Die deutschen Eishockey-Frauen haben sich bei Olympia 2026 in Mailand eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach zwölf Jahren Pause vom olympischen Parkett zeigt das Team von Bundestrainer Jeff MacLeod, dass es nicht nur zum Zuschauen nach Italien gereist ist. Am 09. Februar 2026 steht heute Abend das entscheidende Gruppenspiel gegen Frankreich an – der nächste Schritt Richtung Viertelfinale.
Das Wichtigste in Kürze
- Erstmals seit zwölf Jahren sind die deutschen Eishockey-Frauen wieder bei Olympischen Winterspielen vertreten
- Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen hat bei Olympia 2026 im zweiten Gruppenspiel den ersten Sieg eingefahren – gegen Japan gewann das Team 5:2
- Nach der Niederlage zum Auftakt gegen Schweden (1:4) konnte die DEB-Auswahl das wichtige Spiel gegen Japan dank einer bärenstarken ersten halben Stunde 5:2 gewinnen
- Mathilda Heine ist mit 16 Jahren die jüngste deutsche Olympia-Teilnehmerin in Italien
- Deutschland um Kapitänin Daria Gleißner trifft auf Frankreich und will nach dem Erfolg gegen Japan unbedingt nachlegen, um die Tür in Richtung Viertelfinale aufzumachen
Nach zwölf Jahren zurück auf der olympischen Eisbahn
Die Rückkehr hatte sich gelohnt. Die Frauen-Nationalmannschaft ist insgesamt zum vierten Mal für Olympia qualifiziert – die bislang letzte Teilnahme der DEB-Frauen datiert aus dem Jahr 2014 (Sotschi). In der Qualifikation für Mailand 2026 zeigten die deutschen Frauen bereits ihre Ambitionen und setzten sich erfolgreich durch.
Das Team wird von Kapitänin Daria Gleißner angeführt, die bereits bei den Olympischen Wintersspielen 2014 im Aufgebot stand, jedoch aufgrund einer Verletzung vorzeitig abreisen musste und kein Spiel bestritt. Für sie erfüllt sich nun ein sportlicher Lebenstraum. Neben ihr stehen alle weiteren Spielerinnen zum ersten Mal in einem Olympia-Kader.
Der steinige Weg nach Mailand
Seit rund zweieinhalb Jahren ist MacLeod nun beim Deutschen Hockey-Bund für die Frauen-Nationalmannschaft verantwortlich und hat in dieser Zeit eine neue Einstellung bei den Spielerinnen registriert: «Wir sind glücklich darüber, dass wir konstanter werden und eine gewisse Gewinnermentalität aufgebaut haben». Diese mentale Stärke sollte sich in den Turnierspielen als entscheidend erweisen.
Die Qualifikation begann bereits im Dezember 2024 und war im Februar 2025 erfolgreich abgeschlossen. Besonders bemerkenswert: Die 16-jährige Mathilda Heine ist nicht nur die jüngste Spielerin im deutschen Kader, sondern überhaupt die jüngste deutsche Olympia-Teilnehmerin in Italien. Mehr über weitere deutsche Olympia-Athleten 2026 erfährst du in unserem Special.
Der turbulente Turnierstart: Auftaktniederlage gegen Schweden
Am Donnerstagmittag (05.02.2026, 12:10 Uhr) stand die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen erstmals wieder seit Sotschi 2014 auf dem olympischen Eis – Auftaktgegner ins Turnier der Winterspiele war die Equipe aus Schweden. Die Partie begann sensationell für Deutschland: Das erste olympische Tor im deutschen Frauen-Eishockey erzielte Katarina Jobst-Smith.
Doch am Ende stand eine 1:4-Niederlage. Die Schwedinnen, auf Rang sechs der Weltrangliste, erwiesen sich als zu stark für das deutsche Team. Trotzdem gab es positive Signale: Das Team zeigte Kampfgeist und Moral – wichtige Tugenden für die folgenden Spiele. Bundestrainer MacLeod betonte nach dem Spiel, dass die Mannschaft mit erhobenen Häuptern vom Eis gehen konnte.
Der Befreiungsschlag gegen Japan: 5:2-Kantersieg
Nur zwei Tage später folgte die Wiedergutmachung. Kapitänin Daria Gleißner brachte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in Mailand bereits nach 44 Sekunden in Führung, Stürmerin Emily Nix (9.) erhöhte vor den Augen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die Partie entwickelte sich zu einem wahren Torfestival für Deutschland.
Die deutschen Eishockey-Frauen haben nach ihrem Fehlstart bei den Olympischen Spielen eindrucksvoll zurück in die Spur gefunden – zwei Tage nach der Auftakt-Niederlage gegen Schweden (1:4) besiegte die Mannschaft von Bundestrainer Jeff MacLeod Japan mit 5:2 (3:0, 2:2, 0:0) und nahm das Viertelfinale wieder ins Visier. Nicola Hadraschek-Eisenschmid traf gleich doppelt, Laura Kluge setzte den Schlusspunkt zum 5:0.
Emotionaler Moment nach dem Spiel
Der Einzug in die Runde der letzten acht ist bei der ersten Olympia-Teilnahme seit 2014 das Minimalziel des deutschen Teams – nach dem Spiel sorgten die Japanerinnen für eine schöne Geste, indem sie sich vor dem deutschen Team verneigten. Diese Respektbekundung zeigt den Stellenwert, den Fair Play und gegenseitiger Respekt im Eishockey haben.
| Spiel | Ergebnis | Torschützinnen Deutschland | Datum |
|---|---|---|---|
| Deutschland vs. Schweden | 1:4 Niederlage | Jobst-Smith | 05.02.2026 |
| Deutschland vs. Japan | 5:2 Sieg | Gleißner, Nix, Hadraschek (2), Kluge | 07.02.2026 |
| Deutschland vs. Frankreich | heute 16:40 Uhr | – | 09.02.2026 |
| Deutschland vs. Italien | noch offen | – | 10.02.2026 |
Heute gegen Frankreich: Der Weg ins Viertelfinale
Gegen Frankreich ist die DEB-Mannschaft favorisiert – die Französinnen kassierten während des olympischen Eishockey-Turniers bereits zwei Niederlagen gegen Italien (1:4) und Schweden (0:4). Das Spiel findet heute am Montag, den 09. Februar 2026, um 16:40 Uhr in der Arena Milano Santagiulia statt.
In der schwächer eingestuften Gruppe B ziehen die drei besten Mannschaften ins Viertelfinale ein, dort würde dem deutschen Team dann wahrscheinlich ein Duell mit den übermächtigen Mannschaften aus den USA oder Kanada drohen. Um sich bestmöglich zu positionieren, ist ein Sieg gegen Frankreich nahezu Pflicht.
Die Gruppenkonstellation in Gruppe B
Von den zehn teilnehmenden Nationen im Olympiaturnier schaffen es acht ins Viertelfinale – darunter alle fünf Teams der Gruppe A, die aus den besten Nationen besteht. Die deutschen Frauen müssen mindestens zwei andere Teams in Gruppe B hinter sich lassen, um es in die K.o.-Runde zu schaffen. Nach dem Sieg gegen Japan ist Deutschland auf einem guten Weg.
Die offizielle Olympics Website bietet alle Live-Ergebnisse und Tabellen. Weitere Informationen zum gesamten Turnierverlauf gibt es auch beim Deutschen Eishockey-Bund.
USA und Kanada als Goldfavoritinnen
Die großen Favoritinnen sind einmal mehr die USA und Kanada – seit die Frauen 1998 in Nagano ihre Olympia-Premiere gefeiert haben, gingen die Goldmedaillen immer an eine der beiden Nationen. Die Dominanz dieser beiden Teams ist im Frauen-Eishockey ungebrochen.
Für Deutschland geht es aber nicht um Gold, sondern darum, sich bestmöglich zu präsentieren und den Durchbruch in die K.o.-Runde zu schaffen. Die Leistung gegen Japan hat gezeigt, dass die Mannschaft das Potenzial dazu hat. Die Entwicklung unter Bundestrainer Jeff MacLeod stimmt optimistisch für die Zukunft des deutschen Frauen-Eishockeys. Auch andere deutsche Wintersportler zeigen bei Olympia 2026 starke Leistungen – mehr dazu in unserem Artikel über Sven Hannawald als ARD-Experte.
Die Schlüsselspielerinnen im deutschen Kader
Der Kader besteht aus 23 Spielerinnen, darunter drei Torhüterinnen. Sandra Abstreiter, die im Spiel gegen Japan herausragende Paraden zeigte, ist eine der Stützen im deutschen Team. Im Sturm überzeugen neben Kapitänin Daria Gleißner vor allem die Paradereihe mit Laura Kluge, Nicola Hadraschek-Eisenschmid und Emily Nix.
Bundestrainer Jeff MacLeod: «Wir haben heute ein fantastisches Spiel gegen einen schweren Gegner gezeigt. Unsere Spielerinnen haben von Beginn an Druck erzeugt und sich früh für ihr gutes Spiel belohnt. Besonders gut hat mir das Selbstvertrauen gefallen, das sie von Beginn an ausgestrahlt haben». Diese Einstellung wird auch gegen Frankreich entscheidend sein.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Olympia Eishockey Frauen 2026
Wann spielt Deutschland heute gegen Frankreich im Eishockey?
Das Spiel Deutschland gegen Frankreich findet heute am 09. Februar 2026 um 16:40 Uhr in der Arena Milano Santagiulia statt. Live-Übertragungen gibt es bei ARD und Eurosport.
Wie viele Teams kommen bei den Frauen ins Viertelfinale?
Acht von zehn teilnehmenden Teams qualifizieren sich für das Viertelfinale. Alle fünf Teams aus Gruppe A sind automatisch qualifiziert, aus Gruppe B kommen die drei Erstplatzierten weiter.
Seit wann waren die deutschen Eishockey-Frauen nicht mehr bei Olympia?
Die letzte Olympia-Teilnahme der deutschen Eishockey-Frauen war 2014 in Sotschi. Damit liegt eine Pause von zwölf Jahren zwischen den beiden Teilnahmen.
Wer ist die jüngste Spielerin im deutschen Olympia-Kader?
Mathilda Heine ist mit 16 Jahren die jüngste Spielerin im deutschen Kader und zugleich die jüngste deutsche Olympia-Teilnehmerin in Italien überhaupt.
Welche Nationen sind die größten Goldfavoritinnen im Frauen-Eishockey?
Die USA und Kanada gelten als große Favoritinnen. Seit 1998 gewann immer eine dieser beiden Nationen die Goldmedaille im olympischen Frauen-Eishockey.
Was ist das Minimalziel der deutschen Eishockey-Frauen bei Olympia 2026?
Das erklärte Minimalziel ist der Einzug ins Viertelfinale. Dafür muss Deutschland in Gruppe B unter die ersten drei Teams kommen.
Wer ist Kapitänin der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft?
Daria Gleißner ist Kapitänin des deutschen Teams. Sie war bereits 2014 nominiert, konnte damals aber verletzungsbedingt nicht spielen.
Fazit: Deutsche Eishockey-Frauen mit berechtigten Hoffnungen
Die deutschen Eishockey-Frauen haben bei Olympia 2026 in Mailand bereits gezeigt, was in ihnen steckt. Nach der Auftaktniederlage gegen Schweden folgte eine beeindruckende Reaktion mit dem 5:2-Sieg gegen Japan. Das heutige Spiel gegen Frankreich am 09. Februar 2026 um 16:40 Uhr könnte den Weg ins Viertelfinale ebnen.
Unter Bundestrainer Jeff MacLeod hat das Team eine neue Mentalität entwickelt und spielt mutiger als in der Vergangenheit. Mit Schlüsselspielerinnen wie Daria Gleißner, Laura Kluge und Nicola Hadraschek-Eisenschmid sowie dem jüngsten Talent Mathilda Heine ist Deutschland gut aufgestellt. Die nächsten Tage werden zeigen, ob der Traum vom Viertelfinale Wirklichkeit wird.
Der Blick auf die Medaillenspiegel Olympia 2026 zeigt: Deutschland kämpft auf allen Ebenen um Erfolge bei diesen Winterspielen. Die Eishockey-Frauen sind ein wichtiger Teil dieser Medaillenjagd.