Elis Lundholm Trans: Der schwedische Ski-Freestyler Elis Lundholm hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Livigno Geschichte geschrieben. Er ist der erste offen trans lebende Athlet, der an den Winterspielen teilnimmt. Trotz seines Coming-outs als Mann tritt er im Buckelpisten-Wettbewerb der Frauen an, da er biologisch und juristisch als weiblich gilt und keine geschlechtsangleichenden Maßnahmen vorgenommen hat.

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Ergebnis & Fakten
- Elis Lundholm ist der erste offen trans Athlet bei Winterspielen.
- Er startet im Buckelpisten-Wettbewerb der Frauen in Livigno.
- Lundholm hat sich vor fünf Jahren als Mann geoutet.
- Er studiert Technische Physik an der Universität von Umeå.
| Disziplin | Gold | Silber | Bronze | Datum | Austragungsort |
|---|---|---|---|---|---|
| Buckelpiste (Frauen) | TBA | TBA | TBA | 10. Februar 2026 | Livigno, Italien |
Ein historischer Moment im Ski-Freestyle
Die Anspannung war förmlich greifbar, als Elis Lundholm am Dienstag in der Qualifikation für den Buckelpisten-Wettbewerb an den Start ging. Die Menge jubelte, als der 23-jährige Schwede, der sich vor fünf Jahren als Mann geoutet hatte, den Hang hinunterraste. Es war mehr als nur ein Wettkampf; es war ein Statement, ein Zeichen für Inklusion und Akzeptanz im Sport. Lundholm selbst schien die Last der Erwartungen kaum zu spüren. Mit einem Lächeln im Gesicht absolvierte er seinen Lauf, der zwar nicht für die Top-Platzierungen reichte, aber dennoch einen historischen Moment markierte.
Die Teilnahme von Elis Lundholm, der sich selbst als Mann identifiziert, aber aufgrund seiner biologischen und rechtlichen Geschlechtszugehörigkeit bei den Frauen antritt, hat im Vorfeld der Spiele für Diskussionen gesorgt. Doch Lundholm lässt sich davon nicht beirren. «Ich bin einfach ich selbst», sagte er gegenüber der schwedischen Zeitung Aftonbladet. «Körperlich bin ich als Frau geboren, so ist es nun mal. Ich fühle mich innerlich wie ein Mann, aber ich habe keine körperlichen Vorteile gegenüber meinen Konkurrentinnen.»
Die Regularien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erlauben es trans Athleten, an den Spielen teilzunehmen, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Im Fall von Elis Lundholm trifft dies zu, da er keine Hormonbehandlung erhalten hat und seine Teilnahme vom Schwedischen Olympischen Komitee (SOK) unterstützt wird.
«Ich wurde gut behandelt, ich hatte Glück.»
Die Reaktionen auf Lundholms Teilnahme waren überwiegend positiv. Viele sehen in seinem Mut, offen zu seiner Identität zu stehen und dennoch seinen sportlichen Traum zu verfolgen, ein wichtiges Signal. Das LGBTQ+-Portal «them» schwärmte von einem «wichtigen Meilenstein im trans-Sport». Auch innerhalb der Ski-Freestyle-Community habe Lundholm viel Unterstützung erfahren, wie er selbst betont: «Ich wurde gut behandelt, ich hatte Glück.» (Lesen Sie auch: Tori Spelling Messie: So Schlimm Steht es…)
Dennoch ist sich Lundholm bewusst, dass es auch kritische Stimmen geben wird, insbesondere in Italien, wo die Spiele stattfinden. «Ich weiß, es wird Reaktionen geben», sagte er. «Aber ich mache einfach mein Ding.» Dieser unerschütterliche Fokus auf seine sportliche Leistung und seine persönliche Integrität zeichnet Lundholm aus und macht ihn zu einem Vorbild für viele.
Was bedeutet Lundholms Teilnahme für den trans-Sport?
Die Teilnahme von Elis Lundholm an den Olympischen Winterspielen ist ein bedeutsamer Schritt für die Inklusion von trans Menschen im Sport. Sie zeigt, dass es möglich ist, als trans AthletIn auf höchstem Niveau zu konkurrieren, ohne die Integrität des Wettbewerbs zu gefährden. Lundholms Beispiel kann dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und eine offene und respektvolle Atmosphäre im Sport zu fördern. Es ist ein Zeichen dafür, dass der Sport langsam, aber sicher inklusiver wird.
Es ist wichtig zu betonen, dass Lundholms Fall nicht verallgemeinert werden kann. Die Frage, wie trans AthletInnen in verschiedenen Sportarten und unter verschiedenen Bedingungen teilnehmen können, ist komplex und erfordert eine differenzierte Betrachtung. Es gibt keine einfachen Antworten, und es ist wichtig, die Perspektiven aller Beteiligten zu berücksichtigen. Dennoch ist Lundholms Geschichte ein ermutigendes Beispiel dafür, wie Inklusion im Sport gelingen kann.
Für andere trans AthletInnen, die von Lundholms Geschichte inspiriert sind, ist es wichtig, sich über die geltenden Regeln und Richtlinien in ihrer jeweiligen Sportart zu informieren und sich Unterstützung von Verbänden und Organisationen zu suchen, die sich für die Rechte von trans Menschen einsetzen.
Der Weg nach Livigno: Ein Traum wird wahr
Elis Lundholm wurde in der Gemeinde Värmdö in der Nähe Stockholms geboren. Neben seiner sportlichen Karriere studiert er Technische Physik an der Universität von Umeå. Der Europacup-Gesamtsieg der vergangenen Saison war ein wichtiger Meilenstein auf seinem Weg nach Olympia. Dass er es mit erst fünf Weltcup-Starts und einem 18. Rang als Top-Platzierung zu den Winterspielen geschafft hat, kann er noch kaum fassen. (Lesen Sie auch: Kaley Cuoco Getrennte Schlafzimmer: Das Steckt Wirklich…)
Lundholms sportliche Reise ist geprägt von harter Arbeit, Entschlossenheit und dem unbedingten Willen, seinen Traum zu verwirklichen. Er hat sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen und immer an sich selbst geglaubt. Seine Teilnahme an den Olympischen Spielen ist nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch eine Inspiration für andere junge AthletInnen, die ihren eigenen Weg gehen wollen.
Taktische Analyse: Was hat funktioniert, was nicht?
Im Buckelpisten-Wettbewerb kommt es auf eine Kombination aus technischem Können, Geschwindigkeit und Sprungkraft an. Lundholm zeigte in der Qualifikation solide Leistungen in allen drei Bereichen, hatte aber Schwierigkeiten, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Seine Sprünge waren zwar technisch sauber, aber nicht so spektakulär wie die seiner Konkurrentinnen. Auch in der Geschwindigkeit konnte er nicht ganz mit den Besten mithalten.
Dennoch zeigte Lundholm eine beeindruckende Konstanz und Nervenstärke. Er ließ sich von dem Druck der Situation nicht beeinflussen und absolvierte seinen Lauf konzentriert und fokussiert. Seine Stärke liegt vor allem in seiner technischen Präzision und seiner Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen saubere Schwünge zu ziehen. Für das Finale am Mittwoch muss er jedoch noch eine Schippe drauflegen, um eine Chance auf eine Medaille zu haben.
Gala berichtete zuerst über Lundholms historische Teilnahme.
Wie geht es weiter für Elis Lundholm?
Nach der Qualifikation am Dienstag steht für Elis Lundholm am Mittwoch das Finale im Buckelpisten-Wettbewerb auf dem Programm. Dort wird er erneut alles geben, um sein bestes Ergebnis zu erzielen. Unabhängig davon, wie das Finale ausgeht, hat er bereits jetzt Geschichte geschrieben und ein wichtiges Zeichen für Inklusion und Akzeptanz im Sport gesetzt.

Auch nach den Olympischen Spielen wird Lundholm seine sportliche Karriere fortsetzen und sich neuen Herausforderungen stellen. Er möchte weiterhin im Weltcup starten und sich für zukünftige Großereignisse qualifizieren. Sein Ziel ist es, sich als einer der besten Buckelpisten-Skifahrer der Welt zu etablieren und andere junge AthletInnen zu inspirieren, ihren eigenen Träumen zu folgen. (Lesen Sie auch: Beckham Familienstreit: Marc Anthony Widerspricht Gerüchten)
Häufig gestellte Fragen
Warum startet Elis Lundholm als Mann im Frauen-Wettbewerb?
Elis Lundholm startet im Buckelpisten-Wettbewerb der Frauen, weil er biologisch und juristisch weiblichen Geschlechts ist und keine geschlechtsangleichenden Maßnahmen vorgenommen hat. Die Regularien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erlauben dies unter bestimmten Voraussetzungen.
Welche Reaktionen gab es auf die Teilnahme von Elis Lundholm?
Die Reaktionen auf Lundholms Teilnahme waren überwiegend positiv. Viele sehen in seinem Mut, offen zu seiner Identität zu stehen, ein wichtiges Signal für Inklusion und Akzeptanz im Sport. Es gab jedoch auch kritische Stimmen.
Welche sportlichen Erfolge hat Elis Lundholm bisher erzielt?
Elis Lundholm hat unter anderem den Europacup-Gesamtsieg in der vergangenen Saison gewonnen. Zudem hat er an mehreren Weltcup-Rennen teilgenommen und sich für die Olympischen Winterspiele 2026 qualifiziert. (Lesen Sie auch: Die Geissens im TV: So geht es…)
Was studiert Elis Lundholm neben seiner sportlichen Karriere?
Neben seiner sportlichen Karriere studiert Elis Lundholm Technische Physik an der Universität von Umeå in Schweden. Er kombiniert somit erfolgreich Leistungssport und akademische Ausbildung.
Welche Bedeutung hat Elis Lundholms Teilnahme für den trans-Sport?
Elis Lundholms Teilnahme an den Olympischen Winterspielen ist ein wichtiger Schritt für die Inklusion von trans Menschen im Sport. Sie zeigt, dass es möglich ist, als trans AthletIn auf höchstem Niveau zu konkurrieren und ein Vorbild für andere zu sein.
Elis Lundholms Geschichte ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie man seine Träume verfolgen und gleichzeitig zu seiner Identität stehen kann. Er hat mit seiner Teilnahme an den Olympischen Winterspielen Geschichte geschrieben und ein wichtiges Zeichen für Inklusion und Akzeptanz im Sport gesetzt. Es bleibt zu hoffen, dass sein Beispiel andere ermutigt, ihren eigenen Weg zu gehen und sich von Vorurteilen nicht entmutigen zu lassen. Wie nd-aktuell.de berichtet, wird Lundholms Mut auch weiterhin viele Diskussionen anregen.




