Die geplante Artemis 2 Mission, die erste bemannte Mondumrundung seit Jahrzehnten, sieht sich mit erneuten technischen Schwierigkeiten konfrontiert. Ein Test der Betankungssysteme der «Space Launch System»-Rakete verlief nicht reibungslos, da Probleme bei der Wasserstoffbefüllung auftraten. Ingenieure arbeiten nun an der Behebung des Problems, indem sie ein Filtersystem austauschen, das als mögliche Ursache identifiziert wurde.

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Nasa verschiebt Artemis-2-Mission aufgrund technischer Probleme
Die NASA hat den geplanten Starttermin für die Artemis-2-Mission, die eine bemannte Mondumrundung vorsieht, aufgrund von technischen Problemen verschoben. Bei Tests der Betankungssysteme traten Schwierigkeiten auf, die nun behoben werden müssen. Ein Filtersystem wird ausgetauscht, um die ordnungsgemäße Funktion der Wasserstoffbefüllung sicherzustellen.
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa sieht sich mit weiteren Verzögerungen bei der Vorbereitung ihrer bemannten Mondmission «Artemis 2» konfrontiert. Wie Stern berichtet, traten bei einem kürzlich durchgeführten Test auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida erneut Probleme auf. Diesmal betraf es die Wasserstoffbefüllung der «Space Launch System» (SLS) Rakete, die nicht wie geplant ablief.
Die zuständigen Ingenieure arbeiten mit Hochdruck daran, die Ursache für die Probleme zu identifizieren und zu beheben. Als mögliche Fehlerquelle wurde ein Filtersystem ausgemacht, das nun ausgetauscht wird. Dieser Schritt soll sicherstellen, dass die Betankung der Rakete bei zukünftigen Tests und letztendlich beim Start reibungslos funktioniert. (Lesen Sie auch: Artemis Mission: Deutscher Astronaut zum Mond? Jetzt…)
Das ist passiert
- Erneute technische Probleme bei der Vorbereitung der «Artemis 2»-Mission.
- Wasserstoffbefüllung der «Space Launch System»-Rakete funktionierte nicht ordnungsgemäß.
- Filtersystem als mögliche Ursache identifiziert und wird ausgetauscht.
- Starttermin frühestens im März, weitere Verzögerungen nicht ausgeschlossen.
Welche Herausforderungen gibt es bei der Betankung der SLS-Rakete?
Die Betankung der «Space Launch System»-Rakete mit flüssigem Wasserstoff stellt eine besondere Herausforderung dar. Flüssiger Wasserstoff muss auf extrem niedrigen Temperaturen gehalten werden, was zu Leckagen und Problemen mit Dichtungen führen kann. Die komplexen Filtersysteme müssen einwandfrei funktionieren, um Verunreinigungen zu vermeiden und einen reibungslosen Treibstofffluss zu gewährleisten.
Ursprünglich war geplant, bereits im Februar ein zweites sogenanntes «Wet Dress Rehearsal» durchzuführen. Bei dieser Generalprobe werden alle Abläufe bis kurz vor dem eigentlichen Start simuliert. Bereits der erste «Wet Dress Rehearsal» hatte sich aufgrund von außergewöhnlich niedrigen Temperaturen und starken Winden verzögert. Bei diesem ersten Test traten zudem Wasserstoff-Lecks auf, woraufhin Dichtungen ausgetauscht wurden.
Die Probleme bei der Wasserstoffbefüllung sind nicht die ersten Schwierigkeiten, mit denen die Artemis-Mission zu kämpfen hat. Bereits in der Vergangenheit gab es Verzögerungen und technische Herausforderungen, die den Zeitplan der Mission beeinträchtigt haben. Die Komplexität der Raumfahrttechnologie und die hohen Anforderungen an die Sicherheit machen solche Probleme jedoch nicht ungewöhnlich.
Die Artemis-Mission ist ein ambitioniertes Projekt, das darauf abzielt, erstmals seit 1972 wieder Menschen zum Mond zu bringen. Die Mission ist in mehrere Phasen unterteilt, wobei «Artemis 1» bereits erfolgreich unbemannt den Mond umrundet hat. (Lesen Sie auch: Mondmission China: Durchbruch im Wettlauf zum Mond)
Frühestmöglicher Starttermin nun im März erwartet
Die Nasa hatte den frühestmöglichen Starttermin für die Artemis 2 Mission ursprünglich auf den 6. Februar datiert. Angesichts der aktuellen Probleme geht die Behörde nun von einem Start frühestens im März aus. Eine genaue Datierung des Starts ist jedoch weiterhin ungewiss und hängt vom Fortschritt der Reparaturarbeiten und den Ergebnissen weiterer Tests ab.
Mit der «Artemis 2»-Mission sollen erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen. Die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen sollen den Mond bei der etwa zehntägigen Mission umrunden. Zuletzt waren 1972 US-Astronauten auf dem Mond gelandet.
Die «Artemis 2»-Mission ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur geplanten Rückkehr von Menschen auf den Mond im Rahmen der «Artemis»-Programm. Ziel ist es, eine nachhaltige Präsenz auf dem Mond zu etablieren und den Mond als Ausgangspunkt für zukünftige Missionen zum Mars zu nutzen.
Die Europäische Weltraumorganisation ESA ist ebenfalls an der Artemis-Mission beteiligt. Sie liefert unter anderem das Europäische Servicemodul (ESM) für das Orion-Raumschiff, das die Astronauten transportiert. Das ESM ist für die Energieversorgung, den Antrieb und die Lebenserhaltung der Astronauten während der Mission verantwortlich. (Lesen Sie auch: Pinkeln unter Dusche: Ist das Wirklich Ungesund…)

Die ESA informiert detailliert über ihre Beteiligung am Artemis-Programm.
Das Artemis-Programm ist nach der griechischen Göttin des Mondes benannt, der Zwillingsschwester des Apollo. Das Programm ist als Nachfolgeprogramm des Apollo-Programms konzipiert, das in den 1960er und 1970er Jahren Menschen zum Mond brachte.
Die Artemis-Mission als Sprungbrett zum Mars
Die langfristigen Ziele des Artemis-Programms gehen über die Rückkehr zum Mond hinaus. Die gesammelten Erfahrungen und Technologien sollen genutzt werden, um bemannte Missionen zum Mars zu ermöglichen. Der Mond soll dabei als Testumgebung und Ausgangspunkt für die Entwicklung von Technologien dienen, die für die Erkundung des Mars unerlässlich sind.
Die Nasa plant, in den kommenden Jahren weitere Artemis-Missionen durchzuführen. «Artemis 3» soll die erste bemannte Landung auf dem Mond seit 1972 ermöglichen. Die Mission ist für das Jahr 2025 geplant, jedoch sind auch hier Verzögerungen nicht ausgeschlossen.
Die Raumfahrtbehörde arbeitet eng mit privaten Unternehmen zusammen, um die Ziele des Artemis-Programms zu erreichen. Unternehmen wie SpaceX und Blue Origin entwickeln Landefähren und andere Technologien, die für die Mondlandungen benötigt werden. Diese Zusammenarbeit soll die Kosten senken und die Innovation fördern. (Lesen Sie auch: Flughafen Köln Bonn öffnet Wieder nach Polizeieinsatz!)
| Fakt | Details |
|---|---|
| Geplanter Start der Artemis 2 Mission | Frühestens März |
| Besatzung | Christina Koch, Victor Glover, Reid Wiseman, Jeremy Hansen |
| Ziel der Mission | Umrundung des Mondes |
| Letzte bemannte Mondlandung | 1972 |
Die erneuten technischen Probleme bei der Vorbereitung der Artemis 2 Mission zeigen, wie komplex und anspruchsvoll bemannte Raumfahrt ist. Die Sicherheit der Astronauten hat oberste Priorität, weshalb die Nasa keine Risiken eingehen wird und alle Probleme gründlich behebt, bevor die Mission startet. Es bleibt abzuwarten, wann die «Artemis 2»-Mission tatsächlich starten kann und wann Menschen wieder in die Nähe des Mondes fliegen werden.



