Peter Spuhler, der einflussreiche Verwaltungsratspräsident von Stadler Rail, steht am 11. Februar 2026 erneut im Fokus der Schweizer Medien: Das Bundesgericht hat entschieden, dass der Milliardär mit einer Firmenkonstruktion rund um sein Luxus-Chalet in St. Moritz Steuern umgangen hat. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die komplexen Steuerstrukturen vermögender Unternehmer im DACH-Raum und sorgt für intensive Diskussionen über Steuergerechtigkeit.
Das Wichtigste in Kürze
- Peter Spuhler wurde vom Bundesgericht wegen Steuerumgehung verurteilt und muss 865.000 Schweizer Franken Vorsteuerabzüge zurückzahlen
- Das Urteil betrifft sein Luxus-Chalet in St. Moritz, das über die Aktiengesellschaft Chesa Sül Spelm gehalten wurde
- Spuhler ist Verwaltungsratspräsident von Stadler Rail und besitzt ein geschätztes Vermögen von 3,5 bis 4 Milliarden Schweizer Franken
- Der 67-jährige Unternehmer hat die Steuern bereits 2021 zurückbezahlt und akzeptiert das Urteil vollumfänglich
- Stadler Rail kämpft mit Herausforderungen: verlorene SBB-Aufträge, Unwetterschäden und Produktionsverzögerungen prägen 2025/2026
Bundesgerichts-Urteil: Peter Spuhler und die Chalet-Affäre
Am 11. Februar 2026 wurde ein brisantes Urteil des Bundesgerichts öffentlich: Peter Spuhler hat mit einem Gesellschaftskonstrukt für sein Chalet in St. Moritz Steuern umgangen, wobei er rund 865.000 Franken sparte. Das höchste Schweizer Gericht entschied eindeutig gegen den Stadler-Patron.
Das Chalet in St. Moritz ist der einzige Vermögenswert der Aktiengesellschaft Chesa Sül Spelm mit Sitz in Frauenfeld, deren Alleinaktionär Peter Spuhler ist, der auch als einziger Mieter des Hauses fungierte. Das Bundesgericht stufte diese Konstruktion als missbräuchlich ein, da die Gesellschaft ausschließlich privaten Bedürfnissen diente und keine geschäftliche Tätigkeit ausübte.
Die Hintergründe der Steuerkonstruktion
Die Gesellschaft ließ sich 2018 im Register der Eidgenössischen Steuerverwaltung eintragen und machte für die Jahre 2018 bis 2020 Vorsteuerabzüge von rund 865.000 Franken für getätigte Umbauarbeiten. Peter Spuhler kaufte die Villa Opel 2017, ein Anwesen mit Blick auf den St. Moritzer See, das 1870 erbaut wurde, und steckte mindestens 15 Millionen Franken in das Feriendomizil.
Das Gericht argumentierte, dass die Gesellschaft nicht gewerblich tätig sei, wenn die Liegenschaft einzig der Befriedigung der privaten Bedürfnisse des wirtschaftlich Berechtigten und ihm nahestehender Personen diene. Selbst die gelegentliche Nutzung von Büroräumen änderte daran nichts.
Spuhlers Reaktion auf das Urteil
Peter Spuhler hat das Urteil mittlerweile akzeptiert. In einer Stellungnahme betonte Spuhler, er habe den Rechtsweg gewählt, um die Praxis der Eidgenössischen Steuerverwaltung überprüfen zu lassen und Rechtssicherheit herzustellen, auch im Namen von vielen Zweitwohnungsbesitzern – es ging also nicht darum, Steuern zu sparen. Die Mehrwertsteuerbeiträge wurden bereits 2021 vollumfänglich zurückbezahlt.
Peter Spuhler: Vom Eishockeyspieler zum Milliardär
Peter Christoph Spuhler wurde am 9. Januar 1959 in Sevilla, Spanien geboren und ist ein Schweizer Unternehmer und Politiker der Schweizerischen Volkspartei (SVP), der heute als Präsident des Verwaltungsrates der Stadler Rail AG fungiert. Seine beeindruckende Karriere begann mit bescheidenen Anfängen.
Die Erfolgsgeschichte von Stadler Rail
Im Jahr 1989 übernahm Peter Spuhler die Stadler Fahrzeuge AG in Bussnang und strukturierte sie in den folgenden Jahren zu einem international führenden Schienenfahrzeughersteller um. Er kaufte die Firma mit nur 18 Mitarbeitern und einem Umsatz von etwa 4,5 Millionen Schweizer Franken – finanziert durch einen Bankkredit von rund 5 Millionen Franken.
Heute beschäftigt Stadler Rail weltweit über 13.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von mehreren Milliarden Franken. Das Unternehmen ist in 23 Ländern präsent und beliefert Kunden auf der ganzen Welt mit modernen Schienenfahrzeugen.
Politische Karriere und Engagement
Von 1999 bis 2012 war Peter Spuhler für die SVP Thurgau Mitglied im Nationalrat. Er galt während seiner politischen Laufbahn mehrfach als potenzieller Bundesratskandidat. Ende 2012 trat er zurück, um sich auf seine unternehmerischen Aktivitäten zu konzentrieren.
Aktuelle Herausforderungen bei Stadler Rail 2026
Das Jahr 2026 bringt für Peter Spuhler und Stadler Rail nicht nur das Steuer-Urteil, sondern auch geschäftliche Herausforderungen. Das Unternehmen kämpft an mehreren Fronten.
Verlorener SBB-Milliardenauftrag an Siemens
Im November 2025 erlitt Stadler Rail einen schmerzhaften Rückschlag: Das deutsche Unternehmen Siemens Mobility erhielt den Zuschlag für 116 neue Doppelstockzüge für die Zürcher S-Bahn und den Regionalverkehr in der Westschweiz – ein 2,1 Milliarden Franken schwerer Auftrag. Peter Spuhler zeigte sich tief enttäuscht: Der Schock sitzt wirklich tief bei allen 6000 Stadler-Mitarbeitern und bei den über 200 Lieferanten aus der ganzen Schweiz.
Unwetter und Produktionsprobleme
Stadler Rail musste in den letzten Jahren mehrere Rückschläge verkraften. Nach der Covid-Pandemie kam der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, was zur Stilllegung des großen Werks in Minsk führte, und 2024 beeinträchtigten drei Unwetterkatastrophen den Jahresabschluss massiv, sodass 350 Millionen Umsatz auf die Geschäftsjahre 2025, 2026 und 2027 verlagert werden mussten.
Prognosen für 2026
Trotz aller Widrigkeiten bleibt Peter Spuhler optimistisch. Die zusätzliche Produktionsleistung fließt 2026 in den Umsatz, wobei Stadler für 2026 über 5 Milliarden Franken Umsatz prognostiziert hat und mittelfristig eine EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent anstrebt.
Peter Spuhlers Vermögen und Beteiligungen
Sein Vermögen wurde 2023 vom Wirtschaftsmagazin Bilanz auf 4,3 Milliarden Schweizer Franken geschätzt. Aktuell wird sein Vermögen auf 3,5 bis 4 Milliarden Franken beziffert.
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Geburtsdatum | 9. Januar 1959 (67 Jahre) |
| Geburtsort | Sevilla, Spanien |
| Position | Verwaltungsratspräsident Stadler Rail AG |
| Vermögen 2024 | 3,5-4 Milliarden CHF |
| Beteiligung Stadler Rail | 42 Prozent |
| Weitere Beteiligungen | Aebi Schmidt (Mehrheit), Rieter, Autoneum |
| Politische Karriere | Nationalrat SVP Thurgau (1999-2012) |
| Familienstand | Verheiratet mit Daniela Spuhler-Hoffmann, 3 Kinder |
| Steuer-Nachzahlung 2021 | 865.000 CHF |
Über die Stadler Rail AG hinaus hält Spuhler in seiner privaten PCS Holding weitere namhafte Beteiligungen, so an Rieter, Autoneum und Swiss Steel, sowie die Mehrheit am börsenkotierten Fahrzeugbauer Aebi Schmidt.
Zukunftsaussichten und Nachfolgeregelung
Seine Nachfolge im Unternehmen, an dem er noch 42 Prozent hält, will Peter Spuhler bis zu seinem 70. Geburtstag im Jahr 2029 regeln. Die schrittweise Integration der Familie in die Verantwortung hat bereits begonnen.
Bei Stadler Rail gab es bereits mehrere Führungswechsel. Im Mai 2020 übernahm Spuhler ad interim wieder den Posten des Group CEO und setzte per 1. Januar 2023 seinen langjährigen Mitarbeiter Markus Bernsteiner als neuen CEO ein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Peter Spuhler
Warum muss Peter Spuhler 865.000 Franken Steuern nachzahlen?
Das Bundesgericht hat am 11. Februar 2026 entschieden, dass Peter Spuhler mit einer Aktiengesellschaft für sein Chalet in St. Moritz Steuern umgangen hat. Die AG machte unrechtmäßig Vorsteuerabzüge für Umbauarbeiten geltend, obwohl das Chalet nur privaten Zwecken diente. Die Summe wurde bereits 2021 zurückbezahlt.
Wie reich ist Peter Spuhler aktuell?
Das Vermögen von Peter Spuhler wird 2024/2026 auf etwa 3,5 bis 4 Milliarden Schweizer Franken geschätzt. Er hält 42 Prozent der Anteile an Stadler Rail sowie Mehrheitsbeteiligungen an Aebi Schmidt und weitere Anteile an Rieter und Autoneum.
Welche Rolle spielt Peter Spuhler bei Stadler Rail?
Peter Spuhler ist Verwaltungsratspräsident von Stadler Rail. Er übernahm das Unternehmen 1989 mit 18 Mitarbeitern und baute es zu einem globalen Schienenfahrzeughersteller mit über 13.000 Mitarbeitern aus. Seit Januar 2023 ist Markus Bernsteiner als CEO operativ verantwortlich.
Warum verlor Stadler Rail den SBB-Auftrag 2025?
Im November 2025 vergaben die SBB einen 2,1 Milliarden Franken schweren Auftrag für 116 Doppelstockzüge an Siemens Mobility statt an Stadler Rail. Ausschlaggebend waren laut SBB die Investitionskosten, der Betriebsaufwand, die Instandhaltungskosten und die Nachhaltigkeit. Peter Spuhler zeigte sich enttäuscht und erwog einen Rekurs.
Was sind die Zukunftspläne von Peter Spuhler?
Peter Spuhler plant, seine Nachfolge bei Stadler Rail bis zu seinem 70. Geburtstag 2029 zu regeln. Er integriert schrittweise seine Familie in die Unternehmensverantwortung. Für 2026 prognostiziert Stadler Rail einen Umsatz von über 5 Milliarden Franken und mittelfristig eine EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent.
Welche politischen Positionen vertritt Peter Spuhler?
Peter Spuhler war von 1999 bis 2012 SVP-Nationalrat für den Kanton Thurgau. Entgegen der Mehrheit seiner Partei befürwortet er die Personenfreizügigkeit und die Bilateralen Verträge I mit der EU. Er ist Co-Präsident der Organisation Autonomiesuisse und engagiert sich für Schweizer Souveränität gegenüber der EU.
Fazit: Peter Spuhler zwischen Steuer-Urteil und unternehmerischen Herausforderungen
Das Bundesgerichts-Urteil vom 11. Februar 2026 markiert einen bedeutenden Moment in der Karriere von Peter Spuhler. Der Stadler-Patron muss zwar keine weiteren Zahlungen leisten, da er die 865.000 Franken bereits 2021 zurückerstattete, doch das Urteil wirft Fragen zur Steuergerechtigkeit und zu komplexen Firmenkonstruktionen auf.
Gleichzeitig steht Peter Spuhler vor unternehmerischen Herausforderungen: Der verlorene SBB-Milliardenauftrag, Produktionsverzögerungen durch Unwetter und die strategische Neuausrichtung von Stadler Rail prägen das Jahr 2026. Dennoch bleibt der 67-jährige Unternehmer optimistisch und prognostiziert für Stadler Rail ein Umsatzwachstum auf über 5 Milliarden Franken.
Mit einem geschätzten Vermögen von 3,5 bis 4 Milliarden Schweizer Franken gehört Peter Spuhler zu den reichsten Unternehmern der Schweiz. Seine Erfolgsgeschichte – vom Übernahmekredit von 5 Millionen Franken 1989 bis zum globalen Schienenfahrzeughersteller – bleibt beeindruckend. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie Peter Spuhler die Nachfolgeregelung bei Stadler Rail gestaltet und welche strategischen Weichen er für die Zukunft des Unternehmens stellt.
Mehr aktuelle Wirtschaftsnachrichten aus der DACH-Region finden Sie in unseren Artikeln zu Heineken Stellenabbau und BMW Rückruf 2026.
Über den Autor: Dieser Artikel wurde von der Redaktion von Welt der Legenden recherchiert und verfasst. Wir berichten täglich über aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur im DACH-Raum. Stand: 11. Februar 2026.
Social Media Snippets
Twitter/X (280 Zeichen):
🚨 Peter Spuhler muss 865.000 CHF Steuern nachzahlen! Das Bundesgericht verurteilte den Stadler-Rail-Patron wegen Steuerumgehung bei seinem Luxus-Chalet in St. Moritz. Alle Details zum Urteil vom 11.02.2026 👉 #PeterSpuhler #StadlerRail #Schweiz
LinkedIn:
📊 Bundesgerichts-Urteil gegen Peter Spuhler: Der Verwaltungsratspräsident von Stadler Rail wurde wegen Steuerumgehung bei seinem Chalet in St. Moritz verurteilt. Die 865.000 CHF wurden bereits 2021 zurückbezahlt. Gleichzeitig kämpft Stadler Rail mit verlorenen SBB-Aufträgen und Produktionsherausforderungen. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen jedoch über 5 Mrd. CHF Umsatz. Ein komplexer Fall zwischen Steuergerechtigkeit und unternehmerischer Vision. #Wirtschaft #Schweiz #StadlerRail #Steuern
Facebook:
🔴 BREAKING: Peter Spuhler im Fokus! Das Bundesgericht hat heute entschieden: Der Milliardär und Stadler-Rail-Chef hat mit einer Firmenkonstruktion 865.000 Franken Steuern umgangen. Sein Luxus-Chalet in St. Moritz war der Auslöser. Spuhler hat die Summe bereits zurückbezahlt und akzeptiert das Urteil. Parallel kämpft sein Unternehmen Stadler Rail mit Herausforderungen – vom verlorenen 2,1-Milliarden-Auftrag der SBB bis zu Produktionsverzögerungen. Trotzdem: Für 2026 werden über 5 Milliarden Franken Umsatz erwartet! 📈 Alle Hintergründe, Fakten und die erstaunliche Karriere vom Eishockeyspieler zum Multimilliardär jetzt nachlesen! 👉 [Link]