Wie kann man sich Epilepsie vorstellen? Der Film *D Is for Distance* (2025) von Christopher Petit und Emma Matthews wagt sich an eine ungewöhnliche Annäherung. Statt auf reine Fakten zu setzen, nutzt er eine Mischung aus filmischen Bildern, Cartoons und autobiografischen Elementen, um das Innenleben eines von Epilepsie betroffenen Gehirns zu erkunden. Dieser essayistische Ansatz macht den Film zu einem persönlichen und möglicherweise auch verstörenden Erlebnis.

Unser Eindruck: Ein mutiger und experimenteller film über epilepsie, der sich dem Thema auf sehr persönliche Weise nähert.
| Titel | D Is for Distance |
|---|---|
| Originaltitel | D Is for Distance |
| Regie | Christopher Petit, Emma Matthews |
| Genre | Essayistisch, Autobiografisch-Autofiktional |
| Produktion | Elokuvayhtiö Testifilmi Oy |
Einblicke in das Innere eines Gehirns
D Is for Distance ist kein klassischer Dokumentarfilm über Epilepsie. Vielmehr ist es ein Versuch, die Krankheit aus der Perspektive von Louis Petit, dem Sohn der Filmemacher, zu erfassen. Der Film kombiniert verschiedene visuelle Stile, darunter Cartoons und eine frühe Adaption von «Alice im Wunderland», um die komplexen und oft schwer fassbaren Erfahrungen mit Epilepsie darzustellen. Dieser Ansatz macht den Film zu einer introspektiven Reise in die Welt eines individuellen Gehirns.
Wie funktioniert der essayistische Ansatz in D Is for Distance?
Der essayistische Stil des Films erlaubt es den Machern, sich frei von den Konventionen traditioneller Dokumentarfilme zu bewegen. Statt Experten zu interviewen oder Fakten aufzulisten, nutzen sie persönliche Erfahrungen und filmische Metaphern, um das Thema zu erkunden. Diese Herangehensweise kann für manche Zuschauer ungewohnt sein, bietet aber die Möglichkeit, sich auf einer emotionalen Ebene mit der Krankheit auseinanderzusetzen. Der Film verzichtet auf eine lineare Erzählstruktur und setzt stattdessen auf eine assoziative Montage von Bildern und Tönen. (Lesen Sie auch: Billy Bob Thornton Armageddon: Er Bereut den…)
Serien-Fakten
- Der Film kombiniert verschiedene visuelle Stile, darunter Cartoons und frühe Filmadaptionen.
- Er ist autobiografisch geprägt und basiert auf den Erfahrungen des Sohnes der Filmemacher.
- Der essayistische Ansatz ermöglicht eine freie und unkonventionelle Auseinandersetzung mit dem Thema.
- Der Film verzichtet auf eine lineare Erzählstruktur.
Die autobiografische Perspektive
Die persönliche Verbindung der Filmemacher zum Thema Epilepsie verleiht dem Film eine besondere Authentizität. Indem sie die Erfahrungen ihres Sohnes in den Mittelpunkt stellen, gelingt es ihnen, die Krankheit aus einer sehr intimen Perspektive zu beleuchten. Dieser autobiografische Ansatz macht den Film zu einer emotionalen und berührenden Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, die Epilepsie mit sich bringt. Es ist ein Film, der weniger informieren als vielmehr ein Gefühl vermitteln will.
Die Macher scheuen sich nicht, auch schwierige Aspekte der Krankheit anzusprechen und zeigen die Auswirkungen auf das Familienleben. Wie Neurologen und Psychiater im Netz berichten, kann Epilepsie verschiedene Ursachen haben und sich unterschiedlich äußern.
Filmisches Kaleidoskop der Wahrnehmung
D Is for Distance ist visuell vielschichtig. Die Kombination aus Cartoons, frühen Filmadaptionen und realen Aufnahmen erzeugt einen ungewöhnlichen und teils surrealen Eindruck. Die Macher nutzen diese Vielfalt, um die veränderte Wahrnehmung eines Menschen mit Epilepsie zu visualisieren. Die filmischen Mittel werden dabei eingesetzt, um die inneren Prozesse und Empfindungen, die mit der Krankheit einhergehen, erfahrbar zu machen. Der Film ist somit nicht nur eine Auseinandersetzung mit Epilepsie, sondern auch eine Reflexion über die Möglichkeiten des Kinos, komplexe psychische Zustände darzustellen.
Die Kameraarbeit ist dabei oft subjektiv, um die Perspektive des Betroffenen einzunehmen. Der Schnitt ist assoziativ und springt zwischen verschiedenen Ebenen, um die Fragmentierung der Wahrnehmung widerzuspiegeln. Die Musik und der Sounddesign tragen ebenfalls dazu bei, eine immersive und teils beunruhigende Atmosphäre zu schaffen. (Lesen Sie auch: Film Twist Ende: Ben Affleck Liebt den…)
Für wen lohnt sich D Is for Distance?
D Is for Distance ist kein Film für ein breites Publikum. Wer einen klassischen Dokumentarfilm mit klaren Fakten und Experteninterviews erwartet, wird möglicherweise enttäuscht. Der Film richtet sich eher an Zuschauer, die sich für experimentelles Kino und persönliche Auseinandersetzungen mit schwierigen Themen interessieren. Wer Filme wie «The Diving Bell and the Butterfly» oder «Eternal Sunshine of the Spotless Mind» mochte, wird hier möglicherweise eine ähnliche Sensibilität und künstlerische Herangehensweise finden.
Der Film ist auch für Menschen geeignet, die selbst von Epilepsie betroffen sind oder jemanden kennen, der darunter leidet. Er kann helfen, die Krankheit besser zu verstehen und sich mit den Erfahrungen anderer zu identifizieren. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass der Film keine einfache oder tröstliche Darstellung bietet, sondern vielmehr die Komplexität und Vielschichtigkeit der Krankheit widerspiegelt. Laut der Schweizerischen Epilepsie-Liga gibt es verschiedene Therapieansätze, aber die Krankheit kann das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet «D Is for Distance» von anderen Filmen über Epilepsie?
«D Is for Distance» verzichtet auf eine klassische Dokumentarstruktur und setzt stattdessen auf einen essayistischen, autobiografischen Ansatz. Der Film kombiniert verschiedene visuelle Stile, um die subjektive Erfahrung von Epilepsie darzustellen, anstatt Fakten zu präsentieren.
Welche Zielgruppe spricht der Film hauptsächlich an?
Der Film richtet sich an Zuschauer, die sich für experimentelles Kino und persönliche Auseinandersetzungen mit schwierigen Themen interessieren. Auch Menschen, die selbst von Epilepsie betroffen sind, könnten den Film als relevant empfinden.
Wie wird die Krankheit Epilepsie im Film dargestellt?
Der Film versucht, die Krankheit aus der Perspektive eines Betroffenen darzustellen und die inneren Prozesse und Empfindungen, die mit Epilepsie einhergehen, erfahrbar zu machen. Dabei werden verschiedene filmische Mittel eingesetzt, um die veränderte Wahrnehmung zu visualisieren.
Welche Rolle spielt die autobiografische Perspektive im Film?
Die autobiografische Perspektive verleiht dem Film eine besondere Authentizität. Indem die Erfahrungen des Sohnes der Filmemacher in den Mittelpunkt gestellt werden, wird die Krankheit aus einer sehr intimen und persönlichen Perspektive beleuchtet. (Lesen Sie auch: Scarpetta Serie: Nicole Kidman Jagt 2026 einen…)
Welche visuellen Elemente werden im Film verwendet?
Der Film kombiniert verschiedene visuelle Stile, darunter Cartoons, frühe Filmadaptionen und reale Aufnahmen. Diese Vielfalt dient dazu, die veränderte Wahrnehmung eines Menschen mit Epilepsie zu visualisieren und eine immersive Atmosphäre zu schaffen.
D Is for Distance ist ein mutiger und ungewöhnlicher film über epilepsie, der sich dem Thema auf eine sehr persönliche und experimentelle Weise nähert. Er ist kein Film für jedermann, aber wer sich darauf einlässt, kann einen tiefen Einblick in die Welt eines von Epilepsie betroffenen Gehirns gewinnen.





