Lesezeit: ca. 6 Minuten
Die 19-jährige britische Snowboarderin Mia Brookes steht am 09. Februar 2026 vor dem größten Moment ihrer Karriere: Im Big Air Finale bei den Olympischen Winterspielen in Livigno kämpft sie heute Abend um ihre erste olympische Medaille und könnte damit Geschichte schreiben.
Das Wichtigste in Kürze
- Mia Brookes qualifizierte sich als Dritte für das Big Air Finale bei Olympia 2026 in Livigno mit einer Gesamtpunktzahl von 167,0
- Die 19-Jährige ist die jüngste Snowboard-Weltmeisterin aller Zeiten und gewann 2023 mit nur 16 Jahren den Slopestyle-Titel
- Brookes landete als erste Frau überhaupt einen Cab 1440 im Wettbewerb und hat bereits zwei X Games Goldmedaillen gewonnen
- Das Big Air Finale findet heute am 09. Februar 2026 in Livigno statt – parallel zur Freeski Slopestyle-Konkurrenz ihrer Freundin Kirsty Muir
- Die Britin hört zur Vorbereitung Heavy Metal wie Metallica und Pantera und reist mit ihren Eltern im Wohnmobil zu Wettkämpfen
Nervenstärke in der Qualifikation: Vom Sturz ins Finale
Der Weg ins olympische Finale verlief für Mia Brookes am 08. Februar 2026 nicht ohne Drama. Nach einem missglückten ersten Versuch bei der Big Air Qualifikation im Livigno Snow Park stand die Britin unter enormem Druck. Doch genau dann zeigte die jüngste Snowboard-Weltmeisterin der Geschichte ihre mentale Stärke.
Mit Scores von 89,0 und 78,0 Punkten in ihren beiden verbleibenden Läufen sicherte sich Brookes mit einer Gesamtpunktzahl von 167,0 den dritten Qualifikationsplatz. Vor ihr landeten nur die neuseeländische Olympiasiegerin Zoi Sadowski-Synnott und die Japanerin Kokomo Murase. «Das war verrückt, ich habe es geliebt. Jede Minute war großartig, aber definitiv auch beängstigend», sagte Brookes nach ihrer Qualifikation.
Ihre Eltern Vicky und Nigel verfolgen die olympischen Träume ihrer Tochter wie schon in Juniortagen aus dem Wohnmobil, das in der Nähe der Wettkampfstätte geparkt ist. Diese familiäre Unterstützung hat die junge Athletin durch ihre gesamte Karriere begleitet.
Von Sandbach in die Snowboard-Elite: Eine außergewöhnliche Karriere
Mia Brookes wurde am 19. Januar 2007 in Sandbach, Cheshire, geboren und stand bereits mit 18 Monaten zum ersten Mal auf einem Snowboard. Im Kidsgrove Ski Centre in Stoke-on-Trent, wo ihr Großvater arbeitete, begann ihre bemerkenswerte Reise. Ihre Eltern, die fünf Ski-Saisons in Chamonix verbrachten, legten den Grundstein für diese außergewöhnliche Laufbahn.
Mit nur 16 Jahren schrieb Brookes 2023 Geschichte: Bei den Freestyle-Weltmeisterschaften in Georgien wurde sie zur jüngsten Snowboard-Weltmeisterin aller Zeiten, als sie Gold im Slopestyle gewann. Dabei gelang ihr als erster Frau überhaupt ein Cab 1440 im Wettbewerb – ein technisches Meisterwerk, das die Snowboard-Welt aufhorchen ließ.
Für die Olympischen Winterspiele in Peking 2022 war Brookes noch zu jung. Doch die verpassten Spiele motivierten die Athletin aus Cheshire nur noch mehr. In den folgenden Jahren sammelte sie beeindruckende Erfolge: zwei X Games Goldmedaillen, zwei Crystal Globes im Big Air und den Overall Freestyle Snowboard Crystal Globe 2025.
Metallica im Kopfhörer: Brookes‘ einzigartige Wettkampf-Routine
Was Mia Brookes von vielen anderen Athletinnen unterscheidet, ist ihre spezielle Art, sich auf Wettkämpfe vorzubereiten. «Ich höre einfach Musik, um all den Lärm um mich herum auszublenden», erklärt die 19-Jährige. «Meistens Heavy Metal wie Metallica, Pantera, Judas Priest, solche Sachen.»
Diese musikalische Begleitung ist mehr als nur Ablenkung – sie ist Teil ihrer mentalen Wettkampfstrategie. Auf ihrem Instagram-Account teilt Brookes regelmäßig Videos ihrer spektakulären Tricks, unterlegt mit ihrer Lieblingsmusik von The Smiths bis Black Sabbath. Dabei spricht sie selbst jedoch fast nie – ihre Leistungen auf dem Board sprechen für sich.
«Ich stehe morgens auf, höre Metallica und gehe snowboarden. Das ist es im Grunde», beschreibt Brookes ihre Philosophie pragmatisch. Diese Leidenschaft zum Sport zieht sich durch ihr gesamtes Leben. Während andere Teenager zu Übernachtungspartys gehen, verbringt sie ihre Zeit auf Bergen in der Schweiz, Italien und Österreich.
Olympia-Debüt mit historischen Chancen
Das heutige Big Air Finale am Abend des 09. Februar 2026 könnte für Team GB historisch werden. Nur wenige Stunden vor Brookes‘ Wettkampf tritt ihre Freundin und Teamkollegin Kirsty Muir im Freeski Slopestyle Finale an. «Ich bin mit Kirsty aufgewachsen und wir kennen uns seit wir jung sind», sagt Brookes. «Am selben Tag bei einem olympischen Finale für Großbritannien anzutreten, ist wirklich etwas Besonderes.»
Die Britin könnte damit auch zur ersten britischen Snowboarderin werden, die seit Jenny Jones 2014 eine olympische Medaille gewinnt. Doch Brookes setzt sich selbst nicht unter Druck: «Ich bin nie hierher gekommen, um eine Medaille oder Gold zu holen. Ich will allen zeigen, wie viel Spaß Snowboarden macht.»
Wie andere Wintersport-Stars zeigt auch Brookes, dass Leidenschaft und Authentizität zum Erfolg führen können. Ähnlich wie bei Kamil Stoch bei den Skisprung-Wettbewerben oder Julia Taubitz im Rennrodeln fasziniert Brookes mit ihrer Kombination aus technischer Brillanz und unverkennbarem Stil.
Rückschlag und Comeback: Die mentale Stärke einer Championin
Der Weg an die Weltspitze war für Mia Brookes nicht ohne Hindernisse. Im Jahr 2021 erlitt sie bei einem Trainingsunfall eine schwere Gehirnerschütterung und war 40 Minuten lang bewusstlos. Per Hubschrauber wurde sie vom Berg geflogen – ein traumatisches Erlebnis, das ihre Karriere hätte beenden können.
Drei Monate pausierte Brookes, eine Zeit, die sie als «ziemlich leer» beschrieb. Doch die mentalen Barrieren überwand sie mit Willenskraft: «Es gab ein paar kleine mentale Hürden, die ich überwinden musste, um wieder Sprünge zu fahren. Aber ich war bald wieder normal, und es fühlte sich an, als wäre ich nie weg gewesen.»
Diese Resilienz macht Brookes zu einer außergewöhnlichen Athletin. Im Januar 2026 gewann sie bei den X Games in Aspen mit 96,33 Punkten souverän die Slopestyle-Konkurrenz – nur Wochen vor ihrem olympischen Debüt. Die Form stimmt, die Motivation ist da, und die Unterstützung ihrer Familie gibt ihr den nötigen Rückhalt.
Das Finale: Konkurrenz und Erwartungen
Im Big Air Finale trifft Brookes heute auf ein hochkarätiges Starterfeld. Neben Qualifikationssiegerin Zoi Sadowski-Synnott aus Neuseeland und der zweitplatzierten Kokomo Murase aus Japan ist auch die zweifache olympische Big Air Goldmedaillengewinnerin Anna Gasser aus Österreich am Start.
Die Konkurrenz ist stark, doch Brookes hat bereits bewiesen, dass sie unter Druck liefern kann. Ihre Spezialität ist der Cab 1440 auf dem letzten Sprung, kombiniert mit einem massiven Backside 1260 über die Channel Gap – eine Kombination, die ihr bei den X Games Gold einbrachte.
Für ihre Großmutter, die nach eigenen Worten «der größte Olympia-Fan» ist, wäre bereits die Teilnahme ein Triumph. Doch Brookes selbst will mehr: «Ich möchte sie stolz machen.» Mit dieser Einstellung und ihrer beeindruckenden Technik könnte der 09. Februar 2026 zum Tag eingehen, an dem Mia Brookes endgültig zur Legende wurde.
Trainings-Philosophie: Mehr als nur Snowboarden
Was auf Social Media oft nur als spektakuläre Snowboard-Videos erscheint, ist das Ergebnis harter Arbeit abseits der Piste. «Es ist wie ein Kuchen, Snowboarden ist die schöne Schicht obendrauf, aber es gibt viel, was man nicht sehen kann», erklärt Brookes. «Fitnessstudio, Skaten, Surfen – all diese kleinen Basisschichten, die sich zum Großen aufbauen.»
Ihre Trainingsorte sind legendär: Laax in der Schweiz, Livigno in Italien und Hintertux in Österreich dienen als Basis. In der Off-Season fährt sie mit ihrem Vater bis zu 100 Meilen pro Woche Fahrrad, surft und trainiert im Graystone Skatepark in Salford. Wöchentliche Krafteinheiten bilden das Fundament ihrer Erfolge.
Diese Hingabe unterscheidet Brookes von vielen gleichaltrigen Athletinnen. Während andere ihr Teenager-Leben genießen, widmet sie sich kompromisslos ihrem Sport – eine Entscheidung, die sich heute im olympischen Finale auszahlen könnte.
| Jahr | Erfolg | Besonderheit |
|---|---|---|
| 2020 | 2. Platz Europa Cup Piz Corvatsch | Internationales Debüt mit 13 Jahren |
| 2022 | Gold Junior-WM Big Air | Dominanz im Juniorenbereich |
| 2023 | Weltmeisterin Slopestyle (16 Jahre) | Jüngste Snowboard-Weltmeisterin aller Zeiten |
| 2023 | Erster Cab 1440 (Frau) | Technischer Meilenstein |
| 2024 | Crystal Globe Big Air | Overall World Cup Sieg |
| 2024 | X Games Gold Slopestyle | Erste X Games Goldmedaille |
| 2025 | Overall Freestyle Snowboard World Cup | 35 Punkte Vorsprung auf Platz 2 |
| 2026 | X Games Gold Slopestyle (96,33 Punkte) | Perfekte Olympia-Vorbereitung |
| 2026 | Olympia Big Air Finale (3. Quali) | Olympisches Debüt |
Häufig gestellte Fragen zu Mia Brookes
Wie alt ist Mia Brookes und wann wurde sie Weltmeisterin?
Mia Brookes ist 19 Jahre alt (geboren am 19. Januar 2007) und wurde 2023 im Alter von nur 16 Jahren Weltmeisterin im Slopestyle. Damit ist sie die jüngste Snowboard-Weltmeisterin in der Geschichte des Sports.
Wann findet das Big Air Finale mit Mia Brookes bei Olympia 2026 statt?
Das Big Air Finale der Frauen findet am Montag, 09. Februar 2026, am Abend im Livigno Snow Park statt. Mia Brookes qualifizierte sich als Dritte mit 167,0 Punkten für das Finale.
Was ist ein Cab 1440 und warum ist Mia Brookes damit berühmt?
Ein Cab 1440 ist ein Snowboard-Trick mit vier kompletten Drehungen (1440 Grad) aus einer Switch-Stance-Position. Mia Brookes war 2023 die erste Frau weltweit, die diesen extrem schwierigen Trick im Wettbewerb landete.
Welche Musik hört Mia Brookes während ihrer Wettkämpfe?
Brookes hört hauptsächlich Heavy Metal, um sich zu konzentrieren. Zu ihren Lieblingsbands gehören Metallica, Pantera, Judas Priest und Black Sabbath. Die Musik hilft ihr, den Druck und Lärm bei Wettkämpfen auszublenden.
Hat Mia Brookes eine Chance auf olympisches Gold im Big Air?
Ja, Brookes hat realistische Chancen auf eine Medaille. Sie gewann im Januar 2026 Gold bei den X Games mit 96,33 Punkten, qualifizierte sich als Dritte fürs Olympia-Finale und beherrscht technisch anspruchsvolle Tricks wie den Cab 1440.
Warum konnte Mia Brookes nicht bei Olympia 2022 in Peking teilnehmen?
Mia Brookes war für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking noch zu jung. Sie verfehlte das Mindestalter nur um wenige Monate. Die Winterspiele 2026 in Milano Cortina sind daher ihr olympisches Debüt.
Wo trainiert Mia Brookes und wie sieht ihre Vorbereitung aus?
Brookes trainiert hauptsächlich in Laax (Schweiz), Livigno (Italien) und Hintertux (Österreich). Ihre Vorbereitung umfasst neben Snowboarden auch Krafttraining, Skaten, Surfen und bis zu 100 Meilen Radfahren pro Woche mit ihrem Vater.
Fazit: Ein historischer Abend steht bevor
Am 09. Februar 2026 könnte Mia Brookes Geschichte schreiben. Die 19-jährige Britin, die mit 18 Monaten zum ersten Mal auf einem Snowboard stand und mit 16 Jahren Weltmeisterin wurde, steht vor der größten Herausforderung ihrer Karriere. Im Big Air Finale der Olympischen Winterspiele in Livigno hat sie die Chance, als erste britische Snowboarderin seit 2014 olympisches Edelmetall zu gewinnen.
Was Brookes auszeichnet, ist nicht nur ihr technisches Können – der Cab 1440, den vor ihr keine Frau im Wettbewerb landete, ist Beweis ihrer Innovationskraft. Es ist ihre Authentizität, ihre Leidenschaft für den Sport und ihre mentale Stärke nach dem schweren Unfall 2021. Während andere 19-Jährige über Partys nachdenken, fährt sie mit ihren Eltern im Wohnmobil von Wettkampf zu Wettkampf, Metallica in den Kopfhörern, den Blick fest auf ihre Träume gerichtet.
Ob Gold, Silber, Bronze oder knapp daneben – Mia Brookes hat bereits gewonnen, weil sie ihre Leidenschaft lebt. Doch heute Abend in Livigno könnte sie allen zeigen, dass aus Leidenschaft auch olympischer Ruhm werden kann.
Über den Autor: Dieser Artikel wurde von der Redaktion von Welt der Legenden recherchiert und verfasst. Wir berichten über aktuelle Sport-Ereignisse, Persönlichkeiten und Trends, die Deutschland bewegen.
Social Media Snippets
Twitter/X (280 Zeichen):
🏂 Mia Brookes jagt HEUTE olympisches Gold! Die 19-jährige Britin steht im Big Air Finale bei #Olympia2026 – mit 16 jüngste Snowboard-Weltmeisterin, erste Frau mit Cab 1440. Metallica im Ohr, Medaille im Blick. 🥇 #MiaBrookes #Snowboarding
LinkedIn (150 Wörter):
Olympia 2026 – Ein Teenager schreibt Geschichte: Die britische Snowboarderin Mia Brookes (19) kämpft heute im Big Air Finale um ihre erste olympische Medaille. Was ihre Geschichte so bemerkenswert macht: Mit nur 16 Jahren wurde sie 2023 zur jüngsten Snowboard-Weltmeisterin aller Zeiten. Als erste Frau landete sie den technisch hochkomplexen Cab 1440 im Wettbewerb. Nach einem schweren Trainingsunfall 2021, bei dem sie 40 Minuten bewusstlos war, kämpfte sie sich zurück an die Weltspitze. Ihre Erfolgsstrategie: Heavy Metal von Metallica und Pantera in den Kopfhörern, konsequentes Training in Laax, Livigno und Hintertux – und die unerschütterliche Unterstützung ihrer Eltern, die sie im Wohnmobil zu Wettkämpfen begleiten. Mit zwei X Games Goldmedaillen und dem Overall World Cup Titel 2025 im Gepäck ist Brookes eine der heißesten Medaillenkandidatinnen bei den Winterspielen in Milano Cortina.
Facebook (125 Wörter):
🏂❄️ HEUTE ist der große Tag für Mia Brookes! Die 19-jährige Snowboard-Sensation aus Großbritannien steht im Big Air Finale bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Livigno. Was für eine Geschichte: Mit gerade mal 18 Monaten stand sie das erste Mal auf einem Board, mit 16 wurde sie zur jüngsten Snowboard-Weltmeisterin ALLER ZEITEN! 🤯 Als erste Frau weltweit landete sie den unfassbar schwierigen Cab 1440. Nach einem Horror-Unfall 2021 kämpfte sie sich zurück – heute jagt sie olympisches Gold! Ihre Geheimwaffe? Metallica und Pantera in den Kopfhörern! 🎸🔥 Ihre Eltern verfolgen alles aus dem Wohnmobil, mit dem sie schon als Kind zu Wettkämpfen reiste. Wir drücken die Daumen! 🤞 #MiaBrookes #Olympia2026 #Snowboarding #TeamGB #WinterOlympics