Die jahrzehntelange intensive Nutzung des Jangtse-Flusses in China hat die Fischbestände stark dezimiert. Doch nun gibt es Anzeichen für eine positive Trendwende: Die Fischbestand Erholung scheint Realität zu werden. Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich die Biodiversität und die Fischbiomasse in dem längsten Fluss Asiens erholen.

+
Analyse-Ergebnis
- Das Fischereiverbot von 2021 hat maßgeblich zur Erholung beigetragen.
- Die Fischbiomasse hat sich nach Inkrafttreten des Verbots verdoppelt.
- Große und wirtschaftlich wertvolle Fischarten profitieren besonders.
- Verbesserungen der Wasserqualität und Renaturierungsmaßnahmen unterstützen die Erholung.
Wie funktioniert die Fischbestand Erholung im Jangtse?
Die Erholung der Fischbestände im Jangtse ist ein komplexer Prozess, der auf mehreren Faktoren beruht. Das 2021 eingeführte Fischereiverbot spielt eine zentrale Rolle, da es den Fischen ermöglicht, sich zu vermehren und ihre Populationen wieder aufzubauen. Parallel dazu tragen Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität und zur Renaturierung der Uferbereiche dazu bei, die Lebensräume der Fische zu verbessern.
Der Jangtse, in China als «Chang Jiang» (Langer Strom) bekannt, erstreckt sich über 6.300 Kilometer vom tibetischen Hochland bis zur Metropole Shanghai. Wie Stern berichtet, hat die rasante wirtschaftliche Entwicklung Chinas dem Fluss über Jahrzehnte zugesetzt. Nun scheint ein Umdenken stattzufinden.
Die Ursachen für den Rückgang der Fischbestände
Die Ursachen für den dramatischen Rückgang der Fischbestände im Jangtse sind vielfältig. Überfischung, verursacht durch intensive Fischereiaktivitäten, war einer der Hauptfaktoren. Hinzu kamen die Verschmutzung des Flusses durch Industrieabwässer und landwirtschaftliche Abflüsse, die Zerstörung von Lebensräumen durch den Bau von Dämmen und Uferbefestigungen sowie die Beeinträchtigung durch den Schiffsverkehr.
Einige Tierarten sind unter diesen Bedingungen für immer verschwunden, wie die Forscher schreiben. Dazu gehört etwa der Chinesische Flussdelfin (Lipotes vexillifer). Die Belastung des Ökosystems Jangtse war enorm, und es bedurfte entschiedener Maßnahmen, um eine Trendwende einzuleiten.
Die Fischbiomasse im Jangtse hat sich nach Inkrafttreten des Fischereiverbots im Jahr 2021 verdoppelt. Dies ist ein deutliches Zeichen für die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen. (Lesen Sie auch: Geschichte Herzsymbol: Die überraschende Reise des Symbols)
Die Reaktionen und Maßnahmen zur Fischbestand Erholung
Die chinesische Regierung hat auf die alarmierenden Zustände im Jangtse reagiert und eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. Ein zentraler Schritt war das 2021 in Kraft getretene Gesetz zum Schutz des Jangtse, das unter anderem ein umfassendes Fischereiverbot vorsieht. Dieses Verbot soll den Fischbeständen die Möglichkeit geben, sich zu erholen und ihre Populationen wieder aufzubauen.
Zusätzlich zu dem Fischereiverbot wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität ergriffen. Dazu gehören die Reduzierung von Industrieabwässern und landwirtschaftlichen Abflüssen sowie die Renaturierung von Uferbereichen. Auch das Schiffverkehrsaufkommen wurde reduziert, um die Belastung des Flusses zu verringern.
Die Rolle des Fischereiverbots
Das Fischereiverbot spielt eine entscheidende Rolle bei der Fischbestand Erholung im Jangtse. Durch das Verbot wird verhindert, dass die Fischbestände weiterhin durch Überfischung dezimiert werden. Dies ermöglicht es den Fischen, sich zu vermehren und ihre Populationen wieder aufzubauen. Laut der Studie, die im Fachblatt «Science» veröffentlicht wurde, hat sich die Fischbiomasse nach Inkrafttreten des Verbots verdoppelt. Diese Kennzahl gibt die Gesamtmasse an Fischen in einem Ökosystem an.
Besonders große Fische, die oft weiter oben in der Nahrungskette stehen oder wirtschaftlich wertvoll sind, profitieren von dem Verbot. Ihre Überlebenschancen steigen, und sie können sich besser vermehren. Dies trägt dazu bei, die Artenvielfalt im Jangtse zu erhöhen und das Ökosystem zu stabilisieren.
Auch in der Schweiz werden Maßnahmen zur Erholung der Fischbestände ergriffen, allerdings mit anderen Schwerpunkten und Rahmenbedingungen.
Die Bedeutung des Jangtse für China
Der Jangtse ist nicht nur der längste Fluss Asiens, sondern auch eine Lebensader für China. Er durchquert Metropolen wie Chongqing, Wuhan und Nanjing, die wichtige Zentren der chinesischen Industrie sind. Der Fluss dient als Transportweg, zur Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen und zur Energiegewinnung. Seine ökologische Bedeutung ist jedoch in den letzten Jahrzehnten stark in den Hintergrund geraten. (Lesen Sie auch: Valentinstag Kuss: Mehr als nur Romantik am…)
Die nun eingeleiteten Maßnahmen zur Fischbestand Erholung sind daher nicht nur aus ökologischer Sicht wichtig, sondern auch für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Chinas. Ein gesunder Jangtse kann langfristig dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und die wirtschaftliche Grundlage der Region zu sichern.
Die chinesische Regierung hat den Umweltschutz in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus gerückt. Dies ist auch eine Reaktion auf die zunehmenden Umweltprobleme, die durch das rasante Wirtschaftswachstum entstanden sind.
Expertenmeinungen zur Fischbestand Erholung
Die positiven Entwicklungen im Jangtse werden von Experten begrüßt. Dr. Li Wei, ein Experte für Flussökologie an der Universität Peking, betont die Bedeutung des Fischereiverbots: «Das Verbot ist ein wichtiger Schritt, um die Fischbestände zu schützen und das Ökosystem zu stabilisieren. Es ist jedoch wichtig, dass das Verbot konsequent durchgesetzt wird und dass weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität und zur Renaturierung der Uferbereiche ergriffen werden.»
Auch internationale Experten sehen die Entwicklung positiv. Professor David Dudgeon von der Universität Hongkong, ein Experte für asiatische Flüsse, erklärt: «Die Erholung der Fischbestände im Jangtse ist ein ermutigendes Zeichen. Es zeigt, dass auch stark belastete Flüsse durch gezielte Maßnahmen wiederhergestellt werden können. Dies ist ein wichtiges Signal für andere Länder, die ähnliche Probleme haben.»

ScienceDirect bietet weiterführende Informationen zum Thema Fischbestände.
Herausforderungen und Ausblick
Trotz der positiven Entwicklungen gibt es noch viele Herausforderungen bei der Fischbestand Erholung im Jangtse. Die Verschmutzung des Flusses ist nach wie vor ein Problem, und es bedarf weiterer Anstrengungen, um die Wasserqualität nachhaltig zu verbessern. Auch die Zerstörung von Lebensräumen durch den Bau von Dämmen und Uferbefestigungen ist weiterhin ein Thema. (Lesen Sie auch: Volksbank Einbruch in Stuhr: Täter Erbeuten Schmuck…)
Es ist wichtig, dass die chinesische Regierung weiterhin konsequent an ihren Umweltschutzmaßnahmen festhält und dass weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Fischbestände und die Artenvielfalt im Jangtse langfristig zu schützen. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Jangtse auch in Zukunft eine Lebensader für China bleibt.
Beginn der intensiven wirtschaftlichen Entwicklung, die den Jangtse stark belastet.
Inkrafttreten des Fischereiverbots und weiterer Schutzmaßnahmen.
Welche Rolle spielt das Fischereiverbot bei der Erholung der Fischbestände im Jangtse?
Das Fischereiverbot ist ein entscheidender Faktor, da es den Fischen ermöglicht, sich zu vermehren und ihre Populationen wieder aufzubauen. Es verhindert, dass die Bestände durch Überfischung weiter dezimiert werden, und trägt so maßgeblich zur Fischbestand Erholung bei. (Lesen Sie auch: Stuhr Bankeinbruch: Schließfächer Aufgebrochen – Was Fehlt)
Welche anderen Maßnahmen werden zur Verbesserung der Situation im Jangtse ergriffen?
Neben dem Fischereiverbot werden Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität ergriffen, wie die Reduzierung von Industrieabwässern und landwirtschaftlichen Abflüssen. Auch die Renaturierung von Uferbereichen und die Reduzierung des Schiffsverkehrs spielen eine wichtige Rolle.
Welche Fischarten profitieren besonders von den Schutzmaßnahmen im Jangtse?
Besonders große Fische, die oft weiter oben in der Nahrungskette stehen oder wirtschaftlich wertvoll sind, profitieren von dem Fischereiverbot. Ihre Überlebenschancen steigen, und sie können sich besser vermehren, was die Artenvielfalt erhöht.
Welche Herausforderungen gibt es noch bei der Erholung der Fischbestände im Jangtse?
Wie wird die chinesische Regierung die Fischbestand Erholung langfristig unterstützen?
Die Fischbestand Erholung im Jangtse ist ein komplexes und langfristiges Projekt. Die ersten Erfolge sind jedoch ermutigend und zeigen, dass es möglich ist, auch stark belastete Ökosysteme wiederherzustellen. Es bleibt zu hoffen, dass die chinesische Regierung weiterhin konsequent an ihren Umweltschutzmaßnahmen festhält und dass der Jangtse auch in Zukunft eine Lebensader für China bleibt.



