Der Nissan Gravite sorgt seit seiner offiziellen Vorstellung am 19.02.2026 für Aufsehen auf dem Automobilmarkt. Als extrem preisgünstiges 7-Sitzer-MPV zielt das Fahrzeug vor allem auf junge Familien und budgetbewusste Käufer ab. Zunächst für den indischen Markt konzipiert, stellt sich nun die Frage, ob und wann der kompakte Van auch nach Deutschland kommen könnte. Er basiert auf einer bewährten Plattform und könnte hierzulande eine echte Konkurrenz für etablierte Modelle werden.
Der Nissan Gravite ist ein kompaktes Multi-Purpose Vehicle (MPV), das auf der CMF-A+ Plattform der Renault-Nissan-Allianz aufbaut. Diese Basis teilt er sich mit dem in Europa bekannten Dacia Spring und dem Renault Triber. Mit einer Länge von unter vier Metern bietet der Gravite dennoch Platz für bis zu sieben Personen, was ihn zu einer interessanten Option im Segment der preiswerten Familienfahrzeuge macht. Die Markteinführung in Indien erfolgte mit einem aggressiven Preis, der umgerechnet bei unter 10.000 Euro liegt.
Das Wichtigste in Kürze
- Fahrzeugtyp: Der Nissan Gravite ist ein 7-sitziges Kompakt-MPV (Multi-Purpose Vehicle).
- Plattform: Er basiert auf der CMF-A+ Plattform, die auch der Renault Triber und Dacia Spring nutzen.
- Motorisierung: Ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Benzinmotor mit 72 PS und 96 Nm Drehmoment treibt das Fahrzeug an.
- Getriebe: Kunden haben die Wahl zwischen einem manuellen 5-Gang-Schaltgetriebe und einer 5-Gang-Automatik (AMT).
- Marktstart: Die offizielle Vorstellung und der Marktstart fanden im Februar 2026 zunächst exklusiv in Indien statt.
- Preis: In Indien startet der Preis bei umgerechnet ca. 6.500 Euro, was ihn extrem wettbewerbsfähig macht.
- Deutschland-Start: Eine Einführung des Nissan Gravite in Deutschland ist bisher nicht offiziell bestätigt, wird aber spekuliert.
Inhaltsverzeichnis
Technische Daten und Motorisierung des Nissan Gravite
Herzstück des Nissan Gravite ist ein bewährter und kostengünstiger Antrieb. Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Saugbenziner leistet 72 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 96 Newtonmetern. Diese Motorisierung ist vor allem für den Stadtverkehr und kürzere Überlandfahrten ausgelegt. Allerdings ist sie für ein vollbesetztes Fahrzeug auf deutschen Autobahnen möglicherweise an der unteren Leistungsgrenze. Käufer können zwischen einem klassischen 5-Gang-Schaltgetriebe und einem komfortableren automatisierten 5-Gang-Schaltgetriebe (AMT) wählen. Der angegebene Durchschnittsverbrauch liegt bei rund 5,1 Litern auf 100 Kilometern, was für ein Fahrzeug dieser Größe ein guter Wert ist.
Antrieb auf Effizienz ausgelegt
Der Fokus des Antriebsstrangs liegt klar auf Effizienz und niedrigen Betriebskosten. Deshalb wurde auf eine teure Turboaufladung verzichtet. Für den europäischen Markt wäre jedoch eine leistungsstärkere Variante, möglicherweise mit Turbo-Unterstützung, wünschenswert, um mit Wettbewerbern wie dem Dacia Jogger mithalten zu können. Wie wir bereits in unserem Artikel über die Sehnsucht nach einfacheren Zeiten berichtet haben, könnten solche unkomplizierten und erschwinglichen Fahrzeuge eine wachsende Nische bedienen.
Design und Abmessungen: Kompakt, aber geräumig
Optisch präsentiert sich der Nissan Gravite mit einer eigenständigen Frontpartie, die ihn klar von seinem Schwestermodell Renault Triber unterscheidet. Der markentypische V-Motion-Kühlergrill in Schwarz und die C-förmigen Leuchtelemente verleihen ihm ein modernes Aussehen. Mit einer Länge von knapp unter vier Metern (3.990 mm), einer Breite von 1.739 mm und einer Höhe von 1.643 mm ist er extrem kompakt. Trotzdem ermöglicht der lange Radstand von 2.636 mm einen erstaunlich variablen Innenraum.
Die größte Stärke ist die Modularität. Die dritte Sitzreihe ist nicht nur umklappbar, sondern komplett herausnehmbar. In der Konfiguration als Fünfsitzer bietet der Kofferraum so bis zu 625 Liter Ladevolumen. Sind alle sieben Sitze in Gebrauch, verbleiben immerhin noch 84 Liter für kleines Gepäck. Diese Flexibilität macht den Nissan Gravite zu einem praktischen Begleiter für Familien, die oft zwischen Personen- und Warentransport wechseln müssen.
Ausstattungsvarianten und Features im Überblick
Für den indischen Markt wurde der Nissan Gravite in mehreren Ausstattungslinien eingeführt, von einer Basisversion bis hin zu einer voll ausgestatteten Variante. Schon die Einstiegsversion verfügt über wichtige Sicherheitsmerkmale wie sechs Airbags, ABS und ESP. Höherwertige Linien bieten zusätzlichen Komfort und moderne Technik.
Zu den verfügbaren Features gehören unter anderem:
- Ein 8-Zoll-Touchscreen-Infotainmentsystem
- Kabellose Anbindung für Apple CarPlay und Android Auto
- Ein digitales 7-Zoll-Fahrerdisplay
- Eine Rückfahrkamera und Parksensoren
- LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten
- Eine Klimaanlage mit separaten Lüftungsdüsen für die hinteren Reihen
Diese Ausstattung ist für ein Fahrzeug in dieser Preisklasse bemerkenswert. Ähnlich wie bei der Diskussion um die Alterskontrolle bei Instagram zeigt sich, dass auch im Budget-Segment moderne Technik immer wichtiger wird.
Video-Empfehlung: Für einen visuellen Eindruck empfehlen wir, auf YouTube nach dem offiziellen Vorstellungsvideo «Nissan Gravite World Premiere» zu suchen. Es bietet einen detaillierten Einblick in Design und Funktionen.
Was kostet der Nissan Gravite?
Die Preisgestaltung ist das schlagkräftigste Argument für den Nissan Gravite. In Indien wurde das Basismodell zu einem Preis von 565.000 Rupien eingeführt. Das entspricht nach aktuellem Kurs (Stand: Februar 2026) nur etwa 6.500 Euro. Selbst die höchste Ausstattungsvariante bleibt umgerechnet unter der 10.000-Euro-Marke. Diese aggressive Preispolitik macht ihn zu einem der günstigsten 7-Sitzer weltweit.
Kommt der Nissan Gravite nach Deutschland?
Offiziell gibt es seitens Nissan noch keine Bestätigung für eine Markteinführung des Nissan Gravite in Deutschland oder Europa. Es gibt jedoch einige Faktoren, die dafür sprechen könnten. Der Erfolg von Budget-Marken wie Dacia zeigt, dass eine hohe Nachfrage nach erschwinglichen und praktischen Fahrzeugen besteht. Der Gravite könnte als direkter Konkurrent zum Dacia Jogger positioniert werden.
Allerdings müssten für einen Start in Europa wahrscheinlich Anpassungen vorgenommen werden. Dazu gehören strengere Abgasnormen und höhere Sicherheitsanforderungen. Eine leistungsstärkere Motorvariante wäre ebenfalls notwendig, um auf dem deutschen Markt zu bestehen. Sollte Nissan sich für diesen Schritt entscheiden, könnte der Preis aufgrund der notwendigen Modifikationen und Importkosten leicht steigen, aber voraussichtlich immer noch sehr wettbewerbsfähig bleiben. Experten gehen von einem möglichen Einstiegspreis zwischen 12.000 und 15.000 Euro aus. Weitere Informationen zu Nissans globaler Strategie finden sich auch auf der offiziellen Wikipedia-Seite des Herstellers.
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Motor | 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner |
| Leistung | 72 PS (53 kW) |
| Drehmoment | 96 Nm |
| Getriebe | 5-Gang-Manuell oder 5-Gang-AMT |
| Länge | 3.990 mm |
| Breite | 1.739 mm |
| Höhe | 1.643 mm |
| Radstand | 2.636 mm |
| Kofferraumvolumen | 84 L (7 Sitze) / 625 L (5 Sitze) |
| Leergewicht | ca. 950 kg |
Fazit: Eine günstige Alternative für Familien?
Der Nissan Gravite ist zweifellos ein spannendes Fahrzeug, das zeigt, wie viel Auto für wenig Geld möglich ist. Seine Stärken liegen in der hohen Variabilität, dem großzügigen Platzangebot auf kleiner Fläche und dem extrem niedrigen Preis. Für den indischen Markt ist er eine maßgeschneiderte Lösung. Ob der Sprung nach Europa gelingt, bleibt abzuwarten. Sollte Nissan den Gravite jedoch für den deutschen Markt anpassen und zu einem konkurrenzfähigen Preis anbieten, könnte er eine echte Bereicherung für das Budget-Segment und eine ernsthafte Alternative für preisbewusste Familien darstellen.