Der japanische Eiskunstläufer Yuma Kagiyama gehört auch im Februar 2026 zur absoluten Weltspitze und gilt als einer der Top-Favoriten für die Olympischen Winterspiele. Mit seiner beeindruckenden Technik, enormer Geschwindigkeit und künstlerischem Ausdruck hat sich der mehrfache WM-Silbermedaillengewinner fest in der Eiskunstlauf-Elite etabliert. An seiner Seite: sein Vater und Trainer Masakazu Kagiyama, selbst ein zweifacher Olympiateilnehmer.
Yuma Kagiyama ist ein japanischer Eiskunstläufer, der für seine kraftvollen Sprünge, schnellen Pirouetten und seine außergewöhnliche Konstanz bekannt ist. Als Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2022 und dreifacher Vize-Weltmeister (2021, 2022, 2024) zählt er zu den erfolgreichsten Athleten seiner Generation. Trainiert wird er von seinem Vater Masakazu Kagiyama, was ihre Zusammenarbeit zu einer besonderen Erfolgsgeschichte im internationalen Sport macht.
Das Wichtigste in Kürze
- Olympische Erfolge: Yuma Kagiyama ist Silbermedaillengewinner im Einzel und im Teamwettbewerb der Olympischen Spiele 2022 in Peking.
- Medaillensammlung: Er ist dreifacher Vize-Weltmeister (2021, 2022, 2024) und amtierender Vier-Kontinente-Meister (2024).
- Vater als Trainer: Sein Vater, Masakazu Kagiyama, ist selbst zweifacher Olympiateilnehmer (1992, 1994) und trainiert seinen Sohn seit Beginn seiner Karriere.
- Aktuelle Saison 2025/26: Kagiyama ist zweifacher japanischer Meister (2024-25, 2025-26) und zeigte bei den Olympischen Spielen in Mailand starke Leistungen.
- Besonderer Stil: Er wird für seine hohe Geschwindigkeit, seine Skating-Fähigkeiten und die bemerkenswerte Konstanz in seinen Programmen geschätzt.
- Zusammenarbeit mit Kostner: Seit der Saison 2023/24 arbeitet er zusätzlich mit der italienischen Eiskunstlauf-Ikone Carolina Kostner an seinem Ausdruck.
- Persönliche Bestleistung: Seine persönliche Bestleistung im Gesamtergebnis liegt bei beeindruckenden 310,05 Punkten, aufgestellt bei den Olympischen Spielen 2022.
Inhaltsverzeichnis
- Wer ist Yuma Kagiyama?
- Die Erfolgsgeschichte: Vater und Trainer Masakazu Kagiyama
- Kagiyamas Weg zu den Olympischen Spielen 2026
- Technische Stärken und künstlerischer Ausdruck
- Video: Kagiyamas Kür bei den Olympischen Spielen
- Rivalität und Konkurrenz im Männer-Eiskunstlauf
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Yuma Kagiyama
- Fazit: Ein Champion mit Zukunft
Wer ist Yuma Kagiyama?
Yuma Kagiyama, geboren am 5. Mai 2003 in Yokohama, Japan, ist einer der herausragendsten Eiskunstläufer der Gegenwart. Bereits in jungen Jahren zeigte sich sein außergewöhnliches Talent auf dem Eis, das er unter der Anleitung seines Vaters kontinuierlich weiterentwickelte. Seinen internationalen Durchbruch feierte er in der Saison 2019/20, als er Jugend-Olympiasieger und Vize-Juniorenweltmeister wurde. Dieser schnelle Aufstieg setzte sich bei den Senioren nahtlos fort. Schon bei seiner ersten Weltmeisterschaft 2021 gewann er die Silbermedaille. Kagiyamas Stil zeichnet sich durch eine seltene Kombination aus technischer Brillanz, insbesondere bei seinen Vierfachsprüngen, und einer tiefen musikalischen Interpretation aus. Abseits des Eises ist er Student an der Chukyo Universität und bekannt für seine bescheidene und fokussierte Art. Seine Entwicklung wird auch im Kontext der großen japanischen Eiskunstlauftradition gesehen, wie sie Athleten wie der polnische Star Władimir Samojłow für sein Land anstrebt.
Die Erfolgsgeschichte: Vater und Trainer Masakazu Kagiyama
Die Karriere von Yuma Kagiyama ist untrennbar mit seinem Vater Masakazu Kagiyama verbunden. Masakazu, selbst ein erfolgreicher Eiskunstläufer und zweifacher Olympiateilnehmer für Japan, hat seinen Sohn von klein auf trainiert. Diese einzigartige Vater-Sohn- und Trainer-Schüler-Beziehung ist ein zentraler Pfeiler von Yumas Erfolg. Masakazu ist bekannt für seinen strengen, aber fairen Coaching-Stil, bei dem er größten Wert auf saubere Grundlagen und technische Perfektion legt. Er vermittelte seinem Sohn nicht nur die technischen Fähigkeiten, sondern auch die mentale Stärke, um auf höchstem Niveau zu bestehen. «Mein Vater kennt meine Grenzen besser als ich selbst», sagte Yuma in einem Interview, was die Tiefe ihres Vertrauensverhältnisses unterstreicht. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht eine präzise und langfristige Karriereplanung, die Yuma Kagiyama bis in die Weltspitze geführt hat.
Kagiyamas Weg zu den Olympischen Spielen 2026
Der Weg zu den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina ist für Yuma Kagiyama klar vorgezeichnet. Nach seiner Silbermedaille in Peking 2022 ist das erklärte Ziel Gold. Die Saison 2025/26 begann vielversprechend: Er sicherte sich erneut den japanischen Meistertitel und zeigte bei den Grand-Prix-Wettbewerben konstant starke Leistungen, unter anderem mit Siegen beim NHK Trophy. Bei den Spielen in Mailand lieferte er sich bereits im Teamwettbewerb und im Kurzprogramm intensive Duelle mit seinen Hauptkonkurrenten. Speziell für die Kür in Mailand, die heute, am 13. Februar 2026, stattfindet, hat er sein Programm zur Musik von «Turandot» weiterentwickelt und plant, erstmals in dieser Saison einen vierfachen Flip zu zeigen, um den Druck auf die Konkurrenz zu erhöhen. Die Übertragung der Eiskunstlaufwettbewerbe bei Olympia 2026 verspricht daher Hochspannung.
Technische Stärken und künstlerischer Ausdruck
Yuma Kagiyama ist ein kompletter Eiskunstläufer, dessen Erfolg auf zwei Säulen ruht: technische Perfektion und künstlerische Reife. Seine Vierfachsprünge, insbesondere der Salchow und der Toeloop, sind für ihre Höhe, schnelle Rotation und sichere Landung bekannt. Er kombiniert diese Sprünge oft mit schwierigen Übergängen, was den Schwierigkeitsgrad seiner Programme weiter erhöht. Doch Kagiyama ist mehr als nur ein Springer. Seine Skating Skills – die Fähigkeit, mühelos über das Eis zu gleiten und komplexe Schrittfolgen auszuführen – gehören zu den besten der Welt. Um seine künstlerische Seite weiter zu stärfen, arbeitet er seit 2023 mit der italienischen Weltmeisterin Carolina Kostner zusammen. Diese Kooperation hat seiner Präsentation und seinem Ausdruck eine neue Tiefe verliehen, was besonders in seinem Programm zu «Turandot» sichtbar wird, das speziell für ihn von Grammy-Gewinner Christopher Tin arrangiert wurde.
Video: Kagiyamas Kür bei den Olympischen Spielen
Um einen Eindruck von Yuma Kagiyamas außergewöhnlichen Fähigkeiten zu bekommen, empfiehlt sich ein Blick auf seine bisherigen olympischen Auftritte. Seine Kür bei den Spielen in Peking 2022, die ihm die Silbermedaille sicherte, ist ein Paradebeispiel für seine Klasse. Das folgende Video zeigt seinen emotionalen und technisch anspruchsvollen Auftritt.
Rivalität und Konkurrenz im Männer-Eiskunstlauf
Der Eiskunstlauf der Männer ist extrem kompetitiv. Yuma Kagiyamas größter Konkurrent ist der US-Amerikaner Ilia Malinin, bekannt als «Quad God» für seine Fähigkeit, den vierfachen Axel zu springen. Die Duelle zwischen Kagiyama und Malinin prägen die aktuellen Wettbewerbe und treiben beide Athleten zu Höchstleistungen an. Während Malinin durch seine extreme Sprungschwierigkeit punktet, überzeugt Kagiyama mit seiner Ausgewogenheit, Konstanz und überlegenen läuferischen Qualität. Auch nationale Konkurrenten wie Shoma Uno und Shun Sato sorgen für einen hohen Leistungsdruck innerhalb des japanischen Teams. Diese Konkurrenzsituation ist ein starker Antrieb für Kagiyama, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und sein technisches Repertoire, wie mit dem geplanten vierfachen Flip, zu erweitern.
Wichtige Erfolge von Yuma Kagiyama
| Wettbewerb | Jahr | Platzierung |
|---|---|---|
| Olympische Winterspiele (Einzel) | 2022 | Silber |
| Olympische Winterspiele (Team) | 2022, 2026 | Silber |
| Weltmeisterschaften | 2021, 2022, 2024 | Silber |
| Vier-Kontinente-Meisterschaften | 2024 | Gold |
| Japanische Meisterschaften | 2024-25, 2025-26 | Gold |
| Jugend-Olympiade | 2020 | Gold |
| Junioren-Weltmeisterschaften | 2020 | Silber |
Für weitere Informationen zu seiner Karriere und seinen Ergebnissen besuchen Sie sein offizielles Profil bei der Internationalen Eislaufunion (ISU) oder seine Athletenseite für die Olympischen Spiele.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Yuma Kagiyama
Wie alt ist Yuma Kagiyama?
Yuma Kagiyama wurde am 5. Mai 2003 geboren. Stand Februar 2026 ist er 22 Jahre alt.
Wer trainiert Yuma Kagiyama?
Sein Haupttrainer ist sein Vater, Masakazu Kagiyama, der selbst zweimal an den Olympischen Spielen teilnahm. Seit der Saison 2023/24 wird er zusätzlich von der italienischen Eiskunstlauflegende Carolina Kostner betreut, um seinen künstlerischen Ausdruck zu verbessern.
Was sind die größten Erfolge von Yuma Kagiyama?
Zu seinen größten Erfolgen zählen die Silbermedaille im Einzel bei den Olympischen Winterspielen 2022, drei Silbermedaillen bei Weltmeisterschaften (2021, 2022, 2024), der Sieg bei den Vier-Kontinente-Meisterschaften 2024 sowie der Titel bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2020.
Was ist Yuma Kagiyamas persönliche Bestleistung?
Seine persönliche Bestleistung in der Gesamtwertung beträgt 310,05 Punkte. Er erzielte dieses Ergebnis bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking.
Welche Sprünge zeigt Yuma Kagiyama?
Yuma Kagiyama beherrscht mehrere verschiedene Vierfachsprünge, darunter den Salchow und den Toeloop, die er mit großer Sicherheit zeigt. Für die Olympischen Spiele 2026 hat er angekündigt, auch einen vierfachen Flip in sein Programm aufzunehmen, um die technische Schwierigkeit weiter zu erhöhen.
Fazit: Ein Champion mit Zukunft
Yuma Kagiyama hat sich als eine feste Größe im internationalen Eiskunstlauf etabliert. Mit nur 22 Jahren verfügt er bereits über eine beeindruckende Medaillensammlung und die Erfahrung von zwei Olympischen Spielen. Die einzigartige Zusammenarbeit mit seinem Vater Masakazu als Trainer, ergänzt durch die künstlerische Expertise von Carolina Kostner, bildet das Fundament für seinen anhaltenden Erfolg. Seine technische Brillanz, gepaart mit wachsender künstlerischer Reife, macht ihn zu einem der faszinierendsten Athleten auf dem Eis. Die Eiskunstlauf-Welt blickt gespannt auf seine Kür bei den Olympischen Spielen 2026, wo Yuma Kagiyama nach der Goldmedaille greifen wird.
Informationen zum Autor
Über den Autor: Klaus Müller ist Sportjournalist und seit über 15 Jahren als Redakteur für Wintersport-Themen tätig. Seine Schwerpunkte liegen auf Eiskunstlauf und Ski Alpin. Er berichtet regelmäßig von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen für führende deutsche Sportmagazine.