Lesezeit: ca. 7 Minuten
Quentin Griffiths, einer der Mitgründer des globalen Online-Modehändlers ASOS, ist Anfang Februar 2026 unter tragischen Umständen in Thailand verstorben. Der 58-jährige britische Unternehmer prägte die Anfangsjahre von ASOS maßgeblich und legte den Grundstein für einen der erfolgreichsten E-Commerce-Konzerne. Sein plötzlicher Tod wirft jedoch Fragen auf und rückt sein Leben erneut in den Fokus der Öffentlichkeit.
Das Wichtigste in Kürze
- Gründer-Genie: Quentin Griffiths war 2000 einer der Mitgründer des britischen Online-Modehändlers ASOS (As Seen On Screen) und als Marketingdirektor tätig.
- Tragischer Tod: Er verstarb am 9. Februar 2026 im Alter von 58 Jahren nach einem Sturz vom Balkon seines Apartments im 17. Stock in Pattaya, Thailand.
- Offene Fragen: Obwohl erste Ermittlungen auf einen Suizid hindeuten, schließen die Behörden ein Fremdverschulden nicht gänzlich aus und die Umstände werden als «verdächtig» bezeichnet.
- Rechtliche Konflikte: Griffiths befand sich in einem Rechtsstreit mit seiner thailändischen Ex-Frau, die ihm finanzielle Vergehen vorwarf.
- Pionier des Online-Handels: Er gilt als einer der Visionäre, die das Potenzial des Online-Handels für die Modebranche früh erkannten und maßgeblich mitgestalteten.
- Finanzieller Erfolg: Durch den Verkauf von ASOS-Aktien wurde Quentin Griffiths zum Multimillionär, führte aber auch einen Rechtsstreit gegen seine ehemaligen Steuerberater.
Wer war Quentin Griffiths?
Am 21.02.2026 blickt die Modewelt auf das Leben von Quentin Griffiths, einem der Pioniere des digitalen Modehandels. Der Brite war im Jahr 2000 zusammen mit Nick Robertson und Andrew Regan einer der Gründer des Unternehmens, das ursprünglich „As Seen On Screen“ hieß. Die Idee war simpel und doch genial: Kleidung zu verkaufen, die von Stars in Filmen und TV-Serien getragen wurde. Griffiths übernahm die Rolle des Marketingdirektors und war damit entscheidend für den Markenaufbau und die frühe Ausrichtung des Unternehmens verantwortlich. Seine Vision, Mode für eine junge, internetaffine Zielgruppe zugänglich zu machen, legte den Grundstein für den späteren globalen Erfolg von ASOS. Bereits 2005 verließ er das operative Geschäft, blieb dem Unternehmen aber als bedeutender Aktionär verbunden.
Die Gründung und der Aufstieg von ASOS
Die Gründung von ASOS im Jahr 2000 fiel in eine Zeit, in der der E-Commerce noch in den Kinderschuhen steckte. Quentin Griffiths und seine Partner erkannten jedoch das immense Potenzial. Als Marketingdirektor prägte Griffiths die Identität der Marke maßgeblich. Er schuf eine digitale Stimme, die junge Konsumenten direkt ansprach und setzte früh auf Online-Werbetrends. Unter seiner Führung expandierte das Unternehmen schnell über die Grenzen Großbritanniens hinaus. Der Erfolg war so groß, dass selbst prominente Persönlichkeiten wie Catherine, die Princess of Wales, und Michelle Obama Kleidung von ASOS trugen. Dieser Aufstieg machte ASOS zu einem der wichtigsten Akteure im globalen Online-Handel, ein Thema, das auch heute noch für viele junge Unternehmen relevant ist, wie unser Guide zu ASOS 2026 zeigt.
Quentin Griffiths‘ Leben nach ASOS
Nachdem Quentin Griffiths sich 2005 aus dem Tagesgeschäft von ASOS zurückgezogen hatte, begann für ihn ein neuer Lebensabschnitt. Er profitierte erheblich vom Erfolg des Unternehmens und verdiente durch Aktienverkäufe Millionen. Berichten zufolge belief sich sein Erlös allein im Jahr 2010 auf rund 15 Millionen Pfund. Im Jahr 2007 zog er nach Thailand, wo er nach der Scheidung von seiner ersten Frau erneut heiratete und weitere Kinder bekam. Insgesamt war Griffiths Vater von fünf Kindern. Neben seinem finanziellen Erfolg war sein Leben in Thailand jedoch auch von juristischen Auseinandersetzungen geprägt. Er verklagte seine ehemalige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO wegen angeblich falscher Steuerberatung, die ihn über 4 Millionen Pfund gekostet haben soll.
Die Umstände seines Todes in Thailand
Die Nachricht vom Tod von Quentin Griffiths am 9. Februar 2026 sorgte für Bestürzung. Er wurde tot auf dem Boden unterhalb seines Apartments in Pattaya gefunden, nachdem er aus dem 17. Stock gestürzt war. Die thailändische Polizei gab an, dass seine Wohnung von innen verschlossen war und es keine Anzeichen für ein gewaltsames Eindringen gab. Eine Autopsie ergab ebenfalls keine Hinweise auf Fremdverschulden. Dennoch haben die Behörden diese Möglichkeit nicht vollständig ausgeschlossen und sprechen von «verdächtigen Umständen», was die Situation für Familie und Freunde zu einem «echten Rätsel» macht. Die genaue Todesursache wird erst nach Abschluss aller forensischen Untersuchungen feststehen, was Monate dauern könnte. Der tragische Vorfall erinnert an die Gefahren, die auch in anderen Regionen lauern, wie die jüngsten Lawinen in Österreich zeigen.
Was sagt die Polizei zu den Umständen?
Die Polizei in Pattaya behandelt den Fall mit großer Sorgfalt. Laut ersten Berichten deuteten die Umstände auf einen Suizid hin. Ein Freund von Griffiths gab gegenüber der Polizei an, dass dieser sich Sorgen wegen der Rechtsstreitigkeiten mit seiner Ex-Frau gemacht habe. In seiner Wohnung wurden entsprechende Gerichtsunterlagen gefunden. Trotzdem bleiben Unklarheiten, weshalb die Ermittlungen in alle Richtungen fortgesetzt werden, um die genauen Geschehnisse, die zum Tod von Quentin Griffiths führten, aufzuklären.
Welche rechtlichen Streitigkeiten gab es?
Das Leben von Quentin Griffiths war in den letzten Jahren von erheblichen rechtlichen Konflikten überschattet. Ein zentraler Punkt war der Streit mit seiner thailändischen Ex-Frau. Sie beschuldigte ihn, 500.000 Pfund aus einem gemeinsam geführten Unternehmen veruntreut zu haben. Darüber hinaus behauptete sie, er habe Dokumente gefälscht, um ohne ihre Zustimmung Land und Geschäftsanteile zu verkaufen. Diese Vorwürfe führten im vergangenen Jahr zu seiner vorübergehenden Festnahme und Befragung durch die thailändischen Behörden. Griffiths bestritt die Anschuldigungen vehement und wurde wieder freigelassen, die Ermittlungen liefen jedoch weiter. Diese andauernden juristischen Auseinandersetzungen könnten laut Polizeiangaben zu erheblichem Stress geführt haben.
Der Steuerstreit in Großbritannien
Zusätzlich zu den Problemen in Thailand führte Quentin Griffiths auch in seiner Heimat einen Rechtsstreit. Er verklagte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO und warf ihr vor, ihn bei Aktienverkäufen im Wert von über 10 Millionen Pfund falsch beraten zu haben. Dieser Fehler habe ihn, so seine Klage, mehr als 4 Millionen Pfund an zusätzlichen Steuern gekostet. Dieser Fall unterstreicht die Komplexität großer Finanztransaktionen und die Wichtigkeit kompetenter Beratung.
| Kategorie | Detail | Quelle |
|---|---|---|
| Vollständiger Name | Quentin John Griffiths | Reuters |
| Geburtsjahr | ca. 1968 (verstorben mit 58) | The Economic Times |
| Nationalität | Britisch | BBC |
| Bekannt für | Mitgründer von ASOS | The Sunday Guardian |
| Position bei ASOS | Marketingdirektor (2000-2005) | PRIMETIMER |
| Weitere Gründung | Achica (Online-Händler) | This Is Money |
| Wohnort seit 2007 | Thailand | The Economic Times |
| Todesdatum | 9. Februar 2026 | FashionNetwork USA |
| Todesort | Pattaya, Thailand | manager magazin |
Das Vermächtnis von Quentin Griffiths
Trotz der tragischen Umstände seines Todes bleibt das berufliche Vermächtnis von Quentin Griffiths unbestritten. Er war ein Pionier, der die Möglichkeiten des Internets für die Modebranche erkannte und nutzte. Sein Beitrag zur Entwicklung von ASOS von einem Nischenanbieter zu einem globalen Giganten ist von unschätzbarem Wert. Er hat mitgeholfen, eine Marke aufzubauen, die bis heute Trends setzt und Millionen von Kunden weltweit begeistert. ASOS selbst würdigte seinen Beitrag in einer offiziellen Erklärung: „Wir sind traurig über die Nachricht vom Tod von Quentin, einem unserer ursprünglichen Mitgründer. Er spielte in den Anfangstagen von Asos eine wichtige Rolle, und wir sind ihm für seinen Beitrag immer dankbar.“ Seine Geschichte ist ein Beleg für visionäres Unternehmertum, aber auch eine Mahnung an die persönlichen Herausforderungen, die mit großem Erfolg einhergehen können.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Quentin Griffiths
Wer war Quentin Griffiths genau?
Quentin Griffiths war ein britischer Unternehmer und einer der Mitgründer des Online-Modehändlers ASOS im Jahr 2000. Er war als Marketingdirektor maßgeblich am frühen Erfolg und der Markenbildung des Unternehmens beteiligt.
Woran ist Quentin Griffiths gestorben?
Quentin Griffiths starb am 9. Februar 2026 nach einem Sturz vom Balkon seines Apartments im 17. Stock in Pattaya, Thailand. Die genauen Umstände sind noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen, wobei sowohl ein Suizid als auch ein Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden.
Wie hoch war das Vermögen von Quentin Griffiths?
Eine exakte Zahl ist nicht öffentlich bekannt, aber Quentin Griffiths war Multimillionär. Sein Vermögen stammte hauptsächlich aus dem Verkauf seiner ASOS-Aktien. Allein im Jahr 2010 soll er Anteile im Wert von 15 Millionen Pfund verkauft haben.
Warum lebte er in Thailand?
Quentin Griffiths zog im Jahr 2007 nach Thailand, nachdem er sich von seiner ersten Frau scheiden ließ. Dort heiratete er erneut eine thailändische Partnerin, mit der er zwei weitere Kinder bekam, bevor sich das Paar wieder trennte.
Welche Rolle spielte er bei ASOS?
Als Mitgründer und Marketingdirektor war Quentin Griffiths von 2000 bis 2005 eine Schlüsselfigur bei ASOS. Er war verantwortlich für die Markenstrategie, das Image und die Expansion in den Anfangsjahren, die den Grundstein für den späteren weltweiten Erfolg legten.
Fazit
Das Leben von Quentin Griffiths ist eine Geschichte von visionärem Unternehmergeist und tragischem Ende. Als Mitgründer von ASOS hat er die Welt des Online-Modehandels nachhaltig geprägt und eine der bekanntesten Marken der Branche mit aufgebaut. Sein Gespür für Marketing und die Bedürfnisse einer jungen, digitalen Generation waren entscheidend für den kometenhaften Aufstieg des Unternehmens. Sein plötzlicher Tod in Thailand, überschattet von rechtlichen Auseinandersetzungen und ungeklärten Umständen, hinterlässt viele offene Fragen. Was bleibt, ist das Vermächtnis eines Mannes, der die Art und Weise, wie wir Mode kaufen, für immer verändert hat.
Autor-Box:
Dieser Artikel wurde von Klaus Müller, unserem Experten für Wirtschafts- und Gesellschaftsthemen, verfasst. Mit über 15 Jahren Erfahrung als Online-Redakteur analysiert er die Geschichten hinter den Schlagzeilen. Seine Schwerpunkte liegen auf Biografien einflussreicher Persönlichkeiten und den Entwicklungen im E-Commerce.
Social Media Snippets:
Twitter:
Tragisches Ende eines Visionärs: ASOS-Mitgründer Quentin Griffiths (58) in Thailand verstorben. Die Hintergründe seines Todes sind rätselhaft. Alles, was wir über den Mann hinter dem Modegiganten wissen. #QuentinGriffiths #ASOS #Wirtschaft
LinkedIn:
Vom Marketing-Genie zum tragischen Fall: Das Leben von Quentin Griffiths, Mitgründer von ASOS, zeigt die Höhen und Tiefen des Unternehmertums. Ein Blick auf seine Karriere, seinen Einfluss auf den E-Commerce und die ungeklärten Umstände seines Todes. #QuentinGriffiths #ASOS #Ecommerce #Leadership #Tragödie
Facebook:
Die Modewelt trauert um Quentin Griffiths, einen der Gründerväter von ASOS. Der 58-Jährige ist unter mysteriösen Umständen in Thailand ums Leben gekommen. Wir blicken zurück auf sein beeindruckendes Lebenswerk und die offenen Fragen, die sein Tod hinterlässt. #QuentinGriffiths #ASOS #Business #Nachruf