Unwetter in Südeuropa haben verheerende Überschwemmungen in Portugal, Spanien und Marokko verursacht. Nach einer kurzen Wetterberuhigung stehen weite Landstriche weiterhin unter Wasser, und die Gefahr von Erdrutschen bleibt akut. Die Situation wird durch die Vorhersage weiterer Regenfälle zusätzlich verschärft, was das Risiko neuer Überschwemmungen erhöht. Unwetter Südeuropa steht dabei im Mittelpunkt.

+
Unwetter in Südeuropa: Hochwasserlage bleibt angespannt
Die Lage in den von den Unwettern betroffenen Gebieten Südeuropas bleibt kritisch, obwohl es eine kurze Regenpause gab. In Portugal, Spanien und Marokko kämpfen die Menschen mit den Folgen der heftigen Regenfälle und Überschwemmungen. Tausende Menschen mussten evakuiert werden und sind weiterhin in Notunterkünften untergebracht. Die Böden sind durch die anhaltenden Niederschläge gesättigt, und die Flüsse führen Hochwasser, was die Gefahr weiterer Überschwemmungen mit sich bringt. Die Meteorologen haben für die kommende Woche weitere Regenfälle angekündigt, was die Situation zusätzlich verschärfen könnte.
⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung:
- Aktenzeichen: azalema
- Aktenzeichen: Azoren
Die wichtigsten Fakten
- Tausende Menschen in Portugal, Spanien und Marokko mussten aufgrund von Überschwemmungen evakuiert werden.
- Die Schäden an Infrastruktur und Landwirtschaft werden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.
- Weitere Regenfälle sind für die kommende Woche vorhergesagt, was die Hochwassergefahr erhöht.
- Das Militär wurde in Portugal und Spanien zur Unterstützung der zivilen Katastrophenschutzkräfte hinzugezogen.
Evakuierungen und Schäden in Marokko
Besonders dramatisch ist die Situation im Norden Marokkos. Betroffen ist vor allem der Ort Ksar al-Kebir nordöstlich der Hauptstadt Rabat. Dort mussten große Teile der Bevölkerung aufgrund steigender Wasserpegel in Sicherheit gebracht werden. Insgesamt wurden in den betroffenen Regionen mehr als 154.000 Menschen evakuiert, wie das Innenministerium der staatlichen Nachrichtenagentur MAP mitteilte. Bereits Mitte Dezember kamen in Marokko 37 Menschen nach schweren Regenfällen und Überschwemmungen ums Leben. (Lesen Sie auch: Unwetter in Südeuropa: Tief «Leonardo» sorgt für…)
Die marokkanische Regierung hat Hilfsmaßnahmen eingeleitet, um die Not der betroffenen Bevölkerung zu lindern. Dazu gehören die Bereitstellung von Notunterkünften, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung. Allerdings gestaltet sich die Hilfe aufgrund der zerstörten Infrastruktur und der unwegsamen Gebiete schwierig. Viele Straßen und Brücken sind unpassierbar, was die Versorgung der Evakuierten erschwert. Die Aufräumarbeiten werden voraussichtlich noch Wochen dauern.
Die Unwetter in Südeuropa sind Teil einer Reihe extremer Wetterereignisse, die in den letzten Jahren weltweit zugenommen haben. Viele Experten sehen einen Zusammenhang mit dem Klimawandel, der zu häufigeren und intensiveren Stürmen und Niederschlägen führt.
Sturmtief «Marta» und seine Folgen
Die gesamte Region wurde am Wochenende von dem Sturmtief «Marta» heimgesucht. Es war bereits das siebte Sturmtief seit Jahresbeginn und brachte Starkregen, Orkanböen und hohe Wellen an den Küsten Portugals, Andalusiens im Süden Spaniens und Marokkos. Zuvor hatte bereits der Sturm «Leonardo» am Mittwoch und Donnerstag über die drei Länder hinweggefegt. In Spanien kam dabei eine Frau in einem Fluss in der Region Málaga ums Leben. In Portugal gab es seit vergangener Woche insgesamt 13 Tote durch eine ganze Reihe von Stürmen und Hunderte Verletzte bei Aufräumarbeiten. Wie Stern berichtet, waren die Rettungskräfte im Dauereinsatz, um Menschen aus den Fluten zu retten und die Schäden zu beseitigen.
Die Schäden durch die Stürme und Überschwemmungen sind enorm. Neben zerstörten Häusern und Straßen wurden auch zahlreiche landwirtschaftliche Flächen verwüstet. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft, insbesondere für die Landwirte, die ihre Ernten verloren haben. Die Regierungen der betroffenen Länder haben Soforthilfeprogramme aufgelegt, um den Betroffenen zu helfen. Allerdings wird es Jahre dauern, bis die Schäden vollständig behoben sind. (Lesen Sie auch: Unwetter Südeuropa: Regenpause bringt Kurze Hoffnung?)
Wie reagieren die Regierungen?
In Portugal und Spanien wurde das Militär zur Unterstützung der zivilen Katastrophenschutzkräfte hinzugezogen. Die Soldaten helfen bei der Evakuierung von Menschen, der Bergung von Habseligkeiten und der Beseitigung von Trümmern. Die Regierungen beider Länder haben den Notstand ausgerufen und Hilfsgelder bereitgestellt. Die Europäische Union hat ebenfalls Unterstützung zugesagt. Insgesamt werden die Schäden an der Infrastruktur und der Landwirtschaft in beiden Ländern zusammen auf mehr als sieben Milliarden Euro geschätzt.
Die spanische Regierung hat angekündigt, ein umfassendes Hilfsprogramm für die betroffenen Regionen aufzulegen. Dieses umfasst finanzielle Unterstützung für den Wiederaufbau von Häusern und Infrastruktur sowie Hilfen für die Landwirtschaft. Zudem sollen Maßnahmen ergriffen werden, um die Küstenregionen besser vor zukünftigen Stürmen zu schützen. Die portugiesische Regierung plant ähnliche Maßnahmen. Es ist jedoch noch unklar, wie diese finanziert werden sollen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, werden die Regierungen möglicherweise Kredite aufnehmen müssen, um die Schäden zu beheben.
Was sind die Ursachen für die extremen Unwetter?
Die extremen Unwetter in Südeuropa sind auf eine Kombination verschiedener Faktoren zurückzuführen. Zum einen spielt der Klimawandel eine Rolle. Durch die Erwärmung der Atmosphäre können Stürme mehr Feuchtigkeit aufnehmen und somit heftigere Regenfälle verursachen. Zum anderen sind die Küstenregionen Südeuropas besonders anfällig für Stürme und Überschwemmungen. Die Bebauung in Küstennähe hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, was die Schäden bei Unwettern zusätzlich erhöht.

Ein weiterer Faktor ist die Entwaldung. Wälder spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Wasserhaushaltes. Sie nehmen Wasser auf und verhindern so, dass es zu Überschwemmungen kommt. Durch die Abholzung von Wäldern wird dieser natürliche Schutzmechanismus zerstört. Dies hat zur Folge, dass bei starken Regenfällen mehr Wasser abfließt und es schneller zu Überschwemmungen kommt. Die Europäische Umweltagentur EEA weist darauf hin, dass nachhaltige Landwirtschaft und Forstwirtschaft entscheidend sind, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Wetterereignissen zu erhöhen. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Webseite der EEA. (Lesen Sie auch: Unwetter Südeuropa: In: Sturmtief setzt)
Wie geht es weiter?
Die Aufräumarbeiten in den von den Unwettern betroffenen Gebieten werden noch Wochen dauern. Es ist zu befürchten, dass die Schäden noch weiter zunehmen, wenn die vorhergesagten Regenfälle tatsächlich eintreten. Die Regierungen der betroffenen Länder stehen vor großen Herausforderungen. Sie müssen nicht nur die Schäden beheben, sondern auch Maßnahmen ergreifen, um die Bevölkerung besser vor zukünftigen Unwettern zu schützen. Dazu gehören der Ausbau des Hochwasserschutzes, die Anpassung der Bauvorschriften und die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft und Forstwirtschaft.
Die Unwetter in Südeuropa sind ein weiteres Beispiel für die Auswirkungen des Klimawandels. Es ist daher wichtig, dass die Weltgemeinschaft gemeinsam Anstrengungen unternimmt, um die Erderwärmung zu begrenzen. Nur so können wir verhindern, dass es in Zukunft noch häufiger zu solchen extremen Wetterereignissen kommt.
Die Situation in Südeuropa bleibt angespannt. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die bereits getroffenen Maßnahmen ausreichen, um die Bevölkerung vor weiteren Schäden zu schützen. Die Solidarität der internationalen Gemeinschaft ist jetzt gefragt, um den Betroffenen zu helfen und den Wiederaufbau zu unterstützen.








