbeitnehmer länger im Berufsleben zu halten.Die Bundesregierung erhofft sich dadurch eine Entlastung der Sozialsysteme und eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
Vor- und Nachteile der Aktivrente
Die Aktivrente bietet sowohl Vor- als auch Nachteile, die es zu berücksichtigen gilt: (Lesen Sie auch: Lawinenabgang Lech Zürs: Orte durch Schneechaos)
- Vorteile:
- Steuerfreier Hinzuverdienst von bis zu 2.000 Euro monatlich
- Anreiz für ältere Arbeitnehmer, länger im Berufsleben zu bleiben
- Entlastung der Sozialsysteme
- Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland
- Nachteile:
- Komplizierte Steuerberechnung
- Hoher bürokratischer Aufwand
- Mögliche Anrechnung auf andere Sozialleistungen
Die Aktivrente im Detail
Das Gesetz zur steuerlichen Förderung von Arbeitnehmern im Rentenalter, das die Aktivrente regelt, ist am 1. Januar 2026 in Kraft getreten. Kern des Gesetzentwurfs ist eine Ergänzung im Einkommensteuergesetz (EStG): Ab dem 1. Januar 2026 wurde ein Steuerfreibetrag bei sozialversicherungspflichtigen Einnahmen aus nichtselbstständiger Beschäftigung in Höhe von 2.000 Euro monatlich eingeführt (§ 3 Nr. 21 EStG-E). Der Hinzuverdienst von bis zu 2.000 Euro im Monat ist steuerfrei, allerdings fallen weiterhin Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an.
Überblick: Änderungen durch die Aktivrente
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Änderungen, die sich durch die Einführung der Aktivrente ergeben: (Lesen Sie auch: Cristiano Ronaldo schießt Al-Nassr an die Spitze…)

| Aspekt | Vor der Aktivrente | Nach der Aktivrente |
|---|---|---|
| Steuerfreibetrag für Hinzuverdienst | Kein | Bis zu 2.000 Euro monatlich |
| Sozialversicherungspflicht | Volle Sozialversicherungspflicht | Volle Sozialversicherungspflicht |
| Geltungsbereich | Alle Rentner | Rentner, die die Regelaltersgrenze erreicht haben |
Häufig gestellte Fragen zu aktivrente
Was genau versteht man unter der Aktivrente?
Die Aktivrente ist ein Steuerfreibetrag für Rentner, die weiterhin arbeiten. Seit dem 1. Januar 2026 können Ruheständler bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Wirtschaft zu stärken.
Wer profitiert von der neuen Aktivrente Regelung?
Von der Aktivrente profitieren Rentner, die das reguläre Rentenalter erreicht haben und weiterhin einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen. Sie können bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei hinzuverdienen.
Warum gab es im Januar Probleme bei der Steuerberechnung?
Ein Software-Problem führte dazu, dass der Steuerfreibetrag im Januar nicht korrekt berücksichtigt wurde. Betroffene müssen die zu viel gezahlten Steuern über ihre Einkommensteuererklärung zurückfordern. Die Softwareanbieter arbeiten an einer Lösung.
Muss ich als Rentner weiterhin Sozialversicherungsbeiträge zahlen?
Ja, auch bei der Aktivrente fallen weiterhin Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Nur die Lohnsteuer entfällt auf den Hinzuverdienst bis 2.000 Euro. Dies ist ein wichtiger Aspekt, der bei der Planung berücksichtigt werden sollte.
Wo finde ich weitere Informationen zur Aktivrente?
Weitere Informationen zur Aktivrente finden Sie auf der Webseite der Deutschen Rentenversicherung oder bei Ihrem Steuerberater. Dort erhalten Sie detaillierte Auskünfte zu Ihren individuellen Fragen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
