Lesezeit: ca. 7 Minuten
La Palma, die nordwestlichste der Kanarischen Inseln, entwickelt sich im Jahr 2026 zu einem echten Trendreiseziel. Bekannt als «Isla Bonita» (die schöne Insel), bietet sie eine einzigartige Mischung aus üppiger Natur, dramatischen Vulkanlandschaften und einem der klarsten Sternenhimmel der Welt. Nach dem Vulkanausbruch des Tajogaite 2021 zeigt sich die Insel widerstandsfähiger und faszinierender denn je. Deshalb zieht La Palma aktuell, am 17.02.2026, verstärkt naturverbundene und aktive Urlauber an, die authentische Erlebnisse suchen.
Das Wichtigste in Kürze
- UNESCO-Biosphärenreservat: Die gesamte Insel La Palma wurde 2002 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt, was ihren außergewöhnlichen Naturreichtum unterstreicht.
- Vulkanlandschaft im Wandel: Der Vulkanausbruch 2021 hat die Landschaft im Aridanetal verändert und mit dem Tajogaite einen neuen Anziehungspunkt für geführte Wanderungen geschaffen.
- Wanderparadies: Mit einem riesigen Netz an Wegen, darunter die berühmte «Ruta de los Volcanes» und Touren im Nationalpark Caldera de Taburiente, ist La Palma ein Top-Ziel für Wanderer.
- Starlight-Reservat: Dank strenger Lichtschutzgesetze bietet der Himmel über La Palma, besonders am Roque de los Muchachos, eine der besten Bedingungen für Sternenbeobachtungen weltweit.
- Authentischer Charme: Abseits des Massentourismus hat sich La Palma eine entspannte Atmosphäre mit malerischen Orten wie Santa Cruz de La Palma und schwarzen Lavastränden bewahrt.
- Post-Eruptive Erholung: Die Insel investiert 2026 gezielt in Sicherheit, Zivilschutz und Vulkanüberwachung, um die Erholungsphase nach dem Ausbruch zu managen und für die Zukunft gerüstet zu sein.
Inhaltsverzeichnis
- La Palma nach dem Vulkanausbruch 2021: Was Reisende wissen müssen
- Wandern auf La Palma: Die spektakulärsten Routen
- Was macht La Palma zu einem der besten Orte für Sternenbeobachtung?
- Kultur und Entspannung abseits der Wanderwege
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu La Palma
- Fazit: Warum sich eine Reise nach La Palma 2026 lohnt
La Palma nach dem Vulkanausbruch 2021: Was Reisende wissen müssen
Der Vulkanausbruch des Cumbre Vieja, der den neuen Vulkan Tajogaite formte, hat das Gesicht von La Palma nachhaltig geprägt. Die Eruption, die 85 Tage andauerte, war die längste und schadenreichste in der aufgezeichneten Geschichte der Insel. Folglich ist die Phase der post-eruptiven Erholung noch immer ein zentrales Thema. Das Cabildo von La Palma investiert im Jahr 2026 über 1,3 Millionen Euro in Zivilschutz, Vulkanüberwachung und Notfallmanagement, um die Sicherheit zu gewährleisten und die betroffenen Gebiete zu managen.
Für Touristen bedeutet dies vor allem, dass bestimmte Gebiete rund um den neuen Vulkankegel und die Lavafelder weiterhin nur eingeschränkt oder im Rahmen von geführten Touren zugänglich sind. Diese Touren bieten jedoch eine einmalige Gelegenheit, die jüngste geologische Veränderung Europas aus nächster Nähe zu erleben. Die meisten Teile der Insel, insbesondere der Norden und Osten, waren vom Ausbruch nicht direkt betroffen und präsentieren sich so grün und einladend wie eh und je. Die Infrastruktur ist weitgehend wiederhergestellt, allerdings sollten sich Reisende, wie wir in unserem Artikel über Straßensperrungen durch Naturereignisse erläutert haben, stets über den aktuellen Zustand von Straßen und Wanderwegen informieren.
Der neue Vulkan Tajogaite: Ein Besuchermagnet
Der Tajogaite hat sich schnell zu einer der Hauptattraktionen auf La Palma entwickelt. Geführte Wanderungen führen Besucher sicher durch die beeindruckende Aschelandschaft zum Gipfel des neuen Vulkans. Der Anblick der erstarrten Lavaströme und des neu geformten Geländes ist ein eindrückliches Zeugnis der gewaltigen Naturkräfte. Diese Touren sind nicht nur touristisch interessant, sondern unterstützen auch die lokale Wirtschaft beim Wiederaufbau.
Wandern auf La Palma: Die spektakulärsten Routen
La Palma ist zurecht als die Wanderinsel der Kanaren bekannt. Ihr ausgedehntes Wegenetz durchquert unterschiedlichste Klimazonen und Vegetationsformen. Von nebligen Lorbeerwäldern bis zu sonnigen Kiefernhainen und alpinen Gipfelregionen ist alles dabei.
Nationalpark Caldera de Taburiente: Das Herz der Insel
Das Herzstück für Wanderer ist der Nationalpark Caldera de Taburiente, ein gewaltiger Erosionskrater mit einem Durchmesser von etwa acht Kilometern. Eine der beliebtesten Touren startet am Mirador de los Brecitos und führt hinab ins Innere des Kraters, vorbei an Bächen und dem bunten Wasserfall «Cascada de Colores». Die Wanderung durch die Schlucht Barranco de las Angustias zurück zum Ausgangspunkt ist anspruchsvoll, aber lohnend. Wichtig ist, sich vorab über den Zustand der Wege und eventuelle Sperrungen zu informieren, da es nach Regenfällen zu Schließungen kommen kann.
Die Vulkanroute: Ruta de los Volcanes
Für erfahrene Wanderer ist die etwa 22 Kilometer lange «Ruta de los Volcanes» ein absolutes Muss. Der Weg führt über den Gebirgskamm der Cumbre Vieja, vorbei an zahlreichen Vulkankegeln und bietet durchgehend atemberaubende Panoramablicke über die gesamte Insel. Diese Tour erfordert eine gute Kondition, belohnt aber mit unvergesslichen Eindrücken einer fast mondähnlichen Landschaft, die in starkem Kontrast zum grünen Norden der Insel steht.
Was macht La Palma zu einem der besten Orte für Sternenbeobachtung?
La Palma ist nicht nur bei Tag, sondern auch bei Nacht ein Spektakel. Die Insel ist als eines der weltweit ersten UNESCO-Starlight-Reservate anerkannt. Ein spezielles Gesetz schützt den Himmel vor Lichtverschmutzung, was ideale Bedingungen für die astronomische Forschung und für Hobby-Astronomen schafft.
Der Höhepunkt für Sternenfreunde ist der Roque de los Muchachos, der mit 2.426 Metern höchste Gipfel der Insel. Hier befindet sich das Roque de los Muchachos Observatorium, eine Ansammlung von internationalen Teleskopen, darunter das Gran Telescopio Canarias, eines der größten optischen Teleskope der Welt. Während die Observatorien nachts den Forschern vorbehalten sind, gibt es zahlreiche Aussichtspunkte in der Nähe, von denen aus man mit bloßem Auge die Milchstraße und unzählige Sterne bewundern kann. Es werden auch geführte Sternenbeobachtungstouren angeboten, die den Nachthimmel erklären.
Kultur und Entspannung abseits der Wanderwege
Neben der beeindruckenden Natur hat La Palma auch kulturell einiges zu bieten. Die Hauptstadt Santa Cruz de La Palma besticht mit ihrer gut erhaltenen Altstadt, den berühmten Holzbalkonen an der Avenida Marítima und kopfsteingepflasterten Gassen. Die Stadt war im 16. Jahrhundert ein wichtiger Handelshafen zwischen Europa und Amerika, was sich heute noch in der Architektur widerspiegelt.
Zur Entspannung laden die schwarzen Lavastrände wie in Puerto Naos oder Puerto de Tazacorte ein. Eine Besonderheit sind die Meeresschwimmbecken, wie das Charco Azul, die ein sicheres Baden im Atlantik ermöglichen. Für kulinarische Genüsse sorgen lokale Spezialitäten wie «Papas arrugadas» mit Mojo-Saucen und frischer Fisch, begleitet von den ausgezeichneten Weinen der Insel.
Die Vielfalt der Insel zeigt sich auch in ihren Festen. Ein Highlight ist der Karneval, besonders der «Día de los Indianos» in Santa Cruz, bei dem sich die ganze Stadt in Weiß kleidet und mit Babypuder wirft – ein Spektakel, das jährlich Zehntausende anzieht. Ähnlich wie die großen Karnevalsveranstaltungen in Köln, ist dies ein tief in der Kultur verwurzeltes Fest.
Tabelle: Vergleich der Top-Wanderregionen auf La Palma
| Region | Schwierigkeitsgrad | Highlight | Beste Zeit |
|---|---|---|---|
| Caldera de Taburiente | Mittel bis Schwer | Cascada de Colores, Kiefernwälder | Ganzjährig (außer nach Starkregen) |
| Ruta de los Volcanes | Schwer | Vulkankegel, Panoramablicke | Frühling, Herbst |
| Lorbeerwald Los Tilos | Leicht bis Mittel | Urwald-Atmosphäre, Wasserfall | Ganzjährig |
| Roque de los Muchachos | Leicht bis Mittel | Gipfelblicke, Observatorien | Sommer (weniger Wind) |
Video-Empfehlung: Um einen visuellen Eindruck von der Schönheit der Insel zu bekommen, empfehlen wir das YouTube-Video «La Palma – Die schöne Insel | Ein Reiseführer 2026». Suchen Sie nach einem aktuellen Reisefilm, der die Landschaften nach dem Vulkanausbruch zeigt.
Weiterführende Links:
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu La Palma
Ist ein Urlaub auf La Palma nach dem Vulkanausbruch sicher?
Ja, ein Urlaub auf La Palma ist sicher. Die vulkanische Aktivität wird permanent überwacht. Die vom Ausbruch 2021 betroffenen Gebiete sind klar definiert und teilweise für geführte Touren zugänglich. Der Großteil der Insel ist uneingeschränkt und sicher bereisbar.
Was ist die beste Reisezeit für La Palma?
La Palma ist ein Ganzjahresreiseziel mit milden Temperaturen. Für Wanderer sind besonders der Frühling (März bis Mai) und der Herbst (September bis November) ideal. Im Sommer ist es wärmer und trockener, perfekt für Strandbesuche und die höheren Lagen.
Brauche ich einen Mietwagen auf La Palma?
Ein Mietwagen ist sehr empfehlenswert, um die vielfältige Insel flexibel zu erkunden. Zwar gibt es ein öffentliches Busnetz, doch viele Wander-Startpunkte und abgelegene Orte sind damit nur schwer zu erreichen. Die Straßen sind gut ausgebaut, aber oft kurvenreich.
Kann man den neuen Vulkan auf La Palma besichtigen?
Ja, der 2021 entstandene Vulkan Tajogaite kann im Rahmen von offiziell geführten Wanderungen besichtigt werden. Diese Touren führen sicher durch die neue Vulkanlandschaft und bieten einzigartige Einblicke. Eine eigenständige Erkundung der unmittelbaren Zone ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet.
Für wen ist La Palma als Urlaubsziel geeignet?
La Palma ist ideal für Naturliebhaber, Wanderer, Ruhesuchende und Hobby-Astronomen. Die Insel ist weniger auf Pauschal- und Partytourismus ausgelegt, sondern spricht Individualreisende an, die aktive Erholung und authentische Erlebnisse in einer spektakulären Naturkulisse schätzen.
Fazit: Warum sich eine Reise nach La Palma 2026 lohnt
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass La Palma im Jahr 2026 mehr denn je eine Reise wert ist. Die Insel kombiniert auf einzigartige Weise die ruhige Erholung eines etablierten Naturparadieses mit der aufregenden Dynamik einer sich wandelnden Vulkanlandschaft. Ob beim Wandern durch die Caldera de Taburiente, beim Bestaunen des neuen Vulkans Tajogaite oder beim Blick in den unendlichen Sternenhimmel – La Palma bietet unvergessliche Erlebnisse für alle, die das Besondere suchen. Deshalb ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, die «Isla Bonita» zu entdecken und Zeuge ihrer beeindruckenden Regenerationskraft zu werden.
Über den Autor:
Niklas Schmidt ist seit über 10 Jahren als Online-Redakteur mit Schwerpunkt auf Reise und Geowissenschaften tätig. Er hat La Palma mehrfach besucht, zuletzt nach dem Vulkanausbruch 2021, um die Veränderungen vor Ort zu dokumentieren. Seine Expertise liegt in der verständlichen Aufbereitung komplexer Naturphänomene für ein breites Publikum.