Der neue staatsschutz film von Faraz Shariat, bekannt für sein Debüt „Futur Drei“, verspricht ein intensives Kinoerlebnis. In „Staatsschutz“ thematisiert Shariat erneut gesellschaftspolitische Fragen, diesmal aus der Perspektive einer Staatsanwältin, die gegen rechte Gewalt und deren Verharmlosung kämpft. Der Film verspricht starke Bilder und eine dringliche Inszenierung.

Kultur-Kompakt
- Faraz Shariat kehrt mit einem neuen Spielfilm zurück.
- „Staatsschutz“ thematisiert Rassismus und rechte Gewalt.
- Der Film zeigt den Kampf einer Staatsanwältin gegen ein verharmlosendes System.
- Das Drehbuch stammt von Claudia Schaefer, Sun-Ju Choi und Jee-Un Kim.
| Titel | Staatsschutz |
|---|---|
| Regie | Faraz Shariat |
| Drehbuch | Claudia Schaefer, Sun-Ju Choi, Jee-Un Kim |
| Genre | Drama |
| Quelle | Berlinale |
Unser Eindruck: Ein wichtiger und dringlicher Film, der zum Nachdenken anregt.
Ein System im Visier des staatsschutz film
Faraz Shariat, der bereits mit seinem autobiografisch gefärbten Spielfilmdebüt „Futur Drei“ im Jahr 2020 für Aufsehen sorgte, präsentiert mit „Staatsschutz“ ein Werk, das erneut gesellschaftliche Brennpunkte in den Fokus rückt. Während „Futur Drei“ auf originelle Weise von Queerness und postmigrantischen Erfahrungen in Deutschland erzählte, widmet sich Shariat in seinem neuen Film einem brisanteren Thema: dem Kampf gegen rechte Gewalt und deren Verharmlosung durch staatliche Institutionen. Die Dringlichkeit, die Shariat in einem Interview bezüglich des Drehbuchs von Claudia Schaefer, Sun-Ju Choi und Jee-Un Kim erwähnte, ist in der Inszenierung deutlich spürbar.
Faraz Shariat wurde 1994 in Teheran geboren und wuchs in Deutschland auf. Sein Debütfilm «Futur Drei» wurde mehrfach ausgezeichnet. (Lesen Sie auch: Netflix Horror Thriller: Dieser Film Verfolgt Dich…)
Was unterscheidet „Staatsschutz“ von anderen Filmen über Rechtsextremismus?
Während viele Filme das Thema Rechtsextremismus aus der Perspektive von Opfern oder Ermittlern beleuchten, wählt „Staatsschutz“ einen anderen Ansatz. Der Film konzentriert sich auf eine deutsch-koreanische Staatsanwältin, Seyo Kim, die nach einem rassistischen Anschlag auf ihr Leben gezwungen ist, in eigener Sache zu ermitteln. Dieser persönliche Bezug verleiht dem Film eine besondere emotionale Tiefe und Authentizität. Die Tatsache, dass Kim nicht nur gegen die Täter, sondern auch gegen die Verharmlosung durch die eigene Behörde kämpfen muss, zeigt die Komplexität des Themas auf und deckt strukturelle Probleme innerhalb des Systems auf. Laut Berlinale nimmt es Seyo mit einem System auf, das Rechtsextremismus verharmlost.
Die Kameraarbeit und der Schnitt tragen maßgeblich zur Intensität des Films bei. Shariat setzt auf eine dynamische Bildsprache, die die innere Zerrissenheit der Protagonistin widerspiegelt. Die Musik unterstreicht die emotionalen Momente und verstärkt die Spannung. Im Vergleich zu anderen Filmen über Rechtsextremismus, die oft auf dokumentarische Elemente setzen, wählt Shariat einen fiktionalen Ansatz, der es ihm ermöglicht, die Charaktere und ihre Motivationen tiefergehend zu erforschen. „Staatsschutz“ ist somit weniger ein Abbild der Realität als vielmehr eine Auseinandersetzung mit den psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Rassismus und rechter Gewalt. Wie Die Zeit berichtet, basiert der Artikel auf den Informationen der Berlinale.
Die filmische Umsetzung von Dringlichkeit
Shariats Inszenierung ist von einer spürbaren Dringlichkeit geprägt. Jede Szene, jede Dialogzeile scheint darauf abzielen, die Zuschauer für die Brisanz des Themas zu sensibilisieren. Dies gelingt ihm durch eine authentische Darstellung der Charaktere und ihrer Lebenswelten. Die Dialoge sind realistisch und vermeiden stereotype Darstellungen. Die Schauspielerleistungen sind durchweg überzeugend, insbesondere die Darstellerin der Seyo Kim, die die innere Zerrissenheit und den Kampfgeist ihrer Figur glaubhaft verkörpert. Die visuelle Gestaltung des Films ist düster und beklemmend, was die bedrückende Atmosphäre des Themas widerspiegelt.
Rechtsextremismus und Rassismus sind in Deutschland weiterhin ein ernstes Problem. Laut dem Bundesamt für Verfassungsschutz ist die Zahl rechtsextremer Straftaten in den letzten Jahren gestiegen. Bundesamt für Verfassungsschutz (Lesen Sie auch: Saccharine Film: Macht Schönheitswahn Uns zu Monstern?)
Einblick in die Produktion und das Team hinter dem staatsschutz film
Die Produktion von „Staatsschutz“ erfolgte unter der Regie von Faraz Shariat, der nicht nur für die Inszenierung, sondern auch für die Auswahl des Drehbuchteams verantwortlich zeichnete. Claudia Schaefer, Sun-Ju Choi und Jee-Un Kim brachten ihre unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen in die Entwicklung der Geschichte ein, was zu einem facettenreichen und vielschichtigen Drehbuch führte. Die Jünglinge Film übernahm die Produktion des Films und sorgte für eine professionelle Umsetzung der kreativen Vision. Die Zusammenarbeit zwischen Regie, Drehbuchteam und Produktionsteam trug maßgeblich zum Gelingen des Films bei.
Kameraarbeit und Ästhetik
Die Kameraarbeit in „Staatsschutz“ ist ein entscheidender Faktor für die Wirkung des Films. Durch gezielte Einstellungen und eine dynamische Bildsprache wird die innere Zerrissenheit der Protagonistin visuell verdeutlicht. Die Kamera fängt die bedrückende Atmosphäre der Schauplätze ein und verstärkt die Spannung. Der Schnitt trägt ebenfalls dazu bei, die Geschichte packend zu erzählen. Durch schnelle Schnitte und abrupte Übergänge wird die Hektik und der Druck, dem Seyo Kim ausgesetzt ist, spürbar gemacht. Die Musik untermalt die emotionalen Momente und verstärkt die Wirkung der Bilder.
Für wen lohnt sich „Staatsschutz“?
„Staatsschutz“ ist ein Film für Zuschauer, die sich für gesellschaftspolitische Themen interessieren und bereit sind, sich mit schwierigen Fragen auseinanderzusetzen. Wer Filme wie „Das weiße Band“ von Michael Haneke oder „Gegen die Wand“ von Fatih Akin mochte, wird hier eine ähnliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen und individuellen Schicksalen finden. Der Film ist jedoch keine leichte Kost und erfordert eine gewisse Bereitschaft, sich mit den dunklen Seiten der deutschen Gesellschaft auseinanderzusetzen. Wer einen unterhaltsamen Abend im Kino sucht, ist hier möglicherweise falsch. Wer jedoch einen Film sehen möchte, der zum Nachdenken anregt und wichtige Fragen aufwirft, sollte sich „Staatsschutz“ nicht entgehen lassen.

Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem staatsschutz film von Faraz Shariat?
Der Film erzählt die Geschichte einer deutsch-koreanischen Staatsanwältin, Seyo Kim, die nach einem rassistischen Anschlag auf ihr Leben gegen rechte Gewalt und deren Verharmlosung durch die eigene Behörde kämpft. Sie nimmt es mit einem System auf, das Rechtsextremismus verharmlost.
Wer hat das Drehbuch zu „Staatsschutz“ geschrieben?
Welche Themen werden in dem Film behandelt?
Der Film behandelt die Themen Rassismus, rechte Gewalt, Justiz, und die Verharmlosung von Rechtsextremismus durch staatliche Institutionen. Er wirft einen kritischen Blick auf die deutsche Gesellschaft und die Strukturen, die rechte Gewalt begünstigen.
Was macht „Staatsschutz“ zu einem besonderen Film?
„Staatsschutz“ zeichnet sich durch seine persönliche Perspektive aus. Der Film erzählt die Geschichte aus der Sicht einer Staatsanwältin, die selbst Opfer eines rassistischen Anschlags wird. Dieser persönliche Bezug verleiht dem Film eine besondere emotionale Tiefe und Authentizität. (Lesen Sie auch: House Of The Dragon Episode 5: So…)
Wo kann man den Film «Staatsschutz» sehen?
Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nicht bekannt, wann und wo der Film «Staatsschutz» veröffentlicht wird. Informationen zum Kinostart oder Streaming-Verfügbarkeit werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.



