Im Tarifkonflikt zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) droht eine Eskalation. Nachdem die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis verlief, hat Verdi zu erneuten Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder aufgerufen. Betroffen sind unter anderem Kitas, Schulen und Behörden, was zu erheblichen Einschränkungen für die Bürger führen kann. Die Gewerkschaft will mit den Streiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, um ihre Forderungen nach höheren Löhnen durchzusetzen.

Tarifverhandlungen Länder: Hintergrund des Konflikts
Die Tarifverhandlungen Länder betreffen rund 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder (mit Ausnahme von Hessen). Die Gewerkschaften, darunter Verdi, GEW, IG BAU und GdP, fordern eine Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr pro Monat. Sie argumentieren, dass die Beschäftigten aufgrund der hohen Inflation und der gestiegenen Lebenshaltungskosten eine deutliche Gehaltssteigerung benötigen. Die TdL hingegen hat bisher kein konkretes Angebot vorgelegt und verweist auf die angespannte Haushaltslage vieler Bundesländer. Die letzte Anpassung der Gehälter im öffentlichen Dienst der Länder erfolgte im Jahr 2024.
Die Beamten, Richter und Soldaten der Länder erhalten ihre Bezüge nicht im Rahmen von Tarifverhandlungen, sondern durch Gesetzgebung. Die Anpassung der Beamtenbesoldung erfolgt in der Regel zeitnah und orientiert sich am Ergebnis der Tarifverhandlungen für die Tarifbeschäftigten. Rund 1,2 Millionen Landesbeamte blicken daher ebenfalls gespannt auf den Ausgang der Verhandlungen. (Lesen Sie auch: RTL De:.de im Fokus: Kindsmorde und die…)
Aktuelle Entwicklung: Warnstreiks und dritte Verhandlungsrunde
Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat Verdi zu einer Reihe von Warnstreiks in verschiedenen Bundesländern aufgerufen. Am Mittwoch, dem 7. Februar 2026, kam es beispielsweise in Berlin und Brandenburg zu Einschränkungen in Kitas, Schulen und Behörden, da zahlreiche Beschäftigte die Arbeit niederlegten. In Potsdam fand eine große Demonstration statt, an der sich auch Mitarbeiter der Feuerwehr, Polizei und Senatsverwaltungen beteiligten. Wie Süddeutsche Zeitung berichtet, waren nicht nur Mitarbeiter der Kommunen zum Streik aufgerufen, sondern auch Landesbedienstete.
Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar 2026 in Potsdam angesetzt. Sowohl die Gewerkschaften als auch die TdL haben sich im Vorfeld optimistisch gezeigt, eine Einigung erzielen zu können. Allerdings liegen die Positionen in einigen Punkten noch weit auseinander. Strittig sind neben der Höhe der Lohnerhöhung auch die Laufzeit des Tarifvertrags und die Frage, ob es eine Einmalzahlung geben soll. Eine Schlichtung ist in diesem Tarifkonflikt nicht vorgesehen.
Reaktionen und Einordnung
Die Warnstreiks haben unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Während die Gewerkschaften die Streiks als notwendiges Mittel zur Durchsetzung ihrer Forderungen verteidigen, kritisieren Arbeitgebervertreter die Aktionen als unverhältnismäßig und kontraproduktiv. Auch aus der Politik gab es unterschiedliche Stimmen. Einige Politiker äußerten Verständnis für die Anliegen der Beschäftigten, während andere vor den negativen Auswirkungen der Streiks auf die Bürger warnten. (Lesen Sie auch: Olympia Live: Österreichische Erfolge und ein schwerer…)
Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder finden in einer Zeit großer Herausforderungen statt. Viele Bundesländer haben mit hohen Schulden und wachsenden Ausgaben zu kämpfen. Gleichzeitig sind die Beschäftigten im öffentlichen Dienst durch die hohe Inflation und die gestiegenen Lebenshaltungskosten stark belastet. Eine Lösung des Konflikts erfordert daher Kompromissbereitschaft von beiden Seiten.
Tarifverhandlungen Länder: Was bedeutet das für die Bürger?
Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder können zu erheblichen Einschränkungen für die Bürger führen. Betroffen sind insbesondere Familien mit Kindern, da Kitas und Schulen möglicherweise geschlossen bleiben. Auch in Behörden kann es zu längeren Wartezeiten und Ausfällen kommen. Die Gewerkschaften haben jedoch betont, dass sie sich bemühen, die Auswirkungen der Streiks auf die Bürger so gering wie möglich zu halten. So sollen beispielsweise Notdienste in Krankenhäusern und anderen wichtigen Einrichtungen aufrechterhalten werden.
Sollte es in den kommenden Verhandlungsrunden zu keiner Einigung kommen, drohen weitere und möglicherweise auch längere Streiks. Dies könnte die Situation für die Bürger weiter verschärfen. Es ist daher im Interesse aller Beteiligten, eine schnelle und faire Lösung des Tarifkonflikts zu finden. (Lesen Sie auch: SRF Sport Live: Olympia-Eröffnung begeistert die Zuschauer)
Die dritte Verhandlungsrunde in Potsdam wird zeigen, ob die Tarifparteien aufeinander zugehen können. Gelingt eine Einigung, könnten die Streiks beendet und die Einschränkungen für die Bürger aufgehoben werden. Scheitern die Verhandlungen jedoch, droht eine weitere Eskalation des Konflikts.

Informationen zu den aktuellen Tarifverhandlungen bietet auch die Webseite von Verdi.
FAQ zu tarifverhandlungen länder
Häufig gestellte Fragen zu tarifverhandlungen länder
Was fordern die Gewerkschaften bei den aktuellen Tarifverhandlungen Länder?
Die Gewerkschaften, darunter Verdi, GEW, IG BAU und GdP, fordern für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr pro Monat. Sie begründen dies mit der hohen Inflation und den gestiegenen Lebenshaltungskosten. (Lesen Sie auch: Schweiz Mailand Cortina 2026: Olympia 2026:, –…)
Welche Auswirkungen haben die Warnstreiks auf die Bürger?
Die Warnstreiks können zu Einschränkungen in Kitas, Schulen und Behörden führen. Familien mit Kindern sind besonders betroffen, da Betreuungseinrichtungen möglicherweise geschlossen bleiben. Auch in den Verwaltungen kann es zu längeren Wartezeiten kommen.
Wie viele Beschäftigte sind von den Tarifverhandlungen Länder betroffen?
Von den Tarifverhandlungen betroffen sind rund 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder (mit Ausnahme von Hessen). Hinzu kommen rund 1,2 Millionen Landesbeamte, deren Besoldung in der Regel an das Tarifergebnis angepasst wird.
Warum kommt es zu den Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder?
Die Gewerkschaften haben zu den Warnstreiks aufgerufen, um den Druck auf die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zu erhöhen. Sie wollen ihre Forderungen nach höheren Löhnen durchsetzen und ein Zeichen setzen, dass sie bereit sind, für die Interessen ihrer Mitglieder zu kämpfen.
Gibt es bereits einen Termin für die nächste Verhandlungsrunde im Tarifstreit der Länder?
Ja, die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar 2026 in Potsdam angesetzt. Dort werden die Gewerkschaften und die TdL erneut versuchen, eine Einigung zu erzielen. Sollte dies nicht gelingen, ist eine vierte Runde nicht ausgeschlossen.
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ist der Zusammenschluss der Bundesländer (außer Hessen), die gemeinsam die Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften führen. Mehr Informationen dazu gibt es auf der offiziellen Webseite der TdL.
| Datum | Ort | Betroffene Bereiche |
|---|---|---|
| 7. Februar 2026 | Berlin, Brandenburg | Kitas, Schulen, Behörden, Feuerwehr, Polizei, Senatsverwaltungen, Landesministerien |
| 11.-13. Februar 2026 | Potsdam | Dritte Verhandlungsrunde |
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
