Den PC schneller machen – das gelingt oft ohne teure Neuanschaffungen. Tatsächlich können Sie mit gezielten Software-Optimierungen und dem Aufräumen des Systems die Leistung Ihres Computers spürbar steigern, oft um 30 bis 50 Prozent. Bevor Sie also über neue Hardware nachdenken, sollten Sie diese einfachen Tricks ausprobieren.

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- Was bremst meinen PC aus?
- Autostart entrümpeln: Mehr Tempo beim Hochfahren
- Energieprofil optimieren: Leistung freisetzen
- Festplatte aufräumen: Datenmüll entfernen
- Treiber aktualisieren: Hardware optimal nutzen
- SSD-Upgrade: Der Turbo für Ihren PC
- Arbeitsspeicher aufrüsten: Mehr Platz für Anwendungen
- Windows-Einstellungen optimieren: Details im Blick
- Malware-Check: Schädlinge entfernen
- Fazit: PC schneller machen – mit Geduld und System
Kernpunkte
- Autostart-Programme deaktivieren, um die Bootzeit zu verkürzen.
- Energieprofil auf «Höchstleistung» setzen, um die volle Leistung abzurufen.
- Festplatte bereinigen und defragmentieren, um den Datenzugriff zu beschleunigen.
- Veraltete Treiber aktualisieren, um Hardware-Konflikte zu vermeiden.
- SSD-Upgrade für einen deutlichen Geschwindigkeitsboost.
Was bremst meinen PC aus?
Viele Faktoren können dazu beitragen, dass ein PC langsamer wird. Häufig sind es eine Kombination aus überfüllter Festplatte, zu vielen Autostart-Programmen, veralteten Treibern und einem ineffizienten Energieprofil. Auch Malware oder Viren können die Leistung beeinträchtigen. Eine Analyse des Systems ist daher der erste Schritt, um den PC schneller zu machen.
Wie finde ich heraus, welche Programme meinen PC verlangsamen?
Der Task-Manager (erreichbar über Strg+Shift+Esc) bietet einen guten Überblick über die laufenden Prozesse und deren Auslastung. Unter dem Reiter «Autostart» sehen Sie, welche Programme beim Hochfahren des PCs automatisch gestartet werden. Deaktivieren Sie hier alle unnötigen Programme, um die Bootzeit zu verkürzen und Ressourcen freizugeben.
Autostart entrümpeln: Mehr Tempo beim Hochfahren
Ein Klassiker, um den PC schneller zu machen, ist das Aufräumen des Autostarts. Viele Programme nisten sich ungefragt dort ein und beanspruchen wertvolle Ressourcen, selbst wenn sie gar nicht benötigt werden. Das Ergebnis: Ein zäher Systemstart und unnötige Belastung des Arbeitsspeichers. Im Task-Manager unter «Autostart» sehen Sie auf einen Blick, welche Programme den Startvorgang verlangsamen. Deaktivieren Sie alle Einträge, die nicht unbedingt beim Hochfahren aktiv sein müssen. Dazu gehören beispielsweise Messenger-Dienste, Cloud-Dienste, Game-Launcher oder Software-Updater. Keine Sorge: Die Programme bleiben installiert und können bei Bedarf manuell gestartet werden. Laut Stern ist dies einer der effektivsten Sofortmaßnahmen.
Seien Sie mutig beim Deaktivieren von Autostart-Programmen. Im Zweifelsfall können Sie diese jederzeit wieder aktivieren. (Lesen Sie auch: Tablet-PC: Wandelbare Hybride: Fünf Microsoft-Surface-Alternativen im Vergleich)
Energieprofil optimieren: Leistung freisetzen
Gerade bei Laptops wird im Akkubetrieb oft Leistung gedrosselt, um die Akkulaufzeit zu verlängern. Am Netzteil kann ein leistungsorientiertes Energieprofil jedoch spürbar mehr Reserven freisetzen. Überprüfen Sie in den Energieoptionen (Systemsteuerung -> Energieoptionen), welches Profil aktiv ist. Wählen Sie «Höchstleistung», um die maximale Performance zu erzielen. Beachten Sie jedoch, dass dies den Stromverbrauch erhöht. Wer den Eindruck hat, dass Programme «zäh» reagieren oder der PC unter Last nicht richtig in Fahrt kommt, sollte dieses Profil unbedingt ausprobieren.
Ein weiterer Punkt ist die Überprüfung der erweiterten Energieeinstellungen. Hier können Sie beispielsweise festlegen, wie schnell die Festplatte in den Standby-Modus geht oder ob die USB-Ports Strom sparen sollen. Passen Sie diese Einstellungen an Ihre Bedürfnisse an, um die Balance zwischen Leistung und Energieeffizienz zu optimieren.
Festplatte aufräumen: Datenmüll entfernen
Eine überfüllte Festplatte ist eine der Hauptursachen für einen langsamen PC. Im Laufe der Zeit sammeln sich zahlreiche temporäre Dateien, Cache-Daten, Installationsreste und andere unnötige Daten an. Diese belegen nicht nur Speicherplatz, sondern fragmentieren auch die Festplatte, was den Datenzugriff verlangsamt. Um den PC schneller zu machen, sollten Sie die Festplatte regelmäßig aufräumen. Windows bietet dazu das integrierte Tool «Datenträgerbereinigung» (Rechtsklick auf das Laufwerk -> Eigenschaften -> Datenträgerbereinigung). Wählen Sie hier alle Kategorien aus, die Sie entfernen möchten, und starten Sie den Vorgang. Alternativ können Sie auch spezielle Cleaner-Tools wie CCleaner verwenden, die zusätzliche Funktionen bieten.
Zusätzlich zur Datenträgerbereinigung sollten Sie auch nicht mehr benötigte Programme deinstallieren. Gehen Sie dazu in die Systemsteuerung -> Programme und Funktionen und entfernen Sie alle Anwendungen, die Sie nicht mehr verwenden. Achten Sie darauf, keine wichtigen Systemprogramme zu deinstallieren.
Legen Sie regelmäßig Backups Ihrer wichtigen Daten an, bevor Sie größere Änderungen am System vornehmen. (Lesen Sie auch: Sprachlern Apps Kritik: Klappt’s in Paris Wirklich…)
Treiber aktualisieren: Hardware optimal nutzen
Veraltete oder fehlerhafte Treiber können zu Leistungsproblemen und Instabilitäten führen. Um den PC schneller zu machen, sollten Sie die Treiber regelmäßig aktualisieren. Windows Update sucht zwar automatisch nach neuen Treibern, findet aber nicht immer die aktuellsten Versionen. Besuchen Sie daher die Webseiten der Hardware-Hersteller (z.B. Intel, Nvidia, AMD) und laden Sie die neuesten Treiber für Ihre Komponenten herunter. Achten Sie darauf, die richtigen Treiber für Ihr Betriebssystem und Ihre Hardware zu wählen. Nach der Installation der neuen Treiber starten Sie den PC neu.
Wie finde ich heraus, welche Treiber veraltet sind?
Der Geräte-Manager (erreichbar über Rechtsklick auf «Dieser PC» -> Verwalten -> Geräte-Manager) zeigt alle installierten Hardware-Komponenten an. Geräte mit einem gelben Ausrufezeichen haben ein Problem mit dem Treiber. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Gerät und wählen Sie «Treiber aktualisieren», um nach einer neuen Version zu suchen. Alternativ können Sie den Treiber auch deinstallieren und den PC neu starten, um die automatische Installation zu erzwingen.
SSD-Upgrade: Der Turbo für Ihren PC
Der Einbau einer SSD (Solid State Drive) ist eine der effektivsten Maßnahmen, um einen alten PC deutlich schneller zu machen. SSDs sind um ein Vielfaches schneller als herkömmliche Festplatten (HDDs), da sie keine mechanischen Teile enthalten. Das Ergebnis: Deutlich kürzere Bootzeiten, schnellere Programmstarts und eine insgesamt flüssigere Bedienung. Der Einbau einer SSD ist relativ einfach und kann auch von Laien durchgeführt werden. Achten Sie darauf, eine SSD mit ausreichend Speicherplatz zu wählen (mindestens 250 GB für das Betriebssystem und die wichtigsten Programme). Nach dem Einbau der SSD müssen Sie Windows neu installieren oder das Betriebssystem von der alten Festplatte auf die SSD klonen. ComputerBase bietet hierzu detaillierte Anleitungen.

Ein weiterer Vorteil von SSDs ist ihre Robustheit. Da sie keine beweglichen Teile enthalten, sind sie weniger anfällig für Erschütterungen und Stöße. Dies ist besonders wichtig für Laptops, die häufig transportiert werden.
Arbeitsspeicher aufrüsten: Mehr Platz für Anwendungen
Wenn der PC häufig langsam reagiert oder Programme lange zum Laden benötigen, kann ein Mangel an Arbeitsspeicher (RAM) die Ursache sein. Um den PC schneller zu machen, kann eine Aufrüstung des Arbeitsspeichers helfen. Überprüfen Sie, wie viel RAM Ihr PC hat (Rechtsklick auf «Dieser PC» -> Eigenschaften). Windows 10 und 11 benötigen mindestens 8 GB RAM für eine flüssige Bedienung, 16 GB sind empfehlenswert. Wenn Ihr PC weniger RAM hat, kann eine Aufrüstung spürbare Verbesserungen bringen. Achten Sie darauf, den richtigen RAM-Typ (DDR4 oder DDR5) und die passende Geschwindigkeit für Ihr Mainboard zu wählen. Der Einbau von RAM ist relativ einfach und kann auch von Laien durchgeführt werden. (Lesen Sie auch: WhatsApp KI EU: Droht Meta Ärger mit…)
Achten Sie beim Kauf von RAM auf die Kompatibilität mit Ihrem Mainboard. Informationen dazu finden Sie im Handbuch des Mainboards oder auf der Webseite des Herstellers.
Windows-Einstellungen optimieren: Details im Blick
Neben den genannten Maßnahmen gibt es noch einige weitere Windows-Einstellungen, die Sie optimieren können, um den PC schneller zu machen. Deaktivieren Sie beispielsweise unnötige visuelle Effekte (Systemsteuerung -> System -> Erweiterte Systemeinstellungen -> Leistung -> Einstellungen). Reduzieren Sie die Anzahl der angezeigten Schriftarten (Systemsteuerung -> Darstellung und Anpassung -> Schriftarten). Deaktivieren Sie die automatische Defragmentierung, wenn Sie eine SSD verwenden (da SSDs nicht fragmentieren). Überprüfen Sie die Indizierungsoptionen und schließen Sie unnötige Ordner aus der Indizierung aus (Systemsteuerung -> Indizierungsoptionen). All diese kleinen Änderungen können in der Summe einen spürbaren Effekt haben.
Malware-Check: Schädlinge entfernen
Malware und Viren können die Leistung des PCs erheblich beeinträchtigen. Sie belegen Ressourcen, verlangsamen das System und können sogar Daten stehlen. Führen Sie daher regelmäßig einen Virenscan mit einem aktuellen Antivirenprogramm durch. Windows Defender ist ein guter Basisschutz, aber es kann sinnvoll sein, zusätzlich ein spezielles Antivirenprogramm zu installieren. Achten Sie darauf, das Antivirenprogramm regelmäßig zu aktualisieren, um auch die neuesten Bedrohungen zu erkennen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bietet Informationen und Empfehlungen zum Thema Virenschutz.
Fazit: PC schneller machen – mit Geduld und System
Einen PC schneller machen ist oft ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert. Beginnen Sie mit den einfachen Software-Optimierungen und arbeiten Sie sich dann zu den Hardware-Upgrades vor. Eine systematische Vorgehensweise und regelmäßige Wartung sind der Schlüssel zu einem dauerhaft schnellen und stabilen System. Wer diese Tipps beherzigt, kann die Lebensdauer seines PCs verlängern und teure Neuanschaffungen vermeiden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die genannten Maßnahmen keine Wunder wirken können. Wenn der PC bereits sehr alt und leistungsschwach ist, kann eine Neuanschaffung langfristig die bessere Lösung sein.



