BMW ruft im Februar 2026 erneut tausende Fahrzeuge zurück. Ein defekter Magnetschalter am Starter kann zu Überhitzung und im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen. In Deutschland sind 28.582 Autos betroffen, weltweit geht es um eine mittlere sechsstellige Zahl.
Das Wichtigste in Kürze
- BMW ruft im Februar 2026 in Deutschland 28.582 Fahrzeuge zurück, in den USA sind 87.394 Autos betroffen
- Ein defekter Magnetschalter am Starter kann nach vielen Startvorgängen versagen und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen
- Betroffen sind Modelle, die zwischen Juli 2020 und Juli 2022 produziert wurden, sowie Fahrzeuge mit nachträglich verbautem fehlerhaftem Starter
- Die Reparatur in der Werkstatt dauert maximal zwei Stunden und ist für Besitzer kostenlos
- Bislang sind keine Unfälle oder Personenschäden bekannt geworden
Erneuter Starter-Rückruf bei BMW: Das steckt dahinter
Bereits im Herbst 2025 musste BMW hunderttausende Fahrzeuge wegen Starterproblemen zurückrufen. Nun folgt eine weitere Rückrufaktion – diesmal mit anderem technischem Hintergrund. BMW hat einen Rückruf ausgerufen, der 28.582 Fahrzeuge in Deutschland und 87.394 Fahrzeuge in den USA betrifft. Der Rückruf bezieht sich auf einen defekten Starter, der überhitzen und im schlimmsten Fall einen Brand verursachen kann.
Anders als beim vorherigen Rückruf, bei dem Wasser in den Starter eindringen und zu Korrosion führen konnte, liegt diesmal die Ursache im Verschleiß des Magnetschalters. Laut BMW führt ein Defekt im Magnetschalter nach sehr vielen Startvorgängen zu erhöhtem Verschleiß, wodurch der Anlasser versagen kann. Ein Kurzschluss und eine anschließende Überhitzung des Starters sind nicht auszuschließen, was im schlimmsten Fall zu einem Brand führen könnte.
Die aktuellen BMW-Rückrufe zeigen, dass der Münchner Autobauer verstärkt mit Qualitätsproblemen bei Zulieferteilen zu kämpfen hat. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht den Rückruf in Deutschland, in den USA ist die NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) für die Überwachung zuständig.
Welche BMW-Modelle sind vom Rückruf 2026 betroffen?
Betroffen sind mehrere Modelle, die BMW zwischen Juli 2020 und Juli 2022 produziert hat. Der Rückruf umfasst eine Vielzahl von Baureihen – von Kompaktmodellen bis zu SUVs. Mehr als 15 verschiedene BMW-Modelle verschiedener Baujahre fallen unter diese Aktion.
Betroffen sind nicht nur Fahrzeuge aus dem genannten Produktionszeitraum, sondern auch Modelle, bei denen nachträglich ein fehlerhafter Anlasser eingebaut wurde. Eine exakte Zuordnung erfolgt über die Fahrgestellnummer (VIN), die jedes Fahrzeug eindeutig identifiziert.
| Information | Details |
|---|---|
| Betroffene Fahrzeuge Deutschland | 28.582 Fahrzeuge |
| Betroffene Fahrzeuge USA | 87.394 Fahrzeuge |
| Produktionszeitraum | Juli 2020 bis Juli 2022 |
| Fehlerquelle | Defekter Magnetschalter am Starter |
| Reparaturdauer | Bis zu 2 Stunden |
| Kosten für Besitzer | Kostenlos |
| Personenschäden | Bislang keine bekannt |
Was müssen betroffene BMW-Besitzer jetzt tun?
BMW benachrichtigt jetzt die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge. Wer nicht auf das Schreiben warten möchte, kann auf der offiziellen BMW-Rückrufseite mit der 17-stelligen Fahrgestellnummer prüfen, ob das eigene Auto betroffen ist.
Die betroffenen Fahrzeuge müssen in die Werkstatt, wo Mechaniker die defekten Anlasser tauschen. In einigen Fällen erfolgt zudem ein Austausch der Batterie, um sicherzustellen, dass die neue Starterkomponenten korrekt funktionieren. Der gesamte Prozess sollte je nach Fahrzeugmodell nicht länger als zwei Stunden dauern.
Für die betroffenen Kunden ist der Rückruf kostenlos. BMW übernimmt sowohl die Teilekosten als auch die Arbeitszeit in der Werkstatt. Eine gute Nachricht für Besitzer: Unfälle oder Personenschäden sind in diesem Zusammenhang bisher nicht bekannt.
So prüfen Sie, ob Ihr BMW betroffen ist
Um herauszufinden, ob Ihr Fahrzeug von der Rückrufaktion betroffen ist, benötigen Sie die Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN). Diese 17-stellige Nummer finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) oder Teil II (Fahrzeugbrief), alternativ auch in der My BMW App.
Mit dieser Nummer können Sie auf der BMW-Website direkt prüfen, ob ein Rückruf für Ihr Fahrzeug vorliegt. Die genaue Zuordnung erfolgt fahrgestellnummerngenau, da nicht alle Fahrzeuge eines Produktionszeitraums zwingend betroffen sind.
Unterschied zum BMW-Rückruf Herbst 2025
Schon im vergangenen Herbst hatte BMW hunderttausende Autos zurückgerufen, weil es durch ein Starterproblem im schlimmsten Fall zu Bränden kommen konnte. Damals war es allerdings nicht Verschleiß die Ursache, sondern Wasser, das in den Starter eindringen und zu Korrosion führen konnte. Auch hier waren Kurzschluss und im ungünstigsten Fall Brand möglich.
Der entscheidende Unterschied: Anders als jetzt war dies damals allerdings auch im ausgeschalteten Zustand möglich. Der aktuelle Rückruf betrifft also einen anderen technischen Mangel, der nur bei Startvorgängen auftreten kann.
Beim Herbst-2025-Rückruf waren in Deutschland 136.489 Fahrzeuge betroffen – deutlich mehr als bei der aktuellen Aktion. Die betroffenen Modelle stammten aus dem Produktionszeitraum September 2015 bis September 2021.
Technischer Hintergrund: Warum der Magnetschalter versagt
Laut BMW führt ein Defekt im Magnetschalter nach sehr vielen Startvorgängen zu erhöhtem Verschleiß, wodurch der Anlasser versagen kann. Der Magnetschalter führt das Zahnrad am Anlassermotor an den Zahnkranz der Schwungscheibe, so dass der Startermotor diese andrehen kann.
Der Grund: Durch Metallabrieb kann ein Kurzschluss im Magnetschalter entstehen, der zu Überhitzung am Starter führen kann. Der Verschleiß tritt besonders bei Fahrzeugen auf, die häufig gestartet werden – etwa im urbanen Kurzstreckenverkehr oder bei Vielfahrern.
Die ADAC-Analyse zum BMW-Rückruf bestätigt die technischen Details und gibt Hinweise für betroffene Fahrzeughalter.
Häufig gestellte Fragen zum BMW-Rückruf 2026
Wie viele BMW sind vom Rückruf im Februar 2026 betroffen?
In Deutschland sind 28.582 Fahrzeuge betroffen, in den USA 87.394 Autos. Weltweit spricht BMW von einer mittleren sechsstelligen Zahl betroffener Fahrzeuge.
Welche BMW-Modelle müssen in die Werkstatt?
Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen Juli 2020 und Juli 2022 produziert wurden, sowie Modelle mit nachträglich verbautem fehlerhaftem Starter. Über 15 verschiedene BMW-Baureihen fallen unter den Rückruf. Die exakte Zuordnung erfolgt über die Fahrgestellnummer.
Was kostet die Reparatur für BMW-Besitzer?
Die Reparatur ist für Besitzer komplett kostenlos. BMW übernimmt alle Kosten für Ersatzteile und Arbeitszeit im Rahmen der Rückrufaktion.
Wie lange dauert die Werkstatt-Reparatur?
Je nach Fahrzeugmodell sollte die Reparatur nicht länger als zwei Stunden dauern. In den meisten Fällen wird der Anlasser getauscht, manchmal auch die Batterie ausgetauscht.
Besteht akute Gefahr bei betroffenen Fahrzeugen?
Bislang sind keine Unfälle oder Personenschäden im Zusammenhang mit diesem Defekt bekannt. Dennoch sollten betroffene Fahrzeughalter zeitnah einen Werkstatttermin vereinbaren, da ein Kurzschluss und Brand nicht auszuschließen sind.
Wie erkenne ich, ob mein BMW vom Rückruf betroffen ist?
Auf der offiziellen BMW-Rückrufseite können Sie mit Ihrer 17-stelligen Fahrgestellnummer (FIN) prüfen, ob Ihr Fahrzeug betroffen ist. Die FIN finden Sie in den Fahrzeugpapieren oder in der My BMW App.
Fazit: BMW-Besitzer sollten Rückruf ernst nehmen
Der aktuelle BMW-Rückruf im Februar 2026 betrifft zwar weniger Fahrzeuge als die Aktion im Herbst 2025, doch die potenzielle Brandgefahr macht ihn nicht weniger ernst. Besitzer betroffener Fahrzeuge sollten die Rückrufaktion nicht auf die lange Bank schieben und zeitnah einen Termin in einer autorisierten BMW-Werkstatt vereinbaren.
Die kostenlose Reparatur dauert maximal zwei Stunden und beseitigt das Sicherheitsrisiko vollständig. Wer unsicher ist, ob das eigene Fahrzeug betroffen ist, kann dies unkompliziert online mit der Fahrgestellnummer überprüfen.
BMW zeigt mit der proaktiven Rückrufaktion zwar Verantwortungsbewusstsein, doch die Häufung von Starter-Problemen innerhalb kurzer Zeit wirft Fragen zur Qualitätssicherung bei Zulieferteilen auf. Für Besitzer gilt: Lieber einmal zu viel in die Werkstatt als ein Sicherheitsrisiko zu ignorieren.